Maxx
Alle 60 Artikel von Maxx:
Vertrackte Fantasie: 8 Gründe gegen Final Fantasy XIII-2
Bevor der Shitstorm des Tages in den Kommentaren ausbricht, muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich nie wirklich viel von der Final-Fantasy-Reihe gehalten habe. In meiner Kindheit hatte ich nie die Möglichkeit für große Berührung, Teil VII und VIII waren mir für den PC zu langweilig und Crisis Core fand ich nett, die PSP nur leider zu ungeil. Wenigstens habe ich mir nachträglich die Zwischensequenzen der letzte Hälfte auf YouTube zu Gemüte geführt. Final Fantasy XIII ist dann zwar insgesamt drei mal von mir gekauft worden, hat es aber nie länger als ein paar Stunden in der Konsole ausgehalten.

Jetzt hatte ich ein paar Tage die Gelegenheit, mir den neusten Sprössling aus Japan anzuschauen und tue mich nach wie vor sehr schwer, meinen Frieden mit Final Fantasy zu finden. Anfangs war ich noch Feuer und Flamme, musste aber relativ schnell feststellen, dass auch dieser Ableger vorzeitig bei den Akten landet. Um andere vor einem Fehlkauf zu schützen, werde ich versuchen in acht Schritten die Outness von XIII-2 zu erklären und hoffe, dass mir die fanatischen Square-Enix-Fans in der Leserschaft verzeihen mögen.
Jahresrückblick 2011 – Teil 2/6: Maxx
Nur ‘ne Frage der Zeit bis ein Infarkt mich ergreift
Mach die Scheiße noch im Urlaub, keine Tage mehr frei
Durchatmen zur Zeit, Luxus, immer Stress und Pillen
Handyklingeln
und immer weniger Schnaps und Spaß als du vergessen willst…
(Casper – Kreis)

Top 5 des Jahres:
The Elder Scrolls V: Skyrim // Nachdem ich zu Beginn des Jahres eine Fallout-Phase hatte und mich meine Freundin eigentlich nur noch im Wasteleand gefunden hat, saß ich Monate auf heißen Kohlen in Erwartung was Bethesda da als nächstes aus dem Hut zaubert. Man kann mir jetzt unterstellen, dass Skyrim auf der #1 etwas langweilig ist, aber allein der Fakt, dass ich neben einem Arbeitstag von 8 ½ Stunden noch den Freiraum gefunden habe, in wenigen Tagen die 60-Stunden-Grenzen in Himmelrand zu brechen, spricht für mich Bände. Epic Shit!
Batman: Arkham City // Es gibt scheiß Lizenzspiele und es gibt Batman: Arkham City. Während ich mich für eine Review mit Peter Parker in der Zukunft rumquälen musste, wurde mein eigentlicher Superhelden-Spaß diesen Winter durch den Dark Knight überliefert. Fetter hätte Rockstrady Arkham City nicht inszenieren können.
Dragon Age II (Review) // Es gibt eine Menge Stimmen die sagen, dass Dragon Age II ein lahmes, ideenloses Rollenspiel ist, welches mit seiner auf den Controller heruntergebrochenen Steuerung und großem Actiongehalt nicht an die glorreichen Tage von Bioware anknüpfen kann. Ich gebe nicht viel darauf und hatte eine Menge Spaß mit der Drachenjagd.
Deus Ex: Human Revolution // Obwohl ich nicht wirklich mit den Vorgängern vertraut bin, hat mich die Cyberpunk-Extravaganza gut unterhalten und passend auf die Weihnachtssaison eingestimmt. Wäre schön gewesen, wenn Square Enix noch brauchbaren DLC nachgeschoben hätte, aber alles im Leben kann man anscheinend nicht bekommen.
Rage (Review) // Ich musste kurz überlegen, ob es mich in ein besseres Licht rückt, wenn ich diese Liste durch eine kleine Indie-Perle oder ein tolles iPhone-Spiel ausschmücke, musste mir dann aber rasch eingestehen, dass ich die dicken AAA-Titel dieses Jahr viel mehr genossen habe als den Kleinkram. An dieser Stelle wünsche ich mir zwar erneut, dass Rage eigentlich ein Fallout ist, ansonsten rockt es aber wie kein zweiter Egoshooter in 2011.
// Platz 6-10: El Shaddai, Fallout: New Vegas (DLC), Green Lantern: Rise of the Manhunters, Uncharted 3, Alice: Madness Returns
Schrottwichteln: Madden NFL 09, wenigstens kein FIFA
Als die Idee des Schrottwichtelns bei uns im Team besprochen wurde, war ich eigentlich direkt Feuer und Flamme für das Thema. Dabei waren mir die Konsequenzen eines üblen Nachspiels von B-Ware durchaus bewusst. Ich wollte mich zwar schnell absichern, indem ich nett in die Runde warf, dass man mir als Anti-Fußballer doch bitte kein FIFA oder PES schicken soll, doch eigentlich war mir klar, dass der Kelch eines Sportspiels nicht an mir vorbeigehen würde. Zum Glück habe ich mit Freddi einen würdigen Wichtel-Paten für dieses Thema gefunden und darf mich so an dem großartigen Madden aus 2008 erfreuen.
Kurzum: Ein absoluter Sport-Sim-Hater darf sich mit einem der hardcorigsten Ami-Sportspielen aus dem Hause EA beschäftigen. Prost Mahlzeit! Das kann ja toll werden.
Review: Spider-Man – Edge of Time
Nach Watchmen und Christopher Nolans Batman sollte klar sein, dass Superhelden eine vernünftige Geschichte verdient haben! Bedenkt man, dass Arkham City dieser Tage einen fesselnden Plot von Paul Dini geschenkt bekommt, welcher unter anderem an der ersten Lost-Staffel mitgeschrieben hat, muss es einem fast leid tun, dass Spider-Man: Edge of Time trotz oder vielleicht gerade wegen seiner imposanten Geschichte eher an die durchwachsenen letzten Staffeln von JJ Abrams Insel-Drama erinnert. Reicht diese Kost wirklich aus, um im Goldfischbecken des Weihnachtsgeschäfts herauszustechen?
Wie könnte es anders sein: Spider-Man, in diesem Fall Miguel O’Hara aka. Spiderman 2099, hat ein Problemchen mit seinem bösen Gegenpart und natürlich steht im selben Atemzug direkt das komplette Schicksal von Raum und Zeit mit auf dem Spiel. Diese Aufgabe ist äußerst umfangreich und so ruft die Future-Spinne sein kontemporäres Vorbild, den Amazing Spiderman Peter Parker, zur Hilfe. Durch einen telepatischen Link sind die beiden im wahrsten Sinne des Wortes vernetzt und beschließen gemeinsam mehr oder weniger freiwillig den Zeit-Sauhaufen wieder aufzuräumen. Es gibt natürlich weitaus interessantere Prämissen für Videospiele, Edge of Time geht aber für seine überzeichnete Superhelden-Vorlage den richtigen Weg. Da die letzten Spider-Man-Versoftungen trotz der guten Vorlage nie wirklich mit ihrer Story glänzen konnten, sollte man sich über jeden Versuch erfreuen, und dieses Kapitel bringt schon einen gewissen Fahrtwind in die Marvel-Vorlage.
Review: Rage (14 Stunden Wut)

Was gibt es Schöneres, als es sich an einem verregneten Wochenende auf der Couch vor dem Flachbildschirmfernseher mit einem frisch ausgepackten Blockbuster-Game gemütlich zu machen? Wahrlich wenige Dinge! Und so hat meinereiner mal am Wochenende dieses Szenario mit id Softwares aktuellem Werk durchexerziert. Um euch 1:1 meinen Eindruck festzuhalten, habe ich für jede Stunde meine Erlebnisse und Gedanken notiert. Aber seht besser selber…
Eines der Besten – Jedi Knight II: Jedi Outcast
Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen: Frühjahr 2002, eine Karstadt-Filiale in Bremerhaven, 45 Euro und zwei glückliche Nerds mit ihrer eigenen Kopie von Star Wars -- Jedi Knight II: Jedi Outcast. Mein Freund Christian und ich hatten wirklich alle gesammelten Euronen aus dem Sparschwein auf einen Haufen geworfen, um uns dieses Kleinod zu gönnen. Gespannt saßen wir vor dem Röhrenmonitor und beim Intro wurde leise mitgesummt: Dam-Dam-Damm-Dam-Da-Dam-Dam-Da-Dam
Natürlich bestand das darauf folgende Wochenende ausschließlich daraus, Jedi Outcast zu suchten. Zwar hatte ich zuvor schon mit einigen Star Wars-Spielen meinen Heidenspaß, trotzdem war diese Veröffentlichung etwas ganz Besonderes für mich. Nicht nur war ich völlig darauf eingestellt das Spiel am ersten Tag zu kaufen, ich war bereit, in die Haut eines Jedis zu schlüpfen, AT-ATs zu reiten und die Macht zu kontrollieren. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich völlig dem Hype verfallen!
Deus Extended by 3typen
Langsam aber sicher trudeln erste Verkaufsversionen von Deus Ex: Human Revolution in den örtlichen GameStops und MediaMärkten ein und wir hoffen sehr, dass jeder von euch schnellstmöglich eine Version zwischen seine Finger bekommt, um mit Adam Jensen die Zukunft sicher zu machen. Damit wir euch heute auch nicht großartig davon abhalten, einen lokalen Gamesdealer aufzusuchen, um zu kontrollieren, ob der heiße Anwärter auf das Spiel des Jahres schon in den Regalen steht, gibt es jetzt keinen langen Text, sondern die passende musikalische Untermalung für euren Shoppingtrip.
Das Musikvideo mit dem stimmigen Namen Deus Extended stammt von keinem geringeren als der Cube-Crew und Nerd-Kombo 3typen und hat uns schon die letzten Tage in perfekter Deus Ex-Stimmung gehalten. Die treibenden Industrial-Sounds und elektronischen Beats die einem nur so um die Ohren knallen sind auf jeden Fall der perfekte Tonteppich für dieses dystopische Spiel. Außerdem haben die Kastenköpfe ein paar der schönsten Szenen aus den Deus Ex-Trailern zusammengesucht und passend neu arrangiert. Eine Schande, dass dieses Stück nicht im Spiel enthalten ist!
Falls ihr das Video in der letzten Woche schon auf Heavy-Rotation gehört habt, dann raten wir jetzt einfach schnellstmöglich ein weiteres Mal auf Play zu drücken und schön mit allem was ihr habt zu wackeln!
via: 3typen Facebook
Der Cowboy ist ein Patriot! – Call of Juarez: The Cartel
Man hatte mich gewarnt! Sowohl die Zockwork Orange Facebook-Gemeinde, als auch die ehemaligen Kollegen von Ubisoft wollten mir von Call of Juarez: The Cartel abraten. Immerhin hat man das Spiel bei den gnadenlosen Jungs von 4-Players mit traurigen 41% abblitzen lassen. Auch das Intro, unterlegt mit billigem Westside-Hip-Hop aus der Konserve, wirkt nicht wirklich proaktiv gegen meine Zweifel. Und obwohl ich zu diesem Zeitpunkt das schlimmste befürchtete, musste ich recht schnell zu dem Entschluss gekommen, dass die Hetzjagd auf das mexikanische Drogen-Syndikat ein durchaus passabler Shooter geworden ist!
Dabei möchte ich überhaupt nicht dazu auffordern, dass jetzt jeder Leser rausrennt und sich im nächstgelegenen MediaMarkt das Spiel organisiert. Falls ihr aber momentan unter dem Sommerloch leidet und euch nicht mit Humble Indie Bundles oder Summer of Arcade-Kram über Wasser halten könnt, ist das neue Call of Juarez vielleicht einen Blick wert. Immerhin ist die aktuelle Chrome Engine 5 ansehnlich und gefüllt mit schönen Effekten. Zwar wurde am Blur nicht gespart, dafür ist aber vor allem die Vegetation ein echter Hingucker. Außerdem spielt es sich sehr angenehm und ist sowohl fairer, als auch umfangreicher als zum Beispiel Homefront, um nur das offensichtlichste Konkurrenzprodukt aus dem Shooterpool 2011 zu nennen. Auch die Geschichte um den Kleinkrieg gegen das Kartell, so simpel sie auch gestrickt sein mag, hat genug Appeal um sich zwischen einer anständigen Folge CSI oder Walker Texas Rangers einreihen zu können.
Das Spiel zum Sonntag: Turf Wars
Wer kennt es nicht: Es ist schon wieder Sonntag, die Blogs sind ruhig, beim Mittagessen mit der Familie gab es auch keine spannenden Neuigkeiten und die Freunde brauchen den Tag zum entspannen. Doch ZwO schafft eine kleine Abhilfe. In der Reihe Das Spiel zum Sonntag stellen wir euch jeden Sonntag ein kostenfreies (Browser)Game vor, das euch die Langeweile an dem ruhigsten Tag in der Woche nehmen soll.
Wie der ein oder andere hier im Blog schon gelesen hat: Ich bin ein riesiger Fan von Tyrannosaurus Rex & Co, und das gerne auch in meiner Videospielkost! Nachdem ich zum ersten Mal bei Freunden meiner Eltern die CD-Rom-Version von Prime Rage angespielt hatte, war es quasi um mich geschehen. Schon damals bin ich mit Regina in T-Rex-Mäuler gesprungen, hab als Turok Jagd auf Velociraptoren gemacht und mit Yoshis Hilfe die Prinzessin gerettet. Dinos sind einfach großartig! Aus dieser Liebe lege ich euch für den heutigen Sonntag das Dino-Beat ‘Em Up Turf Wars ans Herz. Turf Wars ist zwar nicht das neuste Spiel auf dem Flashmarkt, aber irgendwie bis zu dieser Woche nicht unter meine Nase gekommen.
Natürlich ist das Begleitspiel zur History Channel-Dokumentation Jurassic Fight Club kein vollwertiges Beat ‘Em Up oder gar Konkurrent für den zeitlosen Klassiker Prime Rage, aber immerhin stehen eine Hand voll Urzeitviecher zur Verfügung und aus Street Fighter geklaute Combos halten die 5 Runden unterhaltsam.
Spiel mir den Blues, Baby! – Fallout New Vegas: Old World Blues
Als Kurier im Jahre 2077 hat man es nicht leicht. Nach einem Kopfschuss, etlichen Kilometern in der Wüste, Literweise Nuka Cola und Sunset Sarsaparilla, sowie dem Sturz von Legion, RNK oder Mr. House, hätte sich der Held aus Fallout New Vegas definitiv die Frührente verdient. Trotzdem beschert Bethesda den Anhängern ihres Endzeit-Epos mehr Fallout-Vergnügen mit einem durchwachsenen Dead Money und einem sehr spannenden, aber kurzen Honest Hearts. Old World Blues ist nun die dritte Erweiterung im Bunde und behandelt nicht, wie man dem Namen vielleicht entnehmen könnte, eine Gitarrentour durch die alte Welt; Es geht vielmehr um die gewaltsame Verschleppung des Wüstenbummlers in das Big MT, eine absurde Teststation von verrückten Wissenschaftlern die den atomaren Angriff überlebt haben.
Bei der Einführung als Angeschossener zu Beginn von New Vegas hätte man glauben können, dass ein solch bittereres Erwachen kaum zu toppen ist. Weit gefehlt! Während man nichts ahnend einem Funkspruch folgt, um eine nächtliche Kinovorstellung zu betrachten, findet man sich ohne Rückgrat, Herz und Hirn in der Forschungsanlage wieder. Dass man nun zu den Lobotomiten zählt und ohne Eigeninitiative keinen Weg in die Heimat hat, erklären einem dort eine Hand voll sprechender Monitore, welche als Übergangkörper für die Gehirne der wahnsinnigen Wissenschaftlern herhalten. Die bewohnen den Komplex und haben die Landschaft, die an einen Mondkrater erinnert, nach ihren Vorstellungen gestaltet. Doch wie man es von Genies gewohnt ist, haben alle den Sinn zur Realität verloren und ganz klassisch hat sich einer aus ihren Reihen natürlich mit seinen kranken Ideologien gegen den Rest gestellt.




