Verbrechen aufklären in Laytons Mystery Room 6

Verbrechen aufklären in Laytons Mystery Room 6

Aufmerksame Leser wissen, die Layton-Games für DS/3DS finde ich allgemein ziemlich dufte. Also checkte ich natürlich sofort das neue Game für’s iPad aus dem Hause Level-5 aus; schließlich steht „Layton“ im Titel, kann also nicht schlecht sein und kostenlos ist es (erstmal) auch.

»Layton Brothers: Mystery Room« besitzt keine nennenswerte Story. Man spielt Lucy Baker, eine junge Polizistin, die Professor Laytons Sohn Alfendi – Inspector bei Scotland Yard – zugeteilt wird, um bei ihm das Lösen schwieriger Fälle zu üben. Mit einem der anderen Layton-Spiele hat das wenig zu tun. Vielmehr ist LBMR eine Mischung aus Cluedo, den CSI-Games und L.A. Noire. Untersucht Tatorte, entscheidet euch für einen der drei Verdächtigen und drängt sie mit Fragen und Beweisen in die Enge, bis sie gestehen. Das klingt erstmal gar nicht wie ein Professor Layton-Game und das liegt daran, dass es eigentlich auch keins ist. Unter dem Titel „Mystery Room“ ist das Spiel bereits seit 2009 in der Mache, damals noch für den Nintendo DS geplant. Erst Ende 2011 wurde das Konzept über den Haufen geworfen, das Spiel wurde als Teil der Professor-Layton-Reihe gerebrandet und schließlich für iOS veröffentlicht.

Layton_Mystery_Rom_Fragerunde

Der namensgebende Mystery Room selbst ist eine Erfindung, mit der Crime Scenes im Scotland-Yard-Gebäude nachgestellt werden können. So kann man alles in Ruhe untersuchen, nach Hinweisen fahnden, in Ecken reinzoomen und so weiter. Tatorte lassen sich jederzeit wieder besuchen und die Personen können ausgefragt werden. Dabei zeigt ein pochendes Herz an, wenn man dem Täter auf die Schliche kommt und gut gestellte Fragen schießen als Pfeile auf das Herz ein und zerschmettern die Schutzwand, bis nichts mehr übrig bleibt und der Täter – wie in jeder schlechten Crime-Serie – zusammenbricht und alles gesteht. Doch dafür muss man zuvor alle Beweise finden, Zeugenaussagen studieren und sich natürlich auch auf das wichtigste Mittel eines guten Polizisten verlassen: das Bauchgefühl.

Layton_Mystery_Room_Pity

Auch, wenn es eigentlich kein echtes Layton-Spiel ist, ein paar Dinge hat »Layton Brothers: Mystery Room« dann aber doch mit den anderen Layton-Teilen gemeinsam. Die Musik ist super, die handgezeichneten Figuren, Hintergründe und Animationen sind wirklich schön gemacht und der typische Humor ist natürlich auch vorhanden, wenn auch teilweise etwas erwachsener. Und Lucy – unsere angehende Ermittlerin – spricht oft mit starkem Slang. Zwei Gründe, weshalb das Layton-Spin-Off auf dem iPad nicht so ganz für jüngere Spieler geeignet ist. Trotzdem ein spaßiger Zeitvertreib für die U-Bahn oder wo auch immer ihr solche mobile Games spielt. Die Fälle sind mit rund einer Stunde pro Fall etwas zu lang für ein typisches Casual Game, allerdings kann man das Spiel auch immer verlassen und fast nahtlos wieder an der Stelle fortführen, wo man aufhörte.

»Layton Brothers: Mystery Room« gibt es für iPhone und iPad. Das Grundspiel ist kostenlos und beinhaltet zwei Kriminalfälle. Die weiteren Fälle kann man in zwei Packs zu je 2,69 € bzw. 1,79 € nachkaufen.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

6 Comments

    1. Ich glaube, du musst alle 9 Fälle durchspielen, um da was zu erfahren. Ich hab nur die kostenlosen gespielt. Hab auch gestern mal recherchiert, irgendwie weiß da niemand was genaues.

  1. Ich bin schon am ersten Fall gescheitert, aber aus Langeweile und weil ich so viel (hirnrissige) Dialoge bestätigen musste. Schade. Das Konzept hatte mich irgendwie schon interessiert.

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