Life goes on: Leichen pflastern meinen Weg 2

Life goes on: Leichen pflastern meinen Weg 2

Ein Videospiel in dem permanent gestorben wird. »Dark Souls«? »Lemminge«? Nein, die Rede ist von »Life goes on«. Was haben also

  1. Lord Guy Hooper the Fourth,
  2. Maiden Julia,
  3. The Zippy Lady Vicky Crimper the Elder,
  4. Señor Muerde,
  5. Veronica Hawke the Elder,
  6. Sir Percyville the Flop,
  7. Melissa Edle,
  8. Ridder David of Dorchester,
  9. The Eclectic Katrina Anderson the First,
  10. Dame Katertot,
  11. The Sleepy Joe Fouch the Eighth,
  12. The Eclectic Enfante Roxie Caldwell,
  13. Sera Van Der Woodsen und
  14. The Wanting Vicky Garner the Elder

gemeinsam? Nun, alle vierzehn sind tot und liegen im Karren auf diesem Bild.

Life goes on: Sieg!
Life goes on: Sieg!

All diese mutigen Ritter und Ladies sind nur zu einem Zweck gestorben: Sie haben dem 15. Ritter, der nach ihnen kam, den Weg geebnet. Und so war ihr Tod nicht umsonst, denn sie starben – in diesem speziellen Fall – für die Wissenschaft. Also im Grunde dafür, dass ich den Level abschließen konnte.

Life goes on
Life goes on

Infinite Monkeys Entertainment veröffentlichte im April diese kleine Perle auf Steam. Einen so genannten morbiden Puzzler. Das Spielprinzip ist nicht ganz neu und denkbar einfach. Aber seht selbst:


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Das Video zeigt ganz eindeutig, dass sich The Fearless Sir Reginald Caldwell the Eighth opfert, nur um den Weg für Sir Bob zu ebnen. Und genau darum geht es in diesem Platformer: Ich als Spieler muss auf brutalste Art und Weise Ritter und Ladies opfern und deren Leichen benutzen, um Rätsel zu lösen. Der Tod vieler tapferer Kämpfer ist die einzige Möglichkeit, Fortschritte auf der Suche nach – natürlich – dem heiligen Gral zu erlangen. Dieser Gral wartet am Ende eines jeden der über 50 Level dieses Spiels.

Life goes on: Kanonenfutter
Life goes on: Kanonenfutter

Das Spiel verschenkt an einigen Stellen Potential. So trägt zwar jeder Ritter einen eigenen Namen, gleichen sich aber doch alle wie ein Ei dem anderen. Ein bisschen mehr Varianz hätte dem Spiel gut getan. Der Schwierigkeitsgrad ist okay, die Lernkurve auch, aber in gut drei Stunden hat man alles gesehen. Am Stück geht das aber nicht. Ich kann immer nur so drei bis vier Level spielen, dann ist es auch wieder gut.

Es gibt Zeit- und Leichenlimits pro Level, die es zu unterbieten gilt. Das ist nicht immer so einfach, und deutlich schwerer als einfach nur den Level zu lösen. Außerdem ist in jedem Level ein gefräßiger Jeff versteckt, der gerne kleine Ritter vernascht. Auch den gilt es mindestens einmal pro Level zu füttern. Und so investiere ich immer ein wenig mehr Zeit in jeden Level und kämpfe mich so durch das Spiel.

Life goes on: Über die Brücke
Life goes on: Über die Brücke

Unfair wird’s nie, richtig schwer aber auch nicht. Trial and error hilft übrigens immer weiter, falls mal gar kein Ausweg in Sicht ist. »Life goes on« ist ein kurzweiliges Spiel mit sehr gutem Soundtrack. Die Steuerung funktioniert einwandfrei und genau, so dass gezielt in den Tod gesprungen werden kann. Für ‘nen Zehner kann man hier kaum was falsch machen. Aber am Ende heißt es für den letzten Ritter immer: Leichen pflasterten seinen Weg.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange und fast schon zu alt und tatterig um Videospiele zu spielen. Dafür ist er aber schon von Anbeginn dabei und kennt und liebt (fast) jedes Spiel.

2 Comments

  1. Also ich fand Life Goes On mega gut!
    Ich habe es mir nach der Demo vorbestellt, weil ich das Spielprinziep so lustig fand und als es endlich released wurde auch in einem Rutsch durchgespielt. Gut, 10 Euro sind ein bisschen viel und wie du in deiner Bewertung schreibst, hätte ein bisschen Abwechslung dem Spiel gut getan. Aber mir hat es trotzdem Spass gemacht!
    Lg, Neo

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