Gamer: ein Film für uns Zocker? 8

Gamer: ein Film für uns Zocker? 8

Werden Killerspiele jetzt für das heimelige Wohnzimmer etabliert? Mit dem Film GAMER bringen die Macher von Crank uns den Egoshooter ins Wohnzimmer. Aber nicht auf die Konsole, sondern ins Fernsehen. Bevor es soweit ist, müssen wir uns aber noch ein paar Tage gedulden, denn GAMER startet am 7. Januar 2010 erst einmal in den deutschen Kinos.


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Worum geht’s im Film? In naher Zukunft werden zum Tode verurteilte Sträflinge zu realen Avataren für Spieler im quasi Online-Shooter Slayers. Die Gefangenen werden durch normale Bürger im Spiel ferngesteuert, ohne Kontrolle über ihren eigenen Körper. Held des Spiels (& des Films) ist Sträfling Kable und dessen Teenie-Spieler Simon. Kable kann nach 30 überlebten Kämpfen in die Freiheit entlassen werden, wo er seine Frau und Tochter wieder zu sehen hofft. Was er nicht weiss: Seine Frau ist mittlerweile selbst inhaftiert und Star in einem weiteren Spiel namens Society, in der die normalen Bürger ihre menschlichen Perversionen ausleben können. Natürlich gibt es auch Gegner dieses Spiels, eine Untergrundbewegung namens Humanz. Verkehrte Welt, was?

Ich bin etwas skeptisch, was den Film betrifft, nicht zuletzt wegen der vorherigen Werke der Filmemacher. Ich werde mir GAMER aber wohl trotzdem im Kino anschauen.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange und fast schon zu alt und tatterig um Videospiele zu spielen. Dafür ist er aber schon von Anbeginn dabei und kennt und liebt (fast) jedes Spiel.

8 Comments

  1. Wahrscheinlich Popcorn-Kino mit viel Krach. Dazu ein Bierchen und am nächsten Tag hat man vergessen, dass man im Kino war. Auch gut. Muss ja nicht jeder Film was für’s Herz sein ;-)

  2. Da ich beide Crank-Filme sehr mochte, gehe ich davon aus, dass auch Gamer ein unkomplizierter Spaß werden wird. Eine tiefsinnige Auseinandersetzung mit Videospielen wird man wohl nicht erwarten dürfen. :)

    Freue mich trotzdem drauf!

  3. Wer eine etwas ernsthaftere Auseinandersetzung mit der Videospielthematik sucht, dem sei der flämische Film „Ben X“ ans Herz gelegt – über ein autistisches Mobbingopfer, das in eine MMORPG-Welt entflieht. Ist für den Diskurs jetzt auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber ich fand ihn sehenswert.

  4. @Fabian :) lieber Namens geselle, ich muss ja sagen „Ben X“ ist wirklich ein Tipp. Ich habe den Film vor gut nem Jahr (glaube ich) gesehen und muss sagen ist echt ein sehr guter Film.

  5. Inhaftiert ist die Frau nicht, die macht das freiwillig, weil sie das Geld braucht, Society ist ja eine Art Prostitution.
    Tiefschürfende Auseinandersetzungen mit Killerspielen gibt es bei Gamer tatsächlich nicht. Vor allem fällt die Moral unter den Tisch, da der „Held“ bei seiner Rache für die unfaire Inhaftierung Dutzende Unschuldige tötet, ohne mit der Wimper zu zucken. Gut, das sind auch Häftlinge die ihn angreifen, aber die werden auch kontrolliert und machen das nicht freiwillig. Diese typische Hollywood-Doppelmoral, die rechtfertigt, dass der Held, um ein Unrecht zu rächen, jeden töten darf, den er möchte. Räche den Tod eines einzelnen und töte 100. Im Film ist das Gerechtigkeit. Aber Amis schicken ja auch Dutzende Soldaten in Kriegsgebiete, um Leichen von anderen zu bergen. Irgendwie sind bei denen manche Leben mehr wert als andere.
    Ein Review zu Gamer kann ich die nächsten Tage bringen, hatte da auf meinem Blog extra keins zu gebracht, weil es hier ja passender ist.
    In dem Zusammenhang kann ich euch auch „Surrogates“ mit Bruce Willis ans Herz legen, das spielt in einer Welt, in der Menschen grundsätzlich zu Hause bleiben, und ihr Leben durch Avatare, die Surrogates, erleben. Abbilder von ihnen, die allerdings in jeglicher Hinsicht perfekt sind. Obwohl es nicht möglich sein soll, tötet jemand einen Surrogate und der Mensch dahinter stirbt ebenfalls. Bruce Willis ermittelt dann „in echt“ in einer Welt voller Avatare. Hab ich noch nicht gesehen, der Trailer sah aber vielversprechend aus.

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