Fabian

Los ging es Weihnachten 1988, als unter dem Baum ein C64 lag. Dies führte zu einem mittelschweren Bürgerkrieg in der Verwandtschaft: "Computer sind nunmal die Zukunft" vs. "Der Junge wird ein sozialer und körperlicher Krüppel". Zumindest das mit dem sozial stimmte nicht: um an Raubkopien von Giana Sisters, Turrican und Pirates! zu kommen, brauchte man in der Zeit vor dem Internet schließlich noch Freunde. Von anderen Freunden wiederum lernte Fabian die schöne Welt der Konsolen kennen: Ein NES mit Super Mario 3 und Castlevania durfte er nämlich nie selbst haben, er hatte ja schon den C64 (Elternlogik).

Später kam dann ein 386er und Doom wurde Fabians Religion. Der PC sollte lange Zeit sein einziges Zocksystem bleiben, heute ist es hauptsächlich seine PS3 Slim und für Mehrspielerspaß und die Pflichttitel der Nintendo-Franchises steht eine Wii zur Verfügung. Historische Wissenslücken arbeitet Fabian bis heute mit Emulatoren und nachträglich gekauften Systemen auf, wie zum Beispiel seinem geliebten Amiga 500.

Ansonsten liebt er Musik von Ambient bis Death Metal, alte Horrorfilme, Erdnussbutter und sein Mountain Bike. Und wenn er bei all diesen Hobbys mal dazu kommt, arbeitet er als Projektleiter in der Softwareentwicklung.

spielt gerade: Uncharted 2 (PS3)
freut sich auf: God of War III, The Last Guardian, 3D Dot Game Heroes (alles PS3), Metroid: Other M (Wii)

Fabian ist erreichbar unter fh [at] zockworkorange [dot] com.
Außerdem twittert er via @yesnocancel.


Alle 18 Artikel von Fabian:

Epic Win: Eine TODO-App für RPG-Geeks

Fabian

Als Spieleblogger steht man ja ständig vor dem Henne-Ei-Problem, was man mit seiner wertvollen Freizeit anfangen soll: Bloggen, um euch geliebten Lesern neues Futter liefern zu können? Dann fehlt die Zeit zum zocken. Oder zocken, damit es überhaupt was zu bloggen gibt? Dann stapeln sich die Artikelideen und niemand hackt sie runter. Zusätzlich verlocken ja zur Zeit noch weitere sexy Verführungen wie WM-Spiele, Biergärten, Baggerseen und den einen oder anderen ZwO-Redakteur zieht es sogar auf den Golfplatz. Wer soll bei all den Verpflichtungen noch den Überblick behalten?

Ja, es ist ein hartes Leben als Spieleblogger. Zum Glück helfen TODO-Listen dabei, den Überblick auf all die spaßigen Pflichten zu behalten (und natürlich auch auf die weniger angenehmen, aber die haben auf Zockwork Orange keinen Zutritt). Früher erledigte man das mit Papier und Bleistift, heute hilft uns Geeks dabei eine App auf dem Smartphone, welches man tendenziell eher mit sich trägt als einen Stift. Diese TODO-Apps sind zwar hilfreich, aber ungeliebt: Ein großer weißer Screen mit ein paar Zeilen Text und einem Antipp-Durchstreich-Mechanismus. Das ist so zum Gähnen, dass man gar nicht mehr draufschauen mag, und damit eventuell schon wieder die eine oder andere wichtige Aufgabe verpasst (“Die Luftmatratzen für das Schwimmbad sollte ich besorgen?!”).

Doch Hilfe für dieses Dilemma naht: Demnächst kommt für das iPhone die Gamer-kompatible Variante einer TODO-List-App mit dem einfachen wie anmaßenden Namen EPIC WIN. Diese App kleidet das lästige Pflegen und Abhaken von TODOs in ein spannendes Rollenspielgewand: Wichtige Aufgaben sind nämlich fiese Gegner, die besiegt werden müssen. Und dafür gibt es logischerweise Erfahrungspunkte und Schätze, wie sich das gehört. Gleichzeitig levelt ihr euren Charakter hoch, der sich irgendwie entsprechend der Aufgabentypen entwickelt. Ihr merkt schon: mir ist noch nicht komplett klar, wie die Regeln genau sind, aber der Trailer sieht einfach abgefahren und spaßig aus:

Genaueres wird man dann wissen, wenn EPIC WIN dann soon im AppStore einzieht. So viel ist mir aber jetzt schon klar: Dies könnte die erste TODO-App sein, die ich tatsächlich benutzen werde. Gekauft wird sie allein schon deswegen, um die Aktion “Ein Herz für Geeks” zu unterstützen.

Fun Fact: Weitere Sympathiepunkte sammelt übrigens der auf der Epic Win-Website verwendete Font, der mich stark an den aus Ghostbusters II auf dem C64 erinnert.

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Review: Alpha Protocol

Fabian

Ich glaube, kein Spiel hatte es jemals so schwer bei mir, wie ALPHA PROTOCOL von Obsidian Entertainment (Knights of the Old Republic 2, Fallout: New Vegas). Zunächst hatte ich mich nicht für die Vorabberichte interessiert, dies schloss auch mit ein, dass die ganzen mäßigen bis miserablen Testbewertungen an mir vorbei gingen (was sich im Nachhinein als Glücksfall heraus stellte). Dann wollte ich im Laden eigentlich ein anderes Spiel umtauschen und mir dafür Assassin’s Creed II mitnehmen, was sie aber nicht da hatten. Enttäuscht griff ich eher frust- statt lustvoll zu Alpha Protocol. Nach der ersten Spielstunde bereute ich meine Wahl bitter: “Was hast du dir denn da für einen Schrott ins Haus geholt?” Jetzt, ein Wochenende später, an dem ich das Spiel so verschlungen habe wie seit Ewigkeiten kein anderes, ist mir klar: Alpha Protocol ist meine Überraschung des Jahres.

Worum geht’s? Man spielt in diesem Action-RPG den US-Geheimagenten Michael Thorton, der – um mal den Ralf zu zitieren – eine Mischung aus den drei JB’s darstellt: James Bond, Jack Bauer und Jason Bourne. In der Spionage-Story geht es darum, einem Waffenhersteller das Handwerk zu legen, der über terroristische Anschläge den Dritten Weltkrieg provozieren will, um seine Waffen besser verkaufen zu können. Natürlich steckt die Regierung irgendwie mit drin, Verschwörungstheorien, ihr kennt das ja. Das Alpha Protocol ist dabei das Geheimprogramm, in dessen Rahmen Thorton ballert, erpresst, verprügelt und mit Frauen flirtet.

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Review: Final Fantasy XIII

Fabian

So. Schluss mit lustig, ihr alten Meckerpötte. Hier FINAL FANTASY XIII lächerliche 10 Stunden anzocken und sich darüber aufregen, dass man immer nur geradeaus läuft und X-Buttonmashing betreiben muss? Ihr wisst noch gar nichts. Der schmerzfreie Fabian hat es durch-ge-spielt! Mit fast 62 Stunden auf dem Tacho berichte ich euch direkt aus der Hölle. Die Grundlagen hat ja bereits David in seinem Angespielt-Artikel abgedeckt, so dass ich gleich zum Eingemachten kommen kann.

Vorab: The “FF13 wird später besser” is a lie! Die Wahrheit: FF13 verändert sich im gesamten Spielverlauf nicht nennenswert – ich frage mich, welche Stelle die ganzen Leute meinen, die dann plötzlich so toll und anders sein soll? Wenn man David foltern wollte, müsste man ihn wohl gefesselt vor FF13 setzen und “Spiel so lange, bis du die gute Stelle findest!” sagen. Wer meine Podcast-Aussagen verfolgt hat, weiß bereits, dass ich den Aufbau von FF13 eigentlich genau umgekehrt sehe: FF13 fing für mich nämlich sehr spannend an. Gerade im Kampfsystem und in der Charakterentwicklung werden zu Beginn ständig neue Spielelemente eingeführt, die kennengelernt und gemeistert werden wollen. Erst wenn man diesen Teil hinter sich hat, wird es zäh: Laufen, kämpfen, Cut-Scene, kämpfen, laufen, kämpfen, Cut-Scene, Cut-Scene, laufen… das Leveln zwischendurch ist die kurze Belohnung für die harte Arbeit, die einem FF13 bereit stellt. Blut, Schweiß und Tränen – dies ist das Bootcamp für WoW-Goldfarmer.

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LOST als Scumm-Adventure

Fabian

Dass es nie ein vernünftiges LOST-Videospiel gab, nagt bis heute an uns Fans. Wie traumhaft wäre es gewesen, die Insel im Open-World-Stil auf eigene Faust zu erforschen, dabei neue Geheimnisse zu entdecken und Antworten zu finden, die sich nahtlos in den TV-Kanon einreihen und ihn ergänzen. Geekness for my geek, sugar for my honey. Stattdessen gab es mit Lost: Via Domus (Ubisoft) lediglich einen erbärmlichen Schrotthaufen, der hauptsächlich eine komplett neue, irrelevante Seitengeschichte erzählte und nebenbei Schlüsselelemente aus den ersten Seasons wiederholte. Das ganze in engen Dschungelkorridoren, gegen die die Final Fantasy XIII-Welt wie Liberty City wirkt. Damit war das Thema erledigt.

Und nachdem jetzt auch die Serie ihr Ende gefunden hat und diverse Fragen ungeklärt blieben, geht der Traum weiter: Bitte bitte ein gutes LOST-Spiel, das den immer noch vorhandenen Hunger stillt.

Penney Design zeigt in ein paar Bildern wie ein SCUMM-Adventure von 1987 LOST abbilden könnte – will haben! Jetzt! Da verzeihe ich auch die kleinen Anachronismen: 1987 hatte die SCUMM-Engine noch kein Dialog-System – und 11(!) HD(!)-Disketten? Holy shit. Klar ist LOST umfangreich, aber das war beispielsweise ein Ultima-Teil auch. Ich würde das Spiel in der Form eher Anfang der 90er einordnen.

Wie üblich bei LOST gibt’s hier einen Spoiler-Alert und deshalb auch keine direkten Bilder: Wer Season 2 gesehen hat, macht sich nichts wesentliches kaputt, nach Season 3 ist man völlig clean.

(via @dreisechzig auf Twitter)

Neuer God of War-Teil für die PSP angekündigt

Fabian

Wer schon wehmütig dachte, dass mit God of War III der griechische Schafskäse gegessen sei, bekommt für unterwegs nochmal Nachschlag: Nach Chains of Olympus kommt mit GOD OF WAR: GHOST OF SPARTA nun bereits das zweite God of War-Spiel für die PSP, welches sich neben der Haupttrilogie bewegt.

Die Handlung wird laut dem Playstation Blog zwischen God of War I und II angesiedelt sein, nachdem Kratos zum neuen Kriegsgott aufgestiegen ist und sich den anderen Göttern gegenüber beweisen muss. Zu Beginn von God of War II wurde deutlich, dass die restliche Olymp-WG die Nase offenbar gestrichen voll von Kratos hatte – da wird es sicher spannend zu erfahren, was denn in der Zwischenzeit so vorgefallen ist.

Die Screenshots sehen recht klassisch aus, zu erwarten ist wohl das gewohnte feine Hack-Souvlaki mit Puzzle-Sauce auf dem gewohnt hohen technischen Niveau. Große Überraschungen dürfte es nicht geben – warum auch? Keine Experimente mit dem guten God of War! PSP-Besitzer dürfen noch in diesem Jahr zugreifen, für portable Kratos-Fans dürfte GOD OF WAR: GHOST OF SPARTA sowieso ein Blindkauf werden.

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