Review: Professor Layton und die Schatulle der Pandora 4

Review: Professor Layton und die Schatulle der Pandora 4

Unser beliebter Detektiv (auch wenn er selbst sagt, er sei keiner) aus Großbritannien ist zurück und hat neben Luke und anderen alten Bekannten jede Menge neue Rätsel mitgebracht. In seinem zweiten Abenteuer muss der Professor der Archäologie das Rätsel um den mysteriösen Tod seines Kollegen und alten Freundes Dr. Schrader aufklären, da Inspektor Chelmey dazu ja wie üblich nicht in der Lage ist.

Professor Layton und die Schatulle der Pandora
Die Schatulle der Pandora (Diabolical Box im Original) scheint eine wichtige Rolle dabei zu spielen, denn das Gerücht geht um, jeder, der in diese Schatulle blicke, fiele auf der Stelle tot um. Nun ist der gute Professor kein abergläubischer Mann und macht sich mit seinem… ja, was auch immer Luke ist, auf, um das Rätsel zu lösen. Die einzige Spur zu der Box, die sich im Besitz des Doktors befand, ist dessen Ticket für den Molentary Express, einen legendären Zug, sowie ein zerissenes Foto.

Layton und Luke
Im Zug treffen unsere beiden Hobbydetektive auf Chelmey und auch auf Flora (aus Teil 1), die den beiden gefolgt ist. Bis zum ersten Stopp darf man jetzt den Zug erkunden, Rätsel lösen und bekommt einen dicken Hamster (meinen habe ich Poopsy genannt), den man trainieren soll. Dafür bekommt man ab und zu nach gelösten Rätseln die nötigen Utensilien. Ist euer Hamster erstmal schlank, findet er für euch (wie der Roboterhund aus Teil 1) versteckte Rätsel und Münzen, es lohnt sich also. Und sowohl Stimme als auch Animationen des übergewichtigen Hamsters sind echt süß.

Prof. Layton: Das TeesetDer Zug hält in Dropstone, einer kleinen Stadt, die gerade ihr 50jähriges Jubiläum feiert und die drei erhalten die ersten Hinweise, unter anderem auch, dass der Besitzer des Zuges – Beluga – in irgendeiner Weise mit der geheimnisvollen Box in Verbindung steht. Außerdem bekommt man dort ein Teeset mit dem man, sobald man die nötigen Zutaten hat, für andere Personen Tee zubereiten kann. Gibt man ihnen den richtigen Tee, erhält man dafür meist ein Rätsel als Belohnung.

Nach der Abfahrt aus Dropstone trifft das Trio Katia im Zug, die Tochter Mr. Andersons, des reichsten Mannes aus Dropstone. Dieser hat in der Vergangenheit ebenfalls nach der Box gesucht.
Kurz nachdem sie die Geschichte über eine mysteriöse Stadt gehört haben, die man nur mit dem Molentary Express erreichen kann, fallen alle in einen tiefen Schlaf, fahren durch einen Tunnel und erwachen in Folsense, einer ehemaligen Goldgräberstadt, damals regiert von Lord Herzen, der zufällig Belugas Vater war.
Prof. Layton: FolsenseEs stellt sich heraus, dass auch Beluga auf der Suche nach der Box ist. In dieser geheimnisvollen Stadt gibt es zusätzlich zum Teeset und dem Hamster noch eine weitere Nebenaufgabe. Und zwar eine Kamera, die man mühsam aus Einzelteilen zusammenbauen musste. Diese dient ebenfalls zum Entdecken neuer versteckter Rätsel. An einigen Stellen im Spiel kann man Fotos machen auf denen je drei Fehler zu finden sind. Sobald man alle gefunden hat, offenbart sich am fotografierten Ort ein weiteres Rätsel.
Luke und Layton lassen Flora im Hotel zurück und erkunden die Stadt mit dem Ziel, endlich das Mysterium der tödlichen Box zu lüften. Dabei stoßen sie auf zahlreiche weitere Fragen, die es nach und nach aufzulösen gilt. Don Paolo muss natürlich auch in diesem Spiel wieder einen Auftritt haben. Jeder Protagonist braucht nun mal einen Gegenspieler und so hat auch der Professor seinen eigenen, geheimnisvollen Erzfeind.

Professor Layton und die Schatulle der Pandora ist ein fantastisches Rätselspiel und in vielerlei Hinsicht dem ersten Teil überlegen. Wenn ich beim geheimnisvollen Dorf (Teil 1 der Layton-Reihe) noch den Eindruck hatte, ständig im Kreis laufen und mit den selben Personen reden zu müssen, hat Teil 2 viel mehr Handlung und viel mehr Abwechslung zu bieten.
Teil 1 rührte ich oft tagelang nicht an, weil die Story einfach nicht fesselnd war, ich nicht vorwärts kam und man immer und immer wieder mit den selben Personen reden musste.

Bei der Schatulle der Pandora werden natürlich auch nicht alle 138 Rätsel im Spiel von unterschiedlichen Personen gestellt, aber mein subjektiver Eindruck war, dass neben einer viel spannenderen Story der aktuelle Layton-Teil viel atmosphärischer ist, wieder einen tollen Soundtrack hat und über viel mehr Videos und Audioszenen verfügt als sein Vorgänger. Und natürlich mehr Rätsel, 138 reguläre an der Zahl plus 15 weitere, die man außerhalb des Spiels als Bonus lösen kann und erst freischalten muss.

Anders als von den meisten Spielen gewohnt wird Professor Layton und die Schatulle der Pandora nicht stetig schwieriger. Vielmehr wechseln sich Rätsel der unterschiedlichen Schwieigkeitsstufen ständig ab und nur wenige Rätsel sind für das Fortschreiten der Handlung essentiell und können nicht übersprungen werden. Leider sind einige Rätsel nur Variationen bekannter Rätsel und sind bis auf optische Änderungen genau so in Teil 1 zu finden.

Professor Layton und die Schatulle der Pandora (NDS/DSi)
Originaltitel: Professor Layton and the Diabolical Box /Pandora’s Box
Entwickler: Level-5
Publisher: Nintendo / Level-5
Erscheinungsdatum: bereits erschienen
USK-Einstufung: ohne Altersbeschränkung

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Noch ein paar Zahlen, die ich unkommentiert hier stehen lassen möchte: brauchte ich für Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf weniger als 10 Stunden, haben mich die 138 Rätsel in Professor Layton und die Schatulle der Pandora fast 14 Stunden auf Trab gehalten, 200 Hint Coins habe ich entdeckt (indem ich immer wild überall auf den Bildschirm tippte) und insgesamt 5055 Pikarat erhalten. Als besonderen Bonus gibt es für Spieler des ersten Teils sogenannte „Geheime Türen“ und spezielle Rätsel im dritten Teil, die nur für erfolgreiche Spieler des zweiten Teils verfügbar sein werden.

Die Auflösung des großen Mysteriums fand ich wie beim Vorgänger etwas absurd und albern, aber man darf nicht vergessen, dass es sich bei Professor Layton um ein Rätselspiel handelt und die Story eher nebensächlich ist. Dafür ist sie wirklich äußerst liebevoll und detailreich umgesetzt.
Meiner Meinung nach eines der absolut besten Spiele, das ich bis jetzt auf DS/DSi gespielt habe, unbedingte Kaufempfehlung von mir. Für Rätselfans sowieso.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

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