One More Gate: A Wakfu Legend – Die Karten bestimmen unser Schicksal 0

One More Gate: A Wakfu Legend – Die Karten bestimmen unser Schicksal 0

Ankama, ein in Frankreich ansässiges Entwicklerstudio, stellte auf der Gamescom 2023 seinen neue Rogue-Like-Deckbuilder »One More Gate: A Wakfu Legend« vor und ich war eingeladen, einen Blick auf das Gameplay zu werfen. Doch zuvor hatte ich noch ein paar Infos eingeholt, da ich von Ankama bisher nur wenig gehört hatte.

Eine multimediale Erfolgsgeschichte

Ankama startete erstmals im Jahr 2004 mit dem MMORPG »Dofus« durch. Das Spiel konnte damals weltweit 25 Millionen SpielerInnen verzeichnen. Schon zu dieser Zeit setzte man auf verschiedene Medien, um den Erfolg des Spiels größtmöglich auszuschöpfen. Es wurde daher zusätzlich eine elfbändige Comic-Reihe veröffentlicht, die sich gut verkaufte, und später folgte im Jahr 2006 das taktische Online-Kampfspiel »Dofus Arena«.

2009 erschien dann eine Wakfu-Anime-Serie die vor allem in Frankreich sehr bekannt und beliebt war. Die Serie kann übrigens heute noch auf Netflix gestreamt werden. Weitere Comics, ein Kartenspiel und das browserbasiertes MMORPG »Wakfu: The Guardians« rundeten damals den Cross-Media-Ansatz ab und auch Merchandise-Artikel wie Plüschtiere, T-Shirts oder Mousepads standen zum Verkauf.

Als weitere Adaption brachte Ankana im Jahr 2012 das MMORPG »Wakfu« heraus, das zeitlich 1000 Jahre nach Dofus spielte. »Wakfu« kann heute noch kostenlos auf Steam gespielt werden.

Ein neuer Ansatz

Und nun sitze ich also vor »One More Gate: A Wakfu Legend«, der neuesten Schöpfung von Ankama.

Wir starten in einem Dorf und erkunden mit unserm Protagonisten die „Welt der Zwölf“ und haben als Ziel, die Macht von Wakfu zu meistern um damit die Welt von wilden Bestien befreien zu können. Wir streifen durch eine hübsch anzusehende Spielwelt, treffen hier und da auf freundliche NPCs und erkunden unsere Umgebung. Dabei wollen Schätze und Runen, die unsere Spielfigur stärken, eingesammelt werden.

Bei Händlern am Wegesrand kaufen wir zudem nützliche Gegenstände oder bekommen auch die eine oder andere hilfreiche Information. Überraschenderweise kann man zu NPCs im Laufe des Spiel Beziehungen aufbauen, wodurch das Spiel mehr Tiefe bekommt. Keine Selbstverständlichkeit in diesem Genre.

Die Spielwelt wartet mit einem comicartigen Design auf, in der wir uns zweidimensional bewegen können. Kleine Details am Wegesrand, wie zum Beispiel eine Maus, die aufgeschreckt in einem Getreidefeld verschwindet oder sich drehende Windmühlen, die in der Ferne zu sehen sind, zeugen von der Liebe zum Detail. Die unaufgeregte Hintergrundmusik unterstreicht dazu die entspannte Atmosphäre. Beinahe vergesse ich daher, dass an jeder Ecke der nächste Gegner lauern kann.

Die Karten auf den Tisch

Um aber unser eigentliches Ziel zu verfolgen, begeben wir uns in zufällig erzeugte Dungeons, in denen wir uns Monstern stellen müssen. Die Kämpfe werden dabei über rundenbasierte Kartenspiele ausgetragen. Uns stehen Karten zum Angriff und zur Verteidigung zur Verfügung, sowie Karten, die andere Karten verbessern.

Hier ist strategisches Planen und Kombinieren gefragt, um die immer mächtiger werdenden Gegner zu besiegen. In dieser Art von Spielen bin ich normalerweise grottenschlecht und ich schaue daher nur fasziniert zu, wie nach ein paar ausgespielten Karten die gegnerische Bestie ins Gras beißt. Hilfreich ist allerdings, dass uns immer die nächste Aktion des Gegners angezeigt wird, was uns die Auswahl unseres nächsten Zugs erleichtert. Karten können aber nur ausgespielt werden, wenn wir die dazu nötige Energie besitzen. Noch so eine Sache, die wir im Auge behalten müssen.

Unser Kartendeck, das aus hunderten von Karten gezogen wird, lässt sich im Laufe des Spiels immer weiter ausbauen und dem eigenen Spielstil anpassen. Es sollen im Laufe der Zeit auch immer wieder neue Karten hinzukommen, wie mir versichert wird. Neben dem Kartendeck, das wir uns selbst zusammenstellen, wird es auch temporäre Karten geben, die nur für einen bestimmten Dungeon aktiv sind, und danach wieder verschwinden. Eine coole Zusatzfunktion, wie ich finde.

Sterben wir in einem Dungeon, landen wir wieder vor dem Eingang und können nun mit erbeuteten Gegenständen das Kampfgeschick unserer Spielfigur verbessern. Gestärkt und gegebenenfalls mit neu eingekauften Karten stürzen wir uns dann wieder ins Kampfgetümmel.

Hin und wieder kommen wir in den Dungeons an Gabelungen. Hier müssen wir uns entscheiden, in welche Richtung wir weitergehen. Die Entscheidung ist dabei endgültig, denn danach gibt es keinen Weg mehr zurück. Eine kleine Kartenübersicht am oberen Rand des Bildschirms kann uns aber bei der Auswahl unterstützen.

Das sieht alles anfangs recht einfach und entspannt aus, ich ahne aber schon, dass die Schwierigkeit im Laufe der Zeit stark zunehmen wird und man dann Einiges an Gehirnschmalz in die Kämpfe investieren muss, um zu überleben. »One More Gate: A Wakfu Legend« versucht uns hier mit einer niedlichen Umgebung und netter Hintergrundmusik in vermeintlicher Sicherheit zu wiegen. Ich erahne hier schon einen Hinterhalt…

Mein Fazit

Alles in allem macht »One More Gate: A Wakfu Legend« einen sehr guten Eindruck und ist eines dieser Games, bei denen wir bald in den Modus „Eine Runde geht noch!“ schalten. Freunde dieses Genres werden hier sicher ihren Spaß haben.

Mich hat jedenfalls die schöne Spielumgebung und die strategischen Möglichkeiten des Spiels sehr beeindruckt, auch wenn ich hier wahrscheinlich schnell scheitern werde. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Dann mische ich mal meine Karten!

»One More Gate: A Wakfu Legend« ist für knapp 20 Euro bei Steam zu haben.

Bildquellen: One More Gate: A Wakfu Legend – Press Kit

 

 

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Auf ZwO Expertin für Stealth und Sneaky Games (ab und zu darf aber auch mal ein reinrassiger Shooter oder ein Horror-Spielchen dazwischen sein).

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