Adventures of Bertram Fiddle: Episode 1: A Dreadly Business 2

Adventures of Bertram Fiddle: Episode 1: A Dreadly Business 2

Bertram Fiddle nennt sich selbst »the World’s Leading Victorian Explorator«, nur leider gibt es in letzter Zeit einfach nichts mehr zu explorieren. Seine Frau setzt Fiddle schon ein Ultimatum, er solle sich einen richtigen Job suchen. Igitt. Ein Abenteuer muss also her, doch wo findet man die? Die Antwort: Abenteuer findet man gar nicht, man lässt sich vom Abenteuer finden. Fiddle braucht nur einen Fuß vor die Tür zu setzen und schwupps, stößt er mit dem berüchtigten Geoff the Murderer (wanted for doing murderings) zusammen. Taschen werden vertauscht, Geoff haut mit dem Hund von Fiddles Frau ab, Fiddle ist plötzlich im Besitz eines Schädels. Zusammen mit seinem Diener, dem peruanischen Zyklopen Gavin, der übermenschlich stark ist, macht Fiddle sich auf, den Hund Foofy zu retten und Sherlock Holmes beim Fangen des Mörders zuvor zu kommen.

Adventures of Bertram Fiddle

»Adventures of Bertram Fiddle« ist ein Point-and-Click-Adventure, das in erster Linie vom Humor und den Wortspielen und den Kommentaren der Figuren lebt. Die Rätsel waren selbst für mich nicht zu schwer und eigentlich bin ich sehr schlecht in so was. Muss man z.B. bei den Deponia-Spielen ständig um 10 Ecken denken und die absurdesten Dinge kombinieren, ist »Adventures of Bertram Fiddle « eher sehr geradlinig, was mir durchaus entgegen kommt. Es hilft auch, dass man ab bestimmten Punkten nicht mehr zurückgehen kann, das schränkt die Möglichkeiten enorm ein und man muss nicht tausend Dinge ausprobieren und Gespräche führen, um zur Lösung zu kommen. Meist liegt diese direkt vor der Nase, oder maximal zwei Screens entfernt und es gibt keine ewig langen Tauschketten, um an ein Objekt zu kommen. Das Inventar bleibt ebenfalls stets überschaubar. Auf Dialoge hat man als Spieler gar keinen Einfluss, was »Adventures of Bertram Fiddle« auch hier leichter als andere Spiele des Genres macht. Allgemein gibt es nicht viel zu puzzlen oder raten, dafür kann man umso mehr die verrückten Personen mit ihren Wörtern wie »Photomograph« beobachten, oder die vielen Details wie die Plakate an den Wänden oder exotische, ausgestopfte Tiere bewundern.

Die obligatorische Doctor-Who-Referenz
Die obligatorische Doctor-Who-Referenz

TheAdventuresofBertramFiddle_screenshot03»Adventures of Bertram Fiddle« gibt sich viel Mühe, möglichst abgedreht und skurril zu sein und das macht das Spiel sehr gut. Es ist durchaus amüsant, dem Abenteurer auf seiner Quest zu begleiten, auch wenn es – was die Rätsel betrifft – nicht so schrecklich herausfordernd ist. Aber vielleicht war das auch nur in der ersten Episode so, damit die Spieler sich mit der Denkweise des Spiels vertraut machen können. Was mir ein bisschen Sorge bereitet, ist die Übersetzung. »Adventures of Bertram Fiddle« lebt von den vielen, teilweise sehr albernen Wortwitzen. (Fiddle findet ein Ruder in einer Gasse an einem Tor: Alley-Gate-Oar. Ha. Haha. Okay, es gab bessere, aber die fallen mir grad nicht ein.) Wie das im Deutschen funktionieren soll, weiß ich nicht, aber es werden auch glaube ich nur die Untertitel übersetzt. »Adventures of Bertram Fiddle« ist auf jeden Fall schön verrückt und abgedreht, wer das mag, wird hier auf seine Kosten kommen.

»Adventures of Bertram Fiddle« gibt es schon länger im App Store (fürs iPad) und seit kurzem jetzt auch auf Steam – in der neusten Version läuft es auch auf dem Mac. Episode 1 kostet € 7,99 und bietet gut 5-6 Stunden Spielspaß.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

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