This is why we can’t have nice things 2

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This-Is-Why-We-Cant-have-nice-things»Monument Valley« von ustwo Games (ich berichtete) hat ein Update bekommen. Und wenn ich „Update“ schreibe, meine ich: volle 8 neue Kapitel mit wunderschönen, herausfordernden Levels, mit denen man ein paar Stunden beschäftigt ist. Und wie ich zuvor erwähnte: »Monument Valley« ist nicht irgendein Casual Game – »Monument Valley« ist Kunst! Und was machen nun zahlreiche Spieler und Fans des Games, als das unerwartete Update herauskam? Sich beschweren. Sich beschweren, weil sie 1,79 Euro für so ein wundervolles Kunstwerk ausgeben sollen. Frechheit, oder? Da hat das Originalspiel schon 3,59 Euro gekostet und jetzt noch Geld für die neuen Level? Da setze ich mich natürlich sofort an mein 1300 Euro Macbook, schlürfe meinen 6-Euro-Starbucks-Latte und bewerte das Spiel, das ich 3 Stunden lang auf meinem 800-Euro-teuren iPhone gespielt habe mit 1 Stern im Appstore, weil: Geld für neuen Content? Das geht ja mal gar nicht!!! Und dann direkt 1,79 Euro? Wucher!

Monument Valley Twitter

Monument Valley Reviews
Monument Valley Reviews

Moment, Leute, das muss ich mal kurz in Relation setzen. Für einen normalen Kinofilm zahle ich 8-11 Euro, je nach Wochentag, für Theaterübertragungen des National Theaters (zuletzt „Frankenstein“ mit Benedict Cumberbatch und Johnny Lee Miller. Anschaubefehl!) zahle ich 18 Euro. Zwei Stunden Unterhaltung für 18 Euro. Aber 1,79 Euro für ein 3-Stunden-Kunstwerk, bei dem ich jede Szene screenshotte, weil es einfach nur so unglaublich schön ist, ist zu viel? Vielleicht seid ihr ja arm, das täte mir leid, hättet ihr nicht ein iPhone, das grob überschlagen rund 800 Euro kostet. Und ihr jammert über 1,79? Wenn ich mich abends in mein Lieblingscafè setze, kostet mich der Frozen Matcha Latte (jaja, Hipster und so) mehr, als »Monument Valley« + die neuen Level kostet. Das neue Lustige Taschenbuch, das ich mir gestern auf dem iPad gekauft habe, und an dem ich vielleicht eine Dreiviertelstunde lese, kostete zwar minimal weniger als »Monument Valley« + die »Forgotten Shores«-Kapitel, aber es ist eben auch nur ein Lustiges Taschenbuch und nach weniger als einer Stunde durch. Es will einfach nicht in meinen Kopf, wieso heutzutage immer alles kostenlos sein soll, nur weil es digital ist. Ein Spiel ist viel Arbeit. Habt ihr mal geschaut, wie viele Namen in den Credits stehen? Da stecken zahlreiche Menschen hinter, die mit den Einnahmen ihre Familien ernähren müssen. Warum sollten die monatelang ohne Bezahlung arbeiten? Würdet ihr auch nicht!

Aber genug gerantet. Es gibt auch genügend Spieler, die »Monument Valley« aufgrund der Optik, des Spielspaßes und der Rätsel bewertet haben und diese Bewertungen sind ausnahmslos positiv. Da kann ich mich nur anschließen. »Forgotten Shores« ist mindestens gleich toll, wie das eigentliche »Monument Valley« und wirklich jeden einzelnen Cent wert. Also holt euch das, setzt die Kopfhörer auf und genießt ein paar entspannte Stunden mit Prinzessin Ida und ihrem Totem. Ich spiele dann auch mal weiter, ist auch viel besser, als sich ständig nur aufzuregen.

Monument Valley "Forgotten Shores" Screenshot

Monument Valley im AppStore/bei Google Play kaufen. (»Forgotten Shores« gibts als In-App-Purchase)

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

2 Comments

  1. Ich hatte mich da auch schon drüber aufgeregt, aber man wies mich darauf hin, dass…

    a) der Developer wohl mal als Reaktion auf die Kritik, das Spiel sei sehr kurz, ein kostenloses Update angekündigt hätte

    b) am Anfang das Update (immerhin 220) ohne Verweis auf Kostenpflichtigkeit zum Download stand

    So haben wohl viele angenommen, sie bekämen ein paar kostenlose Levels und standen dann enttäuscht vor der Bezahlschranke. Kein Grund, ausfallend zu werden, klar, aber vielleicht so doch ein bisschen verständlicher.

  2. Danke für die Ergänzung. Wenn erst was kostenloses angekündigt wurde, es dann aber doch kostete, ist das natürlich doof. Trotzdem finde ich diese Trotzreaktionen, sein Review des Spiels, das man offensichtlich mochte, zu verändern, weil es keinen kostenlosen, neuen Content gab, etwas albern. Wobei Userreviews selten besonders gut funktionieren.

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