13 Einsamkeit: Minecraft

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Einsamkeit. Bei welchem Spiel fühlt man sich als Spieler einsam? Wenn man es genau nimmt, bei fast jedem. Oft rennt der Protagonist alleine durch eine Welt, keine Menschenseele in Sicht. Link ist bis auf die nervige Navi fast immer allein, Mario hat niemanden zum Reden, und Chell wird zwar von GlaDOS dauernd beschimpft, aber trotzdem ist sie mutterseelenallein, vielleicht sogar der letzte Mensch auf Erden. Einsamkeit in Videospielen ist nicht die Ausnahme, sie ist die Regel. Echte Interaktionen mit anderen Wesen gibt es meist nur, wenn sie für das Spiel wichtig sind. Einfach mal mit einem NPC über’s Wetter unterhalten? Zelda auf einen Kaffee einladen? Fehlanzeige.

In Minecraft fiel mir die Einsamkeit in letzter Zeit extrem auf. Selbst im Multiplayer-Modus gibt es kaum eine Möglichkeit der Interaktion, außer über den Ingame-Chat. Die Spielfiguren selbst bleiben stumm und ausdruckslos, können sich nicht die Hand geben, anderen Winken oder sonst irgendwie auf sich aufmerksam machen. Und die meiste Zeit baut jeder für sich alleine. Das ging so weit, dass wir uns “Haustiere” zugelegt haben. Bei Freddi im Haus lief bald ein “Villager” rum, der doof guckte und immer nett die Türen hinter ihm schloss und ich zähmte mir ein Ozelot zur Hauskatze. Die schnurrt jetzt immer nett, wenn ich zu Hause bin. Mitnehmen kann ich sie leider nicht, da sie gerne im Weg rumläuft und meinen Charakter immer dann schiebt, wenn ich irgendwo am Abgrund stehe. Also grabe ich mich letztendlich doch wieder alleine durch die Erde. Ohne Katze. Einsam.

4 Kommentare

    So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein. Ich freue mich immer, wenn ich jemanden auf dem Server antreffe um nebenbei zu chatten, sich gegenseitig Projekte/Ideen oder einfach über das Spiel an sich auszutauschen. Charakterinteraktion wäre sicherlich spannend, aber mir fehlt es gar nicht mal wirklich.

    die Hauskatze ist aber cool :D

    @Marc: gut, so ist das ein bisschen was anderes. Aber immer wenn ich spiele, sehe ich die Steam-Meldung aufpoppen, die mir sagt, dass der beetFreeQ gerade Minecraft spielt. Im Singleplayer. Und dann denke ich an meine ersten Minecraft-Versuche ohne Server und erinnere mich, wie einsam (und langweilig) das war.

    @staR-Kron: ist mittlerweile schon die dritte und einen Hund hatte ich auch. Tiere bei Minecraft sind sehr buggy, die bleiben irgendwo hängen oder verschwinden einfach so, wenn man ihnen nicht befiehlt, sitzen zu bleiben. Meine vorherige Katze saß immer auf der Kiste, was auch immer dazu führte, dass sie nach Neustart des Spiels plötzlich weg war.

    Ja, bei mir hat sich’s irgendwie nie ergeben, dass ich auf einem Server gespielt hab. Ich hab zwar zwischendurch schon mal bei Marc reingeschaut, aber da war niemand online ;)

    Spaß habe ich am Spiel trotzdem, denn letztendlich habe ich im Singleplayer ja doch eher freie Hand, was ich baue und auch wie, denn da ich auch nicht ewig Zeit habe, kommt es schon mal vor, dass ich für einzelne Bauten einfach mal in den Creative Modus schalte, wobei ich schon meistens versuche, meine Basis im Survival zu bestreiten.

    Multiplayer hat zwar auch seinen Reiz, aber es ist immer schwierig, dafür seine Basis mehr oder weniger aufzugeben und auf dem neuen Server neu zu beginnen!

    Was die Haustiere angeht: Ja, die sind leider echt buggy. In letzter Zeit passiert es mir z.B. öfters, dass plötzlich mehrere meiner auf “sitzen” gestellten Tiere neben mir auftauchen und fröhlich um mich herumrennen. Ist natürlich echt toll, wenn ich grad irgendwo in ner Höhle unterwegs bin. Zum Glück kann man sich ja neue züchten, solange mindestens zwei von jeder Art überleben ;)

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