Aufs Maul in Hong Kong: Sleeping Dogs 0

Aufs Maul in Hong Kong: Sleeping Dogs 0

Wei Shen war nie ein Mann der vielen Worte; In schwierigen Situationen ließ er immer lieber die Fäuste sprechen, was ihm auch stets eine Menge Ärger einbrachte. Gerade hier in Hong Kong kann das ganz schön gefährlich werden. Korrupte Bullen sind hier das kleinste Problem, denn so richtig böse sind die Triaden, die chinesische Mafia, wenn man so will. Wer sich hier querstellt, wird einen Kopf kürzer gemacht. Keine Untertreibung.

Wei saß viel Zeit im Knast ab, wahrscheinlich das Schicksal vieler Gangmitglieder. Irgendwann verschwand er dann spurlos. Einige munkelten, es hätte ihn endlich erwischt. Ich glaube aber, dass er sich mit den falschen Leute angelegt hat und deshalb untertauchen musste. Amerika, nehme ich an. Ich könnte auch schwören, dass ich ihn neulich im Bam-Bam-Club hier um die Ecke gesehen habe. Hat ziemlich übel ein paar von Bennys Männer aufgemischt. Ja, kämpfen konnte der Junge schon immer. Ein Martial-Arts-Experte wie man ihn sonst nur aus Filmen kennt – dabei hat er damals in der Kampfschule nie besonders gut aufgepasst. Immer den Kopf in den Wolken, hat bestimmt gehofft, endlich hier raus zu kommen. Scheint fast, als hätte er es nicht geschafft. Wer sich mit Benny und Popstar anlegt hat echte Probleme, ehrlich.

Das Ganze klingt für euch jetzt bestimmt ausgedacht, wie in einem Computerspiel oder so. „Ehemaliges Gangmitglied kommt zurück nach Hong Kong, ist aber jetzt Undercoverpolizist und mischt die Triaden auf.“ Wäre auf jeden Fall mal eine Idee, so abgedreht das auch klingt. Wei Shen und Undercoverpolizist? No way. Aber wenn, dann wär’s ein Open-World-Spiel. So wie GTA oder so. Man könnte in der ganzen Stadt rumlaufen und Autos klauen, Passanten vermöbeln und schrecklich viel Unfug anstellen. Dazwischen spielt man halt die Story. Man könnte einbauen, dass seine Tarnung droht aufuzfliegen. Oder eine Liebesgeschichte mit einer Amerikanerin.

Aber viel wichtiger wäre es, das der Hauptcharakter richtig gut kämpfen kann, eben wie Wei Shen. Von Kampfsystem her würde ich es so machen wie bei »Batman Arkham City«, also einen Knopf für den Angriff und einen zum Blocken. Damit sind die Spieler dann nicht überfordert und es bleibt trotzdem anspruchsvoll. Außerdem bleibt so die Dynamik gewahrt. Ja, das wäre was…!

Aber auch grafisch sollte der Titel was hermachen. Ich meine, hallo? Hier in Hong Kong gibt es doch Neonlichter an jeder Ecke, die sich schön auf der nassen Straße spiegeln. Ich bin sicher, dass das scheiße gut aussehen wird, besonders mit hochauflösenden Texturen. Die Charaktermodelle müssen nicht so detailliert sein, denn irgendwo muss man ja Abstriche machen. Auch die Gesichtsanimationen müssen den Spieler nicht von Hocker hauen. Dafür ist es aber wichtig, dass man gute Sprecher hat. So RICHTIG gute Sprecher. Ich könnte mir vorstellen, dass Lucy Liu und Emma Stone eine echt gute Besetzung wären. Schließlich würde ich das Ganze aufziehen wie einen Film.

Und wie bei GTA würde ich auch ein Radio in alles bauen, was auf der Straße so rumfährt, auch in Motorräder. Die Leute würden sich zwar wundern, aber Hauptsache der Soundtrack stimmt. Der muss natürlich zur Spielwelt passen, also alles chinesisch angehaucht oder komplett auf Mandarin. Das gibt der Sache das gewisse Etwas.

Ich spiele ja am liebsten auf der Konsole auf der Couch zuhause. Ich habe gar keinen PC. Und brauche auch eigentlich keinen. Deswegen wäre es mir auch egal, ob das Entwicklerstudio den PC-Port total verhunzt. Auch wenn die Steuerung mit Maus und Tastatur für den Arsch wäre: Interessiert mich nicht. Außerdem haben mittlerweile ja ohnehin alle PC-Spieler zusätzlich ein Gamepad für solche Fälle. Damit klappt das bestimmt hervorragend, eben wie auf der Konsole.

Die Ladezeiten sollten möglichst gering sein, weil ich es HASSE, warten zu müssen, bis ich endlich spielen kann. Dafür nehme ich dann auch kleinere Ruckler während des Spielens in Kauf, schließlich wird die Spielwelt RIESIG sein. Jawohl. Riesig. Und viele Secrets müssen versteckt sein, die man alle suchen muss. Ist zwar eine Quälerei, aber gehört halt zu „Open World“ dazu. Und Minigames – ganz wichtig! Autorennen, Hahnenkämpfe und Karaoke! Ich liebe Karaoke!

Das Ding würde ich dann »Sleeping Dogs« nennen. Ihr kennt ja den Spruch: „Schlafende Hunde soll man nicht wecken“. Würde dann hier heißen: „Wer Stress macht kriegt die Fresse dick.“ Ich denke auch, dass Square-Enix das Spiel machen würde. Die haben ja schon mit »Just Cause« einen tollen Job gemacht, war ja auch so ein Open-World-Kracher. Und ich bin sicher, Wei Shen würde sich freuen, in meinem Spiel zu sein.

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Joe 'Gefahr' Uessem (Redaktion, Grafik, PR) Job: Superheld, Grafik-Designer, Unterwäschemodel, Astronaut, Jetpilot, Hirnchirurg, Archäologe Auf ZwO Experte für: Sexuelle Zweideutigkeiten Hier holt sich Joe Gaming-News: von Jörg Langer persönlich Mail: ju [at] zockworkorange [dot] com Twitter: rinderhack XBLA: SgtSpeedrock PSN: - Steam: speedrock Erstes Game: Outlaw (1976) Liebste Games: Assassin's Creed & alles was ordentlich Bumm macht. Liebste Persönlichkeit der Branche: Ron Gilbert (The Grumpy Gamer) Liebste Game-Figur: Handsome Jack, Ezio Auditore und der Lange von Tetris

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