Saving Princesses haben Spaß am Let’s Play 8

Saving Princesses haben Spaß am Let’s Play 8

Da uns hier bei »Zockwork Orange« ja das Wohl der gesamten deutschen Gamerschaft am Herzen liegt, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und einen Redakteur ins ferne Hamburg geschickt, um die neuen Stars am Let’s-Play-Himmel exklusiv für Euch zu interviewen. Ralf flog also im Mai in die sonnige Hansestadt und traf sich dort mit Philipp und Martin, zwei Gründungsmitgliedern von Saving Princesses.

Saving Princesses

Ralf: Mein erster Gedanke war ja: „Erst QUOTE.fm und jetzt Let’s Play? Wie sind sie denn auf die Idee gekommen?“

Philipp: Ich glaube, das war meine Schuld. Marcel hat auf meinem Blog gesehen, dass ich eine Ausgabe knuspermagierTV mit »Theme Hospital« gedreht habe und fragte mich dann, ob ich Lust habe, mal mit ihm gemeinsam etwas zu spielen und es aufzuzeichnen. Ja, und da wurde irgendwie die Idee geboren, dass wir »Saving Princesses« machen wollen. Unsere erste Folge war dann Gimbal.

Ralf: Alles also relativ spontan und irgendwie planlos?

Martin: Planlos klingt so negativ. Wir haben einfach los gelegt weil es Spaß gemacht hat und uns erstmal nicht weiter um das große Ganze oder einen tieferen Sinn gekümmert.


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Ralf: Und wo soll das hinführen?

Martin: Unser erstes Ziel waren erstmal die 500 Abonnenten zu erreichen, was wir vor ein paar Tagen dann auch erreicht haben. Wir haben außerdem jetzt auch einen internen Postingplan um etwas mehr Struktur in das Ganze zu bringen. Ziel ist, dass jeden Tag mindestens ein neues Video erscheint um eine schöne Kontinuität zu schaffen. Und dann schauen wir mal was noch draus werden kann.

Ralf: Warum »Saving Princesses«? Habt Ihr denn überhaupt schon eine Prinzessin gerettet?

Martin: Wenn ich mich nicht irre, dann noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich weiß gar nicht mehr so genau wie wir auf den Namen gekommen sind. Er gefiel uns jedenfalls spontan sehr gut und der Link zu Super Mario als gefühlter Urvater des Videospiels ist ja auch ganz passend.

Ralf: Schaut Ihr Euch denn auch selbst Let’s-Play-Videos an?

Martin: Bis vor kurzem habe ich persönlich außer Battlefield­-Videos, die vor allem erklärend sind und Tipps zu speziellen Maps oder Waffen geben, eigentlich keine geschaut. Das hat sich mittlerweile etwas verändert und ich schaue auch klassische Let’s Plays von »Sim City«, »Skyrim«, usw. Dieses ganze YouTube­-Gaming-­Universum finde ich von Tag zu Tag spannender.


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Ralf: Martin, Dir hat man in einem Video angemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, kluge Kommentare zu geben, wenn man konzentriert am Spielen ist.

Martin: Haha, ja, stimmt. Besonders in »Battlefield« finde ich es schwierig konzentriert zu spielen, die Minimap im Auge zu haben, vernünftig zu treffen und was halt noch so alles dazu gehört und gleichzeitig noch halbwegs sinnvolle oder im Idealfall auch lustige Kommentare abzugeben. Bei anderen Spielen klappt das aber deutlich besser. Dennoch ist es anfangs etwas ungewohnt und erfordert einfach etwas Übung. Aber es macht definitiv Spaß.

Ralf: Gibt es da ein Erfolgsrezept?

Martin: Wenn ich das hätte, wären meine Videos vermutlich etwas besser.

Ralf: Wie sieht denn eurer Setup für eine Saving Princesses-Session aus?

Philipp: Gar nicht besonders komplex. Wir haben alle drei einen recht starken Rechner und benutzen Fraps bzw. Dxtory zum Aufnehmen der Spiele. Für den Sound benutzten wir am Anfang einfach nur unsere 08/15­ iPhone-Headsets; mittlerweile haben wir da aber auch ein bisschen aufgerüstet, um die Audioqualität zu verbessern.

Ralf: Wie wählt ihr eure Spiele aus und bereitet ihr euch richtig auf ein Let’s Play-Video vor?


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Philipp: Im Normalfall spielen wir einfach das, worauf wir Lust haben. Wir sehen uns nicht in der Pflicht aktuelle Spiele zu spielen, weil es vielleicht zu erfolgreichen Videos führen könnte oder so. Wenn wir gerade keine Lust auf »Sim City« haben, gibt’s halt keine Videos dazu. Manchmal kommen per Youtube­-Kommentare oder Twitter allerdings auch Spielevorschläge rein, die dann meist in die ­Richtung »Indie« gehen, da lassen wir uns gerne inspirieren.
Eine große Vorbereitung findet, glaube ich, selten statt. Als wir letztens »Omegalod«
ausprobierten, merkten wir zum Beispiel erst bei der Aufnahme, dass gar keine Leute auf d
Servern waren, mit denen man spielen konnte. Zu »Rollercoaster Tycoon« hab ich letzte
allerdings mal die Wikipedia-­Seite gelesen…

Ralf: Martin ist ja eher so der Battlefield­-Freund und du, Philipp, scheinst dich ja gar nicht so wohl zu fühlen, mit einer virtuellen Waffe in der Hand. Wie passt das zusammen?

Philipp: Ach, ich spiele auch ganz gerne Shooter, bin aber einfach nicht so gut wie Martin. Mir macht es aber genau so viel Spaß.

Ralf: Ist das vielleicht Euer Erfolgsrezept? Spaß?

Philipp: Kann schon sein. Wir machen das, weil es uns einen riesigen Spaß macht, andere Menschen an unserem Spiel teilhaben zu lassen. Nicht wegen Klickzahlen oder Geld.

Ralf: Eure Zahl an Abonnenten wächst aber kontinuierlich. Den Leuten scheint es zu gefallen.

Martin: Ja, scheint ganz so. Der “Let’s ­Play­ Markt” in Deutschland ist ja jetzt auch noch nicht soo arg überfüllt und da haben wir sicher noch etwas Luft nach oben was das Wachstum angeht. Im Moment sind wir ja auch noch stark in der Ausprobierphase. Was kann man machen, was kommt gut an, was macht Spaß, usw.


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Ralf: Es geht also weiter?

Martin: Wir haben Spaß und die Zuschauer offenbar auch. Spricht also nichts dagegen.

Ralf: Vielen Dank für eure Zeit!

Das Interview wurde bei heimeliger Atmosphäre in einer Kneipe in St. Pauli geführt. Unqualifizierte Fragen, die auf erhöhten Alkoholkonsums des ZwO-Redaktuers zurückzuführen waren, sind im Nachhinein redaktionell entfernt worden.

Ihr findet »Saving Princesses« auf YouTube, Facebook und Twitter.

Wir wünschen Marcel, Martin und Philipp für die Zukunft von »Saving Princesses« alles Gute!

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Mit-Gründer von Zockwork Orange und fast schon zu alt und tatterig um Videospiele zu spielen. Dafür ist er aber schon von Anbeginn dabei und kennt und liebt (fast) jedes Spiel.

8 Comments

  1. “ Ja, scheint ganz so. Der “Let’s ­Play­ Markt” in Deutschland ist ja jetzt auch noch nicht soo arg überfüllt “ Naja. Doch. ;)

    Ich finde es schön, dass ihr Kanäle von ohnehin schon im Netz angekommenen Leuten vorstellt, aber „unabhängigere“, neue LP-Kanäle – die trotzdem schneller wachsen – hätte ich spannender gefunden. (und nein, mein Kanal ist kein LP-Kanal mehr *g* Keine Sorge.)

    Saving Princesses, euch jedoch unabhängig davon viel Erfolg und Spaß!

  2. Ich „verfolge“ die Jungs hinter Quote.fm (allen voran UARRR) schon mehrere Jahre und war bislang immer ein großer Fan ihrer lockeren und sympathischen Art. Dabei waren und sind die Jungs stets bemüht ihr Hipster-Image aufrecht zu erhalten. Das funktioniert in Blogs und auf Twitter auch wunderbar, doch bei Saving Princesses finde ich es teilweise sehr aufgesetzt. Hier würde ich mir ein wenig mehr Professionalität wünschen, aber das ist wahrscheinlich genau die Nische, die versucht wird zu füllen.

  3. @Zeitzeugin: Huch, Dein Kommentar ist mir durchgerutscht. Ich habe deswegen einen Artikel über »Saving Princesses« gemacht, weil ich Martin schon recht lange kenne. Aber ich bin auch gerne bereit, mich mit anderen Machern zu treffen und zu erhalten. Da ich selbst (bisher) nicht wirklich aufmerksam die LP-Szene im Blick habe, bin ich natürlich für Hinweise/Kontakte dankbar.

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