Risen 3 – Titan Lords

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Das Leben eines Gaming-Bloggers ist voller First World Problems. Testmuster sind da ein Punkt davon, denn bekommt man eines, so fühlt man sich verpflichtet, diesem auch einen Artikel zu spendieren. Ist das Spiel gut, so macht man das natürlich gerne – so auch in diesem Fall. Als Blogger kommt aber noch hinzu, dass man nebenbei andere Verpflichtungen abseits des Spielens hat, wie zum Beispiel eine wichtige Prüfung, die zwei Wochen später ansteht – so auch in diesem Fall. Kommen also beide Fälle zusammen, so ist die Katastrophe, der man sich gerne widmet, vorprogrammiert. Dass ich den ersten Teil meiner Prüfung geschafft habe, liegt also nicht an »Risen 3 – Titan Lords«, sondern daran, dass ich mich immer wieder losreißen konnte, um nicht doch wieder einen ganzen Tag zu versenken. Um »Risen 3« geht es heute also.

Risen3 Logo

Nachdem ich wieder mal bewiesen habe, dass ich nur umständliche Einleitungstexte hinkriege, kann ich ja mal über das Spiel reden: »Risen 3« ist das Sequel zum Sequel zum inoffiziellen Sequel zum Sequel zum Sequel eines der bekanntesten und beliebtesten Spiele deutscher Herkunft: »Gothic«. Über die Originalreihe will ich an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren, aber über die Reihe seit Risen. Den ersten Teil habe ich damals mit Spannung erwartet und wurde auf einem recht hohen Niveau enttäuscht: Zu wenig hat sich getan, zu wenig hat sich das Spiel angefühlt, als hätte es in den 10 Jahren zuvor irgendwelche Neuerungen gegeben. »Risen 2 – Dark Waters« hat versucht einiges zu ändern, verlor sich aber in den Schläuchen seines Designs und seiner Geschichte.
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The Wolf Among Us – Season 1

von in Reviews
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Wir hatten bereits hier und hier über einzelne Episoden von Telltales »The Wolf Among Us« geschrieben; ich hatte mit dem Spielen gewartet, bis alle fünf Episoden von Season 1 erschienen waren. Hier mein Eindruck der gesamten ersten Staffel:

Only The Wolf Among Us Forgives

Only The Wolf Among Us Forgives

The Wolf Among UsFür alle, die es nicht kennen: »The Wolf Among Us« basiert auf der Comicreihe „Fables“ von Bill Willingham. Die Reihe handelt von Märchenfiguren wie Schneewittchen oder dem großen bösen Wolf, den titelgebenden „Fables“. Diese wurden aus ihrem Land vertrieben und leben nun unter normalen Menschen mitten in New York, in einer mehr oder weniger abgeschirmten Community, die sie „Fabletown“ nennen. Fables können Zauber (sogenannte Glamour) benutzen, die sie menschlich wirken lassen, falls sie ohne unter den Mundies – normalen Menschen – auffallen würden, z.B. weil sie sprechende Frösche sind. Wer auffällt, weil er sich keinen Glamour leisten kann, wird zur ominösen Farm geschickt; kein Aufsehen zu erregen ist das A und O für jeden Fable und der unbeliebte Sheriff Bigby Wolf hat dafür Sorge zu tragen, dass alles in Fabletown in geregelten Bahnen verläuft. Mit der vermeintlichen Ruhe ist es allerdings vorbei, als Bigby zu Woodsmans Appartement gerufen wird. Der aufbrausende Fable mit der Axt ist betrunken und bedroht die Prostituierte „Faith“. Das ist zwar mit ein paar Quick-Time-Kämpfen schnell geklärt, doch kurz darauf finden Bigby und Snow White – die rechte Hand des Bürgermeisters Ichabod Crane – den Kopf Faiths auf der Türschwelle des Woodland-Appartementkomplexes, in dem einige der Märchenfiguren wohnen. Was nun beginnt, ist eine relativ klassische Detektivstory, in der Bigby und Snow einerseits eine Mordreihe aufklären müssen (Faith bleibt nicht das einzige Opfer) und gleichzeitig mit einigen Problemen in ihren eigenen Rängen zu kämpfen haben. TWAU: Crooked ManDie Ermittlungen öffnen Snows und Bigbys Augen, was die schlechten Lebensumstände der Märchenbevölkerung betrifft, die sich teilweise prostituieren müssen, um sich Glamour leisten zu können oder sich diesen illegal von irgendwelchen Hexen besorgen. Steckt der gefürchtete Crooked Man hinter all dem Übel? Und wenn ja: ist er auch für die Morde verantwortlich oder sind die Ereignisse ohne Zusammenhang? Die Ermittlungen werden dadurch behindert, dass Bigby nicht gerade beliebt ist, da er sich ab und zu mal in einen großen bösen Wolf verwandelt. Und auch Snow, wird nicht von allen gemocht, scheint sie doch als Teil der „Regierung“ Schuld an der Misere vieler Bewohner Fabletowns zu sein, die sich oft vernachlässigt fühlen, während der Crooked Man jederzeit für sie da ist, falls sie mal einen Kredit oder ähnliches brauchen. Das bietet jede Menge Zündstoff, denn einerseits wollen die Fables den Mord aufgeklärt sehen, andererseits haben die meisten keine große Lust, dem Sheriff zu helfen. Diesen Beitrag weiterlesen »

ZwO Eventkalender

von in In eigener Sache
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Ich bin ein Mensch, der die meiste Zeit seines Lebens ohne Kalender ausgekommen ist. Ja, mit Geburtstagen hab ich’s nicht so, aber ich habe noch nie eine Schicht bei der Arbeit vergessen oder eine Klausur, Meeting, whatever verpasst. Bis vor einiger Zeit zumindest. Ich werde leider immer vergesslicher und vor allem, wenn es um relativ Triviales geht, verchecke ich gerne mal Daten. Also dachte ich mir, so ein netter Kalender wäre doch schön, in dem Termine rund um Videospiel-Events, seien es Gamejams, Conventions und Kulturfestivals, eingetragen sind.

Nun habe ich meine Idee mal in die Tat umgesetzt und einen Kalender angelegt, der eben solche Events beinhaltet. Natürlich habe ich nicht jede kleine LAN-Party, jede kleine Convention aufgenommen, sondern eher Veranstaltungen einer gewissen Größe oder Relevanz – werden da ggf. interessante Ankündigen gemacht? – und nach Erreich- oder Verfügbarkeit aufgelistet. Die Blizzcon ist beispielsweise mit drin, da sie ja gut per Stream mitzuverfolgen ist. Ich habe bestimmt Sachen vergessen, von deren Existenz ich möglicherweise nicht mal wusste oder die Relevanz unterschätzt habe. Daher: Terminvorschläge an mich per Mail (de[at]zockworkorange.com) oder in die Kommentare.

Hinter dem Namen des Events findet ihr grob die Art der Veranstaltung, in den Details dann den Link zur Website und ein paar Keywords und Infos als Beschreibung.

Der Kalender ist öffentlich und abonnierbar und der Einfachheit wegen bei Mr. Google angelegt. Wer das gerne in einem anderen Programm oder Service haben möchte, darf natürlich gerne exportieren und (wenn möglich) mir den Link schicken, dann teile ich den hier.

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whistleblower_03Und schon wieder renne ich um mein Leben und hetze blutverschmierte und mit Leichenteilen übersäte Gänge entlang. Mein keuchender Atem geht im Kreischen des kettensägenähnlichen Teils meines durchgeknallten Verfolgers unter. Dieser möchte, wie ich stark vermute, mit meinen Eingeweiden das sowieso schon blutbesudelte Ambiente weiter verschönern. Keine Zeit zu verschnaufen, bleibe ich stehen, werde ich sofort aufgeschlitzt. Irgendwelche tollen Waffen, mit denen ich mich verteidigen könnte, habe ich leider nicht dabei, sondern nur einen kleinen Camcorder mit Nachtsichtfunktion. Die ist auch bitter nötig, denn kaum sprinte ich japsend um eine Ecke, wird es stockdunkel und ich sehe nichts mehr. Durch meinen Camcorder entdecke ich dann aber zu meinem Glück eine Tür. Mit letzter Kraft rette ich mich in ein gammeliges, angeranztes Nebenzimmer und verkrieche mich zitternd unter einem unappetitlichen Bett. Die Freude über die gelungene Flucht währt aber nicht lange, denn entsetzt muss ich kurz darauf feststellen, dass die Batterieanzeige meines Camcorders zu blinken anfängt. Ich merke wie eine erneute Panikattacke in mir aufsteigt …

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Ich habe vor ein paar Wochen in einem anderen Artikel von Präsentationen auf Spielemessen gesprochen, wo man sich am Liebsten Scheuerpulver in Augen reiben möchte, damit jeweils diese großartige Präsentation das Letzte ist, was man jemals sieht. Nachdem ich mir »The Witcher 3« auf der Gamesom in der Pressevorführung gegeben habe, muss ich CD Projekt Red eines lassen: Auch wenn kein Mensch mein vielleicht etwas überspitztes Szenario je in die Tat umsetzen wird (Hoffe ich…), so kommen die Jungs und Mädels aus Warschau sehr nah an dieses Level dran. Fast jeder Rollenspieler liebt diese Reihe und der dritte Teil hat bereits rund 140 Messe Awards einkassiert, „meist erwartetes Spiel“, sowas eben.

Aber warum eigentlich? Hat das jemals jemand anderes außer den Entwicklern bei den Livevorführungen gespielt? Hat jemals jemand etwas anderes vom Spiel gesehen, außer den fertigen, unheimlich detailreichen Arealen, die als Aushängeschild genommen werden, um den Leuten die Augen glasig und die Münder wässrig zu machen? Äh… Nein. Nicht soweit ich weiß. Ich weigere mich, einfach blind ins Euphorieorchester mit einzustimmen und darum dekonstruieren wir doch mal ein bisschen, warum dieses Stück Rollenspiel-Goodness so ein Phänomen geworden ist, obwohl sich keiner jemals eine richtige, eigene Meinung durch bloßes Zocken hat bilden können.

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