Always expect Foul Play 0

Always expect Foul Play 0

Side-Scrolling Brawlergames gehören nicht unbedingt zu meinem liebsten Genre; im Grunde drückt man die ganze Zeit nur eine Taste und nach ein paar Minuten siegt die Langeweile und ich habe keine Lust mehr. Ab und zu kann man aber auch hier eine Perle entdecken, die in irgendeiner Form außergewöhnlich genug ist, dass sie mich länger fesseln kann. Scott Pilgrim war so ein Game. Der Humor, die Pixelgrafik und natürlich der Soundtrack von Anamanaguchi sorgten dafür, dass es selbst mich Beat ‚em up-Muffel an die Konsole fesseln konnte.

Foul Play

Ähnlich ging es mir bei Revolvers »Foul Play«. Foul Play ist ein sidescrolling Beat ‚em up mit hübscher Grafik und vielen witzigen Sprüchen. Die Besonderheit: die beiden Daemon-Jäger Baron Dashforth und Scampwick kämpfen gar nicht wirklich gegen übernatürliche Monster. All the world’s a stage! Und die Vampire, Mumien, Meermänner und Regenbogen-Einhorn-Bären? Nur Schauspieler. Sie zu besiegen ist auch eher zweitrangig. Denn Dashforth und Scampwick erzählen auf einer Bühne von ihren Erlebnissen und ihr oberstes Ziel ist es, das Publikum zu begeistern. Möglichst gute Kombos oder Challenges wie „Wirf X Gegner in Requisiten“ oder „Finish the leader last“ lassen die beiden in der Gunst des Publikums steigen, Treffer hingegen bewirken das Gegenteil und sobald die Buh-Rufe anfangen, sollte man sich ins Zeig legen, sonst fällt ganz schnell der Vorhang.

Finish him last...
Finish him last…

Dasforth: You remember what I told you about larger foes, Mr. Scampwick?
Scampwick: Aim for the crotch, sir?

Die Werwölfe sind nur Schauspieler mit Masken, trotzdem wirken die Schläge echt, die der britische Baron austeilt. Wenn er dann aber direkt mit dem Publikum interagiert, um herauszufinden, was er tun muss, um es zu begeistern, erinnern wir uns daran, dass wir uns nur auf einer Bühne befinden. Leider wurde das Konzept nicht zu Ende gedacht und manchmal tauchen „echte“ Dämonen mit „echten“ magischen Kräften auf, aber jeder „tote“ Gegner, der schnell von der Bühne huscht, wenn er sich unbeobachtet fühlt, jeder Bühnenmitarbeiter, der gerade noch schnell durchfegt oder die Zombies, die ihren Text („Kill!“) vergessen haben, entschädigen für diese kleinen Ungenauigkeiten.


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Foul Play ist ein spaßiges Beat ‚em Up mit vielen witzigen Ideen, lustigen Dialogen und viel Liebe zum Detail. Man kann Foul Play alleine spielen, am meisten Spaß macht es natürlich erst im Koop – online oder lokal. Für 15 Euro bekommt ihr auf Steam oder XBLA ein paar Stunden kurzweiligen Spielspaß. Wer auf das Genre steht, sollte hier zuschlagen (pun intended).
Splendid!

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

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