Schon wieder ein Jahr rum? Ach verdammt, also muss ich auch wieder ran und ein komisches Spiel ertragen? Naja, nachdem ich letztes Jahr von Daniel mit einem mysteriösen Berghotel inklusive minutenlanger Raucherpausen genervt wurde, kann es ja dieses Jahr gar nicht so schlimm werden. Nur leider hat Daniel ein ziemlich gutes Händchen für Schrott. Lässt ja tief blicken.
2014-12-08_00006
Dieses Jahr wurde ich erneut von Daniel „beglückt“, und zwar mit »Dark Shadows – Army of Evil.« Auf Steam heißt es: „Dark Shadows – Army of Evil is a Classic Medieval Fantasy First Person – Hack and Slash Game with a kind of old school look.” Klingt gar nicht so schlimm, aber inzwischen traue ich dem ganzen Schein hier nicht mehr.

Nach 5 Minuten

2014-12-08_00004Der Start verspricht ja schon mal viel: „Find the keys!“ ist also meine Aufgabe, die mir vom mysteriösen Kriegertypen gegeben wurde. Klingt leicht. Einen kleinen Überblick über das Schloss, das sich vor mir entfaltet, habe ich im Intro ja auch schon bekommen, auch wenn mir die grauenhafte Grafik und dieses… alienhafte?… Gewaber etwas übel aufstieß. Schleiche ich also mal ins Schloss. Kann ich eigentlich auch nicht schleichen? Oh, sprinten geht auf jeden Fall, aber auch nur kurz und richtig steuern kann ich währenddessen auch nicht. Alles klar, durchsuche mal die Leichen, denn ein Schwert soll ich wohl auch irgendwo finden.
Diesen Beitrag weiterlesen »

Schrottwichteln: Garry’s Incident

von in Features
1

Ich lebe in einer Filterblase, in der ich nur hinein lasse, was mich interessiert oder was ich persönlich mag. Ein mal im Jahr wird diese Blase böswillig durchbrochen. Weihnachtszeit. Schrottwichtelzeit. „Viel Spaß, ich hoffe, es ist so richtig schön kacke!“ schreibt Joe. Ich google Screenshots des mir unbekannten Spiels, welches er mir schenkte, und denke bei mir: „Hm, das sieht doch gar nicht übel aus.“ Keine pinken Ponies, kein Hausmeister-Simulator, kein Haustierspiel für 5-jährige. Schrottwichtel-Jackpot? Doch die Reviews sagen etwas gänzlich anderes.
„Overwhelming dislike“ sagt z.B. Metacritic. 0,5 von 10 Punkten.
Die Rede ist von »Day One: Garry’s Incident«. Viele von euch wissen bestimmt, um welches Spiel es geht. Ich versuchte, trotz der negativen Kritiken, unvoreingenommen an das Spiel heran zu gehen. Und tatsächlich lassen sich einige gute Gameplay-Elemente finden, auch wenn das Gesamtpaket eher Mist ist.

garry'sincident

Aber von vorne: Garry’s Incident erzählt die Geschichte des Piloten Garry, der mit mysteriöser Ladung im Amazonas-Gebiet abstürzt und da jede Menge verrückten Scheiß erlebt. Also vornehmlich Alien-Technologie, böse Eingeborene und wilde Tiere. Mindestens zwei der Dinge sind einem meistens feindlich gesinnt und müssen getötet werden, denn Garry’s Incident ist ein Survival Game. Das man in der Ego-Perspektive spielt. Und dann auch noch auf dem PC. Gleich so viele Dinge auf einmal, die ich nicht mag. Um ehrlich zu sein, hab ich nie wirklich ein Spiel aus dem Genre gespielt und so fand ich zumindest Dinge wie das Crafting-Menü recht interessant, genau wie die lebenswichtige Suche nach Essen und Trinken. Nervig zwar, aber interessant. Zahlreiche Bugs, Glitches, unsichtbare Wände und die komische Steuerung machen das Spiel leider so gut wie unspielbar, die hohle Story und der eindimensionale Protagonist helfen auch nicht, da noch was rauszureißen und den Spieler zu fesseln. Schlechte Grafik kann ich ignorieren, wenn die Idee oder die Geschichte fesselnd sind, aber das Gegenteil ist hier der Fall. Mann stürzt im Dschungel ab, tötet Tiere und Eingeborene. Der Alien-Aspekt klingt nach cooler Mystery, aber ich glaube, niemand hat weit genug gespielt, um – bis auf die Alienwaffe – wirklich herauszufinden, was es damit auf sich hat. Gut, es ist auch kein komplettes Spiel, es war gedacht, die weitere Story durch die Community bestimmen zu lassen. So weit ist es nie gekommen. Nach ein bisschen Anspielen und ein paar Let’s Plays hat es mir dann auch schnell gereicht mit Garry’s Incident. Ich muss sagen, das Spiel ist schlecht, aber nicht so schlecht, wie überall geschrieben wird. Viele der negativen Kritiken entstammen wohl der Wut über Art und Weise, wie das Studio versucht hat, eben solche zu unterbinden und zu löschen. Youtube-Videos wurden entfernt, positive Bewertungen gefälscht und so weiter. Keine schöne Sache, was sich Wild Games Studio da geleistet hat. Aber wer weiß, von einem anderen Studio oder einfach mit ein bisschen mehr Geld und Entwicklungszeit dahinter, hätte man aus dem Spiel vielleicht sogar was passables machen können. So bleibt das Gefühl, man habe die Pre-Alpha eines Spiels gespielt, das mitten in der Entwicklung abgebrochen wurde.

Letztes Jahr bekam ich mit Driver Renegade für den 3DS zwar kein gutes Spiel, aber zumindest eins, dass mir zwei Stunden, die ich immer so für die Schrottwichtel-Sache einplane, keinen Totalausfall lieferte. Als ich das „Geschenk“ für dieses Jahr in meinem Steam-Postfach fand und einen ersten Blick auf die Store-Seite riskierte, schien es als wäre ich der sprichwörtlichen Kugel auch dieses Jahr knapp ausgewichen. Der gute Ralf ließ mir »Greed: Black Border« zukommen. Ein Indie-Action RPG in bester Diablo-Tradition vom österreichischen Entwickler ClockStone Software, das optisch nicht mal schlecht aussieht und konträr zur Steam-Gemeinde von einigen aus der englischsprachigen Fachpresse für gut befunden wurde.

2014-12-17_00001

Im Universum von Greed kämpfen die fünf großen Erdkolonien, die ihre Allianz nach vielen Jahren der Zusammenarbeit aufgelöst haben, um Ikarium. Ein Metall, das als Treibstoff für alle modernen Raumschiffe genutzt wird und die ergiebigste Energieressource der fiktiven Zukunft darstellt. Als eins der Ikarium-Abbauschiffe ein Notsignal sendet, wird ein Elite-Soldat geschickt um die Sache zu untersuchen, in dessen Rolle ich als Spieler nun schlüpfe. Vorher darf ich mir noch eine von drei Klassen aussuchen, wobei ich zwischen einem Marine, einer Pyrotechnikerin und einem Sniper, der hier Plasma heißt, wählen kann. Ich entscheide mich für den Marine und docke mit meinem Shuttle an das defekte Raumschiff an.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Dieses Jahr durfte ich das erste Mal mit den Jungs Schrottwichteln und habe mich auf das Schlimmste vorbereitet: schon mal ein Kissen bereitgelegt, falls ich mir dem Kopf auf die Tischplatte knalle, eine dunkle Brille besorgt, um bei viel Pink und Rosa nicht zu erblinden, und eine Schüssel unter den Monitor gestellt, falls zu viel Schmalz rausläuft. Trotzdem hat mich bei „Ping! Du hast ein Geschenk von einem Freund erhalten!“ eine leichte Panik beschlichen. Und dann landete »The Slaughtering Grounds« rumpelnd in meiner Steam-Bibliothek. Der Titel lässt Schlimmes ahnen und ich klicke mal vorsichtig die Shopseite an, um mir während des Downloads einen Eindruck darüber zu verschaffen, mit was ich es da zu tun bekomme. Schaue mir den Trailer an, schlucke kurz und überlege, wie ich diese Indie-Perle überstehe, ohne an einem Gehirntumor zu sterben.
slaughtering_grounds_03

Das Spiel verspricht jede Menge Zombies, auf die ich Jagd machen kann, Geld für geniale Waffenupgrades, verschiedene martialische Charaktere, aus denen ich wählen kann, und jede Menge Spaß. Bei Letzterem bin ich mir allerdings nicht so ganz sicher, ob das erst gemeint ist. Also dann mal das Gewehr geputzt und auf in den Kampf. Ich werde in einem dunklen Gebiet mit Containern und leer stehenden Gebäuden mehr oder weniger ohne Intro und ohne Hintergrundstory abgesetzt. Ziel- und planlos laufe ich erst einmal los auf der Suche nach Munition. Zombies stehen an allen Ecken, scheinen mich aber erst einmal nicht zu beachten, wenn ich ihnen nicht zu nahe komme. Munition ist bald gefunden und ich mache mich ans Werk. Der Zombie-Slaughterer ist unterwegs!
Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Name Telltale steht mittlerweile für ausgezeichnet umgesetzte Point-and-Click-Adventures, die durch ihre dichte, spannende Story in Episodenform, und die Entscheidungsfreiheit, die sie dem Spieler bieten, bestechen. Zuletzt kündigten die Macher der „The Walking Dead“-Reihe zwei neue Spiele an: „Tales from the Borderlands“ und „Game of Thrones“. Ich habe die „A Song of Ice and Fire“-Bücher gelesen, ich habe „Game of Thrones“ gesehen, ich war also gespannt, ob das Spiel der Vorlage gerecht werden konnte. Zunächst einmal: es handelt sich hier nur um die erste Episode, die eher als Intro zur Story fungiert. [Achtung, ab hier könnte es Spoiler zur Serie oder den Büchern geben]

Telltales Game of Thrones: Tyrion Lannister
Diesen Beitrag weiterlesen »

Seite 1 von 23012345...230