Metal Gear Solid V: The Phantom Pain – Angespielt und für gut befunden 3

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain – Angespielt und für gut befunden 3

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Irgendwo in Afghanistan. Die Sonne brennt vom Himmel. Ich liege auf einer kleinen Anhöhe im heißen Wüstenstaub und linse durch mein Fernglas. Unten sehe ich in der flirrenden Hitze ein kleines verlassenes Dorf, in dem russische Soldaten ihre Runden drehen. Mein Auftrag: Feindliche Kommunikationsanlagen zerstören, um den gegnerischen Funkkontakt lahmzulegen. Bald habe ich drei Satellitenschüsseln entdeckt, die wohl meine Ziele sind. Ich blicke in meinen mickerigen Waffenfundus. Schön wäre jetzt ein ferngezündeter Sprengstoff. Hab‘ ich aber nicht. Also müssen wohl die Handgranaten ausreichen. Immer schön in Deckung schleiche ich mich an die Objekte der Begierde heran und werfe drei Granaten zielgenau auf die Anlagen. Großes Geschrei und aufgeregtes Herumgerenne bei meinen Gegnern, aber sie entdecken mich nicht und ich trete leise den Rückzug an.

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

»Metal Gear Solid V: The Phantom Pain« ist wieder ein Spiel genau nach meinem Geschmack. Aber ich werde wahrscheinlich ewig brauchen, um es durchzuspielen und das aus verschiedenen Gründen. Deshalb habe ich mich entschlossen, hier erst einmal meine ersten Eindrücke zum Besten zu geben.

Der Open World Ansatz rockt

Wie jedes Mal, wenn ich ein Open World Spiel anfange, hatte ich mir auch dieses Mal vorgenommen, mich auf die Hauptmissionen zu konzentrieren und wie jedes Mal ertappe ich mich, wie ich in Nebenmissionen herumstolpere oder anderes mehr oder weniger nutzloses Zeug erledige, in diesem Fall das Einfangen von Tieren. Und warum? Weil es einfach so viel Spaß macht! Das Spiel nimmt gerne selbst auf den Arm, sei es durch dieses coole Ausfliegen von Soldaten oder Schafen mit dem Fulton-Rettungsschirm, das Anpirschen versteckt in einem Pappkarton oder durch Pferdeäpfel, die als Schleuderfalle für Autos dienen. So viel Quatsch verlockt einfach zum Ausprobieren. Dabei musste ich z.B. feststellen, dass Gegner auch mit einer runterfallenden Nachschubkiste ausgeschaltet werden können. Warum sich also nur auf gewöhnliche Waffen verlassen. Wer hier nicht experimentiert, verpasst meiner Meinung nach vieles.

Wüste soweit das Auge reicht

Mein Wüstenfaible lässt mich, wie in allen Spielen, die eine Wüste als Schauplatz haben, auch in »Metal Gear Solid V: The Phantom Pain« immer wieder gemächlich und staunend durch die grandiose Dünen- und Felsenlandschaft traben. Ich beobachte wundervolle Sonnenuntergänge oder wilde Tiere und statt mich mit dem Hubschrauber ins nächte Einsatzgebiet verfrachten zu lassen, reite ich lieber kilometerweit durch’s Gelände oder laufe weite Strecken zu Fuß, weil ich sonst das Gefühl habe, irgendetwas zu verpassen.

Meine Empfehlung: Auch wer sich nicht mit dieser Umgebung anfreunden kann, sollte doch ab und zu mal die normalen Pfade verlassen. Außer durch grandiose Wüstenaussichten wird man mit sammelbaren Heilpflanzen oder auch manchmal mit Diamantenfunden belohnt.

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Schleichen kostet Zeit

Eine schleichende Vorgehensweise setzt immer eine gute Vorbereitung voraus. Ich spähe also Laufwege der russischen Soldaten aus, die allerdings oft ewig lang sind und deshalb den Eindruck erwecken, die Gegner würden sich hier zufallsgesteuert bewegen. Das alleine bedeutet schon einmal einen gewissen Vorlauf bei jeder Mission. Ich musste auch schmerzlich feststellen, dass die Kontrollpunkte, an denen man während einer Mission wieder aufsetzen kann, doch ziemlich dünn gestreut sind. Nicht dass ich andauernd sterben würde, aber ich möchte ja gerne ohne Alarm auszulösen das Missionsziel erreichen und dafür sind manchmal eben ein paar Versuche nötig. Die Gegner bewegen sich nämlich extrem intelligent und sind sehr aufmerksam, wodurch ich ziemlich oft entdeckt werde, auch wenn ich mich in sicherer Deckung geglaubt habe. Die KI ist in diesem Spiel wirklich gelungen und herausfordernd.

Und hier komme ich auch gleich zum (für mich persönlich) größten Manko von »Metal Gear Solid V: The Phantom Pain«. Die weit auseinanderliegenden Speicherpunkte erlauben es mir kaum, eine Mission mittendrin zu unterbrechen. Das ist ärgerlich, da ich oft nicht viel Zeit zum Spielen habe. Abends sich mal schnell eine Stunde vor das Spiel zu setzen und dann eine Mission mit viel Schleichen und Erkunden durchzuspielen, wie ich es gerne möchte, ist da kaum drin. Wenigstens bleiben die Feindmarkierungen aktiv, wenn ich aus Zeitgründen eine Mission abbrechen muss und ich dann beim nächsten Mal wieder ganz von vorne anfangen darf.

Ausbau der Mother Base

Anfangs konnte ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, meine Mother Base nach und nach ausbauen zu müssen, um an bessere Ausrüstungsgegenstände zu kommen. Dieses Einteilen von Personal, Auswahl aus Unmengen von Waffen und massenhaft Entwicklungsprojekten die ich starten kann, sind nicht so mein Fall. Ich musste aber feststellen, dass ich mich nicht unbedingt mit allem beschäftigen muss. »Metal Gear Solid V: The Phantom Pain« nimmt einem hier viel ab, wenn man das möchte, und wer nur noch ein wenig Finetunig machen möchte, kann die meiste Arbeit guten Gewissens dem Spiel überlassen.

Wie gesagt, ich stehe noch ganz am Anfang, laut Statistik erst bei 7%, und habe noch nicht einmal 10 der insgesamt 50 Hauptmissionen erledigt. Trotzdem möchte ich jetzt schon einmal eine Empfehlung für alle Stealth-Fans aussprechen, die die »Metal Gear Solid«-Reihe bis jetzt nicht so im Fokus hatten, weil sie nur auf dem PC spielen. Viel Schleichen und jede Menge Spaß sind auf jeden Fall garantiert.

Und wer einmal reinschnuppern will: Ich habe noch einmal »Metal Gear Solid V: Ground Zeroes« als Steam-Geschenk für Euch. Wer es haben möchte, sucht einfach in den August- und September-Beiträgen hier im Blog nach dem Diamond-Dogs-Logo und postet den Titel des Beitrags hier in den Kommentaren. Der/die Schnellste gewinnt. Viel Glück!

 


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Auf ZwO Expertin für Stealth und Sneaky Games (ab und zu darf aber auch mal ein reinrassiger Shooter oder ein Horror-Spielchen dazwischen sein).

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