Warum Tom Clancy’s The Division in der falschen Stadt spielt 3

Warum Tom Clancy’s The Division in der falschen Stadt spielt 3

Tom Clancy's The Division

Nach der Beta von Ubisofts neuem Deckungs-Shooter-MMO »The Division« haben sich viele von euch ja schon im Vorfeld einen Eindruck verschaffen können, aber nun ist das Spiel endlich in seiner finalen Fassung erschienen (sofern man bei der Patch-Wut heutiger Entwicklerstudios noch „final“ sagen kann). Ich persönlich habe nur einen kurzen Blick in die Beta gewagt, um mir nicht schon im Vorfeld zu viel zu spoilern. Und wie sich gezeigt hat, sind im fertigen Spiel nun auch ein paar Dinge anders als noch auf E3, gamescom oder in der Beta. Hier mein erster Eindruck vom verseuchten Big Apple.

Gute Aussichten für Tom Clancy's The Division
Gute Aussichten für Tom Clancy’s The Division (PS 4-Screenshot)

Mit einem klasse 4-Spieler-Coop ist »The Division« genau mein Ding. Und wenn ich mal alleine losziehe, ist das auch kein Problem, ein toller „Mingleplayer“. Positiv aufgefallen ist mir zudem, dass »The Division« ohne Lobby auskommt und generell mit wenig Wartezeiten auftrumpft, es sei denn, man nutzt die Schnellreise. Was hingegen fehlt ist ein schnelles Fortbewegungsmittel. Keinerlei Fahr- oder Flugzeuge in Sicht, sehr schade. Ein Motorrad oder ein Heli hätte dem Spiel sicherlich sehr gut getan. Die endlos langen Straßen entlang zu laufen gehört nicht zu meiner favorisierten Freizeitbeschäftigung.

Die Straßen New Yorks sind wenig belebt, aber detailverliebt dargestellt. Und ich liebe es, wenn ich aus dem Untergrund komme und es tobt ein Schneesturm durch die Straßen, toll! Mir ist übrigens durchaus bewusst, dass ihr Hipster schon bei der blossen Nennung von »New York« eine Erektion (oder feuchten Schlüpfer) bekommt, aber »Tom Clancy’s The Division« spielt in meinen Augen eindeutig in der falschen Stadt.
„Ich war noch niemals in New York“™ und die Stadt als solche mag ja total faszinierend sein, aber einen eindeutigen Makel hat sie: Die Stadt ist ein Schachbrett aus Häuserblocks und hat nur gerade Straßen. Und eben das macht das Spiel ein wenig eintönig. Für mich sehen alles Straßen gleich aus, keine Überraschungen hinter der nächsten Kurve (gibt’s überhaupt Kurven in NY?). Und außerdem ist es den Entwicklern gelungen, die unübersichtlichste Map für den übersichtlichsten Straßenplan schlechthin zu designen. Hut ab!

Jetzt aber genug gejammert, denn »The Division« macht richtig Spaß. Und wenn man sich nach ein oder zwei Stunden mal reingespielt hat, dann geht auch alles schnell und easy von der Hand. Lasst euch von den verschachtelten und vollgepackten Menüs nicht einschüchtern, es klärt sich alles im Verlauf und mit jeder Spielminute wird’s besser. Außerdem gibt es auch ziemlich viele Tipps & Tricks und Tutorials, wie ihr in »The Division« richtig durchstarten könnt. Sammelt ein paar Freunde ein und geht gemeinsam auf Entdeckungsreise. Zusammen ballert sich einfach besser und dem Spielespaß steht zu viert echt nichts mehr Weg.

Die Kämpfe sind herausfordernd und keinesfalls easy going. Und so langweilig der Straßenkampf auch ist, so spannender wird es im Untergrund. Auf verlassenen U-Bahn-Haltestationen oder auch in der Kanalisation, aber auch in Kaufhäusern oder mehrstöckigen Gebäuden geht’s zur Sache. Interessant ist dabei, dass man selbst aber auch die Gegner schnell die Etage wechseln können, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Ob und wie sich »The Division« im Dauerfeuer macht, kann jetzt eigentlich noch niemand sagen. Aber das Spiel macht einen sehr soliden und durchdachten Eindruck, wenn man mal die Kollisionsabfrage in den safe houses ausser Acht lässt.

Safe house Chaos in Tom Clancy's The Division
Safe house Chaos in Tom Clancy’s The Division (PS 4-Screenshot)

Mein erster Eindruck ist auf jeden Fall ein positiver und ich werde sicherlich noch dutzende Stunden mehr in die Rettung New Yorks investieren. Gespannt bin ich vor allem auf die Entwicklung der Story, das Spielen nach Erreichen des level-caps und ob die PvP-Dark Zone wirklich von den Spielern angenommen wird. Auf der gamescom letztes Jahr gab es auch noch eine Companion App fürs Tablet, so was würde mich auf jeden Fall reizen.

Ich gehe jetzt erst einmal weiter »Tom Clancy’s The Division« auf meiner PS4 spielen und melde mich demnächst wieder aus der Seuchenzone. Dann hoffentlich mit einem abgeschlossenen Reisebericht und einem gefestigten Eindruck des zumindest äusserst erfolgreich gelaunchten AAA-Titels.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange und fast schon zu alt und tatterig um Videospiele zu spielen. Dafür ist er aber schon von Anbeginn dabei und kennt und liebt (fast) jedes Spiel.

3 Comments

  1. Hatte leider noch keine Möglichkeit „The Division“ anzuspielen. Hoffe es jedoch bald in die Finger zu bekommen. Als Koop-Fan wurde mir dieser Titel schon wärmstens empfohlen…

  2. Der 4-Spieler-Coop ist tatsächlich eins der Highlights dieses Spiels. Allerdings müssen die Spieler vom Level her nah beieinander sein, zumindest bis alle Level 30 erreicht haben.

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