Warum „Metro: Last Light“ kein gutes Spiel ist 23

Warum „Metro: Last Light“ kein gutes Spiel ist 23

Die Vorfreude war gar überragend: Endlich ein zweiter Teil des Erfolgspiels »Metro 2033«, das 2010 noch unter den Publisherfittichen von »THQ« das Licht der Welt erblickte. Um ehrlich zu sein hab ich den Titel nie besonders intensiv gespielt, obschon sich der heimische PC über die Festplattenmehrbelastung aufgrund diverser Steam-Sales den Arbeitsspeicher lauwarm freute. Just als ich anfing, zu überlegen, das Schätzchen etwas hingebungsvoller zu betrachten, erreichte die Botschaft, »Metro: Last Light« sei veröffentlicht worden, mein hübsches Ohr. Nun denn: Warum olle Kamellen spielen wenn es schon wieder etwas Neues gibt? Denn schon Barney Stinson lehrt uns: „Neu ist immer besser.“

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Allerdings muss ich bereits im Vorfeld etwas Spannung aus diesem Review nehmen (auch wenn der Artikel-Titel auch schon alles verrät): Ich habe »Metro: Last Light« durchgespielt, ein Mal die Story von vorne bis hinten. Jedoch empfand ich das Spielerlebnis als Qual und fragte mich die gesamten (ca.) 10 Stunden Spielzeit, womit ich das verdient habe.

Das fängt schon bei der Story an. Gut, dafür kann das Spiel nichts – Immerhin folgt das Metro-Franchise stringent der Buchreihe des russischen Schriftstellers Dmitri Glukhovski aus dem Jahre 2007/2009. Nein, stopp, das ist Unsinn, denn 4A Games, das verantwortliche Entwicklerstudio, lässt die Vorlage völlig außer Acht und denkt die bisherige Storyline selbstständig weiter.

Na sdorowje

Der zweite Teil handelt also wieder vom Protagonisten Artjom, der im Spiel gerne nichts sagt und dafür lieber sein Maschinengewehr sprechen lässt. Artjom wird beauftragt, den „Schwarzen“ zu suchen. Wer jetzt hofft, dass Sam Jackson einen Gastauftritt hat und das Schweigen des Hauptdarstellers durch unkontrolliertes Rumbrüllen kompensiert, der hofft leider vergebens. Der „Schwarze“ ist der letzte seiner (Alien-Mutanten-)Art, die wohl anscheinend durch Artjom im ersten Teil ausgerottet wurde. Die Menschheit lebt, ob der nuklearen Katastrophe, immer noch im Untergrund und nutzt die Tunnel der Metro als Verbindungsglied zwischen den ebenfalls unterirdischen Städten.

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Und so wenig Artjom redet, umso mehr geben die NPCs der übersichtlichen Welt von sich. Und da wir es in M:LL ausschließlich mit Russen zu tun haben, spricht jeder (!) Charakter mit russischem Akzent. Das ist so sinnlos wie es klingt. Alle Russen, die im Grunde die selbe Sprache (Russisch) sprechen, bevorzugen es, sich höchsteloquent, aber dennoch mit starkem Akzent deutsch (oder halt englisch) zu unterhalten, anstatt ihre Muttersprache zu verwenden? Es mag zwar das Jahr 2034 sein, aber sinnlos bleibt das trotzdem. Soll das dem Spieler klarmachen, dass wir in Russland sind? Ich denke, das sollte offensichtlich sein. Sogar das Alien spricht mit Akzent. So ein Quatsch.

Von Schleichern und Moorhühnern

Bereits auf der Gamescom 2011 präsentierte »THQ« – seinerzeit erst zum 23. Mal insolvent und noch nicht komplett pleite – einige Details des Spiels, unter anderem wurde eine Spielszene gezeigt, die es schaffte, dass ich mich tatsächlich auf den Titel freute: Eine Verfolgungsjagd auf Schienen, Sprung auf den Zug auf dem Nebengleis, ordentliche Balleraction AUF dem Zug, Explosionen, Krach-Bumm. Alles deutete darauf hin, dass hier Action geboten wird, die auch noch gut aussieht und nicht so hirnlos ist, wie beispielsweise die Shooter-Konkurrenz aus dem Hause Activision oder EA.

Als ich das Spiel starte werde ich allerdings eines Besseren belehrt. Das Spiel verlangt nun von mir, dass ich mich schleichend durch gegnergeflutete Räume bewege und damit rechnen muss, umgehend eines durchaus schmerzhaften Todes zu sterben, sollte ich auch nur einen Schritt in die falsche Richtung setzen. Stealth-Games, die Geißel der Menschheit. Aber M:LL möchte gar kein reinrassiger Schleicher sein, ganz im Gegenteil.

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So nervig und unglaublich frustrierend und zeitraubend die Stealth-Einlagen auch sind, umso frustrierender und nervtötender sind die Ballerorgien, die die zweite Hälfte des Spiels dominieren. Hier mutiert das Spiel zu einer Art Moorhuhn-Klon mit schier endlosen Wellen an Gegnern, die am ohnehin schon knappen Munitionsvorrat knabbern wie Rainer Calmund am Spanferkel. Hier setzt dann auch das Konzept des Survival-Shooters komplett aus. Ich habe gar nicht die Wahl, überhaupt daran zu denken, meine Munition zu sparen, sondern ich werde regelrecht gezwungen, Magazin um Magazin auf die hektisch zappelnden und hakelig animierten Gegner zu ballern.

Dies geschieht übrigens im Rahmen einer der drei Spielmechaniken, mit denen M:LL aufwartet.

1. Schleichen

Wie erwähnt wird in M:LL zumindest im ersten Teil (erzwungen) geschlichen bis der Arzt kommt. Sobald man sich zu schnell bewegt oder ins Licht tritt, ist die bisherige Vorsicht für die Katz und man wird von den übermächtigen Gegnern oft zu feiner Leberwurst geballert und der Level muss komplett (!) neu geladen werden, was erneut wertvolle Lebenszeit vernichtet.

2. Gruselige Gänge

Die hochgelobte Atmosphäre des Shooters wird durch zwei Komponenten verursacht. Die erste ist technischer Natur: Volumetrisches Licht. Die zweite ist einfach nur billig: Schlecht beleuchtete Gänge, in denen von links und rechts gruselige Schnauf- und Grunzlaute widerhallen. ein ständiges, panisches Umschauen ist hier aber nur selten nötig, oftmals passiert hier rein gar nichts.

3. Aktivieren und warten

An (zu) vielen Stellen muss der Spieler einen Schalter/Hebel/wasauchimmer umlegen und muss warten, dass ein Mechanismus vollständig angelaufen ist. Dies nutzen die gewieften Entwickler selbstredend, um wieder Bösewichthorden aus allen Ecken und Enden gen Progatonist strömen zu lassen. Das ist nicht nur vorhersehbar, sondern auch richtig dämlich.

Bosskämpfe aus den Achzigern

Des Wahnsinns fetter Höhepunkt findet sich allerdings bei den Bosskämpfen. Die sind so dumm, die schwimmen sogar in Milch. Mit Konzepten, die vor 20 Jahren bereits langweilig waren, versuchen die Entwickler hier, den Menschen am Controller in Jauchzen und Erstaunen zu versetzen – Statt dessen muss ich das Steuergerät kurz beiseite legen um mir an den Kopf zu fassen und mein Antlitz ob der Fremdscham vor der Welt zu verstecken. Ein Boss mit Schwachstelle am Rücken, die strahlend rot leuchtet? Oder der Boss, der blind vor Wut durch den Raum rast und dabei Pfeiler umrennt? »Metro: Last Light« hat sie alle! Unoriginell, unkreativ, dreist – Nennt es, wie ihr wollt; Ich bin fassungslos.

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Die Macher bedienen sich verschiedenster Stilmittel um die Geschichte zu erklären, das mit Abstand am häufigsten eingesetzte ist allerdings das der „Ohnmacht des Protagonisten“. Das wird bis zum Erbrechen durchexerziert und zeugt nicht nur erneut von der fehlenden Kreativität der Entwickler, sondern steht auch stellvertretend für das repetetive Konzept des gesamten Spiels.

Optisch bietet M:LL kaum Angriffsfläche für Kritik. Zwar ist die gesamte Geometrie, sowohl der Levels als auch die der Charaktere mit der groben Kelle geschnitzt, ebenso die Charakteranimationen. Warum sich hier kaum Mühe gegeben wurde ist mir ein großes Rätsel, sind die Beleuchtungseffekte und die Lichtgebung doch immer exzellent inszeniert. Besonders bei Gegenlicht zeigt sich, wie großartig M:LL eigentlich hätte aussehen können. Besonders macht sich dies natürlich auf der derzeitigen Konsolengeneration bemerkbar. Wo man im direkten Vergleich in der PC-Fassung sehr viele Details, insbesondere in Sachen Texturierung und Reichtum an Bodenobjekten, bemerkt, wirkt die Xbox-Version fast karg dagegen.

Auch wenn das Gameplay an sich gut funktioniert, die Steuerung sehr intuitiv dahergeht und das Zielen mit dem Xbox-Controller sehr leicht fällt, bietet das Spiel ansonsten kaum nennenswerte positive Punkte. Ein blöde Story, die durch billigste Erzählmethoden vorangetrieben wird, rückständige Spielmechaniken und ein inkonsequentes Allgemeinkonzept machen »Metro: Last Light« höchstens zu einem Mittelklassespiel, was letztlich auch nur der halbwegs ansehnlichen Grafik zuzuschreiben ist. Die oftmals so hoch gelobte Atmosphäre wird durch durchschaubare Effekthascherei produziert und ringt mir höchstens ein müdes Lächeln ab, zu gewollt ist das Ganze.

Kurz: Inkonsequent, rückständig, durchschaubar. Schade eigentlich, bietet das Setting in seinen Ansätzen doch unendliche Möglichkeiten. Ein Franchise, das in einer postnuklearen Welt spielt, mit einer soliden Fanbase im Rücken und einer Grafikengine, die so viel zu bieten hätte. Wirklich schade.

Alle gezeigten Screenshots stammen von der Xbox360-Version des Spiels.

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Joe 'Gefahr' Uessem (Redaktion, Grafik, PR) Job: Superheld, Grafik-Designer, Unterwäschemodel, Astronaut, Jetpilot, Hirnchirurg, Archäologe Auf ZwO Experte für: Sexuelle Zweideutigkeiten Hier holt sich Joe Gaming-News: von Jörg Langer persönlich Mail: ju [at] zockworkorange [dot] com Twitter: rinderhack XBLA: SgtSpeedrock PSN: - Steam: speedrock Erstes Game: Outlaw (1976) Liebste Games: Assassin's Creed & alles was ordentlich Bumm macht. Liebste Persönlichkeit der Branche: Ron Gilbert (The Grumpy Gamer) Liebste Game-Figur: Handsome Jack, Ezio Auditore und der Lange von Tetris

23 Comments

  1. hmm also bei mir lädt der nie das ganze level von vorne – eher im gegenteil – man apawnt angenehm nah am todesort.

    und schleichen ? braucht man nicht. evlt mal ne neue maus kaufen, dann klappts auch mit dem aiming ^^

    ansonsten: recht haste – ausser einer tollen atmo, guter grafik, interessanten waffen mit upgradefunktion hat das spiel nichts zu bieten.

    aber immer noch besser als JEDES CoD oder MOH oder BF !

    1. Danke für Deinen Kommentar –
      Habe mich anscheinend missverständlich ausgedrückt. Man muss nicht den gesamten Level wiederholen, der Seitenhieb war lediglich eine Anspielung auf die Ladezeiten der Xbox, weswegen auch die Mausfrage geklärt sein dürfte.

      Ich kann deinem restlichen Kommentar leider nicht entnehmen, wie hoch der Sarkasmusfaktor hier ist, deswegen sei mir an dieser Stelle verziehen, dass ich nicht weiter darauf eingehe. Danke für’s Lesen :)

  2. „Sogar das Alien spricht mit Akzent“
    Genial!
    Wenn aber alle Figuren im Spiel mit dem gleichen Akzent sprechen, wäre das ein Grund für mich, das Spiel abzuschalten. Weils mir auf Dauer richtig auf den Sack geht. Gerade die Übertreibung des russischen Akzentes in 2. WK Shooter oder Strategiespielen, hat mich bislang davon abgehalten seit Sudden Strike auch nur ein Spiel mit einer russischen Fraktion anzurühren.

  3. Irgendwie kann ich nicht so ganz nachvollziehen, wie sich alle so sehr auf die russischen Akzente aufhängen. Gut, es mag wenig Sinn machen, ohne könnte das Spiel auch in Paris oder Venedig stattfinden und man würde es nicht merken, was aber auch nicht Sinn der Sache sein soll. So ist es mMn. ein guter Kompromis zwischen Verständigung und dem Feeling.

    Ansonsten kann ich dem Artikel leider nichts abgewinnen, angefangen bei der Kritik an dem Stealth-Gameplay. Natürlich ist alles für die Katz, wenn man zu schnell ist und sich zeigen läßt – das ist beim Schleichen grundsätzlich so und ich sehe nicht, inwiefern dies bei Metro schlechter umgesetzt sein soll, als bei anderen Schleichern. Wobei Metro eben kein reiner Schleicher ist und man dann eben die Gegner umballert. Die Kritik klingt überhaupt sehr nach – ich entschuldige mich – Genörgel, dass Stealth überhaupt da ist.
    Bezüglich der Atmosphäre wird diese auch nicht lediglich durch dunkle Gänge oder volumetrisches Licht. Diesbezüglich läßt man so vieles, aus, wenn man sich lediglich darauf beschränkt. In Metro geht es einerseits um die Menschen. Ich bin in den Städten und überall passiert etwas in dieser kleinen Welt. Abseits davon sind es dann diese Effekte wie Schatten, die auf die Atombomben-Opfer hindeuten. In der Oberwelt dann noch Soundschnipsel wie knarrende Türen – ein Element, welches schon im ersten Silent Hill eine wichtige Stütze war.
    Wirklich originell wirken die Boss-Gegner wiederum wirklich nicht – perfekt ist das Spiel eben auch nicht. Aber immerhin gibt es überhaupt etwas in der Art.

  4. Schließe mich dem Don an; irgendwie extrem unsachliche Kritik. Du willst irgendwie Atmosphäre, aber dann doch ballern, aber das stört dich weil da ist ja noch die Stealth Option … hö? Ich mochte den ersten Teil nicht so sehr, da hätte deine Kritik eher gepasst: die Gegner reagieren bei Stealth extrem krass auf kleinste Fehler, das Pacing zwischen Shooting und ruhigen Passagen war unausgeglichen. LAST LIGHT macht hier aber alles richtig und das Balancing ist nahezu perfekt. Ich hab das Spiel direkt im Ranger Hardcore Modus gezockt und ballernd durchlaufen ist da aus Munitionsmangel einfach gar nicht drin, sofern man nicht perfekt zielen beherrscht. Man braucht so eine gesunde Mischung aus „im Dunkeln vorantasten“ und „im Notfall schnell reagieren.“ Du gehst leider auch überhaupt Null auf die Städte ein in denen man alleine mehrere Stunden verbringen kann, nur den Leuten zuhörend oder -sehend, wie sie leben. Was übrigens etwas ist, was Metro: LL ziemlich gut transportiert: Leben. Man läuft hier nicht durch Kulissen wie in Bioshock: Infinite, die kurz zum Leben erwachen, wenn man vor Ort ist und danach in Stillschweigen verfallen. Die Leute reden teilweise 5-10 Minuten ununterbrochen miteinander, tauschen Infos aus; Sie füttern die Welt, machen sie greifbar, erzählen privates oder „hast du gehört, dass…?“ Man kann sich knapp eine Viertelstunde lang eine Theateraufführung anschauen. Man kann sich die Zeit im Bordell vertreiben oder man kann einfach an die Bar gehen und was trinken oder man kann auf eine Schießbude gehen und einem kleinen Jungen einen Teddybär schießen – aber das ist eben das: man „kann“.

    Wie ich das Lese bist du hier sehr zügig durchgerannt, vermutlich auf „Leicht“ oder „Medium“, wolltest dich nicht darauf einlassen, dass man die Gefechte nun eher „subtil“ angeht und bist einfach enttäuscht, dass die Gefechte nicht so explosiv sind, wie die gezeigte Zug-Sequenz bei der Vorführung. Wer LAST LIGHT nur wegen dieser gescripteten Call of Duty-Einlage spielt, hat hier definitiv den falschen Titel vor sich. 10 Stunden Spielzeit sprechen da für sich; ich habe fast sämtliche Tagebucheintrage gesucht, bin sehr bedacht und aufmerksam durch die Welt gelaufen (sofern das bei dem linearen Aufbau möglich ist), dabei nicht oft gestorben; Einfach nur sehr behutsam in dieser Welt unterwegs gewesen und hab erst nach knapp 16 Stunden das Ende gesehen. Ich habe jetzt die unteren Schwierigkeitsgrade nicht gespielt, aber 10 Stunden? Da war ich glaube ich gerade mal etwas über der Hälfte vom Spiel. Ich glaube daher einfach, du hast einen komplett anderen Titel erwartet. Übrigens hast du auch nicht ganz Recht, was die Story angeht: 4A Games hat zwar die Story geliefert, allerdings ist diese offizell abgesegnet von Dmitri Glukhovski, der auch beratend zur Seite stand. (Die Story finde ich mit ihren großen und kleinen Intrigen und Plottwists übrigens super. Nichts herausragendes, aber etwas, das mit Bedacht geschrieben wurde)

    Außerdem gibt es nebenbei nicht nur die 2 Bücher von Dmitri, sondern mittlerweile 24 Stück (http://bit.ly/15Fi307), alle von verschiedenen Autoren. Dmitri wollte schon immer „nur“ die Welt liefern und dann anderen Autoren die Chance geben, Geschichten weiterzuspinnen – was 4A Games gemacht hat. Das Metro-Universum ist mittlerweile sehr groß ;)

    Wo du recht hast, ist das mit dem russischen Akzent, wobei man das ganz leicht umgehen kann, indem man auf Russisch und deutsche Untertitel stellt – trägt auch gut zur Atmosphäre bei. Auch, dass Artjom nicht redet im Spiel ist ein klarer Kritikpunkt, zumal er in den Ladesequenzen ja auch spricht. Ansonsten macht der Titel fast nichts falsch, es sei denn, man erwartet eben ein Call of Duty oder ähnliches. Vielleicht verstehe ich deine Kritik auch falsch aber auf jeden Fall kommt es für mich vom Lesen so rüber, dass du da eher eine Ballerorgie erwartet hast und kein Spiel, für das man sich Zeit nehmen sollte, um die Welt aufzusaugen. Für mich ist LL auf jeden Fall DER „große“ Titel dieses Jahr und hat sogar Bioshock: Infinite vom Thron geschubst, einfach weil die Welt unter- und überhalb der Metro so viel mehr bietet, als Columbia.

  5. Ein Nachtrag noch kurz, habe ich total vergessen; Das wollte ich noch bei den Büchern erwähnen:

    „Die Vorfreude war gar überragend: Endlich ein zweiter Teil des Erfolgspiels »Metro 2033«, […] Um ehrlich zu sein hab ich den Titel nie besonders intensiv gespielt,“

    Ich bin jetzt auch keine große Leseratte, aber du hast (soweit ich deine Kritik richtig deute) keine Ahnung vom Universum, den Vorgänger nicht gespielt und folglich die Bücher (zumindest das Erste) nicht gelesen, spielst das Spiel wegen einer Zug-Szene und freust dich trotzdem tierisch drauf?

    Du sagst selbst, dass du 2033 nie sonderlich intensiv gespielt hast, kritisierst aber, dass sich „Last Light“ nicht an die Vorlage hält – das ist halt quatsch. Wie gesagt hält sich selbst Metro 2034 nicht mehr an die Vorlage, weil Artjom nur noch eine Randfigur ist. Das war die Idee von Dmitri, dass eben andere Autoren die Geschichten weiterspinnen – daher segnet er die Bücher auch alle ab, wenn sie in das Universum passen. Daher kommt dann auch so ein Kommentar von dir: „Der “Schwarze” ist der letzte seiner (Alien-Mutanten-)Art, die wohl anscheinend durch Artjom im ersten Teil ausgerottet wurde.“

    SPOILER

    Da frage ich mich dann, wieso du das Spiel getestet hast? :( Artjom hat am Ende vom ersten Teil die Stadt der Schwarzen in die Luft gejagt mit Atomraketen und Millionen von denen getötet, weil man Dachte, sie wollen die Menschen töten, was – wie du ja mitbekommen hast in Last Light – Unsinn ist.

    Das sind keine Aliens, und keine Mutanten. Sie sind quasi der neue „Homo Superior“, weil sie sich angepasst haben und auf der Oberfläche leben können. Da das Metro-Universum auch sehr religiös angehaucht ist (passend zum Genesis-Trailer), wird auch oft von Engeln und Erlösern gesprochen. Daher sprechen sie auch mit russischem Akzent, weil sie quasi „Menschen“ sind, Erstgeborene einer neuen Rasse. Phoenix, Asche – das ganze Zeug. :)

    Meinung in allen Ehren, aber (ohne dich jetzt anzugreifen) die Kritik kommt mir vor, als würde Ray Charles mir erklären, warum „rot“ eine blöde Farbe ist.

  6. Lieber Joe,

    Danke für den kontroversen Artikel (vs. unzähliche Lobhudeleien) – das steckt zum Antworten an (…Note 1 – setzen für Engagement!).
    Leider kann ich Deinem Artikel nicht ganz zustimmen und die „Mängelpunkte“ sind teilweise sehr müde. Angefangen, vom „Schleichen“, über den Akzent bist zur vorhersehbaren Story. Nach 12 Jahren Egoshooter-Erfahrung und dem damit gewachsenem Qualitätsanspruch (kenne ich…kenne ich..kenne ich…) hat Metro ordentlich was unter der Haube. Klar ist die Story nicht so schick, wie etwa bei Bioshocks letztem Spross. Die Atmo, so nostradamuslastig, wie Du sie beschrieben hast, ist sehr stimmig, das Gameplay ausgewogen und motivierend, die Level durchaus mit Liebe zum Detail. Ein paar RPG-Elemente wäre nett. Die „passiven“ Dialoge in den Stationen und die sehr buchgetreue Umsetzung sind überdurchschnittlich Klasse und es macht Spaß auch mal neben zwei jämmerlichen Gestalten zu verweilen und deren Geschichte zu erfahren. Langsamkeit ist King bei dem Spiel – Ballern ein Werkzeug, quasi ein sehr progressives und belohnendes Spiel.

    Auch meine Meinung ist subjektiv und hat nicht mehr Gewicht als Deine (außer dass sie schnell geschrieben, kurz und ohne Begründungen ist).

    Mein letzter Satz:
    Das Spiel ist sein Geld wert und sollte gefördert werden – im Vergleich zu tausenden primitiven und unemotionalen Spielen hat man hier wieder ein wenig Charakter (mit all seinen kleinen Fehlerleins). Gerne mehr! – ja schweigsam ist Artjom, aber vielleicht hat er nur derbe Mundgeruch (habe im Spiel bisher noch keine einzige Zahnbürste gefunden…).

  7. Man merkt schnell, der Verfasser dieses Artikels hat keine Ahnung von dem was er schreibt. Beim durchlesen dieses „Tests“ hätte ich mir am liebsten den Kopf gegen den Tisch gehauen. Endweder ist der Testende kein guter FPS-Spieler oder so ein Hardcore-CoD-Fanboy gewesen, dass ein objektiver Tests wohl nicht möglich war. Ich für meinen Teil, fühle mich beleidigt, einen Test über so ein gutes Spiel, der von so einer inkompetenten Person geschrieben wurde, zu lesen.

    Fehler Nr. 1: Um Metro Last Light überhaupt vollwertig beurteilen zu können ist es ZWINGEND erforderlich Metro 2033 gespielt zu haben.

    Fehler Nr. 2: Die Story von Metro: Last Light als Unsinn zu bezichtigen. Wenn ich raten darf, dann hat der Schreiberling weder Metro 2033 noch Metro 2034 gelesen. Ich schon. Und aus gegebenen Gründen wäre es schwierig geworden, aus dem Buch Metro 2034 ein Spiel zu machen. Deswegen hat man bei 4A sich gedacht, dem Spieler eine zufriedenstellende Fortsetzung zum ersten Spiel zu liefern.

    Fehler Nr. 3: Die Akzente. Ja, man kann sich über die Akzente aufregen. Aber man sollte dabei bedenken, dass es zahlreiche Titel gibt, die weitaus weniger fähige Synchronsprecher anheuern. Und ja, dazu dürfen sich auch CoD und die BF-Serie zählen. Und JA! Man kann auch ganz einfach die Lokalisation auf Russisch und die Untertitel auf Deutsch stellen – vorausgesetzt, man hat eine deutsche Schule besucht, und dort das Lesen gelernt.

    Fehler Nr. 4: Sich über die Munitionsknappheit beschweren. Auch hier vermute ich, dass unser Schreiberling endweder schnurstracks vorbei an allen plünderbaren Leichen und den Munishops gerannt ist, oder einfach so schlecht im spielen von FPS-Titeln ist, dass er für jeden Gegner eben seine 2-3 Magazine, getreu der guten alten CoD-Manier „Irgendwann treffe ich ihn schon“, braucht

    Zusammengefasst muss ich mich als jemand, der selbst Artikel schreibt, für unseren Herrn Verfasser in Grund und Boden schämen. Dieser Test ist eine Frechheit. Eine Frechheit am Leser und am Spiel selbst. Wer einen Titel nicht objektiv betrachten kann, soll bitte keine Tests darüber schreiben. Das ist peinlich

  8. Über Google bin ich auf diese Seite gekommen, denn ich wollte die Spielzeit von Metro erfahren. Oke, ein Artikel „lese ich mir den mal schnell durch“ habe ich mir gedacht. Doch was der Schreiberling sich hier leistet ist jenseits von gut und böse. Vielleich hat er ja versucht durch das Spiel zu rennen um schnellstmöglich einen Artikel schreiben zu können. Anders kann ich mir das hier nicht erklären.

  9. Zuuu geil :D
    Ich kann bald bald nicht mehr vor Grinsen.

    Bin durch Zufall auf den Artikel gestoßen und hab ihn mir durchgelesen. Da ich das Game momentan selber durchzocke konnte ich diesen Artikel überhaupt nicht verstehen, ja fühlte mich fast beleidigt wie das Game hier in den Dreck gezogen wird.

    Lieber Joe, deine Wortwahl im Artikel soll gehoben klingen, kommt jedoch höchst eingebildet und vor allem unprofessionell rüber. Bitte spiel doch Lieber Painkiller oder Serious Sam, wenn du Geballer haben willst und verschrecke hier nicht Neugierige, die Bock auf einen Horrorshooter haben. Ich teile (mal abgesehen von den Bossen) in nichts deine Ansicht und schließe mich meinen Vorrednern an.

    Vielen Dank an diese amüsanten 15 Minuten.

    BAAAM ham se ihn ausnnandergenommen :D

    1. Ja, das hat gesessen. Ich wurde tatsächlich auseinandergenommen und gebe mich geschlagen. Deine subjektive, simpel ausgedrückte, komprimierte Meinung zum Spiel ist selbstverständlich treffender als meine ‚gehoben klingende‘. Verzeihung. Ebenfalls entschuldige ich mich bei meiner Schulbildung; Die nächsten Reviews werden wieder verständlicher formuliert, vielen Dank für deinen Kommentar!

  10. Der Verfasser kompensiert hiermit lediglich seine Ängste. Warum kann jeder von euch nuuur kritisieren? Mit Hohn und Spott? Auf den Verfasser zugehen, und Hilfe anbieten, wie wäre es denn damit? Zum Beispiel mit Freunden durch die Metro schleichen, oder bei Tageslicht spielen. Kleine Schritte sind entscheidend bei akuter Game-Angst. Diese „Kritik“ ist ganz offensichtlich ein Hilferuf, und ich bin enttäuscht, dass niemand hier die Courage hat, auf den panischen Polemiker einzugehen. Schämt euch!

  11. Kann mich dem Don weitestgehend anschließen. Hab es auch im Ranger Hardcore gespielt. Fand es im großen und ganzen eine runde Sache.
    Einzig das a) der Ranger Hardcore extra kostet und b) dieser dann doch irgendwie viel zu einfach war (immernoch viel zu viel Munition, viel zu berechenbare Gegner, nur ein einziger Lösungsweg ohne großartige Sackgassen oder Ähnliches usw.) störte mich im Nachhinein zutiefst.
    Trotzdem ein Spiel, dass mich sehr unterhalten hat und entgegen des Autors Kritik sehr wohl immens Atmosphärisch auf mich wirkte. Fand das spiel gelungen!

  12. Ich stimme der Kritik hier in keinem – aber auch gar keinem – also so richtig keinem einzigen – Punkt zu.
    Metro ist außergewöhnlich, und außergewöhnlich gut, und sollte gespielt werden.

  13. das ist wohl die schlechteste Kritik die ich je gelesen hab. nicht nur das die Story extrem falsch interpretiert wird, er hat auch keine Ahnung wie das Spiel gespielt wird. Wahrscheinlich hat er ich einpaar Lets Plays angesehen und das wars. Schande über dich und so.

  14. Habe mir Metro Redux bei Media Markt für die PS4 gekauft und kannte das Spiel vorher nicht. Nach 10 Minuten spielen habe ich erahnt, was mich die nächsten 10 Stunden erwarten wird. Nach 2 Stunden keine Änderung: immer die gleichen Gegner, immer gleiche Locations, immer der gleiche Verlauft, keine sinnvollen Interaktionen… nach 4 Stunden: Spiel gelöscht und verkauft. Gruss, David

  15. Ich finde es sinnlos sich hier zu zerfleischen.
    Menschen dürfen unterschiedlicher Meinung sein, dass gehört dazu.
    Leben und leben lassen.
    Ich finde M LL ist, ebenso wie sein Vorgänger, ein spannender und unterhaltsamer Horrorshooter.
    Soeben durchgezockt bin ich sogar etwas wehmütig. :(

  16. METRO LL gehört mit zu den besten Shootern die ich jemals gespielt habe. Hier stimmt einfach alles und die Atmosphäre ist genial. Kenne nur die PC Version, wie es auf der Konsole rüberkommt weiß ich nich, aber eine dermaßen verlogene dumme Rezession zu einem Spiel, welches der Autor scheinbar nichtmal selbst gezockt hat, hab ich noch nie gelesen …

  17. Die Behauptung Metro Last Light sei kein gutes Spiel halte ich für völligen Unsinn. Ich habe beide Teile mehr als einmal durchgespielt und bin noch immer begeistert. Ich hoffe die Jungs aus der Ukraine lassen nicht mehr lange auf den nächsten Teil warten, denn mit Last Light haben sie mehr als nur einen guten Sprung von den Büchern weg gemacht. Ich würde mich über einen Teil des 4A Games Studio tierisch freuen.

  18. Deine Kritik an der Story teile ich voll und ganz. Sie wirkt im Vergleich zu dem 1. Teil einfach nur dumm, ganz schlimm wird es wenn man denn endlich den „schwarzen“ wieder trifft.

    Die Kritik zum Gameplay kann ich nicht ganz nachvollziehen, was wahrscheinlich aber daran liegt, dass ich sehr gerne schleiche (ist für mich gegen Gegnermassen irgendwie nachvolliehbarer bzw. realitischer).
    Das Spiel ist aber meines empfindens nach nicht auf einfache Ballerorgien ausgelegt da an manchen stellen einfach schiere Mengen an Gegner spawnen. Viel eher ist das Gameplay auf ein strategisches ausschalten der Gegner ausgelegt und so funktioniert das sehr gut. Man muss auch niemals schleichen man kann einfach auf den Gegner zu rennen und ihn im nahkampf ausschalten.

    Zur Atmosphäre: Ja in den Tunnel und Gängen ist das mit der Geräuschkulisse recht simpel aber es funktioniert mit der Lichtstimmung relativ ok/gut und wenn dann mal was passiert und an gewissen anderen Punkten (wo man das Boot richtung Venedig ruft z.B.) dann wirkt das durch die zuvor aufgebaute Angespanntheit noch besser. Aber ich denke was man wirklich loben muss ist die Atmosphäre in den einzelnen Stationen.

    Nichtsdestotrotz ist das Spiel allein stehend und vor allem als Nachfolger eher enttäuschend, vor allem diese total absurden Bosskämpfe und die Dialoge mit dem Schwarzen sind einfach fehl am Platz.

    PS: klasse Name für die Seite ;)

  19. Ein äußerst schlecht recherchierter Artikel. Dies ist kein Testbericht sondern nur eine reine Diffamierung des Spiels.

    Herr „Tester“, Sie haben keinerlei Ahnung vom Spiele testen & bewerten.
    Sie sind Spieler. Mehr nicht, überlassen Sie das testen & berichten doch geeigneteren Personen.

  20. Das ist das behinderste was je gelesen habe. Metro 2033 und Metro Last light sind Die besten spiele die ich Je gezockt habe. Allein die Story beider teile waren sehr spannend und sehr unterhaltsam!
    Ich habe garnichts zu bemängeln (Außer Boss Kampf) #Joe!! Der Letzte Boss kampf Dein Zitat: Ein Boss mit Schwachstelle am Rücken, die strahlend rot leuchtet? DU kennst bestimmt nicht mal die Story??? DER SCHWARZE KANN AUS DER FERNE MIT ATJOM KOMMUNIZIEREN!! Der Schwarze kann in Atjoms kopf eindringen und sachen zeigen die Atjom nicht sieht.
    PS: in M:ll stirbt Atjom oder Die Schwarzen Retten ihn. Ich wurde so gerne wissen wie die Story im Nächsten teil Weiter werden geht.
    Im nächsten teil wurde man doch mit Atjom oder seinem Sohn Spielen? der schwarze sagt ja (2tes ende) Wir werden uns wieder sehen und dann bin ich Groß. Wer will auch unbedingt das ein Weiteres spiel raus kommt? ALLES NOCH SO OFFEN.

    DAS SPIEL IST EINFACH NUR DER HAMMER.

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