Wörter raten mit Quarrel auf iOS und XBLA

David

Ich war nie ein großer Freund von Scrabble, dem Spiel, bei dem man einzelne Buchstaben vor sich liegen hat und daraus möglichst lange Wörter mit möglichst vielen, seltenen Buchstaben legen muss.

Aber wie sieht es aus, wenn man Scrabble und Risiko in einen Topf wirft, bunte Animationen dazu schmeißt, das ganze ein bisschen köcheln lässt und anschließend auf sein iPad gießt? Man erhält ein erstklassiges Casual-Game, das sich hervorragend eignet, um Bahnfahrten oder Wartezeiten im Vapiano zu überbrücken (wie ihr seht, scheuen wir keine Mühe, um Games für euch zu testen).

Was ist QUARREL (26 points), fragt ihr euch? Nun, Quarrel ist wie Scrabble ein Spiel, bei dem es darum geht, Wörter aus Buchstaben zu legen. Ihr selbst und eure Gegner befindet euch auf einer Insel, die in Abschnitte aufgeteilt ist, in jedem Abschnitt stehen 1-8 kleine Kerle aus eurem Team. Das Ziel ist es nun, die Bereiche der Gegner zu übernehmen. Dazu lasst ihr eure kleinen Kerle gegen kleine Kerle von gegnerischen Abschnitten antreten. Treffen zwei Parteien aufeinander, bekommen beide Spieler acht Buchstaben, um daraus ein Wort zu legen, das in der Länge der Anzahl der kleinen Kerle auf der jeweiligen Plattform entspricht. Dabei werden Punkte für die einzelnen Buchstaben verteilt und wer zum Schluss mehr Punkte hat, gewinnt und übernimmt das gegnerische Gebiet. Nach jedem Kampf werden die gelegten Wörter mit ihren Definitionen angezeigt und es werden mögliche ANAGRAMME (19 points) aufgelistet, die unter Verwendung aller acht Buchstaben hätten gelegt werden können.

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Angespielt: Deponia

David

Ausnahmsweise gibt es (vorerst) mal kein ausführliches Review, sondern ein kurzer, erster Eindruck zu Daedalics neustem Adventure Deponia. Das hat ganz einfach den Grund, dass ich Deponia bis zum Release nicht durch haben werde, ihr aber gerne vorher wissen wollt, ob ihr es euch kaufen sollt. Die kurze Antwort lautet: Ja!

Die lange Antwort lautet: JA!!!!!

Für die ganz ausführliche Antwort muss ich ein bisschen ausholen. Deponia ist ein dystopischer Schrottplanet und der Lebensraum der Unterschicht, die ganz wie in Das fünfte Element in den unteren Etagen im Müll wohnt. Oben in Elysium leben die Menschen im Überfluss, müssen nicht arbeiten und genießen ihr Leben. Unten, im Dorf Kovaq, tut Rufus das Gleiche, nämlich nicht arbeiten und das Leben genießen. Zufrieden ist er dennoch nicht und so versucht er immer wieder aufs Neue, dem Müll zu entkommen. Das klappt auch direkt recht gut, sehr zur Überraschung der Einwohner Kuvaqs. Doch schon bald hat der tragische Held wieder Müll unter den Schuhen. Das kommt davon, wenn man ein so weiches Herz hat und sich für bedrohte Elysianerinnen einsetzt. In diesem Fall ist die hübsche Goal Ziel seiner Sehnsucht, die aus dem Organon-Kreuzer, einem vermutlich elysianischen Transportmittel auf das sich Rufus geschmuggelt hat, auf den deponischen Boden der Tatsachen fällt.

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Neues Blog-Projekt: 52 Games – Infos und Anmeldung

Kristin

Vor etwa einem halben Jahr entdeckte ich zum ersten Mal das Projekt 52 Songs beim Konna. Dort wurde jede Woche ein beliebiges Thema vorgeschlagen, zu dem dann alle Teilnehmer einen Blogartikel samt passendem Song und Anekdoten verfasst haben. Die “52″ im Titel ist bezeichnend für den Zeitraum des Projekts: Konna und die Projekt-Teilnehmer haben sich vorgenommen, ein komplettes Jahr, also 52 Wochen lang noch mehr über Musik zu reflektieren, als sie es sonst tun. Als vor drei Wochen auch 52 Filme bei Halliway startete, ließ ich mich vom Tatendrang der beiden Blogger inspirieren und möchte mit euch nun für ein Jahr das Blog-Projekt 52 Games starten.

Worum geht es?

Jede Woche wird es ein vorgegebenes Thema (z.B. Soundtrack, Verfolgungsjagd, Neubeginn) geben und ihr seid aufgefordert, ein passendes Game auszuwählen und auf eurem Blog ein paar Zeilen darüber zu schreiben. So könnt ihr etwa kurz begründen, warum ihr diesen Titel ausgewählt habt oder eine spannende Anekdote erzählen. Dabei ist unwichtig, ob ihr einen ausführlichen Artikel schreiben möchtet, weil euch das Thema inspiriert, oder nur zwei knackige Sätze loswerden wollt. Im Vordergrund sollen euer Geschmack, eure Liebe und eure Geschichten stehen. Teilnehmen können sowohl Game-Blogger als auch ZwO-Leser, die ein Privatblog, ein Tumblr oder etwas Vergleichbares führen.

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Auf Achievementjagd mit dem Windows Phone Nokia Lumia 800

David

Als ich hörte, dass man für die Gagdetnight das Nokia Lumia 800 mit Windows 7.5 “Mango” testen dürfe, war ich sofort Feuer und Flamme. Alle meine Handys vor dem iPhone, was immerhin ganze zwei Stück sind, waren von Nokia, ich mag Windows und die Xbox-Live-Verknüpfung wollte ich unbedingt mal ausprobieren. Zu guter Letzt nervte mich mein iPhone 3G zunehmend und es musste langsam aber sicher eine Alternative her.

Kurz darauf nannte ich ein Nokia Lumia 800 mein Eigen und – auf die Gefahr hin, wie eine Amazon-Bewertung zu klingen – die Verpackung hat mich schon direkt begeistert. Ich wollte ja ein Unboxing-Video machen, das hätte allerdings erst nach Weihnachten geklappt und so lange wollte ich das Handy dann doch nicht unangetastet lassen. Deshalb gibt es nur ein Foto und ein paar Details dazu:

Neben dem Lumia 800 beinhaltete das verfrühte Weihnachtsgeschenk eine passende Hülle und noch den üblichen Kram wie USB-Kabel und Netz-Adapter zum Aufladen, Kopfhörer und eine winzige Anleitung.

Endlich ausgepackt liegt das Lumia 800 gut in der Hand, die Seiten/Rückseite ist aus einem glatten, mattschwarzen Material und alles fühlt sich recht edel, stabil und gut verarbeitet an. An der rechten Seite befinden sich drei Tasten, ganz oben für lauter/leiser, darunter der An/Aus-Schalter und ganz unten der Auslöser für die Kamera, der gleichzeitig auch als Shortcut zum Kameramenü dient. Man könnte jetzt meinen, der Button läge da unten im Handballen etwas ungünstig, hält man das Lumia aber quer, liegt er direkt unter dem rechten Zeigefinger, also genau da, wo der Auslöser bei einer Kamera hingehört. Klar, fotografieren mit einer Hand funktioniert da nicht so gut, aber das funktioniert eigentlich bei keinem Handy wirklich gut. Die Kamera lässt sich außerdem auch über den Touchscreen auslösen, alles also kein Problem.

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Vorhang auf für Rockwork Orange

Kristin

Endlich ist es soweit: Nach wochenlangem Basteln und diversen Teasern erblickt heute das kleine Schwesterchen von Zockwork Orange das Licht der Welt. Rockwork Orange setzt sich zusammen aus 4/6 von ZwO (Maxx, Fabian, Marc und ich), sowie den Neuzugängen Konna, Hauke, Benjamin und Paul, und liefert euch ab sofort den passenden Soundtrack zu euren Lieblingsgames. Wir möchten euch fortan die schönsten Musikstücke mit auf den Weg geben, euch mehr über die Branche erzählen und eure Ohren verwöhnen. Dabei steht bei jedem Teammitglied ein vollkommen unterschiedlicher Geschmack im Zentrum, was eben genau den Reiz dieses Projekts ausmachen soll. Denn am Ende ist es unwichtig, welchen Künstler und welchen Song wir lieber mögen – die Hauptsache ist, dass uns die Musik vereint.

Schaut doch direkt mal auf Rockwork Orange vorbei und folgt uns auf Twitter und auf Facebook!

Abobo’s Big Adventure

David

Als Sarah heute letzte Woche von ihrem Game of the Year 2012 namens Abobo’s Big Adventure erzählte, wusste ich nicht, was mich erwartet. Hätte ich gewusst, dass Abobo ein Typ aus Double Dragon ist, hätte ich den Link vermutlich nicht geklickt. Gespielt habe ich das Beat’em Up nie, ich trauere allerdings bis heute dem Taschengeld hinterher, das ich für den Double-Dragon-Film an der Kinokasse gelassen habe. Da kam tatsächlich auch ein Abobo vor, aber das muss ich wohl verdrängt haben.

Abobo’s Big Adventure erzählt die Geschichte dieses Nebencharakters, und zwar in feinster Pixelgrafik wie von anno Tobak. Selbst die Webseite von Team Bobo und der Ladescreen vom Spiel, bei dem Abobo in ein pixeliges NES-Modul pustet, sind in wunderbarer Optik gehalten.

Das Gameplay hingegen enttäuscht dann leider ein bisschen, da es als langweiliges, sidescrollendes Beat’em Up beginnt. Ja, ich habe langweilig gesagt, Deal with it! Später wird es aber noch abwechslungsreicher, verspricht Team Bobo. Dabei wird nicht nur beim Genre ordentlich gemixt, sondern auch alle möglichen Referenzen verwurstet: Legend of Zelda, Mega Man, …

Gameplay ranges from beat’em up, to underwater platformer, to side-scroller, to top-down dungeon crawler, wrestling, run-and-gun, boxing, and MOAR!

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Jahresrückblick 2011 – Teil 6/6: Marc

Marc

Heute habe ich also die ehrenvolle Aufgabe, unseren redaktionellen Rückblick auf das Jahr 2011 abzuschließen. Dies wird auch allerhöchste Zeit: Silvester liegt für mich schon wieder gefühlte fünf Wochen zurück und das neue Jahr will auch noch bespielt werden. In Jahren zu denken fiel mir noch nie besonders leicht. Genau genommen musste ich bei den meisten Medien für diesen Artikel zunächst mal recherchieren, ob sie auch wirklich irgendwie mit dem Jahr 2011 zu tun hatten. Bei aller Gleichgültigkeit diesem Thema gegenüber mache ich mir dann aber doch irgendwann so meine Gedanken: Wie stehe ich da? Wie habe ich mich entwickelt? Kann ich morgens noch in den Spiegel schauen? Fallen mir noch mehr bescheuerte pseudopsychologische Fragen ein?

Seien wir doch mal ehrlich: Wir wollen uns alle an dieser Stelle mit unserem Lieblingshobby auseinandersetzen und nicht gemeinsam weinen.

Top 5 des Jahres:

Minecraft // Ja, es ist absolut overhyped. Ja, ich spiele es noch immer gern. Und obwohl Minecraft schon deutlich länger in aller Munde ist, ist es mit seiner beispiellosen Geschichte erst vor wenigen Monaten “so richtig” in einer finalen Version erschienen. Ich liebe dieses Spiel für seine ganz eigene Art, irgendwie anders zu sein. Ich liebe es für all die wunderbaren Dinge, die Spieler auf der ganzen Welt damit schon erstellt haben. Dem Spielekult wurde mit dem Creeper ein weiteres Gesicht hinzugefügt und ich möchte keine einzige der vielen aufgebrachten Minuten in Minecraft mehr missen. Leider hat es mit unserem eigenen Server nicht ganz so funktioniert, wie es sollte. Dennoch bin ich nie so richtig davon losgekommen. Danke, dass wir in deinem Lebenswerk unsere eigenen Werke bauen dürfen, Mr. Notch!

FIFA 12 // Um mein Image als langweiliger Sportspielespieler weiter zu pflegen, muss natürlich mindestens ein Spiel mit dem Oberbegriff “Fußball” in meine Bestenliste. FIFA 12 hat mich pünktlich zum Release mit dem komplett neuen Tactical Defense System völlig aus der Ruhe gebracht. Was fällt denen denn bitte ein, einstudierte Bewegungsabläufe des Vorgängers komplett unnütz zu machen? Mittlerweile habe ich die Antwort herausgefunden. Meine Abwehr steht nun selbst in hitzigen Multiplayer-Partien ziemlich genau dort, wo ich es gerne hätte. Das Rasenschach wurde auf das nächsthöhere Level gebracht. So liebe ich diesen Sport: Taktisch und mit dem Sieg auf meiner Seite (und mit vielen Originallizenzen). Chapeau, EA Sports!

Battlefield 3 // Auch in diesem Jahr bin ich nicht zu einem Skillmonster des Shootergenres herangereift. In den Augen eines Profis mache ich wahrscheinlich auch nahezu alles falsch, was man nur falsch machen kann: Kabellose Maus und Tastatur der Marke “mit dem PC mitgeliefert”, wenig Zeit und viel zu viel Spaß am Spiel um in Disziplinen wie “Aiming” mal etwas aufzuholen. Dennoch: Was EA mit diesem Grafikmonster abgeliefert hat, ist kaum besser zu machen. Gut, Origin war/ist ein Fail allererster Güte, aber ist man erst in einem Spiel drin, wird einem das ganz schnell furchtbar egal. Danke an dieser Stelle an Freddi und die anderen Mitglieder meines geliebten Freixenet-Squads. Die Abende mit euch erheitern mich immer wieder!

Schmead Schmisland // Das Suspensorium ist angelegt, also kann es losgehen. Auf dieses Spiel habe ich mich eigentlich seit der ersten Ankündigung gefreut. Nur um dann irgendwann zu erfahren, dass es in Deutschland gar nicht so recht erscheinen soll. Sollte mir auch egal sein, da diese Spiele in der deutschen Verniedlichung eh nicht funktionieren. Import gesichert und los ging es. Meine hohen Erwartungen wurden eigentlich nicht ganz erfüllt, dafür war das Spiel dann doch zu sehr anders, als ich es mir vorstellte. Kleinere Fehler nervten mit der Zeit auch. Und doch ist es gemessen am Setting und der Geschichte eines der besten Spiele, wenn es um die Vernichtung untoter Fleischmassen geht. Außerdem ist der (noch zickige) Multiplayer möglicherweise wegweisend für künftige Open World Games.

Portal 2 // Das Grab für den Nachfolger des Überraschungshits war eigentlich schon geschaufelt. Was soll man an einem Spiel wie Portal noch toller/besser/überraschender machen? Und das bei den unglaublich hohen Erwartungen? Wer Portal 2 gespielt hat, wird wissen: es ist möglich. Die Geschichte wurde absolut authentisch und so gar nicht langweilig weiter erzählt. Woran es nun lag, dass ich die Rätsel etwas weniger knackig als noch im ersten Teil fand, habe ich auch nicht herausgefunden. Vielleicht macht es aber auch gerade die unerwartet gute Geschichte, dass ich ein etwas zu leichtes Rätselspiel zu einem meiner liebsten Spiele dieses Jahres ernenne. Wenn das gebotene Niveau beibehalten wird, darf Portal 3 gerne kommen.

// Platz 6-10: L.A Noire, Monday Night Combat, Terraria, Magicka, The Elder Scrolls V: Skyrim (*)

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Jahresrückblick 2011 – Teil 5/6: Fabian

Fabian

2011 war ein gutes Jahr. Normalerweise nagge ich mich am Jahresende immer selbst, dass ich eigentlich viel mehr hätte erreichen wollen als ich es letztlich tat – dieses Mal war es nicht so: Ich habe mich beruflich etwas mehr selbst verwirklicht, indem ich meinen alten Job für eine schlechter bezahlte Doktorandenstelle geschmissen habe, in der ich aber inhaltlich nur für mich selbst arbeite, dafür um die Welt reisen darf und nebenbei noch Studis mehr oder weniger spannende Dinge beibringe. Parallel dazu gab es mehr Sport und gefühlt etwas weniger socially awkward penguin-ness. Für die lang geplante Asienreise hat es leider nicht gereicht, dafür gab es dank gamescom und Tattoo-Tourismus jede Menge Besuche in Köln. Vielen lieben Dank hier an Moritz und Philip für Kost und Logis – die Burgerbuden fürchten nun unsere fairen wie erbarmungslosen Kritiken.

Top 5 des Jahres:

Grundsätzlich gab es 2011 viel zu viele Spiele. Nein, das ist nicht gut – ich will dann nämlich alles auf einmal spielen und renne durch viele Titel einfach nur durch. Was ich jetzt zum Jahresende in Ruhe das zweite Mal gespielt hatte, gefiel mir plötzlich viel/noch besser. So etwas gebe ich mir 2012 nicht noch einmal. Und ironischerweise waren es auch zwei ältere Spiele, die mein Herz am meisten erobert haben, und dank HD-ReRelease-Loophole kann ich sie jetzt auch auf meine 2011-Liste setzen. Ich kannte beide aber vorher noch nicht.

Beyond Good and Evil HD (Review) // Was soll ich noch sagen, was ich nicht bereits gesagt habe? Eine wunderschöne Geschichte, in der Freundschaft über alles gestellt wird, auch wenn alles um einen herum komplett fucked ist. Ich liebe die Werte, die hier vermittelt werden. Ich liebe, wie bewährte und teils gegensätzliche Spielmechaniken wie Seiten-, Such- und Sammelquests, Schleich- und Autorennen-Missionen, Puzzlen und Kloppen zu einer perfekten Symbiose vermischt werden. Ich liebe den Soundtrack. Ich liebe das beste Spiel, was ich seit Jahren gespielt habe. Liebe für immer.

Ico HD // Ico hat bei mir einen ähnlichen Nerv getroffen wie BG&E. Atmosphärische, brachiale Architektur versus eine große Freundschaft, die aber leiser und subtiler als bei Jade und Pey’j. Schüchternes Händchenhalten statt Furzsprünge. Sprachbarriere statt lauter Zoten. Die etwas ungelenke Steuerung passt gut in diese Verlegenheit, ich verzieh Ico die nervigen Kämpfe und knobelte mich mit Freude durch die zum Glück recht eingängigen und nicht zu wirren Rätsel.

Bastion // Es war keine Liebe auf den ersten Blick, da ich lange Zeit nicht wusste, was ich von dem Erzähler Rucks halten sollte. Erst in dem zweiten Durchlauf spielte ich beim New Game Plus befreit auf und Bastion offenbarte mir seine Schönheit und seinen Galgenhumor, der trotz komplett zerrütteter Welt nie den positiven Ausblick verliert. Knallbunte Bonbongrafik und die beste Videospielmusik des Jahres platzen vor düsterer Hoffnung, ein ganz großes Juwel. Vielleicht das beste Indiespiel aller Zeiten.

L.A. Noire // Ein Rockstar-Game, bei man keine Autos kaputt fahren will, sondern den Kollegen hinters Steuer lässt? Mit simpelsten Schießereien, mehr Mittel zum Zweck denn zentrales Spielelement? Ja – weil dieser ganze Quatsch eh nur stört, wenn das Spiel in Ruhe seine dunklen Geschichten erzählen will. Für einen AAA-Titel verdammt mutig und anders. Mit dem etwas metzgerartigen Verhörsystem bin ich aber nie ganz warm geworden.

Portal 2 // Portal 2 fühlt sich an wie der Moment, in dem unsere Lieblingsband bei einem Major Label untergekommen ist. Ab jetzt wird nichts mehr dem Zufall überlassen und rohe, sympathische Unfeinheiten werden ausgebügelt. Doch ist da nicht doch noch die feine Subtilität unter dem Holzhammerhumor? Und bleibt einem nicht immer noch das Lachen im Hals stecken, weil Portal verdammt noch mal creepier ist als dieser Silent-Hill-Quatsch mit den Nacktmullen? Und die Rätsel sind zumindest im Multiplayer um Ecken geiler als ganz Portal 1.

// Platz 6-10: Batman: Arkham City, Uncharted 3, Deus Ex: Human Revolution, Outland, Sonic Generations

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Jahresrückblick 2011 – Teil 4/6: David

David

Top 5 des Jahres:

Harveys Neue Augen (Review) // Für mich der Überraschungshit des Jahres. Edna Bricht Aus kannte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, Point-and-Clicks habe ich lange nicht mehr gespielt, auf dem PC sowieso so gut wie nie gespielt. Ich war skeptisch, doch Harvey konnte mich schnell in seinen Bann ziehen.

Deus Ex: Human Revolution (Review) // Erst hat mich vieles in diesem Spiel genervt, dann hat es mich nicht mehr losgelassen, bis ich die 1400 GS voll hatte. Das Spiel hat einige Macken, z.B. hat es mich bei jedem Durchgang mehr genervt, wenn die tote *Spoiler* auf der Bahre liegt und Jensen keine Emotionen zeigt. Das gesamte Spielerlebnis war letztendlich aber doch ziemlich geil, besonders, wenn man richtig stealthy gespielt hat.

Portal 2 (Review) // Portal habe ich 2011 zum ersten Mal komplett gespielt, Portal 2 direkt hinterher. Eine gelungene Fortsetzung für ein Spiel, bei dem man eine gute Fortsetzung eigentlich nicht für möglich hielt.

L.A. Noire (Review) // Hier ging es mir genauso wie bei Deus Ex: erst war es doof, aber dann hat die Atmosphäre mich nicht mehr aufhören lassen. Die 100% GS zeigen, dass ich viel Spaß mit dem Spiel hatte. L.A. Noire ist in vielen Bereichen nicht perfekt, aber das Spielerlebnis, das im Gedächtnis bleibt, war toll.

Assassin’s Creed: Revelations // Es ist eben ein Assassin’s Creed. Und auch wenn es nur ein zum vierten Mal aufgewärmtes Essen ist, bleibt doch noch genug vom Originalgeschmack übrig. Details folgen dann mal in einem separaten Artikel.

// Platz 6-10: The Legend of Zelda: Skyward Sword, Super Mario 3D Land, LEGO: Harry Potter – Die Jahre 5-7, Professor Layton und der Ruf des Phantoms, Die Abenteuer von Tim & Struppi

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Jahresrückblick 2011 – Teil 3/6: Freddi

Freddi

Es war ein Jahr mit vielen Tiefen und vereinzelten Höhen. Irgendwann im Studium kommt wohl jeder an den Punkt, sich zu überlegen, ob das gewählte Studium wirklich das Richtige ist. Schwierig wird es nur, wenn diese Frage die komplette Motivation zerstört. So war das Jahr 2011 von dieser Frage, viel, viel Freizeit und dem Entschluss, endlich mal das eigene Leben auf die Reihe zu kriegen, geprägt. Ein sehr schwieriges, aber auch wichtiges Jahr für mich. Aber 2012 wird besser. Punkt.

Top 5 des Jahres:

The Elder Scrolls V: Skyrim (Review) // Was für ein Hammer-RPG! Riesige Spielwelt, fantastische Atmosphäre, gut gestaltete Sidequests und unfassbar viel zu entdecken. Einfach: Wow!

L.A. Noire // Anders. Die künstliche Entschleunigung in Zeiten der Karacho-Shooter, die für mich einfach viel zu fast paced sind, war eine echte Wohltat. Mit einem schönen Szenario und interessanten Kriminalfällen für mich eines der Topspiele des Jahres. Leider störte die Open-World-Komponente, die ein Fremdkörper im Spiel war, weswegen L.A. Noire nicht perfekt ist.

Battlefield 3 // Ich bin ja keine Grafikhure, aber Battlefield 3 sieht einfach geil aus! Und diese geniale, fast fotorealistische Grafik wird vom Rest des Spieles unterstützt. Abgesehen vom Desaster rund um Origin, haben wir hier einen perfekten Multiplayer-Militärshooter, der sich realistisch und trotzdem spaßig anfühlt.

Deus Ex: Human Revolution // Es ist Deus Ex in moderner Grafik. Mit den gleichen Fehlern und den gleichen hervorragenden Vorzügen. Ein besseres Prequel hätte Eidos meiner Meinung nach nicht abliefern können, ohne den Geist von der Legende des PC-Gaming überhaupt zu verraten.

Top Spin 4 (Review) // Ich hätte nie gedacht, dass einmal eine Sportsimulation in die Top 5 eines Jahres gelangt, aber Top Spin 4 hat es geschafft. Warum? Weil es eine leicht zugängliche und trotzdem schwer zu meisternde Simulation eines Sportes ist, den ich vorher nicht mit dem Arsch angeschaut habe. In dieses Spiel habe ich so viel Zeit investiert wie in wenig andere im Jahr 2011.

// Platz 6-10: Portal 2, Total War: Shogun 2, Saints Row: The Third, Schmead Schmisland, Limbo

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