Das Spielejahr 2010 [10 Jahre Zockwork Orange] 17

Unsere Lieblingsspiele

Auch 2010 sind viele Dinge passiert, bei denen wir uns fragen: „Wie, das ist schon so lange her?“. So wird Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt, die Proteste um Stuttgart 21 nehmen Fahrt auf und erreichen ein Jahr später, 2011, mit Heiner Geißlers unbedachtem „Wollt ihr den totalen Krieg?“ ihren (medialen) Höhepunkt und Lena Mayer-Landrut gewinnt beim Eurovision Song Contest.

Im Gaming-Kosmos tritt das Humble Bundle zum ersten mal in Erscheinung, Microsoft veröffentlicht die erste Version der Kinect und mit OnLive geht ein früher Pioneer des Videospiel-Streamings an den Start. Es erscheinen außerdem auch viele neue Spiele. Welche wir davon gespielt haben? Lest selbst!

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David: Assassin’s Creed: Brotherhood

Und das zweite Jahr in Folge gewinnt ganz klar Ezio Auditore da Firenze. »Assassin’s Creed: Brotherhood« ist wie Assassin’s Creed II – nur noch besser. Erstmal hat es mit Rom den besten Schauplatz überhaupt: ich liebe die Stadt und alles erkennen zu können war für mich absolut großartig. „Da war ich schon! Und da wo Ezio jetzt hochklettert, da hab ich mal Kaffee getrunken!“. Der zweite Punkt ist die Bruderschaft: Ezio kämpft nicht mehr alleine, seine Gefolgschaft kann in die Welt hinaus geschickt werden, ihm aber auch vor Ort unter die Arme greifen. Man kann Stadtteile von Rom von den Borgias befreien und wiederaufbauen, mit da Vincis Fallschirm aus höchsten Höhen sicher gen Boden gleiten, zum ersten Mal mit Pferden innerhalb einer Stadt reiten und mit Desmond außerhalb des Animus das Monteriggioni der heutigen Zeit erkunden.

Für mich war »Assassin’s Creed: Brotherhood« der Höhepunkt der Ezio-Trilogie und vielleicht sogar das beste aller Assassin’s Creeds.

Moni: Assassin’s Creed Brotherhood

»Assassins’s Creed Brotherhood« war die gelungene Fortsetzung zu »Assassins’s Creed II«. Wieder stürzte ich mich mit Ezio ins Abenteuer, das mich in diesem Teil nach Rom führte. Neu war hier für mich, dass ich eine Gruppe Assassinen zur Hilfe rufen konnte, ohne mich selbst ins Kampfgetümmel stürzen zu müssen. Die Freundschaft mit Leonardo Da Vinci wurde in diesem Teil erfreulicherweise weiter ausgebaut, weswegen ich in den Genuss allerlei zusätzlicher cooler Gerätschaften kam.

Schwindelerregende Klettereinlagen, hitzige Kampfeinlagen oder verborgenes Vorgehen waren wieder perfekt aufeinander abgestimmt. Die Story, die sich in diesem Teil rund um die Machenschaften der Borgia drehte, wurde spannend erzählt und wirkte durchaus glaubwürdig.

Leider hat die Assassins’s Creed Reihe in späteren Teilen viel vom Flair der ersten Teile eingebüßt. Auch wenn die aktuellen Teile naturgemäß optisch wesentlich besser aussehen, haben sie meiner Meinung nach keinen so bleibenden Eindruck hinterlassen, wie die Trilogie von »Assassins Creed II«.

Assassin's Creed Brotherhood

Maja: A New Beginning

A New Beginning ist ein klassiches Point’n’Click-Adventure mit den wundervollen Grafiken aus dem Hause Daedalic. Doch ich möchte das Spiel aus dem Jahre 2010 an dieser Stelle auch wegen der Handlung erwähnen: die Rettung der Menschheit vor den zerstörerischen Folgen des Klimawandels.

Das Thema ist auch nach neun Jahren aktuell und scheint in dem ein oder anderen Detail sogar erschreckende Realität zu werden. Die Handlung ist spannend erzählt. Hinzu kommen sympathische Protagonisten, nachdenklich machende Dialoge und schön gezeichnete Zwischensequenzen im animierten Graphic-Novel-Stil.

Dominik: Cut the Rope

»Cut the Rope« ist eines dieser Spiele, die ich jederzeit empfehle, wenn jemand nach guten Mobile-Games fragt oder nicht glauben will, dass es solche wirklich gibt. Ich mag die simple Spielmechanik, mit der ich mittels Wischen Seile durchtrenne, ich mag, wie immer neue Elemente, wie Spinnen, schwingende Seile oder Seifenblasen, die an sich einfache Mechanik um immer neue Elemente erweitern und dadurch aus »Cut the Rope« ein Spiel der Sorte „easy to learn, hard to master“ werden lassen. Außerdem ist Protagonist Om Nom eine der putzigsten Videospielfiguren überhaupt und ziert (dank meiner Frau) zurecht seit ein paar Jahren mein Schreibtisch.

Leonie: Heavy Rain

»Heavy Rain« ist ein Spiel, das mich so mitgerissen und emotional gefordert hat, dass alleine der Beginn des Soundtracks es schafft mich dahin zurückzuversetzen. Beim ersten Durchspielen hab ich etwas gemogelt und eventuell einige Passagen neu gestartet, aber natürlich nur weil die Steuerung mit den Move Controllern nicht ganz ausgereift war! Ich habe alles daran geliebt, die Immersion hatte mich einfach vollends gepackt. Bis zum Ende habe ich mitgefiebert und nicht erkannt, wie nah mir der Origami-Killer tatsächlich war.

Fabian: King of Dragon Pass

Ursprünglich erschien “KoDP” bereits 1999 für den PC. Über 10 Jahre blieb es ein absoluter Geheimtipp, bevor es 2010 in einer von Grund auf neu entworfenen Variante für iOS kam und die Herzen unzähliger Mobile-Spieler im Sturm eroberte. Die Mischung aus “Tribe Management”, Strategiespiel und einem sich eng an die Simulation anpassenden “Choose Your Own Adventure”-Buch ist bis heute einzigartig. Ebenfalls empfehlenswert ist übrigens der Nachfolger »Six Ages«.

Sebastian: Donkey Kong Country Returns

Als SNES-Kind habe ich natürlich die geniale Donkey Kong Country Trilogie gespielt, doch trotz aller Nostalgie: »Donkey Kong Country Returns«  toppt die Vorgänger nochmal deutlich.  

Was dieses Spiel so besonders macht, ist das extrem abwechslungsreiche Leveldesign. Jedes Level hat seinen eigenen kleinen Kniff, seine eigene kleine Mechanik, etwas, was nur für diesen einen Level verwendet und nach fünf Minuten Spielzeit wieder fallengelassen wird (oder wie lange man auch immer für den Abschnitt braucht, denn nach hinten raus wurde »Donkey Kong Country Returns« echt schwierig). Trotz diesem ständigen Einwechseln neuer Mechaniken war stets intuitiv erfassbar, was getan werden muss – etwa hinter Steinen verstecken, wenn in regelmäßigen Abständen im Level Tidal Terror eine Riesenwelle an die Küste heranrollt, die alles wegschwemmt. 

»Donkey Kong Country Returns« war super, doch doppelt so gut wurde es im Coop. Statt wie in der Originaltrilogie nacheinander zu spielen, wenn der jeweils andere Spieler scheiterte, spielt man nun parallel und kann sich so gegenseitig aus der Patsche helfen oder das Level noch beenden, selbst wenn der andere Spieler einen Fehler begeht. Hey Nintendo: Wann kommt eigentlich der nächste Teil?!

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Zusammen mit Nintendo verlosen wir Astral Chain (Sebastians Review dazu findet ihr hier) für die Nintendo Switch. Wie du am Gewinnspiel teilnehmen kannst? Teile uns in den Kommentaren bis zum 10. Oktober 2019 mit, welches Spiel für dich 2010 ein Highlight war. Oder welches Spiel du ohne Ende gesuchtet hast. Wir wollen von dir wissen: Was fandest du im Spielejahr 2010 so richtig geil? Schreib einen kurzen Text, so wie wir es gemacht haben! Der Text der Gewinnerin oder des Gewinners wird im November in einem separaten Artikel zusätzlich veröffentlicht. Denk bitte außerdem daran, dass du eine valide E-Mail Adresse angibst, damit wir dich auch kontaktieren können. Du weißt nicht mehr, was 2010 überhaupt alles erschienen ist? Auf der Wikipedia-Seite „2010 in video gaming“ findest du eine Liste der veröffentlichten Titel.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Am 6. Oktober geht es weiter mit dem Spielejahr 2011.

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Dominik mag Storyspiele und Shooter und findet die meisten Open World- und Grinding-Mechaniken ganz furchtbar.

17 Comments

  1. 2010 hatte ich weder einen PC, noch eine Konsole. Zu dem Zeitpunkt war irgendwie die Luft raus. Einige der nennenswerten Titel (Red Dead, Castlevania, Enslaved, etc.) habe ich dann Jahre später nachgeholt und hatte viel Spaß dabei.

    Woran ich aus 2010 aber noch gute Erinnerungen habe, war die Markteinführung des iPad. Ich hatte mir kurz nach Release eins gebraucht gekauft und den Appstore rauf und runter ausprobiert. Damals war es ungemein faszinierend für mich, plötzlich auf so einem großen Bildschirm vergleichsweise hochwertige Spiele nur mit Touch oder Bewegung zu spielen. Dabei in Erinnerung geblieben ist mir vor allem Infinity Blade, ein 3D-Actionspiel mit starkem Fokus auf den Kampf. Ziel des Spiels war es, einen Turm zu erklimmen und eine vorgegebene Anzahl an Duellen zu bestehen. Ich meine, dass zum Schluss ein Durchlauf nach 10 Minuten erledigt war. Dabei sammelte man für Siege Erfahrungspunkte und Gold. Bein Levelaufstieg konnten rudimentär Skillpunkte verteilt werden und im Menü konnte neue Ausrüstung gekauft werden. Die Kämpfe spielten sich sehr intuitiv und angenehm frisch. Die Besonderheit lag darin, dass man in der Third Person Perspektive Schwerthiebe mit einem Fingerwisch austeilte und damit die exakte Schlagrichtung vorgeben konnte. Im Angriff war das so ziemlich egal, in der Verteidigung dafür umso wichtiger. Vertikale Hiebe konnten auch nur vertikal pariert werden, vorausgesetzt die Parade erfolgte im richtigen Moment. Es gab zwar auch Schilde, die hielten aber meist nur ein paar Schläge aus. Mit steigendem Level wurden auch die Gegner stärker und vor allem schneller im Angriff. Dadurch war man gefordert, sich die Angriffskombos der unterschiedlichen Gegnertypen einzuprägen. Das ganze spielte sich recht schnell sehr flowig und erzeugte bei mir Nervenkitzel, da jeder Kampf eine Herausforderung darstellte.
    Die Burg konnte nur bedingt frei erkundet werden da die Spielfigur automatisch bis zur nächsten Weggabelung lief, wo dann eine von mehreren Weg-Optionen augewählt werden konnte. Das Spiel sieht heute noch sehr gut aus, vor 9 Jahren war die Optik aber einmalig, immerhin handelte es sich um eines der ersten Smartphone Spiele auf Basis der Unreal Engine. Alles ist in feinstem 3D, die Umgebung und vor allem die Charaktere waren detailreich und originell modelliert. Auf dem iPhone sorgte das leider für einen rasanten Akkuverbrauch, das iPad hatte da weniger Probleme mit. Es kamen mehrere kostenlose Content Updates raus, die zusätzliche Ausrüstung, Gegner und Orte hinzufügten, sodass ich damals über Monate hinweg das immer wieder durchspielte.
    Es erschienen noch zwei Nachfolger, die meines Wissens auch ganz gut waren aber nicht mehr diese Wirkung erzeugten, wie zu seiner Zeit der Erstling.

    Mittlerweile nutze ich ausschließlich Android und kann Infinity Blade leider nicht mehr spielen, schade eigentlich.

  2. Bei mir war es Yakuza 3. Ich habe die Reihe zuvor schon auf der PS2 kennen und schätzen gelernt, aber mit Yakuza 3 hat sich das Franchise endgültig einen ewigen Platz in meinem Herzen gesichert. Angefangen bei der wunderbaren Story um Kazuma Kiryu, dem liebevollen Umgang des Ex-Ganoven mit den Kindern den von ihm geführten Waisenhauses, den vielen tollen Momenten, die es im Laufe der natürlich auch nicht abstrusen Momenten geizenden Handlung gibt. Toll auch der Kontrast zwischen Kamurocho in Tokyo und Okinawa sowie das bis heute wunderbar funktionierende und Spaß machende Gameplay. Habe das Spiel erst vor einigen Wochen im Rahmen der HD-Neuauflage auf PS4 durchgespielt und bin nach wie vor der Meinung, Yakuza 3 gehört zu den besten Teilen der Reihe. Auch wenn sich spielerisch natürlich mittlerweile einiges getan hat und gerade das Kampfsystem sowie die Möglichkeiten des Zeitvertreibs mit den Jahren gewachsen sind.

  3. Ich kam leicht in Versuchung bei dieser Aktion auf die üblichen Verdächtigen einzugehen, da die Auswahl wie so oft nicht gerade klein ist. Doch trotz blutiger Gemetzel auf dem Olymp und in den neun Kreisen der Hölle, zu viel Wild-West-Sand in den virtuellen Ohren oder mal mehr kindliche, mal mehr erwachsenere Abenteuer in den weiten des Universums, habe ich mich für einen surrealen Krimi in der amerikanischen Provinz entschieden.

    Deadly Premonition ist wirklich kein Titel, den man auf dem ersten Blick in einer solchen Liste erwarten dürfte. Zu schlecht lief das Spiel in seiner Performance damals wie auch bei späteren Portierungen – garniert mit einer Grafik und einem Sound, die selbst eine Generation zuvor fragwürdig erschien. Aufgrund solcher Schwächen konnte man dem Horror des Spiels auch nur eine „bemühte“ Note attestieren. Doch so viel wie über das Spiel gemosert wurde, so viel wurde es auch mit Lob unterschüttet. Deadly Premonition war ein Spiel mit viel Herz, was sich vor allem im Writing sowie dem Design der einzelnen Charaktere widerspiegelte. Der Kriminalfall erwies sich als wendungsreich, die Spielwelt trotz ihrer Ödnis nie wirklich langweilig. Kaum ein Spiel dürfte die Spielerschaft und Presse derart gespalten haben, wodurch Deadly Premonition bei der Betrachtung des Jahres 2010 nicht vergessen werden sollte.

  4. 2010 sollte für mich im Namen von Bioshock 2 stehen. Allerdings hat mich der Nachfolger des geistigen System Shock Reboots doch nicht so ganz abholen können. Zum Glück gab es zum nahen Ende des Jahres einen weiteren Herausforderer, welcher vor gefühlter Ewigkeit bereits auf Newgrounds als Prototyp sein Unwesen trieb um schließlich erwachsen zu werden und viel Salz in offene Wunden zu streuen: Super Meat Boy.

    Ehrlich gesagt hatte ich nicht ansatzweise so hohe Erwartungen an das Spiel. Doch der „kleine Indieplattformer für zwischendurch“ stellte sich bereits nach einer handvoll Levels als ausgewachsene, fordernde aber nie unfaire Unterhaltung heraus. Eingängiges Gameplay, immer aufregendere Levels und eine simple, überzeugende Präsentation haben mich den fleischigen Laufklumpen viele Kreissägen, tiefe Gruben und salzige Engpässe laufen lassen. Und trotz all der Aufregung über ein verlorenes (undendliches) Leben war das Spiel immer fair und der Belohnungseffekt eines abgeschlossenen Levels (am besten innerhalb eines Zeitlimits für die beste Wertung) riesig.

    SMB ist eines dieser Spiele, die meine Zuneigung für Indiespiele nicht nur bestätigt hat, sondern auch noch größer werden ließ und ist damit einer der Titel, die ich sofort mit dem Jahr 2010 in Verbindung bringe.

    Ich hoffe der Nachfolger wird mindestens genau so gut. Der steht quasi schon vor der Tür.

  5. Ganz eindeutig :
    Dragon Age Origins!

    So etwas gab es bis dahin nicht und wird es wohl auch nicht, trotz Nachfolger, nicht mehr geben. Ich habe etliche alternative Enden und Storywendungen durch, quasi jede mögliche Liebesaffaire begonnen und vergesse bis heute nicht meine erste Heldin von Ferelden.
    Die Kombination aus Stimmung, Story, Bilder, Quest Möglichkeiten und die unverwechselbaren Charaktere (ich bin noch immer schwer in Alistair verknallt. Was solls :D) machen dieses Spiel so einzigartig. Seiner Zeit weit voraus! Mithalten kann da nur Mass Effect–was jetzt nicht verwundert, gell? :D

  6. Ich habe damals sehr viel Zeit in God of War 3 investiert. Klasse Aktion, wir haben die Switch erst kurze Zeit und bislang erst 3 Spiele. Würden uns freuen,

    netten Gruß, Melanie

  7. Mein Spiel des Jahres 2010 war NieR.
    Mit diesem für mich eines der ersten Spiele auf der PS3 und auch eines der erstes JPRGs entführte Yoko Taro mich in eine postapokalyptische Welt mit einer so düsteren Atmosphäre wie ich sie bis heute nicht nochmal erlebt habe. Es handelt von einem Vater, der verzweifelt versucht, das Leben seiner Tochter zu retten, die von der sonderbaren Krankheit, der „Runenpest“, befallen war. Er lebt in einem kleinen Dorf und hält sich mit Aufgaben anderer Bewohner über Wasser. Neuerdings attackieren immer häufiger sogenannte „Shades“ das Dorf. Als Nier sie zu bekämpfen versucht, trifft er auf Grimoire Weiss, einem alten, sprechenden Buch, das irgendwie im Zusammenhang zu der Runenpest zu stehen scheint. Erst dann beginnt das Spiel seine vielen schockierenden Geheimnisse zu entlüften.
    NieR zog michmit seiner Geschichte und dem grandiosen Soundtrack in seinen Bann und gehört noch heute zu einem meiner liebsten Spiele.

  8. Mein absolutes Highlight 2010 war Super Mario Galaxy 2. Das Spiel hat es geschafft, nahtlos an den Vorgänger anzuknüpfen, und dabei noch so manche Kleinigkeit zu verbessern: Der Schwierigkeitsgrad war ein Stückchen höher, einige neue Power-Ups waren dabei und Yoshi war endlich mit von der Partie!

    Nachdem das Spiel angekündigt wurde habe ich noch die Nase gerümpft und mich gefragt: Ein Add-on zum Vollpreis, muss das sein? Auch wenn das Spiel ursprünglich tatsächlich nur eine Art erweiterte Version des Vorgängers werden sollte, so ist am Ende der meiner Meinung nach bis heute absolut beste 3D-Plattformer aller Zeiten entstanden. Seitdem warte ich sehnsüchtig auf einen dritten Teil, der auch schon mal von Shigeru Miyamoto ins Gespräch gebracht wurde. Leider ist das jetzt schon einige Jahre her, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

  9. Da musste ich jetzt aber echt nachdenken, vorallem weil ich damals seltener neue Spiele gespielt habe, die frisch rausgekommen sind haha!
    Zuerst kam mir Xenoblade Chronicles in den Sinn, aber das kam ja leider doch erst 2011 bei uns in DE raus :D

    ABER ein Spiel, an dass ich mich sehr gut erinnern kann, auf das ich wirklich hingefiebert habe, war Fragile Dreams: Farewell Ruins of the Moon für die Wii!

    Meiner Meinung nach wohl eins der besten Spiele, welche je für die Wii gemacht wurden und tatsächlich auch bis heute ein Exklusivtitel geblieben ist.
    Leider kennt kaum jemand das Spiel, aber ich empfehle es immer, wenn mal nach guten Wii Games gefragt wird hehe.

    Eine Mischung aus RPG und Horror und alles ist sehr sehr japanisch gehalten, vom Anime Artstyle bis hin zu den Geistern, welche alle samt etwas typisch asiatisch angehaucht sind.

    Die Story war wirklich traurig und melancholisch und von der Grafik her wirklich beeindruckend für Wii verhältnisse, wie ich finde <3!!

  10. 2010 war mein absolutes Highlight, denn damals habe ich Super Monkey Ball entdeckt. Die farbenfrohen, animierten Hintergründe und einfallsreichen Level-Designs, mit den unglaublich süßen Äffchen hatten es mir angetan. Es machte mir einen Heidenspaß, die entzückenden, kleinen Lebewesen innerhalb eines Balls zu einem Ziel zu manövrieren. Eifrig sammelte ich die Bananen auf, um weitere Leben zu gewinnen und tauchte in sechs verschiedenen Themenwelten ein. Die vielen Herausforderungen und unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade, sorgten für einen visuellen Nervenkitzel mit Suchfaktor!

  11. Ich fand 2010 Risen richtig cool, als würdiger, wenn auch nicht perfekter Gothik „Nachfolger“. Man hat sich schon richtig viel Mühe gegeben, konnte Gothik aber nicht toppen.

  12. Trotz starker Konkurrenz durch Granaten wie Mass Effect 2 und BioShock 2 hatte es auch mir besonders Heavy Rain angetan. Ich liebe Story-lastige Games mit dichter Atmosphäre und wenn dann noch die Grafik schön ist – umso besser. Auch die anderen Spiele des Entwicklerteams finde ich faszinierend.
    Aber zurück zu Heavy Rain. Der interaktive Film hat mich von Anfang an gefesselt und manche Entscheidung ist mir nicht ganz leicht gefallen. Durch einige Wendungen ist für Überraschungen und viel Spannung gesorgt. Zum Glück sind mir erst nach Ereichen des Endes im Internet Spoiler zur Identität des Killers begegnet – sonst wäre ich echt sauer gewesen…
    Abseits der PlayStation-Higlights wie eben Heavy Rain oder God of War 3 kam aber auch meine geliebte Xbox 360 auf ihre Kosten und der Gamerscore-Kontostand wurde kräftig erhöht. Etwa wie oben erwähnt mit Mass Effect 2 (zwischenartliche Techtelmechtel mit Garrus inklusive) oder Bioshock 2 – dafür nahm ich sogar gern die eigentlich ungeliebte Egoperspektive in Kauf.
    Und dann war da auch noch Alan Wake. Gruselig, psychologisch, mysteriös. Wie die anderen Lieblinge des Jahrgangs also auch ein Spiel mit hohem Story-Anteil. Die Geschichte hat mir sehr gefallen, wobei ich es aber schade fand, dass einem dann ein vernünftiges Ende vorenthalten wurde.
    Weniger rosig in Sachen Spielenachschub sah es im Nintendo-Bereich aus, auch wenn Donkey Kong und Mario Galaxy 2 für hochwertiges Hüpf-Vergnügen sorgten. Gegen meine beiden anderen Konsolen kamen Wii und DS damals einfach nicht an.
    Ach so, die PSP gab´s ja auch noch. Wie später die Vita eigentlich so ein nettes Gerät, aber mit zu wenigen Games. God of War: Ghost of Sparta ist da 2010 aber auf jeden Fall erwähnenswert. Antiheld Kratos hat sich auch im Handheld-Format sehr gut durch die Antike gemetzelt.
    Ich liebe das Multi-Konsolero-Leben :)

  13. Herzlichen Glückwunsch zum 10. Geburtstag. :D

    Ich musste noch mal nachschlagen was 2010 überhaupt alles kam. Aber nachdem ich die Liste überflogen habe, konnte ich mir mein Spielejahr 2010 wieder ganz gut zusammenpuzzeln.

    Es begann schon großartig mit Bayonetta. Richtig geschmeidiges Gameplay mit einer trashigen Story, alles rundum gut verpackt. Hat einfach eine Menge Spaß bereitet.

    Heavy Rain hatte mich am Anfang richtig gut gepackt, zum Ende hin empfand ich die Story aber nur noch merkwürdig und die Auflösung hat mich, aufgrund einiger Ungereimtheiten, sogar ein bisschen wütend gemacht. Aber bis dahin war es trotzdem ein tolles Erlebnis.

    Dann gab es da noch ein Spiel, bei dem ich mir nicht mehr sicher war, ob es wirklich 2010 kam, aber das tat es. Und zwar Alpha Protocol. Das war ein Spiel, in das ich mich so gut wie blind gestürzt habe. Ich habe kaum etwas darüber gewusst und einfach gekauft. Und ich erinnere mich noch sehr gut daran. Denn das Spiel war in den meisten Belangen eher Mittelmaß. Ob Grafik oder Gameplay, war eher „so lala“. Aber die Story, Inszenierung und die Entscheidungsmöglichkeiten (die auch richtigen Einfluss hatten) haben mich dann wirklich gepackt. Habe es geliebt und kann es nur jedem empfehlen.

    Ich komme man lieber zum Punkt, bevor ich nicht mehr aufhören kann in Erinnerungen zu schwelgen: Mein absolutes Highlight in dem Jahr, kam aber erst gegen Ende desselben. Fallout New Vegas. Absolut großartiges Spiel, und, meiner beschiedenen Meinung nach, das beste Fallout.

  14. Mein Highlight Spiel von 2010 war „Just Dance 2“. Am Anfang jedoch fand ich das „Tanzspiel“ sehr schwierig. Ich bekam einfach keine Schritte hin und dazu ja noch die Handbewegungen….Da wollte ich schon aufgeben und es nicht mehr machen. Aber die vielen guten Songs die ich mochte von der „Just Dance 2 Version“, hatten mich überzeugt es doch noch ein paar Mal weiter zu probieren.
    Nach ein paar Tagen funktionierte es auch immer besser mit der Bein- und Armarbeit und JETZT macte mir es auch Spaß!!! Ich war voll begeistert und konnte dann kaum aufhören zu tanzen.
    Zwar gefielen mir manche Songs nicht gut und die Schritte dazu auch nicht aber muss ja auch nicht sein!
    Seit dem SPiel habe ich mir dann später die „Just Dance 2 Extra Songs“ gekauft. Danach kauffte ich noch nach und nach „Just Dance 3 + 4, 2016 und 2018“.

  15. 2010 stand für mich ganz im Zeichen von Dragon Quest IX: Hüter des Himmels. Ich habe mir das Spiel eigentlich ohne besondere Erwartungen nur aufgrund von Freundesempfehlungen gekauft. Am Ende standen über 100 Stunden Spielzeit und der Beginn meiner JRPG-Leidenschaft. Die unglaublich charmante Spielwelt mit ihren vielen Schauplätzen und liebenswerten Einwohnern hat mich damals regelrecht umgehauen.
    In den Jahren seit dem habe ich alle auf deutsch erschienen Dragon Quest-Teile nachgeholt, inklusive der meisten Spin-offs. Deshalb kam mir die Wartezeit auf den ersten „echten“ Nachfolger gar nicht mal so lange vor, auch wenn Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals eine halbe Ewigkeit auf sich warten ließ.

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