Nintendo Pocket Football Club LogoDer Fußball Manager für die Hosentasche. Packende Duelle um Titel, Trophäen und Tragödien. Kommende Fußballmächte aufbauen. Nach Worten wie diesen wird in mir mit pavlovscher Sicherheit der Fußball-Allesspieler mit im Wind flatterndem Kicker Sonderheft geweckt. Schnell den 3DS entstaubt und „HER DAMIT!“ gebrüllt – Anstoß für den »Nintendo Pocket Football Club«!

Nintendos neuester Fußball Download-Titel kommt von vornherein mit dem Prädikat „niedlich“ daher und findet mit einer Downloadgröße von knapp 3000 Blöcken relativ schnell Platz auf der heimischen SD-Card. Ab dem 17.04.2014 können dann fußballbegeisterte Spieler aus ganz Europa ihren eigenen Verein zu Ruhm und Ehre führen. Dies geschieht entweder lokal in einem nicht ganz leichten Ligenmodus gegen CPU-Teams oder online mit Ranglistenspielen gegen Klopps, Guardiolas und Neururers geistige Erben. Damit diese Funktionen zum Release auch eine ordentliche Prise Lokalpatriotismus versprühen, stellt man beim ersten Spielstart auf einer durch Pixel dargestellten (in meinem Fall) Deutschlandkarte punktgenau ein, wo man eigentlich wohnt und kann so irgendwann der Christiano Babo seiner Hood werden. Soweit der Plan.

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Monument Valley

von in Reviews
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Ustwo, die Entwickler hinter »Monument Valley«, beschreiben ihr Spiel mit “a mobile game unlike any other. Inspired by the work of M.C. Escher, Japanese woodblock prints and architecture from around the world, we set out to create an interactive experience in which every screen is a piece of art worth hanging on a wall.” und eigentlich braucht man dem nicht mehr viel hinzuzufügen. Kennt ihr diese Spiele, die einfach schön sind? Man kann es nur schwer erklären, die Mischung stimmt einfach – »Monument Valley« ist so ein Spiel. Man startet es und ist vom ersten Moment an verzaubert und möchte am liebsten von jeder Szene einen Screenshot machen. Doch kurz einen Schritt zurück: Worum geht es in »Monument Valley« überhaupt?

My work is a game, a very serious game. – M.C. Escher

In einer von Escher inspirierten, physikalisch unmöglichen Welt muss eine stumme Prinzessin durch die Welt reisen, auf der Suche nach Vergebung. Warum und für was? Das bleibt offen und auch sonst möchte »Monument Valley« eher mysteriös bleiben; die Story ist hier nur unwichtiges Beiwerk.
Diese Welt kann entgegen jeder physikalischen Logik verändert werden, um der Prinzessin den Weg zu einer Tür und an den “Gegnern” vorbei zu ebnen. Jede der zehn Welten ist dabei ein eigenes kleines Kunstwerk, das man am liebsten minutenlang, in Verbindung mit der atmosphärischen Musik, genießen möchte, bevor man die Prinzessin intuitiv und meist ohne viel Mühe an ihr Ziel geleitet.

Monument Valley
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In der neusten Folge der Simpsons (“Luca$”, Staffel 25, Episode 17) geht es indirekt um Videogames, da Bart allen möglichen Kram geschenkt bekommt, zum Beispiel eine “PlayStadium 4″. Da dachten sich die Macher, es sei mal an der Zeit für ein entsprechendes Intro, und haben als Couchgag die bekannte gelbe Familie aus Springfield in die “Simcraft”-Welt verlegt, die ganz offensichtlich an »Minecraft« erinnern soll. “Parodies are easy” steht ganz am Anfang, besonders witzig ist das Ganze leider nicht, aber nett gemacht auf jeden Fall.

Simpsons Minecraft: "Simcraft"

Hier ein animiertes Gif vom Intro: Diesen Beitrag weiterlesen »

Stand by for Titanfall

von in Reviews
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Mein Blick schweift aus großer Höhe über die mir mittlerweile gut bekannte Stadt ohne Namen. Die Abendsonne taucht sie in ein fast friedlich wirkendes Licht, kann aber den Gedanken nicht verdrängen, dass wir in den Straßen unter uns wieder einmal um unser Leben kämpfen werden. Aus der offenen Heckklappe des kleinen Transportschiffs springe ich dem staubigen Boden eines mir fremden Planeten entgegen. Rechts und links flankieren mich namenlose Kameraden und sofort sprinten wir auf das nächstgelegene Gebäude zu und gehen in Deckung. Über Funk aus dem sich schnell entfernenden Transportschiff schreit uns der Captain noch hinterher, dass wir bei der bevorstehenden Schlacht keine Gefangenen machen sollen.

TITANFALL

Wenig später spähe ich durch ein offenes Fenster und entdecke einen Spectre, der mir den Rücken zukehrt und sich an irgendeinem technischen Gerät zu schaffen macht. Ich gleite lautlos in das Zimmer und deaktiviere den Bot still und leise. Kinderspiel! Ein Blick aus dem gegenüberliegenden Fenster zeigt uns, dass sich eine feindliche Patrouille auf der anderen Straßenseite hektisch von Haus zu Haus vorarbeitet und uns offensichtlich dort drüben vermutet. Wir lassen sie unbehelligt weiterziehen und werfen ihnen ein paar Splittergranaten hinterher, als auch sie uns den Rücken zukehren. Jetzt ist aber auch Schluss mit dem Versteckspiel.
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Ich glaube, es gibt keine einfachere und gleichzeitig sinnlosere Aufgabe als ein Review über »South Park – The Stick of Truth« zu schreiben. Informatiker, der ich nun mal bin, habe ich euch mal ein Flussdiagramm gemalt, um die folgende Frage zu beantworten: Soll ich mir besagtes Spiel kaufen?

South Park Flussdiagramm

So einfach ist das. Wir müssen überhaupt nicht darüber reden, ob das Spiel etwas für RPG-Fans ist, wenn sie nicht die unzähligen Charaktere und die noch unzähligeren Insider-Gags kennen. Jedes (jedes!) Loot-Item tauchte irgendwie mal in der Serie auf und 95% davon sind für das Spiel sinnloser Müll, der dich zum Lachen bringen soll. Und endlich mal eine Gesamtkarte von South Park zu sehen, lässt das Fanherz höher hüpfen – gleichzeitig sind Quest-Marker und Fast-Travel-Punkte so grob darauf eingezeichnet, dass man als Außenstehender eher verzweifelt. Wenn du Stans Haus mit dem von Kyle verwechselst und eigentlich zu Cartman wolltest, aber bei Butters landest, wirst du keinen Spaß haben, sondern dich nur fragen, wer zum Teufel all diese Leute sind. Ich stelle mir das extrem frustig vor und fände es a) schade um deine verschenkte Zeit und b) um das Missverständnis dem Spiel gegenüber.

Auf der anderen Seite (vermutlich wiederhole ich jetzt 1:1 im Wortlaut alle anderen Reviews, ich hab keine gelesen – wenn ich mich seit Jahren auf ein Spiel freue, dann interessiert es mich eher wenig, was andere vorab darüber meinen) ist The Stick of Truth der schönste Service, den man sich als Fan vorstellen kann. Ein riesengroßer Remix aus allen Staffeln (von den Anarcho-Beginnen mit der Analsonde und Toms Rhinoplasty bis zur brandaktuellen wie fulminanten “Console Wars”-Trilogie, die letztlich auch den Rahmen für das Spiel gesetzt hat – ein subversives Marketing-Meisterwerk), der keine Geschmacklosigkeit auslässt, zwei parallele Handlungsstränge bietet, die komplette Stadt rekonstruiert, in der du dich frei bewegen kannst – du bist Fan? Worauf wartest du? Was das eigentlich für ein Spiel ist? Ist doch völlig egal! So eine Art Rollenspiel. Du magst keine Rollenspiele? Dann fang an sie zu mögen, nur dieses eine Mal. Butters kann sich im Kampf in Professor Chaos verwandeln und man kann Jesus beschwören, nachdem man ihn “gefunden” hat (er ist auch echt mies im Versteckspielen), da können doch keine Fragen mehr offen sein? Also los! Da stört auch nicht der inflationäre Gebrauch von Quick-Time-Events in Kämpfen und die oftmals sehr krude Steuerung, sowie die Obsidian-typischen Bugs (so waren irgendwann im Font einzelne Buchstaben komplett zerbröselt, aber nur das K und die 3 oder so, wie programmiert man sowas bitte?). Als Fan verzeiht man dieser ca. zwölfstündigen Tour de Force derartige Kleinigkeiten.
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