Albedo: Glubschauge sei wachsam!

von in Indie Games, News
0

Und wieder mal habe ich einen meiner guten Vorsätze gebrochen: Ich wollte mir nie ein Early Access Spiel holen und mich dann über die schwurbelige Grafik ärgern, mit meiner Spielfigur in irgendeinem Felsen hängen bleiben, mich von Gegnern durch Wände hindurch erschießen lassen und mit anderen lustigen Sachen konfrontiert werden, die ein Early Access so bietet. Aber trotzdem habe ich mich dazu hinreißen lassen und habe »Albedo: Eyes from Outer Space«, ein Werk von Merge Games, auf dem PC ausprobiert.

albedo_03

Vielleicht hat mich der Retro-Look angesprochen oder es war einfach die Lust, mal wieder ein abgefahrenes Sci-Fi-Adventure zu zocken. Auf jeden Fall fand ich die Mischung aus FPS, Action-Adventure und einer Umgebung, die aus bekifften Albträumen entstanden sein könnte, durchaus einen Versuch wert.

Ich spiele in »Albedo: Eyes from Outer Space« John T. Langley, den Sicherheitsbeauftragen einer Raumstation, in der tolle wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden, von denen ich aber nicht die Bohne verstehe. Da sitze ich dann eines Nachts und bewache die komplizierten Versuchsanordnungen, als plötzlich der Boden unter mir bebt und ich jäh aus meiner Lethargie gerissen werde. Und zack, verschwinde ich in den bodenlosen Tiefen der unheimlichen Versuchsstation. Kurz danach finde ich mich eingesperrt in einem dunklen Raum wieder. Stinkender Müll und ein gammeliger Getränkeautomat machen dieses Etablissement auch nicht gerade wohnlicher. Außerdem höre ich von draußen infernalisches Brüllen und kurz darauf erzittert mein kleines Gefängnis unter mächtigen Schlägen gegen die Türe. Soweit, so schlecht. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ich verliere häufig – nicht weil es mir Spaß macht – sondern weil ich schlecht bin. Sehr schlecht. Sehr, sehr schlecht. Wirklich. Trotzdem schmeiße ich weder Controller gegen Wände, noch schlage ich mit der Faust in den Monitor. Stattdessen schimpfe ich wie ein Rohrspatz, beleidige meine Gegner, das Spiel an sich, die Welt im Ganzen oder bezeichne auch nur die von mir gesteuerte Figur als Idiot und unterstelle ihr die absolute Unfähigkeit. Wer sonst sollte schuld an meinem Unvermögen sein?
Allerdings hat meine Talentfreiheit auch ein gewisses Potential: Abgesehen davon, dass ich über eine recht umfangreiche Sammlung von nicht-jugendfreien Flüchen verfüge, die ich in einwandfreiem Online-Steno von mir geben kann, bin ich in der Lage, ohne Rücksicht auf meine Mitspieler, das eigentliche Spielprinzip ad absurdum zu führen. Anekdote gefällig?

Damals…

Das erste Mal »Counter Strike« auf einer privaten LAN-Party, das erste Mal »Counter Strike« für mich überhaupt und im Endeffekt: »Counter Strike 1.6«, eine Horde Jungs mit Orientierungssinn und ausreichenden bis ausgezeichneten WASD-Steuerungs-, sowie Maus-Aiming-Skills, eine als angemessen zu betrachtende Menge Bier und ich. Eine also durchaus amüsante, aber trotzdem unfaire Kombination.
Also hatte ich Vorkehrungen getroffen, um es mir nicht schwerer zu machen als nötig: Ein Waffenscript installiert (hatten die Jungs auch getan, nur besser), den Terroristen und den Counter-Terroristen bunte Kostüme verpasst (das hatten die Gegengeschlechtlichen seltsamer Weise nicht getan), damit ich Freund und Feind auch bloß unterscheiden konnte…

cs_italy_160029

Erste Runde – Teamzugehörigkeit: Terrorist – Map: Italy

Diesen Beitrag weiterlesen »

synth

Brian Fargo ist eine der ersten Legenden des Gamedesigns, die es jemals gab, auch wenn er im Gegensatz zu Kollegen wie Richard Garriott (Vater der Ultima-Reihe und exzentrischster Spielemillionär der Welt) und Peter Molyneux (»Dungeon Keeper« und »Fable«) eigentlich immer eher unter dem Radar geflogen ist. Er war unter anderem mit verantwortlich für große Klassiker (»Bard’s Tale«, »The Lost Vikings« oder »Stone Keep«), aber seine jüngsten Werke sind eher in der Versenkung verschwunden. Zuletzt der Dungeoncrawler »Hunted: The Demon’s Forge« von 2011, der sowohl bei der Presse als auch bei Spielern eher lau warm aufgenommen worden ist. Allerdings ist Brian auch der Schöpfer des ersten »Wasteland« von 1988. Fun Fact des Tages: Das erste postapokalyptische PC-Rollenspiel EVER! Fun Fact des Tages #2: Der Nachfolger von »Wasteland« ist die »Fallout«-Reihe, wo Brian am ersten Teil mitgearbeitet hat.
Diesen Beitrag weiterlesen »

»Styx: Master of Shadows« (Review) hat es wirklich in sich und wird oft unterschätzt. Um Euch den Einstieg ein bisschen leichter zu machen, habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, die sich vor allem an Neueinsteiger richten.

Generell wird in Stealth-Spielen normalerweise eine nicht-tödliche Vorgehensweise bevorzugt und die einzelnen Kapitel in »Styx: Master of Shadows« lassen sich auch durchspielen, ohne jemanden zu töten oder zu alarmieren. Ich würde Euch allerdings nicht raten, das gleich im ersten Durchgang zu versuchen, denn das Frustpotential wäre dann doch zu hoch. Meiner Erfahrung nach habt Ihr erst einmal genug damit zu tun, die Laufwege der Wachen, die Anordnung der Räume, geheime Wege und vieles mehr auszukundschaften.

styx_24

»Styx: Master of Shadows« ist ein typischen Stealth-Spiel, deshalb gelten zunächst auch hier die allgemeinen Regeln dieses Genres, wie z.B. immer im Verborgenen bleiben, leise Schleichen, sich nicht wie die wilde Sau aufführen oder keine Spuren hinterlassen. Die kleine Grünhaut ist bei Kämpfen nämlich meistens haushoch unterlegen und einmal entdeckt, stehen die Chancen gut, dass Ihr den letzten Speicherpunkt wieder laden dürft und deshalb fange ich auch gleich mit diesem ersten Tipp an.

Speichern, speichern, speichern. Das Spiel speichert zwar automatisch, aber leider nicht oft. Da Ihr am Anfang oft ungewollt den Gegnern in die Arme laufen oder aus Versehen bei Kletterversuchen abstürzen werdet, nützt die Speichermöglichkeiten, die das Spiel bietet. Mit F5 könnt Ihr schnellspeichern oder Ihr wählt im Menü einen bestimmten Speicherslot aus. Diesen Beitrag weiterlesen »

This is why we can’t have nice things

von in Reviews
2

This-Is-Why-We-Cant-have-nice-things»Monument Valley« von ustwo Games (ich berichtete) hat ein Update bekommen. Und wenn ich „Update“ schreibe, meine ich: volle 8 neue Kapitel mit wunderschönen, herausfordernden Levels, mit denen man ein paar Stunden beschäftigt ist. Und wie ich zuvor erwähnte: »Monument Valley« ist nicht irgendein Casual Game – »Monument Valley« ist Kunst! Und was machen nun zahlreiche Spieler und Fans des Games, als das unerwartete Update herauskam? Sich beschweren. Sich beschweren, weil sie 1,79 Euro für so ein wundervolles Kunstwerk ausgeben sollen. Frechheit, oder? Da hat das Originalspiel schon 3,59 Euro gekostet und jetzt noch Geld für die neuen Level? Da setze ich mich natürlich sofort an mein 1300 Euro Macbook, schlürfe meinen 6-Euro-Starbucks-Latte und bewerte das Spiel, das ich 3 Stunden lang auf meinem 800-Euro-teuren iPhone gespielt habe mit 1 Stern im Appstore, weil: Geld für neuen Content? Das geht ja mal gar nicht!!! Und dann direkt 1,79 Euro? Wucher!

Monument Valley Twitter

Monument Valley Reviews

Monument Valley Reviews

Moment, Leute, das muss ich mal kurz in Relation setzen. Für einen normalen Kinofilm zahle ich 8-11 Euro, je nach Wochentag, für Theaterübertragungen des National Theaters (zuletzt „Frankenstein“ mit Benedict Cumberbatch und Johnny Lee Miller. Anschaubefehl!) zahle ich 18 Euro. Zwei Stunden Unterhaltung für 18 Euro. Aber 1,79 Euro für ein 3-Stunden-Kunstwerk, bei dem ich jede Szene screenshotte, weil es einfach nur so unglaublich schön ist, ist zu viel? Vielleicht seid ihr ja arm, das täte mir leid, hättet ihr nicht ein iPhone, das grob überschlagen rund 800 Euro kostet. Und ihr jammert über 1,79? Wenn ich mich abends in mein Lieblingscafè setze, kostet mich der Frozen Matcha Latte (jaja, Hipster und so) mehr, als »Monument Valley« + die neuen Level kostet. Das neue Lustige Taschenbuch, das ich mir gestern auf dem iPad gekauft habe, und an dem ich vielleicht eine Dreiviertelstunde lese, kostete zwar minimal weniger als »Monument Valley« + die »Forgotten Shores«-Kapitel, aber es ist eben auch nur ein Lustiges Taschenbuch und nach weniger als einer Stunde durch. Es will einfach nicht in meinen Kopf, wieso heutzutage immer alles kostenlos sein soll, nur weil es digital ist. Ein Spiel ist viel Arbeit. Habt ihr mal geschaut, wie viele Namen in den Credits stehen? Da stecken zahlreiche Menschen hinter, die mit den Einnahmen ihre Familien ernähren müssen. Warum sollten die monatelang ohne Bezahlung arbeiten? Würdet ihr auch nicht!

Aber genug gerantet. Es gibt auch genügend Spieler, die »Monument Valley« aufgrund der Optik, des Spielspaßes und der Rätsel bewertet haben und diese Bewertungen sind ausnahmslos positiv. Da kann ich mich nur anschließen. »Forgotten Shores« ist mindestens gleich toll, wie das eigentliche »Monument Valley« und wirklich jeden einzelnen Cent wert. Also holt euch das, setzt die Kopfhörer auf und genießt ein paar entspannte Stunden mit Prinzessin Ida und ihrem Totem. Ich spiele dann auch mal weiter, ist auch viel besser, als sich ständig nur aufzuregen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Seite 1 von 22912345...229