gc2012: Borderlands 2 4

gc2012: Borderlands 2 4

Die Vorfreude ist schon beinahe greifbar: Am 18.9 erscheint mit Borderlands 2 der lang ersehnte Nachfolger des 2009er Hits von 2K Games. Während der gamescom in Köln hatten wir bereits die Gelegenheit, uns einen ersten Eindruck von den neuesten Geschehnissen auf Pandora zu verschaffen.

Eines nehme ich bereits vorweg: Es ist Borderlands 2. Es sieht aus wie Borderlands und es spielt sich genau wie Borderlands. Wer es vielen Fans auf der ganzen Welt gleich getan hat und viele 100 Stunden Spielzeit in den ersten Teil gesteckt hat, wird eher wenige relevante Änderungen feststellen, sondern bekommt einfach einen großen Batzen neuer Inhalte präsentiert. Mehr braucht es bei einem solchen Hit aber auch nicht, oder?

Die vier Klassen aus dem ersten Teil wurden überarbeitet und haben einige kosmetische Änderungen über sich ergehen lassen müssen. So wählt man nun zwischen »Gunzerker« (vorher: Berserker), »Siren«, »Commando« (Soldier) und »Zer0« (Hunter). Hat man das Spiel vorbestellt, erhält man auch eine fünfte spielbare Klasse namens »Mechromancer«. Wenn nicht, wird es diese Klasse nach Release des Spiels als kostenpflichtigen DLC geben.
Auch die Skilltrees haben einen neuen Anstrich erhalten und die einzelnen Klassen können bei entsprechendem Fortschritt im Spiel brandneue und einzigartige Fähigkeiten freischalten. So kann der Gunzerker beispielsweise in einen temporären Kampfrausch verfallen und währenddessen zwei Waffen gleichzeitig benutzen. Der Rausch verlängert sich nach jedem erfolgreichen Kill in diesem Modus.


Vermissen wird man den Phasewalk der Sirene, denn dieser wurde komplett gestrichen. Dafür verfügt diese Klasse nun über den sogenannten Phaselock, mit dem man Gegner in einer Art Energieblase aus einer anderen Dimension einsperren kann. Was dann passiert, hängt stark von den benutzten Skilltrees ab: Je nach eingeschlagenem Weg macht man seine Gegner so bewegungsunfähig und zu einem leichten Ziel für seine Mitstreiter. Eliminieren die Koop-Partner des Vertrauens den eingeschlossenen Gegner, werden diese geheilt oder möglicherweise sogar wiederbelebt.
Die Klasse Commando ersetzt den Soldier und ist in der Lage, Geschütztürme aufzustellen. Im weiteren Verlauf des Spiels ist es dann möglich, mit jedem aufgestellten Turm eine größere nukleare Explosion auszulösen, die nah stehende Gegner ausschaltet oder immerhin stark beschädigt.

Wer hingegen lieber aus sicherer Entfernung oder hinterhältig aus der Unsichtbarkeit agiert, ist mit der neuen Zer0-Klasse gut bedient. Mit dieser Klasse ist es möglich, unliebsame Ziele gezielt mit einem Scharfschützengewehr auszuschalten oder mit der Spezialfähigkeit »Deception« eine holografische Kopie seiner selbst zu erstellen und in dieser Zeit unsichtbar in den Nahkampf zu gehen. Erledigt man sich in diesem Modus einem seiner Gegner, startet immer wieder aufs Neue ein Countdown, der eine kurz gehaltene maximale Zeit angibt, in der der nächste Gegner auszuschalten ist. Schafft man das nicht, steht man plötzlich gut sichtbar vor seinem Ziel. Dies stellt aber auch kein Problem dar, denn mit einer Art Lichtschwert ist man auch dann in der Lage, sich zur Wehr zu setzen.

Die mysteriöse fünfte Klasse namens Mechromancer stellt ein Mädchen mit Roboterarm dar. Sie kann mit einer Spezialfähigkeit namens Close Enough verfehlte Kugeln von Wänden und anderen Gegenständen abprallen lassen, die so doch noch ihr Ziel finden. Die Absicht dahinter: Diese Klasse soll für unerfahrene Koop-Partner die Möglichkeit darstellen, in einer erfahrenen Gruppe seinen Beitrag leisten zu können. Sweet: Man kann als weitere Fähigkeit später Deathtrap beschwören, der böse Zwillingsbruder von dem lieb gewonnenen Claptrap. Dieser rennt selbstständig über das Schlachtfeld und kann mit einer klatschenden Handbewegung enorme Explosionen verursachen, die Gegner ordentlich durcheinander wirbelt.

Ihr seht also: Einige neue Dinge wollen ausprobiert und perfektioniert werden.
Eine weitere kleine, aber effektive Verbesserung: Hat man kurz vor seinem Ableben noch einmal die Chance, durch einen Kill seinen Allerwertesten zu retten, kann man sich nun nochmals einige Meter weit kriechend bewegen. Das ist natürlich besonders sinnvoll, wenn man mal wieder hinter einem ungünstigen Hindernis zu Fall gebracht wurde.

Laut Entwickler gibt es über 900 Waffendesigns, um die ganzen neuen zufällig generierten Helferlein auch vernünftig abbilden zu können.

Spieler, die wirklich viel Spielzeit in diesen Titel investieren werden, wurden ebenfalls bedacht: Klassen- und spielübergreifend erhält man für seine Leistungen Punkte, die den neuen sogenannten Badass-Rank steigen lassen. Dieser schaltet nach und nach nochmals einige Boni frei, die dem Spieler über den Skilltree hinaus wichtige Vorteile bieten sollen.
Neben fiesen Mechs, die es nun zu bekämpfen gilt, wurde auch ein neues Überwesen vorgestellt, welches als Quelle für die besten einzigartigen Gegenstände herhalten muss: Terramorpheus ist ein riesiger Wurm, der die Spieler aus dem Wasser heraus auf einem großen Plateau angreift, um diese dort herunterzustürzen. Ausgestattet mit enorm vielen Lebenspunkten stellt dieses Wesen wohl die größte Herausforderung dar, denn auch 4 Spieler mit maximalem Level, guten Waffen und den offensivsten Skills vermochten es nicht, diesem Wesen schnell viel Schaden zuzufügen. Der Challenge, wer diesen Gegner am schnellsten zur Strecke bringt, sind hiermit alle Türen geöffnet.


Borderlands 2 wird ein größeres und vielfältigeres Borderlands 1. Und damit fahren die Entwickler meiner Meinung nach genau richtig, denn die viel mehr will die Fangemeinde auch gar nicht haben. Vereinzelt gibt es größere Brocken einer Story, die man aber nicht zwangsläufig mitnehmen muss. Alle Klassen in jeder vorliegenden Form durchzuspielen, wird für einige aufregende Wochen vor dem heimischen Bildschirm sorgen und das Spiel völlig zurecht zum nächsten großen Hit werden lassen.

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4 Comments

  1. Ich hab Borderlands 2 bereits angespielt und fand es richtig gut, obwohl ich den ersten Teil nicht selbst gespielt habe, sondern nur angeschaut habe. Coop hätte ich es auch gern getestet. Allein war ich als Anfängerin ein bisschen aufgeschmissen ;)

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