Review: Assassin’s Creed Brotherhood 25

Review: Assassin’s Creed Brotherhood 25

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut – und auch nicht von einem Assassin alleine in die Knie gezwungen. Mit ähnlichem Wortlaut beschreibt der Hüllentext Assassin’s Creed Brotherhood. Ezio, nach seinen Erlebnissen im zweiten Teil der Reihe erschöpft und erleichtert in Monterrigioni angekommen, glaubt, die wichtigen Kämpfe seines Lebens hinter sich gebracht zu haben. Doch die Borgia geben nicht so leicht auf und bringen die Schlacht bis zu ihm an seine Türschwelle. Das kann sich ein Meister-Assassine natürlich nicht einfach so gefallen lassen. Also schlägt Ezio mit gleichen Mitteln zurück und besucht wiederum Rom, um die Templer an ihrer Wurzel auszurotten.

Doch Rom ist groß und die Templer in der Überzahl. Zum Glück ist Ezio nicht alleine in seinem Kampf, ihm zur Seite stehen zwei alte Bekannte, nämlich La Volpe, der Anführer der Diebesgilde und Bestseller-Autor Niccolò Machiavelli. Unterstützung findet Signore Auditore da Firenze nicht nur in der Diebesgilde, auch die Mercenaries und die Kurtisanen unterstützen den Assassinen wo immer sie können. Später versorgt der Daniel Düsentrieb der Renaissance, Leonardo da Vinci, unseren italienischen Killer und Frauenhelden noch mit neuen Gadgets. So gerüstet kann eigentlich nichts mehr schief gehen, doch Ezio wird auch nicht jünger, auch wenn er sich das ungerne von anderen Leuten sagen lässt. Es wird langsam Zeit, sich um die nachfolgenden Generationen zu kümmern, schließlich gibt es zahllose Templer und nur eine Hand voll Assassinen. Kurzerhand rettet Ezio ein paar Bürger vor der Willkür der römischen Stadtwache und rekrutiert sie für seine Sache. Die bekommen auch direkt ein passendes Outfit, echte Assassinen werden sie aber erst nach vernünftigem Training. Dafür schickt Ezio seine Gefolgschaft auf Missionen in ganz Europa, bei Erfolg kommen die dann nach ein paar Minuten mit jeder Menge Erfahrung und Geld im Gepäck zurück.

Während seine Schützlinge unterwegs sind, streift Ezio ein bisschen durch Rom, befreit Gebiete durch das Zerstören von Borgia-Türmen, um daraufhin dort die Geschäfte zu renovieren und Wahrzeichen wie das Colosseum zu kaufen. Das bringt noch mehr Geld – mehr als Ezio tragen oder ausgeben kann und mehr, als in die Bank passt – und ansonsten leider nichts. Das Stadtbild verändert sich durch das Renovieren überhaupt nicht und das Aufkaufen der Triumphbögen und antiken Tempel erzeugt ebenfalls kein sichtbares Ergebnis.

Ezio hat seinen Spaziergang mittlerweile beendet und seine kleinen Killer sind wieder zurück und warten darauf, von ihm aufgelevelt und mit einer Zeremonie (jeder Assassin bekommt eine eigene) in den Rang des Assassinen gehoben zu werden. Spätestens ab da stellt sich Ezio so gut wie nichts mehr in den Weg, Horden von Gegnern fallen wie die Fliegen im „Arrow Storm“ der versteckten Assassinen, die auf Pfiff – ähnlich wie Ezios Pferd – hinter der nächsten Ecke erscheinen oder aus einem Heuballen springen, um jeden abzumurksen, der sich ihnen in den Weg stellt. Das hört sich so an, als würde der BAM (Brotherhood Assistance Move) die Kämpfe viel zu leicht machen und das tut er in der Tat. Mich persönlich stört das nicht, ich fand die riesigen Kämpfe gegen 20 Gegner und mehr schon immer nervig und bin froh, wenn ich sie irgendwie umgehen kann. Besonders die gepanzerten Papstwachen sind normal fast unbezwingbar. Und da kommt einem so eine kleine Armee gerade recht.

Morden im Multiplayer

Ich war von Anfang an skeptisch, ob so ein Multiplayer funktionieren kann, bin allerdings auch überhaupt kein Multiplayer-Spieler. Auf der gamescom in einem Raum mit 20 anderen, die alle das Spiel zum ersten Mal spielen, hat der Brotherhood-Multiplayer dann überraschenderweise doch Spaß gemacht. In der Realität herrschen leider andere Verhältnisse. Da kommt man als Level 2-Noob in ein Game, die Uhr läuft, man sucht sich sein Ziel und *Bäm* ist man tot. „sUpAk1LlA93 (ja, die haben wirklich alle solche Namen) has spotted you using Templar Vision“. Was das genau heißt, wusste ich auch nicht sicher, aber anscheinend hatte der Typ, der auf mich angesetzt war, durch seinen enormen Levelvorsprung (er Level 30, ich Level 2) neue Fähigkeiten erlernt, die mir fehlten und von deren Existenz ich bis dato nicht mal wusste.

Tatsächlich bekommt man durch das Aufleveln neue Fähigkeiten, kann sich tarnen, schießen, Rauchbomben werfen oder schneller rennen. Unfair wird es, da Spieler willkürlich zusammen geworfen werden, ohne auch nur annähernd auf die Erfahrung zu achten. Wenn man nicht von Anfang an dabei war oder zufällig andere Spieler trifft, bleibt einem nur das Spiel mit seinen Freunden. Dazu muss man aber erst genug zusammen bekommen, denn zu zweit wäre das ja ein bisschen langweilig und geht vermutlich auch gar nicht. Insgesamt bietet der Multiplayer wenig Abwechslung und kaum verschiedene Modi, außer „Jeder tötet jeden“ und „Erst tötet Gruppe A Gruppe B und dann vice versa“, dafür macht sich aber umso schneller Frust und Langeweile breit. Erst recht, wenn zwischen den Matches immer eine halbe Ewigkeit gewartet werden muss, bis genügend Teilnehmer gefunden wurden. Nette Idee im Ansatz, kann im nächsten Assassin’s Creed aber auch gerne wieder weggelassen werden, sofern der Multiplayer nicht massiv verbessert und ausgebaut wird.

Mein Fazit: Assassin’s Creed Brotherhood zählt nicht als dritter Teil der Reihe, sondern ist als Ableger des zweiten Teils zu verstehen. Das Setting ist das gleiche wie im Vorgänger und die Story hätte auch in mehrere, sehr große DLCs gepackt werden können. Überflüssig ist Brotherhood dennoch nicht, da Desmonds Rahmenhandlung ein ganzes Stück weiter erzählt wird, auch wenn die für manche Spieler nicht interessant sein mag.

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Brotherhood als alleinstehendes Spiel überhaupt nicht geeignet ist. Es fehlt auch ein vernünftiges Tutorial, wodurch neue Spieler ziemlich überfordert wären. Nicht nur deshalb ist es ratsam, die beiden anderen Teile gespielt zu haben. Im Intro wird auch die komplette frühere Story gespoilert, Neueinsteiger sollten die drei Games in der richtigen Reihenfolge spielen. Nennenswerte Neuerungen gibt es ansonsten neben der Rekrutierungsmöglichkeit kaum. Hier hatte Assassin’s Creed II den Vorteil, einen Vorgänger mit vielen Mängeln gehabt zu haben, Brotherhood konnte aktuell einfach nicht mehr viel verbessern.

Die Armbrust – die angeblich auf vielfachen Wunsch der Fans hinzugefügt wurde – wird schnell zu Ezios Lieblingswaffe im Kampf gegen die Borgia. Im Nahkampf ist Ezio nun viel offensiver geworden und kann im Killstreak mehrere Gegner am Stück erledigen. Dass man jetzt in der Stadt reiten kann ist eigentlich uninteressant und auch Leonardos Fallschirm braucht Ezio eigentlich nicht. Zumal der auch oft ohne Grund aus dem Inventar verschwindet. Man kauft 15 Stück, benutzt einen und beim nächsten Mal, wenn Ezio vom Dach springt, sind sie plötzlich alle weg. Selbst wenn das bald mit einem Patch behoben werden sollte, braucht man den Fallschirm eigentlich nicht. Der Lift, mit dem sich Ezio auf Häuserdächer katapultieren kann, ist zusammen mit der Armbrust das einzige, was sofort in Fleisch und Blut übergeht und sich perfekt ins Gameplay einfügt. Eine weitere tolle Neuerung sind die Zusatzherausforderungen, die den Spieler (bzw. Desmond) ermutigen sollen, die Erinnerung möglichst so zu leben, wie Ezio es tatsächlich getan hat. Statt eine Person zu verfolgen, muss man sie z.B. verfolgen, ohne den Boden zu berühren. An anderen Stellen darf man keine Energie verlieren oder niemanden außer dem Ziel töten. Das ist ziemlich nervig und, auch wenn es keine Pflicht ist, sehr frustrierend. Als Belohnung für 100%ige Synchronisation gibt es Cheats, die Ezio z.B. auf einem Einhorn reiten lassen. Das motiviert aber vermutlich niemanden, die Sequenzen immer und immer wieder zu spielen, um sie zu perfektionieren. Die Map ist leider auch genau wie in den Vorgängern nicht wirklich gut und die AI wurde nicht weiter entwickelt, zu oft sorgen Gegner für unfreiwillig komische Szenen, weil sie einen gar nicht beachten oder wild auf den Dächern rumhüpfen.

Eine kleine Neuerung, die vielen vermutlich gar nicht auffällt, sind die vielen Details, die es vorher nicht gab. Die Krähen bei den Borgia-Türmen, die Blätter im Wind und die mit gruseligem Flüstern hinterlegte Musik in den eh schon furchterregenden Katakomben.

Assassin’s Creed-Fans werden von Assassin’s Creed Brotherhood nicht enttäuscht sein und ich als großer Rom-Fan bin auch endlich auf meine Kosten gekommen, auch wenn es eher den Anschein hatte, als seien bekannte Objekte in eine willkürlich generierte Landschaft gesetzt worden. Letztendlich handelt es sich bei Assassin’s Creed Brotherhood um eine reine Erweiterung des zweiten Teils, was allen Ezio-Fans natürlich gerade recht kommt. Der dritte Teil ist für 2011 angekündigt und Ubisoft will das Franchise mindestens 10 Jahre lang fortführen, Desmonds Story wird also vermutlich auch im nächsten Teil noch kein Ende finden. Das Multiplayer-Experiment ist meiner Meinung nach misslungen, allerdings ist der Modus so nebensächlich, dass man ihn getrost ignorieren kann, ohne irgendetwas zu verpassen. Die Integration zwischen dem Facebook-Game Project Legacy und Brotherhood ist ein nettes Feature, das aber sicherlich auch kaum jemand ernsthaft genutzt haben wird. Bleibt zu hoffen, dass für den offiziellen dritten Teil auch wieder auf die Fans gehört wird und wir dann ein perfektes neues Assassin’s Creed mit einem hoffentlich ebenso coolen Setting sehen werden. Ich werde Ezio, seinen Dialekt und seinen Charme und das Italien der Renaissance ein bisschen vermissen.

Assassin’s Creed Brotherhood (Xbox 360, PS3, PC)
Entwickler: Ubisoft Montreal, Ubisoft Annecy (Multiplayer)
Publisher: Ubisoft
Erscheinungsdatum: bereits erschienen (PC-Version erscheint am 31. März 2011)
USK-Einstufung: ab 16 freigegeben

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

25 Comments

  1. …das stimmt mich jetzt etwas traurig, dass brotherhood doch nicht so gut geworden ist. Vielleicht warte ich einfach bis es billiger geworden ist. Was wäre denn deiner Meinung nach ein angemessener Preis für den Inhalt?

  2. Puh, schwierige Frage. Fable III kostet momentan knapp 30 Euro, das ist für mich sowieso ein guter Preis für ein neues Game, in UK kosten Spiele ja auch so viel. Ich habe für den Singleplayer 22 Stunden gebraucht, danach habe ich dann noch 10 Stunden oder so Flaggen gesucht und Nebenmissionen gemacht, das nur mal als Anhaltspunkt. Ist vom Preis-/Zeitverhältnis also vollkommen im Rahmen. Wenn du Teil 2 gut fandest wirst du auch hiermit Spaß haben, wenn du es nicht eilig hast, warte ruhig ein bisschen, Spiele werden ja momentan sehr schnell recht günstig, sofern man sie nicht gerade beim GameStop kauft :) Guck doch einfach mal regelmäßig bei unseren Freunden von konsolendealz vorbei und halte nach einem guten Angebot Ausschau.

  3. Obwohl ich dir zustimme, dass Brotherhood nur ein Assassin’s Creed 2,5 ist, halte ich es dennoch für den besten Teil der Serie, da sich das Gameplay sehr flüssig anfühlt und es noch mehr als beim zweiten Teil ständig und überall was zu erleben gibt. Die Blitzattentate, ebenso wie die Hilfe der Rekruten, machen das Spiel manchmal zu leicht, während ich die Missionen, in denen man bestimmten Leuten unentdeckt folgen muss mehr als einmal verflucht habe (Warum gibt es davon so verdammt viele?). Das Balancing der Mission wäre also mein größter Kritikpunkt.

    Für ein Standalone-Addon bietet Brotherhood aber enorm viel, sodass ich den Preis für gerechtfertigt halte. Auch den Multiplayer finde ich enorm spannend, wobei es mir ähnlich wie dir ging: Auf der gamescom hatte ich die Möglichkeit das Spiel im lokalen Netz zu spielen und das Fluchen des gegenüber Sitzendens machen ein erfolgreiches Attentat zigmal schöner! Dieser Motivations-Aspekt fehlt bei Online-Spielen natürlich.

    @Seppuku: Der Umfang ist schon sehr ordentlich. Ich finde, dass sich das Spiel auch zum vollen Preis lohnt.

  4. @David: Ich hab den auch nur in offenen Partien gespielt, weil ich es noch nicht geschafft habe genügend Leute zusammenzutrommeln. Vielleicht sollten wir mal eine ZwO-Session einleiten?

  5. Mir gefällt das Spiel eigentlich auch ziemlich gut. Klar, einige Knackpunkte hätte es noch ausbügeln können, aber in seiner Gesamtheit finde ich AC:B gut. Der Multiplayer-Modus hatte mir auch Spaß gemacht, wobei ich – genau wie Du, David – auf der gamescom sehr viel besser war und das Match mit Leichtigkeit gewonnen habe. Jetzt sieht das ganz anders aus.

    Auch die Tutorial-Sequenzen, die eigentlich besser ins Spiel hätten eingebunden werden müssen, fand ich sehr gut. Du und Fabian seid ja fast verzweifelt, aber das Achievement hat mich so angespornt, dass ich die Gold-Medaillen dann doch geschafft habe.

    Also, insgesamt: Schon Empfehlung. Aber eben dann, wenn man AC:2 mochte.

    Und: Ich werde Ezio auch sehr vermissen, vor allem weil ich ihn in AC:B noch lieber mochte als in Teil 2. Und für Zukunft wünsche ich mir ein Assassin’s Creed in Paris, oder so.

  6. Zustimmung. Ich war vom Spiel an sich auch etwas enttäuscht, aber Rom als Setting haut vieles wieder raus. Außerdem guter Hinweis mit dem Fallschirm. Ich bin nämlich einmal von einem Dach geglitten und habe mich dann immer wieder gefragt, warum das nie ein zweites mal geklappt hat. Wusste nicht, dass ich die irgendwo einkaufen muss. Bein Tuchhändler, oder?! Den besuche ich aber auch ehrlich gesagt nur ganz selten.

    Beim multiplayer bin ich immer noch anderer Meinung. Ich finde ihn wirklich gut und dynamisch. Außerdem habe ich nie Gegner, die mehr als 5lvl von mir abweichen. Wenn ihr mal eine lokale Runde veranstalltet, sagt Bescheid. Mache gerne mit.

  7. Beim Stoffhändler kauft man die, genau. Das blöde ist ja, ich hatte 15, sobald ich einen benutzt hatte, waren plötzlich keine mehr da. Manchmal hatte Ezio auch kein Schwert mehr und gegen Ende des Spiels kam es öfters vor, dass ich statt der Double-Blades nur ein einzelnes hatte. Lässt sich durch einen Besuch beim Schmied/Schneider schnell beheben, kam nur leider immer an den ungünstigsten Stellen vor.

  8. Manchmal werde ich aus Davids Reviews einfach nicht schlau. Du schreibst, „Wer AC2 mochte, wird von AC:B nicht enttäuscht sein“, aber wenn man mal in Betracht zieht, dass du (gefühlt) AC2 als das geilste Spiel überhaupt ansiehst und auch entsprechend hohe Erwartungen an Teil 3 geknüpft hast, herrscht dafür hier eine ganz schöne Meh-Stimmung.

    Also was denn nun? Kannst du nicht mal ne Prozentzahl angeben? ;)

    Nachtrag: Mit Teil 3 meine ich natürlich AC:B, sorry.

  9. Vielleicht sollten wir wirklich Wertungen einführen. Hm, also Assassin’s Creed II wäre bei mir nah an der 100 bzw. der Höchstwertung. ACB bekommt von mir ebenfalls eine 100 für Setting, Optik und Story, das Gameplay bekommt ne gute 80. Dem Multiplayer würde ich 20-30 geben. Macht insgesamt vielleicht eine Wertung von 8/10.

  10. Zahlen sind immer sehr schwer einzuordnen…was es aber wiklich schwierig für jeden AC-Fan macht, ist, wenn du sagst das die Zwei goodlike war, Brotherhood aber doof…(Wertneutral fomruliert). Man orientiert sich natürlich daran. Ich denke mir jetzt AC2 war sehr gut (also 90%), verglichen mit deiner Wertung zu AC:B und AC2 wäre AC:B also bei mir eine 65 bis 70 was absolut NOT WORTH THE PAY wäre…ich muss mich also Fabians Verunssicherung anschließen

    HHÄÄÄÄ??!?

  11. „65 bis 70“ – „Not worth the pay“ … WTF? Wie seid ihr denn geeicht bei Wertungen? ^^ Ok, ok … das wurde ja allen in den letzten Jahren von diversen Magazinen eingebläut, dass alles unter 80 Mist ist ;-). Wofür man da dann ne 100er-Skala braucht, muß mir nochmal jemand erklären …

    Zum Spiel: Ich hab’s noch nicht ganz durch, aber mir gefällt’s echt gut. Ein paar Missionen sind frustig, vor allem, wenn man 100%ige Synchronität erreichen will. Aber das ist ja keine Pflicht (und das Achievement dazu bekommt man dank Sequenz 3 ganz leicht ^^).

    Den Multiplayermodus find ich eigentlich schon sehr spannend. Vorausgesetzt, man ist levelmäßig nicht zu weit auseinander (nicht, dass man als einziger z. B. kein Gift hat) und spielt nicht gegen irgendwelche Kletteraffen, die andauernd rumrennen und von Dach zu Dach hüpfen ;-)

  12. Und genau aus diesem Grund haben wir bei uns keine Wertung. Ich habe versucht, in dem Text so gut es ging meine Spielerfahrung wiederzugeben. Ich hatte durch AC2 sehr hohe Erwartungen, zu Beginn von ACB hatte ich allerdings nur Frust und überhaupt keinen Spaß. Das hat mich schwer enttäuscht. Dann wurde es besser und in vielen Stellen hatte ich wieder das alte AC2-Feeling, zwischendurch gab es aber auch Passagen, die so unspaßig waren, wie die DLCs zu AC2. Beispielsweise das Abschießen der Fabriken und der fahrenden Kutschen mit Leonardos Flugmaschine. Das habe ich bestimmt 30 Mal von vorne machen müssen.

    Meine Punktewertung, die ich auf Druck hier geben sollte, bezog sich auf das Gesamtpaket, inklusive dem Multiplayer. Da der ja zum Glück doch eher nebensächlich ausfiel, kann man den getrost ignorieren und dann bekommt es, wie im Comment geschrieben, 8 von 10 Punkten. Das ist eine gute Wertung und rechtfertigt meiner Meinung nach absolut den Kauf.

    @seppuku: okay, du sagst, weil ich AC2 10 und Brotherhood 8 Punkte geben würde, du AC2 aber 9, deshalb Brotherhood nur 7 geben könntest? Ich weiß nicht, ob dieser Dreisatz hier funktioniert :)

    Und in Zukunft werde ich mich nicht mehr zu Punktewertungen zwingen lassen, wenn mein Review schwammig formuliert war, dann war das, weil mich das Spiel stellenweise einfach nur angenervt hat, andererseits aber wieder ein tolles AC war. Es gab Höhen und Tiefen, aber für mich persönlich mehr Tiefen als beim Vorgänger.

  13. Stimme aus dem Off: Das mit den Punkten war ein Scherz, der die uralte „Prozentwertungen – ja oder nein?“-Diskussion auf’s Korn nehmen sollte. Übrigens auch erkennbar an dem ;) dahinter.

    „Gezwungen“, „auf Druck hin“ …good grief!

  14. @David: Jaaaaaa, die Mission mit dem Bomber ist direkt aus der Hölle und hat mich auch seeeehr gefrustet. Hab ewig gebraucht, bis ich endlich die zwei Pferdekutschen getroffen hab, und dann war’s auch noch eher Zufall.

    Dagegen fand ich die Mission mit dem Panzer wieder spaßiger und die Romulus-„Dungeons“ gefallen mir auch alle sehr bis jetzt.

  15. Der Panzer war cool, leider habe ich mich auch hier wieder von den 100% frusten lassen. Ich hasse das immer so sehr, wenn man bei einer Mission, die gut eine halbe Stunde dauert, bis kurz vor Schluss problemlos durchkommt, und dann kommen ganz am Ende drei Panzer und man hat keine Chance mehr :) Im Nachhinein finde ich es fast schon wieder lustig, mir tun nur die armen Leute leid, die versuchen, 100% zu schaffen. Zumal man für 100% immer alles komplett neu machen muss. Das ist mir bei der Bomber-Mission aufgefallen. Man durfte für 100% nicht entdeckt werden. Ich wurde entdeckt, bin gestorben, musste den Abschnitt neu machen, hatte aber trotzdem noch das „Full Synchronisation Fail“ da stehen. Man müsste also jedes Mal die Memory abbrechen und neu starten. Wer das macht, verlängert seine Spielzeit vermutlich um das 10fache. Und wird dafür noch nicht mal belohnt.

  16. Ich fand die Flugzeug-Bomber Mission gar nicht so schwer, ich hab die gleich im ersten Anlauf gepackt. Viel mehr genervt haben mich die Verfolgungs-Missionen, vor allem der Bankier hat mich fast in den Wahnsinn getrieben, bis ich herausgefunden habe, dass ich die Wachen mit der Bruderschaft eliminieren konnte und damit nicht entdeckt wurde.

  17. Die Bombermission fand ich gut. Habe auch nur 2 Mal gebracht, um die Kutschen zu erwischen. Wenn man ein wenig Physik kann und schnell die Geschwindigkeit der Pferde abschätzen konnte, war das kein Ding.

    Am nervigsten fand ich die Mission, bei der man einen Typ (vielleicht war es sogar der Banker?!) auf einer Orgie (bzw. Nacktparty) töten musst. Da habe ich Ewigkeiten gebraucht, um erstmal auf den Platz der Feierlichkeiten zu kommen und dann um unbemerkt den Typen zu erwischen.

    Kann man eigentlich auf irgendeine Art und Weise den Panzer für die Stadt bekommen?! Wäre sicher witzig.

  18. „Wenn man ein wenig Physik kann“ :-D Soll ich dir mal meine Physik-Scheine einscannen?
    Das mit der Orgie ging bei mir recht einfach, empfindet halt jeder anders, sinnlos, jetzt hier alle Sequenzen zu vergleichen. Wir einigen uns einfach drauf, dass alle ein paar schwere Missionen hatten und jeder was anderes schwer fand.

  19. Ich bin spät dran, hole immer noch die 2010er Titel nach. Aber ich bin von Brotherhood lange nicht so begeistert, wie der Rest hier. Mir fehlt irgendwie der Kick. Habe das Gefühl, alles noch einmal von vorne spielen zu müssen. Und überhaupt nicht das Gefühl, ein neues Spiel zu spielen. Lege es mal in die Ecke und probiere es später im Jahr ein weiteres Mal aus.

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