Achievements – Jeder Punkt zählt?! 14

Achievements – Jeder Punkt zählt?! 14

Achievements - Jeder Punkt zählt?!Im Jahre 2005 hat Microsoft das Xbox 360 Gamerscore-System eingeführt. Von mir gänzlich unbeachtet, bis ich 2008 meine erste Goldmitgliedschaft erlangte.

Ich bin nicht wirklich ein Trophäensammler, aktuell knapp über 9000 G auf Xbox Live. Ich schaue mir zwar die Erfolge eines Spieles in der Regel an, lege aber keinen Wert darauf, möglichst viele (oder gar alle) Achievements eines Spiels zu erreichen. Vielmehr mag ich es, wenn man möglichst viele Erfolge im normalen Verlauf des Spiels sammelt und ein paar witzige am Rande des Geschehens versteckt sind. Dieses Prinzip verfolgen leider nicht allzu viele Entwickler. Sehr zu meinem Bedauern.

Hin und wieder packt mich aber auch der Ehrgeiz. So versuche ich schon seit ein paar Tagen in ruhigen Momenten das Achievement Ich werde nicht jammern in HALO: REACH zu ergattern. Und hier ist der Name Programm. Trotz Hilfestellung der angesagten Website XBOX360ACHIEVEMENTS sind mir diese 25 G bisher verwehrt geblieben.


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BORDERLANDS ist das einzige Spiel, indem ich alle Erfolge (ohne DLCs) erlangt habe. Einfach, weil es nicht allzu viel Mühe gemacht hat und auch keine sinnlosen Achievements dabei waren. Ganz im Gegenteil, es waren sogar sehr lustige Herausforderungen dabei (Mein Bruder heißt Mario: Einen Gegner im Klempnerstil ausschalten – 15 G).

BORDERLANDS

Was ich absolut hasse, sind Punkte für so sinnentleerte Aufgaben wie z.B. alle Flaggen in einer Spielewelt einzusammeln, so gesehen in ASSASSIN’S CREED II. Weder haben die Flaggen etwas mit der Story zu tun, noch bringt einen das im Storymodus auch nur einen Schritt weiter. In meinen Augen: vollkommen witzlos und überflüssig. Und David hatte ja bereits seinen Unmut über zu schwere Herausforderungen in ASSASSIN’S CREED BROTHERHOOD kundgetan. Schwer dürfen sie wegen mir sein, aber nicht an Programmierfehlern scheitern!

Natürlich gibt es auch richtige Herausforderungen, wie z.B. ein Crewmitglied in MASS EFFECT 2 für 50 G ins eigene Bett zu locken. Reine Prestigesache, so ein Achievement muss man(n) einfach haben!

MASS EFFECT 2

Aber auch abgedrehtes Zeug, wie das nur 5 G wertvolle Achievements Heimtückisch aus RED DEAD REDEMPTION (Lege eine gefesselte Frau auf die Eisenbahnschienen und sieh zu, wie sie überfahren wird), finden sich in meiner Gamerscore-Liste.

RED DEAD REDEMPTION

Das waren jetzt nur wenig Beispiele eines tollen Systems, das (richtig eingesetzt) einen Spieler verdammt motivieren kann, sich möglichst lange mit einem Spiel auf interessante Art und Weise auseinander zu setzen. Sowohl in der Solokampagne als auch im Multiplayer, worauf in meinen Augen immer mehr der Schwertpunkt gelegt wird.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Achievements gemacht? Auf welche Erfolge seid Ihr besonders stolz? Schämt Ihr Euch auch für ein Achievement? Welche Gamerscores muss ein Zocker von heute unbedingt drauf haben? Lasst mal hören!

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Mit-Gründer von Zockwork Orange und fast schon zu alt und tatterig um Videospiele zu spielen. Dafür ist er aber schon von Anbeginn dabei und kennt und liebt (fast) jedes Spiel.

14 Comments

  1. Archievements sind für mich reine Nebensache. Stellenweise lustig, sich dafür ein wenig ins Zeug zu legen oder bei lustigen Erfolgen vorher abspeichern und dann gefahrlos Schabernack treiben (Fallout 3: Wahnsinniger Witzbold – Eine Mine oder Granate beim Taschendiebstahl plazieren). Aber nichts, wodurch ich mir diktieren lasse, in welchem Umfang ich das Spiel zu spielen habe.

    Leider hat dieses Belohnungssystem eine spezielle Spezies von Spielern zu Tage gefördert, die sog. Archievement/Trophy-Sammler, die man leider als regelrechte Perversion des Spielens bezeichnen muss. Egal wie schlecht das Spiel, egal wie belanglos es ist, oder wenn die Cut/Uncut-Fassungen sich in dieser Hinsicht unterscheiden: hauptsache kaufen und durchnudeln, bis man alle Archievements hat. Umgekehrt gehen die Leute hin und kaufen ein Spiel nicht, wenn es keine Trophies hat (PS3 only, alle 360 Titel haben ja ausnahmslos Archievments), selbst wenn das Spiel noch so hervorragend ist.

    Es schmerzt zu sehen, auf was das Erlebnis Videospiele bei einigen heruntergerechnet wird: virtuelles Schwanzvergleichen! Wer hat mehr Trophies, wer hat mehr Gamerscore, wer ist der Held vom Erdbeerfeld?

    Das sind die wenigen Momente, in denen ich mich fast ein wenig für mein Hobby schäme… und was es für Leute hervorgebracht hat.

  2. Das traurige ist ja, dass es nicht mal ein Schwanzvergleich ist, meine Erfahrungen sind eher, dass man das nur für sich macht. Kein Mensch guckt auf meinen Gamerscore und ich gucke auch bei niemandem drauf, trotzdem spüre ich oft den Drang, so viele Punkte wie möglich zu holen. Aber eigentlich nur, wenn ich eh schon sehr viele Punkte hab. Wenn ich wie bei Enslaved nach dem Game keine 500 Punkte habe, motiviert mich das auch nicht. Aber wenn ich eh schon 90-95% habe, versuche ich schon, die 100 voll zu machen.

  3. In meinen Augen sind die Punkte für den Game-Score in einem Spiel ja nur da, um die Spieldauer zu verlängern. z.B. Assassins Creed 2. Das Spiel hat man locker in 10-12 Stunden durch und dabei schafft man auch gut 90% des GS ohne groß nachzudenken. Dann kommen natürlich die Arschlochaufgaben (alle Federn, alle Schätze) um die 100% voll zu machen. Kann ich noch mit leben. Mache ich zwar nicht beim ersten mal, oder sofort im Anschluss, aber wenn ich länger nicht mehr gespielt habe und wieder Bock auf das Spiel habe, schwinge ich mich über die Däche und suche diese verdammten Federn.

    Welche GS-Aufgaben ich überhaupt nicht leiden kann sind welche, bei denen man das Spiel auf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchspielen muss. Gutes Beispiel: Gears Of War (aber auch jeder andere Shooter). Nach einmal durchspielen auf Mittel, habe ich 240 von 1500 Punkten erreich. Spiele ich es noch auf schwer und Wahnsinn durch, komme ich auf 500. Und die restlichen 1000 kann man sich dann durch ewiges Multiplayer verdienen, bei dem man erst Jahre braucht, um auf das Niveau der Hardcore-Spieler zu gelangen, damit man endlich Runden gewinnt. wenig motivierend.

    Habe auch schon ein paar sehr witzige Achivements gefunden (z.B. bei Batman Arkham Asylum oder Bioshock), deren Namen ich gerade nicht mehr weiß. Liefer ich aber nach.

    Und ich bin jemand, der sehr gerne GS sammelt. Z.B. habe ich gerade einen Wettkampf mit einem meiner Live-Freunde, bei dem die Führungsposition fast jede Woche wechselt. Macht einfach Spaß sich gegenseitig Aufzuziehen (z.B. über Twitter). Ist natürlich als Spaß gemeint und hat mit Schwanzvergleich nichts zu tun. Btw. fehlt mir einfach die Zeit, um stundenlang vor der Box zu sitzen und meine Punkte in die Höhe zu treiben. Wenn ich aber schon mal dran bin, dann mache ich das gerne.

    P.s. Wer mich noch bei XBox-live addenmöchte, XBox-Live ID: kamestar.

  4. Batman Arkham Asylum war so ein Spiel, wo die ganzen Riddler Herausforderungen angespornt haben alles zu finden. Prinzipiell sind Achievments eine nette Dreingabe, bei CSS motivieren sie micht nicht so stark, aber eben bei oben genanntem Spiel schon!

  5. Was meiner Meinung nach garnicht geht, also den Namen Errungenschaft schon mal garnicht verdient haben, sind alle Achievments, die man während des Standart durchspielens bekommt. Bei denen man quasi keine Chance hat sie NICHT zu bekommen. Die bekommt man hinterher geworfen. So etwas find ich lächerlich, einfallslos und nervig. wohingegen Achievments, die von mir etwas abverlangen und die mich dazu bringen meinen Spiel-Stil zu ändern durchaus sinnvoll sind, denn diese tragen ja wohl zur Spieltiefe bei…oder nicht?

    Aber die „herzlichen glückwunsch du hast die erste quest gelöst“-errungenschaft macht mich nur sauer!

  6. Also ich finde Trophies/Achievements sind eine sehr nette Dreingabe eines Spiels und mich persönlich motivieren sie auch ein Stück weit, auch wenn ich sie eigentlich irgendwie doch nur für mich selbst sammele, wie David auch schon angemerkt hat.

    Ich muss gestehen, dass es mir schon irgendwie eine gewisse innere Befriedigung verschafft, ein Spiel mit 100% der Erfolge durchgespielt zu haben. Ist so ein bisschen wie damals auf dem SNES bei den alten Donkey Kong Country Games, in denen ich 100% haben wollte und dafür alle Bonusfässer finden musste. War für das Spiel an sich auch unerheblich.

    Zustimmen würde ich Kamil, die Erfolge für Schwierigkeitsgrade und Multiplayer nerven mich selbst auch extrem, ich bin einfach kein Mensch, der gern online mit/gegen Fremde zockt. Widersprechen würde ich Seppuku, ich empfinde diese Erfolge immer als netten Einstieg. Klar sind die anspruchslos, aber eine Belohnung, dass man es überhaupt so weit schafft, sind sie ja dennoch.

    So, was fehlt noch? Ach ja: Ich würde allerdings nie ein Spiel nicht spielen, nur weil es keine Trophies hat. Genauso umgekehrt würde ich nie ein Spiel spielen, um die Trophies zu ergattern, obwohl das Spiel schlecht ist.

  7. @Ralf:
    Leider gibt es eine solche Spezies wahrhaftig. Hatte mich vor knapp 2 Wochen noch übelst mit ihm gezofft. Unter anderem weil ich ihm ausreden wollte, sich den Lizenzschrott „Bakugan Battle Brawlers“ zuzulegen, aber das ist eine etwas längere Geschichte.

    Bin froh zu lesen, dass es offenbar doch Leute gibt, die das ganze Belohnungssystem ein wenig bis sehr viel lockerer sehen. Das beruhigt mich zumindest ein wenig.

  8. Dieses verfluchte Halo: Reach Achievement ist sowas von verbugt! Ich habe Stunden daran verbracht (während mein Mitbewohner es nach 5 Minuten hatte). Unzählige gelungene und vollwertige Assassinations! Ich hab geflucht. Und ich habe gejammert.

    Ernsthaftes Achievement: Complete the Campaign, alone, on legendary.

  9. Eigentlich sind Archievements nach meiner Ansicht gar keine schlechte Idee. Aber wie schon gesagt wurde, gibt es einige Leute da draußen, die wirklich viel zu viel darauf Wert legen.

    Ich spiele auch nur Spiele zu 100% durch bzw. versuche es, wenn die Spiele auch mich persönlich überzeugt haben und ich daran Spaß habe. Ich „verspiele“ doch nicht meine kostbare Zeit mit Games, die mich ohnehin nicht interessieren. Da habe ich doch besseres zu tun.

    Ich weiß nicht, ob Ihr euch daran erinnert, aber um bei Gears of War alle Erfolge zu holen..da muss man ja Wochen und Monate daran sitzen. 10.000 Kills in Ranglisten-Spiele ist schon ein bisschen heftig, wenn man bedenkt wie lange so eine Runde geht und wie viele Kills man im Durschnitt macht…

    Nichtsdestotrotz habe ich das Spiel aber geliebt, obwohl es in Deutschland zensiert ist, genauso wie Teil 2.

  10. @Benny: ernsthaft? Du spielst REACH alleine auf „legendär“…? Hut ab! Wir haben es zu zweit in der Kampagne erledigt, und das war schon ein Kraftakt (der mit 175 G belohnt wurde).

  11. @Ralf: Es war auch jenseits von gut und böse. Im Koop ist es noch ganz okay, weil man beim Mitspieler spawnen kann. Wenn der sich kurz zurückzieht, klappt das meistens ganz gut. Aber alleine.. zurück zum Checkpoint. Ich glaube „Dämmerung“ war am schlimmsten. Da habe ich gejammert und geschrien, das war ein schlimmer Nachmittag :D Danach wurde es aber besser. Vielleicht war’s auch nur die Gewöhnung. Es ist ein Kampf um jeden Meter mit der Hoffnung, er bringt den nächsten Checkpoint. Das Ganze hat mich 3 Tage gekostet (nicht am Stück! Aber dennoch..)

    Aber ideelle Wert des Erfolges war einfach zu verlockend. Bei Halo sind mir die Achievements wirklich etwas wert!

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