Das Spielejahr 2015 [10 Jahre Zockwork Orange] 15

Unsere Lieblingsspiele

Bereits vier Jahre ist es her, dass VW 2015 mit seinem Diesel-Abgasskandal einen Umweltskandal auslöst, der bis heute noch nicht vollständig aufgearbeitet ist. Außerdem beendet Stefan Raab seine TV-Karriere, Angela Merkel wird vom Time Nachrichtenmagazin als Person of the Year ausgezeichnet und Microsoft veröffentlicht Windows 10, ohne dass es je eine Version 9 gegeben hat.

Im Spielekosmos feiern mit BioWare, Housemarque und Remedy gleich drei renommiertere Studios 20jähriges Bestehen. Außerdem kauft Activision den Candy Crush Saga Hersteller King, 2K schließt mit 2K Australia und 2K China gleich zwei Dependancen und Hideo Kojima gründet, nach seinem Zerwürfnis mit Konami, Kojima Productions.

Spielerisch waren gleich mehrere Highlights geboten, immerhin ist die neueste Konsolengeneration auch allmählich zwei Jahre alt. Was wir davon gerne gespielt haben, das erfahrt ihr jetzt.

Gewinnspiel

Zusammen mit Deck13 verlosen wir The Surge (PC) inkl. Steelbook zusammen mit einer Deck13 Umhängetasche. Wie du am Gewinnspiel teilnehmen kannst, erfährst du am Ende des Artikels!

David: Yoshi’s Wooly World

Ein Blick in meinen Jahresrückblick 2015 hilft mir dieses Mal nur bedingt helfen. »Never Alone« fand ich großartig, aber das war noch aus 2014. Sollte es also wieder ein »Assassin’s Creed (Syndicate)« werden? Nein, das wäre ja langweilig. 2015 hab ich mir endlich eine WiiU zugelegt, nachdem ich den Nintendo-üblichen schwachen Start abgewartet hatte. Mit Yoshi’s Wooly World kam da auch direkt ein tolles Spiel raus, das mir sehr viel Freude bereitet hatte. Getoppt wurde das glaube ich nur von »Paper Mario Color Splash«.

Screenshot Yoshi's Wooly World WiiU Geister

In »Yoshi’s Wooly World« löst Kamek die Woll-Yoshis auf, um an ihre Wolle zu kommen. In einer Art Yoshi’s Island – nur dass alles aus Wolle ist – suchen wir als überlebender Yoshi nun Wollknäuel, um daraus wieder Yoshis zu machen. Dabei dient die Wolle aber auch zur Überwindung zahlreicher Hürden. Das Ganze ist ziemlich süß, macht viel Spaß und ist gerade noch anspruchsvoll genug, um auch erfahrenere Spieler nicht zu langweilen.

Moni: Bloodborne

»Bloodborne« hatte ich mir eigentlich in einem Anfall von Masochismus gekauft. Ich hatte damals noch kein Spiel der „Soulsborne“-Reihe ausprobiert, aber jeder hat über den immensen Schwierigkeitsgrad gestöhnt. Deshalb stand das Game auch erst einmal ein paar Monate im Regal, bevor ich es dann doch gewagt habe es zu installieren und zu spielen.

Und natürlich gab’s gleich ausgiebig auf die Fresse. In bin in »Bloodborne« unzählige Male gestorben und ich habe mein Fluchrepertoire bestimmt um ein Duzend Flüche erweitert. Trotzdem habe ich mich durchgebissen, denn »Bloodborne« war zu meiner eigenen Überraschung genau mein Ding. Die kompliziert verschachtele und viktorianisch angehauchte Spielumgebung, die anfangs nicht nachvollziehbare Story und die phantasiereich gestalteten Gegner und Bosse haben meine Motivation letztendlich bis zum Schluss aufrechterhalten.

Damals bin ich zum Fan der „Soulsborne“-Spiele geworden und ich habe es bis heute nicht bereut.

Bloodborne

Dominik: Life is Strange

Die Geschichte um Chloé und Max bedient zwar einige Klischees, doch sie ist toll erzählt und hat einige emotional richtig starke Momente, die mir mitunter den Boden unter den Füßen weggezogen haben. Die Charaktere und ihre Dialoge sind wirklich gut geschrieben, und auch wenn „Nathan wird sich das merken“ größtenteils genauso wenige Auswirkungen hat wie in Telltale-Spielen, so gibt es durchaus Momente, in denen meine Spielweise (im wahrsten Sinne des Wortes) über Leben und Tod entscheidet.

Auch wenn sie unter ihren Möglichkeiten bleibt, weil sie doch meistens für eher triviale Rätsel verwendet wird, ist die Zeit-Rückspulfunktion eine coole Spielmechanik. Ich liebe es außerdem wie mit den Kameraperspektiven gespielt wird, dass es einen „echten“ Soundtrack mit lizenzierter Musik gibt und dass mir »Life is Strange« immer wieder explizit Momente der Muße anbietet – und so nutze ich jede Parkbank im Spiel und genieße die Aussicht.

Leonie: The Witcher 3: Wild Hunt

Ich glaube der Titel des Spiels spricht für sich selbst! Eigentlich muss ich hier nichts weiter schreiben müssen, okay?! Wer das Spiel bis heute nicht gespielt hat einen ganz großen Teil von Videospielgeschichte verpasst, ich sag’s wie es ist. Die Liebe an Detail, die uns präsentiert wurde, die kleinen Feinheiten der Gesichtszüge der Figuren, die wunderschöne aber vom Krieg geprägte Landschaft. Geilen Loot immer und überall. Die witzigen und charmanten Figuren, die sehr viel Tiefe aufweisen. Bis auf Yennefer. Und die sehr gute Synchro auf Deutsch. Ja ja, ich weiß schon! Aber Geralts Stimme ist auf Englisch einfach nur nervig. Sie klingt als würde er sich räuspern müssen, aber er macht es nie! Da er der Protagonist ist kann ich darüber nicht hinwegsehen und ich stehe dazu, dass ich es auf Deutsch spiele und liebe.

Dazu selbstredend die tollen DLCs, die schon im darauffolgenden Jahr erschienen sind zu mehr als 100% eine Erwähnung wert sind, weil sie so gut waren.

Fabian: Invisible, Inc.

Spätestens mit dem Stealth-Taktik-Spiel von Klei Entertainment war das Thema »XCOM« für mich durch. Das Spiel macht deutlich mehr aus seiner Räumlichkeit und stellt das Erlangen und Nutzen von Informationen über selbige in den Vordergrund. Darüber hinaus ist es die absolute Ausnahme, Gegner tatsächlich zu töten und damit die taktische Situation uninteressanter zu machen. Stattdessen gilt es, indirektere Wege zu finden, sie zu umgehen oder abzulenken. Eine Design-Meisterleistung!

Sebastian: Bloodborne

Bloodborne gehört direkt aus zwei Gründen in die Liste der besten Spiele des Jahres 2015. Zum einen ist da natürlich das Szenario: Das vom viktorianischen London inspirierte Yharnam und das Thema, das langsam von klassischem Monstergrusel zum Horror eines H.P. Lovecraft verwischt, ist atemberaubend. Man streift durch nebelige Kopfsteingassen, in denen Werwölfe lauern, durchkreuzt die Riten eines geheimen Kultes, während der Soundtrack mit dröhnendem Chor vor der Verdammnis warnt und steht beinahe als Winzling gewaltigen Kreaturen gegenüber, die schreiend, brüllend und tobend ihre Arenen in Schutt und Asche legen. Visuell und akustisch ist Bloodborne eine Augenweide. 

Dem Spiel gebührt darüber hinaus aber auch Lob, weil es der perfekte Nachfolger ist. Bloodborne gelingt das Kunststück, sich einerseits exakt so zu spielen, wie die Fans der Vorgänger es sich gewünscht haben, während es gleichzeitig eigenständig genug ist, sich eben nicht lediglich wie ein weiteres Dark Souls anzufühlen. Die Geschwindigkeit der Kämpfe ist deutlich angestiegen, wie auch die Mobilität der Spielfigur. Außerdem kann man nicht mehr Blocken, dafür aber eingesteckten Schaden durch rasche Gegenangriffe ausgleichen. Während man sich in Dark Souls defensiv hinter seinem Turmschild einmauern kann, kennt Bloodborne nur eine Richtung: Nach vorne. Das Ergebnis sind Hochgeschwindkeitskämpfe mit großem Risiko, hoher Belohnung und stetiger Konzentration, an deren Ende man mindestens so erschöpft vor dem Bildschirm sitzt, wie der Protagonist selbst. 

Gewinnspiel

Zusammen mit Deck13 verlosen wir The Surge (PC) inkl. Steelbook zusammen mit einer Deck13 Umhängetasche. Wie du am Gewinnspiel teilnehmen kannst? Teile uns in den Kommentaren bis zum 25. Oktober 2019 mit, welches Spiel für dich 2015 ein Highlight war. Oder welches Spiel du ohne Ende gesuchtet hast. Wir wollen von dir wissen: Was fandest du im Spielejahr 2015 so richtig geil? Schreib einen kurzen Text, so wie wir es gemacht haben! Der Text der Gewinnerin oder des Gewinners wird im November in einem separaten Artikel zusätzlich veröffentlicht. Denk bitte außerdem daran, dass du eine valide E-Mail Adresse angibst, damit wir dich auch kontaktieren können. Du weißt nicht mehr, was 2015 überhaupt alles erschienen ist? Auf der Wikipedia-Seite „2015 in video gaming“ findest du eine Liste der veröffentlichten Titel.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Am 21. Oktober geht es weiter mit dem Spielejahr 2016.

Previous ArticleNext Article
Dominik mag Storyspiele und Shooter und findet die meisten Open World- und Grinding-Mechaniken ganz furchtbar.

15 Comments

  1. 2015! Da war SOMA mein Spiel des Jahres. Von den Machern der Penumbra Reihe und Amnesia – Frictional Games. Ich liebte die Spiele von Frictional Games so sehr das ich dem Release von SOMA richtig entgegen fieberte. Ich zögerte nicht einmal, direkt beim Vorverkauf auf Steam direkt zuzuschlagen. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Vom Gameplay genau so wie seine Vorgänger, und daher nicht schwer für mich ins Spiel einzusteigen und dieses tiefsinnige Story zu erleben.

    Sein oder nicht sein, dass ist in diesem Spiel tatsächlich die Frage.

    In dem Spiel heisst unser Protagonist Simon Jarret. Simon erlitt einen schweren Autounfall bei der seine Lebensgefährtin umkam, er jedoch überlebte.
    Doch sein Tod sollte nur etwas verzögert werden. Er hat Verletzungen erlitten die ihn dennoch langsam sterben liessen.
    So war Simon also in ärztlicher Behandlung um vielleicht doch noch etwas dagegen tun zu können.
    Er war in Behandlung bei einem jungen Arzt, der meinte mit seiner Forschung eventuell helfen zu können, in der er ein virtuelles Abbild von Simons Gehirn machen könnte, an der er die verschiedensten Behandlungsmethoden ausprobieren könnte ohne dabei Simon selbst zu schaden. Die erfolgreichste Methode sollte dann bei Simon selbst angewandt werden.

    Simon ging also zu seinem Termin bei dem Arzt der eine Aparatur an einem Stuhl vorbereitet hat. Simon setzte sich auf diesen Stuhl, die Aparatur wurde herabgelassen und bedeckte ihn wie eine Haube.
    Er fragte den Arzt, ob das weh tun würde. Der Arzte versicherte ihm das es absolut schmerzfrei sei. Als ob man ein Foto macht.

    Als es -KNIPS- machte, war Simon auf einmal an einem fremden Ort. Es war nicht mehr die Arztpraxis. Alles wirkte zerfallen. Wo war er? Wo sind die Menschen. Und ab da beginnt sein erstaunliches Abenteuer.
    Sein oder nicht sein. Mehr Schein statt statt sein?

    Ich kann jedem nur dieses Spiel empfehlen. Es gibt viel zu Erkunden und die Story ist sehr mitreissend. Wer es spielt wird dort sehr überrascht.

  2. Seit 6 Jahren suchte ich „7 Days to Die“ und muss gestehen, das ich mich dieses Jahr auch nicht großartig mit anderen Spielen beschäftigt habe. Zwischendurch bin ich auch noch gerne in den „Wildlands“ unterwegs und die beiden Games füllen meine Freizeit auch ziemlich gut aus ;-)

  3. Wow!➜Stundenlang in Atem gehalten hat mich SOMA➜☀❤
    Andere hab ich links liegen gelassen➜☀❤
    Eine tiefsinnige,mitreissende Story …………einfach genial…..Wow!➜☀❤

  4. Ich habe 2015 das Spiel „Heroes of the Storm“ geschenkt bekommen und habe es wirklich exzessiv gespielt und nächtelang „auf den Schlachtfeldern“ verbracht.

  5. Was immer recht leicht ist: In spaßigen Multiplayerrunden massig Zeit verlieren. Insofern dürfte 2015 wohl bei Splatoon die meiste Zeit drauf gegangen sein.
    Für mich recht unerwartet, weil Shooter und Nintendo nicht ganz das sind, was auf den ersten Blick zusammen passt – ich wurde jedoch positiv überrascht! Das Ding ist so ziemlich das JetSetRadio’igste, was ich seit Dreamcast-Zeiten erleben dufte, und noch mehr Lob geht fast gar nicht.
    Singleplayermäßig habe ich mich dann ebenfalls für mich ungewohnt ausgetobt: Metal Gear Solid 5 – The Phantom Pain ist hier eindeutig der Sieger. Und ich spiele ja wirklich so ziemlich alles – ausser Stealth. Ich bin schlicht zu blöd für Stealth. Zumindest, solange es Pflicht ist.
    Zum Glück ist’s hier deutlich optionaler, und so habe ich Tage (!!) damit verbracht, auf irgendwelchen Bergen rumzuliegen, nur um auch wirklich ALLE Wachen zu markieren und zu belauschen. Nur um dann, natürlich, beim reinschleichen von DER EINEN WACHE überrascht zu werden, die ich übersehen habe, und anschließend alles Rambo-mäßig einfach niederzumähen. Um anschließend den Spielstand neu zu laden, schließlich kann und will ich das Ding friedlich durchzocken! Spoiler: Sitz ich bis heute dran. Großes Kino. Solange ich „Kids in America“ dröhnen lassen darf, wenn der Heli mich abholt, sei’s dem Spiel verziehen. Hach.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: