The Vault in Our Stars – ein Fallout-Shelter-Anfänger-Guide 3

The Vault in Our Stars – ein Fallout-Shelter-Anfänger-Guide 3

Fallout Shelter Header

Als »Fallout Shelter« für iOS rauskam, fing ich ziemlich planlos an, hatte dennoch ein paar Tage sehr viel Spaß damit, bis mir erst meine fehlende Planung und dann die schlechte Programmierung einen Strich durch die Rechnung machte. Ab einer gewissen Anzahl Bewohner ließ sich – zumindest auf dem iPad mini der ersten Generation – »Fallout Shelter« nicht mehr starten. Das ärgerte mich kurz, aber ich dachte mir „Hey, an so Spielen verliert man eh meist recht schnell die Lust, nicht so schlimm.“
Dann kam »Fallout Shelter« für Android raus und eigentlich wollte ich gar nicht, hab es dann doch direkt wieder installiert. Man muss dazu sagen, dass ich normalerweise keine Spiele auf dem Smartphone spiele, aber einmal im Jahr kommt dann doch eins raus, was mich für 2-3 Wochen fesseln kann und dieses Jahr war es eben »Fallout Shelter«. Beim zweiten Anlauf hab ich dann einige Anfängerfehler nicht mehr gemacht, ich behaupte mal, die meisten Spieler werden erst beim zweiten oder dritten Vault alles richtig machen und auch jetzt würde ich am liebsten die ersten Etagen meines Vaults komplett neu machen. Damit euch das nicht passiert, habe ich einige Anfängertipps für »Fallout Shelter« zusammengestellt. Los geht’s:

Vault Dwellers wiederbeleben

Fallout Shelter: ein toter Vault Dweller

Ja, ohne Witz, ich wusste das nicht. Am Anfang standen ständig neue Bewohner vor der Vault-Tür. Als dann unvermeidbare Unfälle und Rad-Kakerlaken-Angriffe einige meiner Bewohner dahin rafften, war ich zu geizig, diese wiederzubeleben; ich dachte ja, es kommen ständig neue. Das ist leider nur am Anfang so. So hatte ich früh einen großen Mangel an Bewohnern, die auch Babys nicht abwenden konnten. Zumal Babys nicht arbeiten, aber trotzdem essen. Also: Kronkorken zusammen kratzen und tote Bewohner wiederbeleben! Immer! Man will möglichst schnell möglichst viele Bewohner im Vault haben und von draußen kommen so gut wie keine neuen mehr, nach der anfänglichen Zuwanderung. Wenn ihr keine Kronkorken übrig habt, könnt ihr warten und die Leiche liegen lassen, bis genug Geld da ist. Das senkt leider die Zufriedenheit der anderen Dweller im selben Raum; wer arbeitet schon gerne neben einer Leiche? Also schnell Geld sammeln und wiederbeleben.

Das Ödland erkunden

Fallout Shelter: das Ödland erkunden
Zu Beginn ist das einfach zu gefährlich, doch sobald man eine Krankenstation sein Eigen nennt, sollte man schnell einen Bewohner mit Stimpaks ausrüsten und losschicken. Wenn ihr auf die Fläche vor der Vault-Tür tippt, werden alle Bewohner angezeigt, die momentan das Ödland erkunden, zusammen mit einem kleinen Log und allen Gegenständen, die sie gefunden haben. Holt eure Bewohner zurück, sobald sie keine Stimpaks mehr haben – keine Sorge, auf dem Rückweg passiert ihnen nichts. Am Anfang werden sie nicht weit kommen, später könnt ihr die auch mal 2-3 Tage losschicken. Je länger ein Dweller im Ödland ist, desto bessere Outfits und Waffen bringt er zurück, gebt ihnen also das Maximum an Stimpaks – 25 Stück. Radaway genügen 2-4 Stück. Wenn euer Dweller dann wohlbehalten in den Vault zurück kehrt, hat er die Taschen voll mit Outfits, die die Stats der Bewohner verbessern und Waffen, die euch im Kampf gegen Raider-Angriffe und Todeskrallen helfen. Gute Waffen und Outfits findet man in der Regel erst ab dem zweiten Tag im Ödland. Neben den Stimpaks ist es sinnvoll, den Dweller mit einer der besten Waffen auszurüsten, die ihr habt. Der SPECIAL-Wert, auf den ihr hier achten müsst, ist E, also Endurance. Je höher die Ausdauer, desto länger bleibt der Dweller im Ödland.

Reisen ins Ödland, bzw. das Öffnen der Türen, erhöhen allerdings die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs von Todeskrallen, also Vorsicht!

Stats und die Dweller-Zufriedenheit

Fallout Shelter: S.P.E.C.I.A.L. Stats und die Zufriedenheit

Neben dem Überleben ist es ein wichtiges Ziel, die Dweller glücklich zu machen. Das geht eigentlich ganz leicht, glücklich sind sie, wenn sie nicht krank sind (Stimpaks), wenn sie keinen Hunger haben und wenn sie einen passenden Job haben. Hierzu schaut man einfach in die SPECIAL-Satistik eines jeden Dwellers, und weist ihn dem Raum zu, bei dem er den höchsten Balken hat. (P in die Wasserbehandlung, S ins Kraftwerk, C in die Radiostation und so weiter. Unter den Räumen steht, welcher Buchstabe/welche Eigenschaft hier am besten ist.) Ein weiterer Vorteil, wenn man die Dweller den korrekten Räumen zuzuweist: sie arbeiten effizienter, das heißt vor allem: schneller. Werte, die hier aus dem Rahmen fallen sind L (Luck) und E (Endurance). L beschreibt das allgemeine Glück eines Dwellers, Glück verringert zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit, dass beim Tempomodus in einem Raum etwas schief geht, außerdem erhöht es den Gewinn an Kronkorken, den einzelne Räume abwerfen. Ausdauer, also Endurance, braucht euer Dweller im Ödland, je höher der Wert, desto länger hält er durch. Mit einem hohen E-Wert und einer guten Waffen hält euer Dweller es locker 3 Tage (also echte 72 Stunden) oder mehr im Ödland aus. Man kann hier auch grob rechnen, dass ein Dweller ein Item (Waffe oder Outfit) pro Stunde im Ödland findet. Vieles davon ist aber auch Mist und kann nach der Rückkehr direkt entsorgt werden. Ausdauer wird erst später im Nuka-Cola-Raum gebraucht, ansonsten nur im Ödland.

Räume

Zu den einzelnen Räumen gäbe es viel zu sagen, aber zwei ganz wichtige Tipps, an die sich jeder bei »Fallout Shelter« halten sollte, sind folgende:
– eher Räume upgraden als neue Räume bauen
jeder Raum hat zwei Upgrade-Stufen, die direkt die erzeugten Ressourcen beeinflussen. Höhere Stufe = mehr Ertrag.
– Räume zusammenfügen. Immer.
Man kann bis zu drei Räume gleicher Art und gleicher Stufe zu einem großen zusammenfügen. Das Upgrade einer Wasserbehandlung kostet beispielsweise 250 Caps/Kronkorken für die erste Stufe und 750 für die zweite. Fügt man zwei Räume zusammen, kostet es 375/1125 insgesamt, also ca 190/570 pro Raum, bei drei Räumen sogar nur 500/1500 Kronkorken, man upgradet also einen Raum komplett kostenlos. Das lohnt sich! In den ersten zwei Etagen kann man sich das vielleicht noch nicht erlauben, weiter unten sollte man nur noch große Dreier-Räume bauen.

Nachwuchs

Fallout Shelter: ein Baby ward geboren

Ein Ziel von »Fallout Shelter« ist es, die Bewohnerzahl des Vaults zu maximieren. Das macht man, indem man Leute aus dem Ödland anlockt (mit der Radiostation, da kommen nur sehr, sehr selten mal welche) oder Kinder zeugt. Letzteres geht ganz fix, zwei Vault-Bewohner mit unterschiedlichem Geschlecht in einen Wohnraum stecken und abwarten. Wenn die beiden nicht direkt blutsverwandt sind, wird es sehr schnell funken und die Dame ist schwanger. Höheres Charisma (C) sorgt dafür, dass die weibliche Dwellerin schneller schwanger wird, die Schwangerschaft dauert immer gleich lang, nämlich 3 Stunden. Ebenfalls 3 Stunden dauert es, bis aus dem kleinen Racker ein fleißiger Vault Dweller geworden ist.
Hinweis: Sofort nach der „Befruchtung“ können beide Elternteile wieder arbeiten geschickt werden. Der Unterschied ist, dass schwangere Frauen ihre speziellen Outfits und ihre Waffen ablegen, sie können nicht ins Ödland geschickt werden und fliehen vor allen Angriffen und Unfällen, ebenso wie Kinder.
Statt die Bewohner weg zu schicken, könnt ihr auch einfach 3 Frauen und 3 Männer (oder 5 Frauen und einen Mann) im selben Raum lassen, nach der Geburt eines Kindes fangen die dann sofort wieder von vorne an und man hat einen schönen Brutraum. Ach und ein netter Nebeneffekt: die Zufriedenheit der Dweller steigt automatisch an.
Kinder sind meist den Dwellern aus dem Ödland vorzuziehen, denn die Radiostation und das Öffnen der Türe lockt Todeskrallen an. Außerdem dauert es ewig, bis die Radiostation mal jemanden anlockt. Bei mir wird eigentlich jeder angelockte Ödland-Bewohner von einer Horde Todeskrallen begleitet, das nervt und kostet Kronkorken.

Ziele

Fallout Shelter: Ziele im Spiel

Auf der rechten Seite im Menü werden euch Ziele angezeigt, Aufgaben, die mit Kronkorken oder Fallout-Lunchboxes belohnt werden. Da die Aufgaben zufällig angeordnet werden und ihr täglich eine ablehnen könnt, solltet ihr immer die mit der schlechtesten Belohnung – oder die schwierigste – ablehnen, um die Chance auf eine Lunchbox zu erhöhen. In den Lunchboxes sind Karten, die wiederum Kronkorken, Ressourcen, Outfits, Waffen oder spezielle Dweller beinhalten. Mit etwas Glück kommt man hier an sehr gute, seltene Waffen oder eben Dweller, die besondere Stats oder Ausrüstung haben. Dafür lohnt es sich auch schon mal, ein Feuer zu legen, um „lösche 5 Feuer“ zu erreichen oder mal ein paar Waffen zu verkaufen, wenn „verkaufe x Waffen“ gefordert wird. Dennoch: die gekauften Lunchboxes sind besser als die, die man so im Spiel bekommt. Ab und zu ist der „Hauptgewinn“ einer Lunchbox „500 Strom“, was dann etwas enttäuschend und die „Arbeit“ nicht wert ist, die gekauften Boxen haben alle „mindestens eine wertvolle Karte“.

Waffen

Da es immer wieder zu Angriffen oder Überfällen kommt, sollte jeder Dweller mit einer Waffe ausgerüstet werden. Diese bekommt man hauptsächlich im Ödland, zu Beginn natürlich eher schlechte. Die besten Waffen solltet ihr immer den Bewohnern in der Nähe der Vaulttür geben (Angriffe) und denjenigen, die im Ödland umher streifen. Bei Platzmangel braucht ihr ein Lager, da könnt ihr Waffen und Outfits ablegen, aber hütet euch davor, zu viel aufzubewahren. Verteilt von allem das beste und behaltet ein bisschen für die nächsten Dweller, die kommen/geboren werden. Verkauft den Rest, also von allem das schlechteste, Waffen mit geringen Stats bringen euch eh nichts, solche mit einer 1 könnt ihr auch direkt wieder vernichten bzw. verkaufen. Das bringt nur 10 Kornkorken, aber besser als nichts.

Raider und Todeskrallen

Fallout Shelter: Angriff der Todeskrallen

Es ergibt kaum Sinn, die besten Dweller direkt an der Vaulttür Wache halten zu lassen, da tun sie die meiste Zeit ja nichts. Eigentlich braucht man da niemanden stehen haben. Doch wenn es zu einem Angriff kommt, ist die Tür ungeschützt. Nicht gut. Ihr solltet euch mindestens zwei Dweller merken – oder immer in den angrenzenden Räumen der Vaulttür halten – die schon etwas fortgeschrittener sind und die vor allem eine gute Waffe besitzen. Todeskrallen werden durch die Radiostation und Öffnen der Vaulttür angelockt. Ihr solltet hier abwägen, ob ein neuer Dweller von Außen das Risiko wirklich wert ist, denn Kinder sind schnell gezeugt und Todeskrallen wirklich fiese Gegner. Wie auch die Raider wechseln die Todeskrallen schnell durch die Räume, gehen bis zur rechten Seite, dann zurück, durch den Aufzug eine Etage runter, da wieder von einer Seite zur anderen usw. Da sie die Räume alle doppelt durchqueren, habt ihr Zeit, eure Dweller zu reanimieren oder vielleicht sogar mittendrin noch Waffen zu wechseln. Todeskrallen kosten einiges an Stimpaks und Kronkorken für Wiederbelebungen, wichtig ist es, sie so schnell wie möglich zu besiegen, also die stärksten Waffen nahe an die Vaulttür und die Dweller in verschiedenen Räumen gegen die Todeskrallen kämpfen lassen. Aber lauft ihnen nicht hinterher, sondern wartet lieber in einem Raum, von dem ihr wisst, dass sie dort wieder vorbei kommen werden. Belebt schwache Bewohner nicht wieder, wenn die Todeskrallen erneut durch den Raum gehen und den Wiedergeborenen erneut töten. Raider verhalten sich ähnlich, stehlen Ressourcen, je länger sie im Vault bleiben, sind aber relativ leicht zu töten. Das nervigste ist bei beiden Gegnern, dass sie mitten im Kampf den Raum wechseln und eure kämpfenden Dweller nicht von alleine folgen. Also immer schön ein Auge drauf haben.

Ziel des Spiels

Fallout Shelter: Nuka Cola für alle!

Es gibt keins. Oder anders: jeder kann selbst entscheiden, wann das Spiel zu Ende ist. Ab 100 Vault Dwellers kann man in »Fallout Shelter« einen Nuka-Cola-Abfüller (bzw. Nuka-Cola-Station/Nuka-Cola-Werk) bauen, was der letzte freischaltbare Raum ist. Ein Vault fasst 200 Dweller und jeder Dweller kann Level 50 erreichen, hier gibt es also klare Grenzen. Mit dem Nuka-Cola-Raum kann man sich eigentlich zurücklehnen und das Spiel beenden. Man kann aber auch sämtliche Bewohner in allen Stats hochleveln, alle Räume upgraden, alte Räume abreißen und ordentlich als Dreier-Räume neu bauen, alle Generatoren durch Atomreaktoren ersetzen und so weiter. Zu optimieren gibt es immer irgendwas. Aber da geht dann auch schnell der Spaß verloren, weil nichts neues mehr kommt. Im Grunde bleibt nur, einen neuen Vault zu bauen und mit dem gesammelten Wissen von vorne zu beginnen.

Fallout Shelter. Fallout Shelter never changes. In dem Sinne: fröhliches Vault-Dwelling!

Hier noch mal der Status meines Vaults 661, ich war ein guter Aufseher, alle sind mehr oder weniger glücklich und es gab keine größeren Zwischenfälle. Yays.

Fallout Shelter: mein Vault

Ihr dürft gerne Screenshots eurer Vaults in die Kommentare posten oder weitere Tipps nennen, die mir entgangen sind, damit mein nächster Vault noch viel besser wird. \o/

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

3 Comments

    1. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass solche kleinen Aufbauspielchen auf dem PC funktionieren… das ist ja eher was, wo man alle paar Stunden mal reinguckt und dazwischen läufts von alleine. Okay, als Online Game wäre es denkbar, vielleicht sogar *gasp* auf Facebook :P
      Ich spiele auch nicht gerne mobile, das überkommt mich 1x im Jahr und dann ists nach 2-3 Wochen auch wieder gut für die nächsten 11 Monate.

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