Comic-Review: Mass Effect – Erlösung 5

Comic-Review: Mass Effect – Erlösung 5

Kaum jemand wird bestreiten, dass das Mass Effect-Universum eines der ausgefeiltesten ist, die ein Videospiel bzw. eine Videospielreihe je hervorgebracht hat. Kein Wunder also, dass es zusätzlich zu den Spielen (Review zu Mass Effect 2) und einer Romanreihe (meine Meinung zum ersten Band „Die Offenbarung“) auch Comics gibt, die die Geschichte weiter vertiefen. Als Fan der Reihe konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mal einen Blick zu riskieren und habe mir den ersten Comic mit dem Titel Erlösung geschnappt.

Inhalt

Angesiedelt ist die Story zwischen den Ereignissen des ersten und zweiten Teils des Spiels: Nachdem die Normandy zerstört wurde, wird Commander Shepard für tot erklärt. Aber die Asari Liara T’Soni (Begleitcharakter in Mass Effect 1 mit einer Nebenrolle in Teil 2) glaubt nicht, dass das stimmt und vermutet, das mehr dahintersteckt. Also beginnt sie, Nachforschungen anzustellen und gelangt zur Raumstation Omega. Dort stellt sie jedoch fest, dass sie nicht allein auf der Suche nach Shepard ist.

Der Comic ist sehr eng verwoben mit der Geschichte des DLCs Versteck des Shadow Broker, in dem Liara, die in der Hauptstory von Mass Effect 2 eine viel zu unbedeutende Rolle eingenommen hat, vorkommt. Zwar funktionieren sowohl der DLC als auch der Comic durch die Verknüpfung im Hauptspiel auch einzeln für sich, doch erst gemeinsam vollenden sie die Geschichte um Shepards Rettung und den dubiosen Informationshänder, den Shadow Broker.

Ein bisschen aufgesetzt, aber irgendwie auch witzig fand ich, wie die Geschlechterproblematik gelöst wurde. Der Comic kann also gelesen werden, egal, ob man in den Spielen Shepard als Frau oder Mann gespielt hat. Man bekommt keinen festgelegten Shepard aufgetischt.

Zeichenstil und Aufmachung

Den Stil des Comics finde ich persönlich sehr gelungen. Die Figuren wie Miranda oder der Unbekannte sind eindeutig zu identifizieren, nur Liara sieht nicht ganz so aus wie im Spiel, was aber zu verschmerzen ist. Die Bilder sind nicht überfrachtet und die Farben sind schön kräftig. Der Band ist mit seinen 100 Seiten wirklich sehr hochwertig aufgemacht und hat mir optisch und haptisch richtig gut gefallen.

Fazit

Mit 12,90€ (Amazon) ist der Comic nicht gerade günstig und man ist dann auch recht schnell durch. Außerdem halte ich es für recht unwahrscheinlich, dass man den Comic mehr als einmal lesen wird. Man verpasst nichts, wenn man den Comic nicht kennt, allerdings ist es eine nette Ergänzung zur Story, gerade auch gemeinsam mit dem DLC „Versteck des Shadow Broker“. Wer das Warten auf Teil 3 nicht mehr aushalten kann oder wirklich jedes Detail des Mass Effect-Universums mitnehmen möchte, hat mit Erlösung einen kurzweiligen Zeitvertreib. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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5 Comments

  1. Also ich fand den Comic ja ziemlich gut, aber ich bin im Allgemeinen ja auch ein Mass Effect Fanboy. Habe alle Bücher auf deutsch verschlungen und mir schon längst vorgenommen das auch mit allen Comics zu tun, nur in dem Fall auf Englisch (habe irgendwie den Tick alles was mit Bildern unterlegt ist auf Englisch zu bevorzugen)… wobei ich mit „allen“ Comics ja erstmal fertig bin, da der zweite erst im November kommt^^

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