Metropolis: Lux Obscura für die Switch im Review 0

»Metropolis: Lux Obscura« – unter diesem obskuren (haha) Titel verbirgt sich nicht viel mehr, als ein sogenanntes „Match-3“-Game, also dieselbe Kategorie, in die ein Tetris oder Dr. Mario fällt. In einem Quadrat müssen gleiche Objekte zusammengeführt werden, um sie verschwinden zu lassen. Im Falle von »Metropolis: Lux Obscura« ist das Ganze in eine kleine visuelle Novel im Noir-Stil verpackt und erinnert optisch und auch von der Story ein wenig an die Sin-City-Comics von Frank Miller.

Worum gehts?

Wir begleiten Jon Lockhart bei seinen ersten Schritten in der Freiheit, nachdem er längere Zeit im Gefängnis saß. Auf einer kleinen Stadtkarte können wir nun Orte auswählen, die er aufsuchen kann: ein Strip-Club, eine Pizzeria, in der sich der Mafiaboss Falcone (wie auch sonst?) verschanzt oder das Haus der alten Flamme, die sich zwischenzeitlich mit eben diesem Mafiaboss verbandelt hat. Die Story wird dabei durch gezeichnete Comic-Panels erzählt, die minimal animiert werden, dazu gibt es Text und eine (englische) Sprachausgabe.

Wie läuft das Spiel ab?

Egal wohin Jon Lockhart auch geht, irgendwer will ihm immer ans Leder. Kommt es zum Kampf, darf der Spieler aktiv werden. In einem Quadrat sind zufällig Kärtchen verteilt, man kann nun pro Runde eine Karte mit einer anderen tauschen, allerdings nur in der gleichen Zeile oder Spalte. Ziel ist es, drei oder mehr gleiche Karten zu vereinen, um den Effekt dieser Karten zu entfesseln. Das kann ein Angriff sein, eine Heilung oder Polizeimarken, die einem selbst Energie abziehen. Meist hat man selbst mehrere Züge, bevor der Gegner einen Zug tätigen kann, dafür haben die Kontrahenten oft mehr HP oder man tritt sogar gegen mehrere nacheinander an. Ein bisschen unsinnig ist dabei das Auflevel-System, das ohne Erklärung und bei gerade mal gut einem Dutzend Kämpfen bis zum Spielende nur wenig Sinn ergibt. Hier können Angriffe verstärkt oder neue Funktionen freigeschaltet werden. Man sieht allerdings so schnell eines von vier Enden von »Metropolis: Lux Obscura«, das man sich das auch hätte sparen können.

Und sonst so?

»Metropolis: Lux Obscura« möchte vor allem durch eines punkten: Brüste. Davon gibt es im Spiel jede Menge und zumindest im Switch Store ist das sicherlich noch nichts alltägliches (Metropolis: Lux Obscura gibt es aber auch auf so gut wie allen anderen Plattformen). Sieht man mal von der eher plumpen Taktik ab, Kunden durch das Versprechen von „seductive wanton women, and dirty dangerous secrets“ zum Kauf zu überreden, hat mir der Artstil – auch ohne gezeichnete Brüste – sehr gut gefallen. Eine Visual Novel im Noir-Stil, nicht schlecht eigentlich, wären da nicht die Kämpfe und die Story, der ich nicht wirklich folgen konnte. Ex-Knacki, Drogen, Stripclub hier, Drogenverkauf da, Verrat irgendwelcher alten Kumpel, Ende. Für €7,19 darf man vermutlich nicht viel erwarten, ein bisschen mehr aber doch schon. Irgendwann zur Hälfte des etwa zwei-stündigen Spielerlebnisses fing ich an, Spaß am Gameplay zu finden, und hätte auch noch 1-2 Stunden mehr gespielt.

Fazit

»Metropolis: Lux Obscura« will vor allem durch eines punkten: gezeichnete Brüste. Und eine USK18-Wertung, die im Nintendo-eShop für die Switch noch eher eine Rarität ist. Die Story gibt nicht viel her, den Zeichenstil mochte ich hingegen sehr. Wer aber keinen Spaß an Match-3-Games („Fesselndes 3-Gewinnt-Kampfsystem mit optimierbaren Skills“)hat, sollte die Finger von »Metropolis: Lux Obscura« lassen, für 8 Euro findet man da für die Switch Games, die sehr viel mehr zu bieten haben. Da es meines Wissens im eShop aber keine wirkliche Altersüberprüfung gibt, wird das Game vermutlich dennoch einige Abnehmer insbesondere jüngeren Alters finden.

»Metropolis: Lux Obscura« gibt es ab dem 4. April für Nintendo Switch, Xbox One, PlayStation 4 und PlayStation Vita, auf Steam ist es bereits seit letztem Jahr erhältlich.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

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