Just another manic Monday 2

Just another manic Monday 2

logoRandalsMondayRandal hat es nicht leicht. Niemand mag Montage, das steht fest, aber Randals Montag ist besonders schlimm. Der folgt nämlich direkt auf die Verlobungsfeier seines besten Kumpels Matt und auch wenn die Details verschwommen sind, eins steht fest: es floss sehr viel Alkohol. Und später am Abend auch nicht wenig Erbrochenes. Und jetzt arbeiten? Argh! Und dann nervt auch noch Randals Vermieter und macht zur frühen Stunde Krach, nur weil die Miete von drei läppischen Monaten fehlt. Kann es noch schlimmer kommen? Manche rhetorische Fragen sollten wirklich unbeantwortet bleiben, denn ja: es kann noch sehr viel schlimmer kommen. Randal verliert seinen Job als Lieferjunge, ist nun vollends pleite und braucht dringend Kohle. Doch vielleicht ist ihm Fortuna auch endlich mal wohlgesonnen? Denn zufällig ist er nun im Besitz des Portemonnaies seines besten Freundes und in diesem befindet sich der Verlobungsring, der sich als nahezu unbezahlbar herausstellt. Nach kurzer Beratschlagung mit Engel und Teufel auf seiner Schulter scheinen Randals Probleme beseitigt und die Taschen sind mit Geld gefüllt. Doch auf den unerwartet guten Tag folgt eine schlechte Nacht. War das sein Gewissen, dass ihn nicht schlafen ließ? Die 3 Wochen alte Pizza in seinem Magen? Oder doch der Obdachlose vor seinem Fenster, der ihm die ganze Nacht über zurief, dass er verflucht sei. Verflucht? Pfff, Flüche gibts doch gar nicht. Gerädert wacht Randal auf und muss erfahren, dass sein Freund Matt sich umgebracht hat. Und viel schlimmer: es ist wieder Montag. Jeden Tag ist Montag! Und jeden Tag bringt Matt sich um. Ein Glück hat Randal nun Geld, Montage sind ja nur halb so schlimm, wenn man nicht arbeiten muss. Wären da nicht diese ärgerlichen Selbstmorde und die nervige Polizei, die ihm die Schuld dafür in die Schuhe schieben wollte. Schweren Herzens versucht Randal nun, den Ring zurück zu bekommen. So bricht man schließlich einen Fluch, richtig? Doch das stellt sich als nicht ganz so leicht heraus.

»Randal’s Monday«, das ist „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gemischt mit sämtlichen popkulturellen Anspielungen, die einem Nerd einfallen. Und das ist das Tollste an Randal’s Monday: es gibt einfach so viel zu entdecken. Die U-Bahn-Station an Randal’s Apartment ist die Threepwood Station, in den Hintergründen verstecken sich Proton Packs, Companion Cubes, Bender-Figuren und jede Menge nerdige Poster mit diversen Anspielungen. Die Synchro wird teilweise von Schauspielern des Films „Clerks“ geliefert (den ich leider nicht kenne, deshalb war mir das relativ egal. Gut ist die Synchro aber auf jeden Fall.) und überhaupt könnte es kaum geekiger sein.

Randa's Monday - No Respect

Von den Rätseln her wird »Randal’s Monday« auch schon in den ersten 3 Episoden, die ich vorab spielen konnte, recht schnell knifflig. Jetzt bin ich selbst nicht der beste Point-and-Click-Spieler und spinkse schon mal gerne in Walkthroughs oder – ich gebe es ungerne zu – in ein Let’s Play, wenn ich nicht weiter komme und so kamen auch hier direkt ein paar Rätsel, bei denen ich kurz vorm Aufgeben war. Das liegt vermutlich nur an meiner Dummheit. Oder schöner ausgedrückt: ich denke einfach zu logisch für diese Spiele. Wenn ich eine Mini-Kanone mit Munition befüllen soll und ich in meinem Inventar eine kleine Figur habe, die genau passen würde, warum zum Teufel sagt mir das Spiel dann, dass das nicht kombinieren dürfe? Aber das ist das alte Problem mit mir und Point-and-Clicks. Zum Glück bekommt man viele Hinweise im Inventar oder wenn man noch mal mit jedem spricht und man steckt dann doch nie richtig lange fest.

Auch in »Randal’s Monday« bleibt man nicht davor verschont, Orte immer wieder zu besuchen, Konversationen, auf der Suche nach einem neuen Hinweis, mehrmals zu führen und verzweifelt alles miteinander im Inventar kombinieren zu wollen. Aber das gehört zu einem Point-and-Click dazu wie dreiköpfige Affen zu Monkey Island und trotz der 2-3 Frustmomente, die ich im Spiel schon hatte, will ich auf jeden Fall auch die restlichen Episoden (es gibt insgesamt 7) spielen und den Fluch brechen, der auf Randal liegt. Vor allem will ich sehen, wie sich das Ganze noch steigert, wohin es Randal noch alles verschlägt und welche kreativen Formen des Selbstmordes Matt noch findet.


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Bis zum 12. November müsst ihr (und ich) euch noch gedulden, dann erscheint »Randal’s Monday« auf Steam und auch in der Box-Version (PC) bei uns. Eine deutsche Synchro ist übrigens auch in Arbeit.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

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