Mit Stealthy Snake unterwegs auf dem PC 2

Mit Stealthy Snake unterwegs auf dem PC 2

Starker Regen prasselt schon seit einer ganzen Weile auf das unübersichtliche Militärlager herunter. Ich sitze durchnässt hinter einer kleinen Mauer und warte, dass ein gegnerischer Soldat endlich seine Zigarette fertig geraucht hat und sich wieder um die Ecke einer Lagerhalle verzieht. Dann husche ich geduckt aus meiner Deckung, klettere die Leiter eines Wachturms hinauf, lege oben einen nervigen Gegner schlafen, der schon länger versucht hat, mich mit einem Suchscheinwerfer zu finden, und grabsche mir rumliegendes Munition. Von hier oben erkunde ich erst einmal die nähere Umgebung und markiere umherlaufende Feinde, bevor ich mich weiter durch das Gelände zu meinem Ziel schleiche, das noch in weiter Ferne liegt.

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»Metal Gear Solid« ist eine Reihe, auf die ich schon lange ein Auge geworfen hatte, aber weil ich ja reiner PC-Spieler bin, musste ich bisher leider darauf verzichten, da die Serie bisher nur den Konsolenspielern vorbehalten war. Im Dezember 2014 ist aber dann »Metal Gear Solid V: Ground Zeroes« für den PC erschienen und ich habe im Steam Weihnachtssale zugeschlagen.

»Metal Gear Solid V: Ground Zeroes« besteht leider nur aus einer einzigen Mission, in der ich in die Rolle von Snake – einem Elitesoldaten – schlüpfe und aus dem kubanischen Lager Camp Omega zwei wichtige Geiseln befreien soll. Das Ganze läuft natürlich unter strenger Geheimhaltung.

Schon gleich zu Beginn fühle ich mich an »Splinter Cell« erinnert und bin deshalb voll in meinem Element. Mein persönliches Ziel ist es wieder einmal, einen nicht-tödlichen Durchlauf hinzubekommen. Das erweist sich aber besonders in der zweiten Hälfte des Spiels als ziemlich herausfordernd. Die Gegner sind zahlreich und extrem aufmerksam und machen mir das Leben nicht leicht. Außerdem sind einige von ihnen auf Wachtürmen mit Suchscheinwerfern wirklich „ungünstig“ platziert. Da juckt es mich schon in den Fingern, einfach mein Gewehr zu nehmen und aus sicherer Entfernung die neugierige Gefahr auszuschalten und ich gestehe, das mache ich zum Ende hin dann auch einige Male. Das ist auch ein wenig den Checkpoints geschuldet, die für meinem Geschmack teilweise doch etwas zu weit auseinander lagen.

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Da ich die früheren Teile nicht gespielt habe, kann ich auch nicht vergleichen, ob sich etwas verbessert oder verschlechtert hat. Mir fehlt für ein Stealth-Spiel aber auch nicht wirklich etwas. Ducken, Kriechen oder Klettern funktioniert einwandfrei. Ich spiele wieder mit dem Controller und über die Steuerung lässt sich nicht meckern. Neugierige Kameras oder helle Lichter lassen sich ausschießen, wenn auch nicht immer unbemerkt. Markierte Gegner kann ich praktischerweise auch durch Wände hindurch sehen und für dunkle Umgebungen habe ich ein Nachtsichtgerät dabei, das ich durch einen Tastendruck aktivieren kann. Neu ist offensichtlich der „Reflex Mode“, eine Art Slowmotion, der einsetzt, wenn mich ein Gegner zwar entdeckt, aber noch keinen Alarm geschlagen hat. Ich habe dann eine gewisse Zeitspanne zur Verfügung, um ihn in irgendeiner Form unbemerkt auszuschalten.

Für mich war es wieder mal ein gelungener Ausflug in die Stealth-Welt und obwohl das Spiel mit dieser einen Mission relativ kurz ist, hat es aber einen gewissen Wiederspielwert, da nach Beendigung der Mission eine ganze Reihe von interessanten Nebenmissionen freigeschaltet werden. Wenn ich möchte, kann ich mich also noch geraume Zeit durch die Militäranlage schleichen.

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Der Hersteller Konami möchte mit »Metal Gear Solid V: Ground Zeroes« die Ausgangslage für den nächsten Teil »Metal Gear Solid V: The Phantom Pain« festlegen und wirft den Fans mit diesem doch recht kurzen Spiel wohl schon einmal ein Appetithäppchen hin. Allerdings war der Unmut groß, dass dafür anfangs für die Konsolen nahezu der Preis eines kompletten Spiels verlangt wurde. Mittlerweile ist »Metal Gear Solid V: Ground Zeroes« für ca. 15-20 EUR zu haben und für PC-Spieler eine schöne Einführung in die »Metal Gear Solid«-Reihe, wie ich finde. Sollte »Metal Gear Solid V: The Phantom Pain« auch für den PC rauskommen, dann werde ich es mir auf jeden Fall holen.

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Auf ZwO Expertin für Stealth und Sneaky Games (ab und zu darf aber auch mal ein reinrassiger Shooter oder ein Horror-Spielchen dazwischen sein).

2 Comments

  1. Falls ich kurz klugscheißen dürfte:

    „»Metal Gear Solid« ist eine Reihe, auf die ich schon lange ein Auge geworfen hatte, aber weil ich ja reiner PC-Spieler bin, musste ich bisher leider darauf verzichten, da die Serie bisher nur den Konsolenspielern vorbehalten war.“

    Metal Gear Solid 1 und 2 hat es damals (vor Steam-Ära) auch auf dem PC gegeben ;>.

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