Während hier alle damit beschäftigt waren, sich durch »Alien: Isolation« oder »The Evil Within« zu gruseln, habe ich mir mal wieder ein Stealth-Spiel vorgeknöpft, das im ganzen Trubel fast untergegangen wäre: »Styx: Master of Shadows« von Cyanide Studio. Das Spiel entführt mich in eine düstere Fantasy-Welt, in der ich mich wieder einmal auf Zehenspitzen durch die Level schleichen darf und um es gleich vorweg zu schicken: Ich habe dieses Spiel völlig unterschätzt!

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Schauplatz ist die Festung Arkenash, in der Menschen und Elfen einen heiligen Baum bewachen. Von diesem Weltenbaum wird Amber bzw. Goldharz gewonnen, eine magische Droge, von der die ansässige Bevölkerung mehr oder weniger abhängig ist und mein Protagonist Styx, ein 200 Jahre alter Goblin, bildet da keine Ausnahme. Immer auf der Suche nach Amber, nimmt er dafür auch ein paar kleinere Aufträge an. Während Styx in den ersten Missionen noch hier etwas klauen soll oder da jemanden erledigen darf, ist irgendwann der Weltenbaum selbst mit seiner magischen Kraft das Ziel der Begierde. Dazu müssen aber erst einmal Pläne der Festung und ein entsprechender Schlüssel entwendet werden. Im Laufe der Zeit wird Styx aber mehr und mehr in einen Machtkampf zwischen Elfen und Menschen verstrickt und auch seine eigene Vergangenheit scheint nicht das zu sein, für das er sie gehalten hat. Diesen Beitrag weiterlesen »

Seit Dezember letzten Jahres ist ein Spiel in der Early Access-Version auf Steam erhältlich, das vom Entwickler als Unfall bezeichnet wird. Doch auch ein ungeplantes Kind kann zum erfolgreichen und liebenswerten Zeitgenossen werden, dessen Gegenwart man nicht mehr missen möchte. So auch »Dungeon of the Endless«: Als Nebenprojekt der großen 4X-Spiele »Endless Space« und »Endless Legend«, dessen Konzept bei einem Abend mit zu viel Bier entstand, entworfen, mauserte es sich über die Zeit zu einem eigenständigen Spiel.
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»Dungeon of the Endless« ist eine Mischung aus Roguelike und Tower Defense, bei der es primär darum geht, eine Gruppe von ehemaligen Insassen eines Gefängnistransporters durch mehrere Etagen eines Dungeons zu bugsieren. Dabei ist der wichtigste Kompagnon der Gruppe ein Kristall, der dafür sorgt, dass man auf die nächste Etage kommt und welcher die Räume des Dungeons mit Energie versorgt. Dies ist wichtig, damit die Räume mit Modulen ausgestattet werden können, die das eigene Überleben erleichtern, und außerdem verhindert das Beleuchten das zufällige Auftauchen von Gegnerschwärmen. Der Kristall muss mit allen Kräften verteidigt werden und ist das Ziel fast aller Monster, auf die man im Laufe des Spiels trifft.

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Ich möchte mich ja nicht als Trüffelschwein bezeichnen, aber manchmal wühle ich mich ganz gerne durch den immens großen Haufen an Indie-Spielchen, immer auf der Suche nach kleinen Leckerbissen. Während ich in den letzten Wochen also lustig am Suchen war, hat sich das kleine Entwicklerstudio Dark Amber Softworks aus Finnland bei mir vorgestellt, das gerade ein Steampunk-Adventure »Avenging Angel« in Arbeit hat. Auf Steampunk springe ich immer gleich an und weil es von »Avenging Angel« bereits eine Demoversion gibt, habe mir das Spiel gerne näher angesehen.

Sofort fällt mir auf, dass in das Demopaket nicht einfach nur das Spiel an sich reingeklatscht wurde. Zusätzlich bekomme ich nämlich noch ein kleines, schön gestaltetes Benutzerhandbuch zur Demoversion und eine weiteres Booklet mit zusätzlichen Details zum zukünftigen Setting und einigen weiteren Hintergrundinformationen. Der erste Eindruck ist deshalb schon einmal sehr positiv. Hier handelt es sich um ein Spiel, das wirklich von Herzen kommt und hinter dem das gesamte Entwicklerteam steht.

»Avenging Angel«, das übrigens als FPS konzipiert wurde, spielt rund 10.000 Jahre in der Zukunft und die heutige Zeit ist längst in den Bereich der Mythen übergegangen. Die Erde besteht fast gänzlich aus Ödland und es existieren nur noch ein paar kleine menschliche Bastionen. Schauplatz des Spiels ist “Thunderhead Point”, eine kleine Insel, die eine alte geheime Militär- und Fabrikanlage und ein Forschungszentrum beherbergt und offiziell gar nicht existiert.

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Um die Geheimnisse von “Thunderhead Point” aufzudecken, werde ich im endgültigen Spiel zwischen zwei Spiel-Charakteren wählen können: Vincent Recraven und Amity Sigrune. Beide Charaktere sind gewöhnliche Mechaniker, die allerdings noch weitere, teils übernatürliche Fähigkeiten, wie z.B. Hacken oder Alchemie mitbringen. Ob und wie sich die Wahl des Charakters auf das Spielgeschehen auswirkt, habe ich bis jetzt nicht herausfinden können, aber ein paar Dinge dürfen bei einer Demo ja auch noch offen bleiben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Just another manic Monday

von in Previews
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logoRandalsMondayRandal hat es nicht leicht. Niemand mag Montage, das steht fest, aber Randals Montag ist besonders schlimm. Der folgt nämlich direkt auf die Verlobungsfeier seines besten Kumpels Matt und auch wenn die Details verschwommen sind, eins steht fest: es floss sehr viel Alkohol. Und später am Abend auch nicht wenig Erbrochenes. Und jetzt arbeiten? Argh! Und dann nervt auch noch Randals Vermieter und macht zur frühen Stunde Krach, nur weil die Miete von drei läppischen Monaten fehlt. Kann es noch schlimmer kommen? Manche rhetorische Fragen sollten wirklich unbeantwortet bleiben, denn ja: es kann noch sehr viel schlimmer kommen. Randal verliert seinen Job als Lieferjunge, ist nun vollends pleite und braucht dringend Kohle. Doch vielleicht ist ihm Fortuna auch endlich mal wohlgesonnen? Denn zufällig ist er nun im Besitz des Portemonnaies seines besten Freundes und in diesem befindet sich der Verlobungsring, der sich als nahezu unbezahlbar herausstellt. Nach kurzer Beratschlagung mit Engel und Teufel auf seiner Schulter scheinen Randals Probleme beseitigt und die Taschen sind mit Geld gefüllt. Doch auf den unerwartet guten Tag folgt eine schlechte Nacht. War das sein Gewissen, dass ihn nicht schlafen ließ? Die 3 Wochen alte Pizza in seinem Magen? Oder doch der Obdachlose vor seinem Fenster, der ihm die ganze Nacht über zurief, dass er verflucht sei. Verflucht? Pfff, Flüche gibts doch gar nicht. Gerädert wacht Randal auf und muss erfahren, dass sein Freund Matt sich umgebracht hat. Und viel schlimmer: es ist wieder Montag. Jeden Tag ist Montag! Und jeden Tag bringt Matt sich um. Ein Glück hat Randal nun Geld, Montage sind ja nur halb so schlimm, wenn man nicht arbeiten muss. Wären da nicht diese ärgerlichen Selbstmorde und die nervige Polizei, die ihm die Schuld dafür in die Schuhe schieben wollte. Schweren Herzens versucht Randal nun, den Ring zurück zu bekommen. So bricht man schließlich einen Fluch, richtig? Doch das stellt sich als nicht ganz so leicht heraus.

»Randal’s Monday«, das ist „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gemischt mit sämtlichen popkulturellen Anspielungen, die einem Nerd einfallen. Und das ist das Tollste an Randal’s Monday: es gibt einfach so viel zu entdecken. Die U-Bahn-Station an Randal’s Apartment ist die Threepwood Station, in den Hintergründen verstecken sich Proton Packs, Companion Cubes, Bender-Figuren und jede Menge nerdige Poster mit diversen Anspielungen. Die Synchro wird teilweise von Schauspielern des Films „Clerks“ geliefert (den ich leider nicht kenne, deshalb war mir das relativ egal. Gut ist die Synchro aber auf jeden Fall.) und überhaupt könnte es kaum geekiger sein.

Randa's Monday - No Respect
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Vermutlich erwähne ich es nicht zum ersten Mal, aber ich bin ein Nintendo-Fanboy letzter Stunde (also quasi der sechsten und Hitzefrei gibt es Mitte Oktober auch nicht mehr… verdammichnocheins!). Stellt euch das so vor, alle hatten früher einen Game Boy oder ein NES, später SNES und konnten diesen geilen Scheiß wie Super Mario, Zelda und Castlevania spielen, wann immer sie wollten. Ich nicht. “Checkt mal eure Privilegien”, würde man ihnen heute zurufen. Gut, ich hatte einen C64, aber das 8-bit-Pixelgras ist ja immer etwas knuspriger auf der anderen Seite des Zauns. Und die betrat ich eben nur zeitweise per Nachbarsbesuch von Fertigstellung der Hausaufgaben bis zum Abendessen.

Jedenfalls ist das ein in so schöne Erinnerungen gepolstertes Trauma, dass ich es a) als Erzählung immer wieder auspacke und b) es mich bis heute begleitet. Denn heute, heute bin ich reich und kann mir alles leisten! Naja. Aus meinen Augen von vor 25 Jahren eben. Und von daher gibt es eine Menge nachzuholen – während die verwöhnte Gamer-Mischpoke sich über so lächerliche Nichtigkeiten wie die Sinnhaftigkeit des Namens der Wii U echauffieren kann (Xbox One geht dagegen natürlich völlig in Ordnung), bin ich derjenige, der sich auch noch den drölfzigsten Mario-Titel holt und sich alle Amiibos vorbestellt. Because I can and because I couldn’t.

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Wer auf so billige Trigger wie die unmotivierte Darstellung von Nintendo-Ikonen abfährt, für den ist »Hyrule Warriors« genau das richtige. Die Gang um Zelda, Link und Ganondorf in einem Massenprügelspiel? Mit der ganzen epischen Musik und allem? Klaro, warum nicht! Von der anderen Hälfte des Mashups – »Dynasty Warriors« – hatte ich davor noch nie gehört, aber um so unbefangener konnte ich an die Sache herangehen. Irgendwo las ich dann noch einen Vergleich der Marke “Ist wie Diablo… nur ohne Loot” und das fand ich eher spannend als abschreckend. »Diablo« ist ja so stulle, das lebt ja nur vom looten, wie soll das denn ohne gehen, das müssen ja echte Teufelskerle sein, die sowas durchziehen.

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