gc14: Orcs Must Die!, Hex, Sigils und Matchday 2

gc14: Orcs Must Die!, Hex, Sigils und Matchday 2

Neben »Orcs Must Die! Unchained« hatten Gameforge noch drei weitere Spiele im Gepäck, die wir uns alle ansahen, bzw. auch spielen durften. Hier ein kurzer Überblick:

Orcs Must Die! Unchained

»Orcs Must Die! Unchained« hatten wir ja bereits bei der Verlosung der Beta-Keys erwähnt, jetzt haben wir das PvP-Action-Strategie-MOBA (oder so ähnlich) selbst spielen dürfen. Müssen. Ich gucke bei sowas ja lieber zu, da ich bei Spielen immer eine kleine Eingewöhnungsphase brauche. „Hier stehen die Tasten, die du brauchst, Angriff in 5 Sekunden, auf die Plätze… go, go, go!“ Da bekomme ich feuchte Hände und bin total überfordert. Wer bin ich? Wer sind die Gegner? Was muss ich drücken? Was bei mir trotz der totalen Überforderung hängen geblieben ist: »Orcs Must Die! Unchained« sieht gut aus und es macht Spaß. Fallen bauen, Orks verkloppen, die eigene Basis beschützen; wer diese Art Spiel mag, wird hier seine Freude haben. Ich war froh, als unser Team verloren hatte und mir nicht mehr die Leute mit Anweisungen im Nacken saßen, welche Taste ich denn jetzt eigentlich hätte drücken sollen. Und das soll keine Wertung des Spiels sein, aber bevor ich live unter Beobachtung 5-gegen-5 spiele, muss ich mich erst mal 2-3 Stündchen mit dem Spiel und der Steuerung vertraut machen. Wer die Vorgänger oder generell Spiele dieser Art mag, wird hier seine wahre Freude haben.

HEX Shardes of Fate

Meine Berührungen mit Trading Card Games beschränken sich auf »Pokémon« und »Yu-Gi-Oh!«, die ich kurz gesammelt, aber nie gespielt hatte. Auch von »Hex« hatte ich zuvor nichts gehört, obwohl es mit 2,2 Millionen Dollar eines der erfolgreichsten Gaming-Kickstarter aller Zeiten war. Shame on me.

Hinter »HEX: Shards of Fate« stecken Cryptozoic Entertainment, die Macher des »World of Warcraft-Trading-Card-Games«, also Leute, die Ahnung von der Materie haben. Mit Hex wollten sie jetzt das Erlebnis eines waschechten Trading Card Games als MMO umsetzen, inklusive dem Gefühl des Auspackens von Kartenpackungen. Und das ist ihnen super gelungen. »HEX« ist so vollgepackt mit Features, dass es kaum möglich ist, hier alles abzudecken. Das TCG-MMO kommt zum Beispiel mit einem eigenen Auktionshaus daher, in dem seltene Karten getauscht/verkauft werden können. Apropos Geld: es soll auch Turniere geben, in denen es um echtes Geld geht. Inwiefern das in Deutschland umsetzbar ist, ist eine andere Frage.
Weitere Features:
– 350 Karten zu Beginn, pro Jahr kommen ca. 1000 neue dazu (immer quartalsweise)
– socketed cards: Karten können mit Gems verändern und personalisiert werden
– double back cards: Karten können 2x umgedreht werden. Dort findet man z.B. einen Auflevel-Leiste, Achievements, Trophäen, die diese Karte gewonnen hat und weitere Informationen zur Karte. All das bleibt bestehen, wenn die Karte verkauft wird.

(Als jemand, der schon den ein oder anderen Magic The Gathering-GP gespielt hat, fühle ich mich kurz berufen, hier reinzuschauen und noch etwas für alle anzumerken, die tatsächlich die Turnierseite des Spiels kennen lernen wollen: Jeder, der mal ein Magic-Turnier gespielt hat, wird wissen, dass bestimmte Editionen während einer Saison „rausrotieren“, um das Balancing nicht zu gefährden. Das ermöglicht, dass sich die verfügbaren Karteneditionen während einer Turniersaison optimal aufeinander abstimmen lassen und man nicht jedes mal zig Jahre Karten aus Vorjahren einplanen muss. »Bei HEX: Shards of Fate« wird das laut Cory Jones, dem CEO von Cryptozoic genau so laufen. Die scheinen also tatsächlich sehr genau zu wissen, was sie da machen. Anm. von Jan)

sigilsZu guter Letzt wurden uns noch zwei Mobile Games gezeigt. Zum Einen »Sigils: Schlacht um Raios«, ein MOBA RPG für das iPad (Android Tablet kommt möglicherweise später), bei dem Tiergestalten und Insekten im Kampf 3-gegen-3 gegeneinander antreten. Sigils ist Free-to-Play und kann komplett kostenlos gespielt werden, Zusatzupgrades, vor allem auch optische, können vom Spieler natürlich gekauft werden. Sigils sah ganz niedlich aus und spielt sich total leicht und intuitiv, für die Hardcore-MOBA-Spieler ist das wohl nix, eher für Einsteiger, wie ich einer bin.

Das als letztes vorgestellte Spiel heißt »Matchday« und ist ein kostenloser Fußballmanager für’s Smartphone. Matchday ist ein typisches Haltestellenspiel, das man immer rausholt, wenn man mal 5 Minuten zu überbrücken hat. (Ich wollte jetzt nicht „Klospiel“ schreiben… ups). Ein Monat ist eine Saison, ihr startet mit eurer Mannschaft in der fünften Liga, baut euer Team und euer Stadion aus und beweist euch in täglichen Matches gegen andere Spieler. Da nicht jeder Spieler Starpotential hat, unabhängig vom Training, lassen sich natürlich auch Spieler im Transfermarkt kaufen und verkaufen. Über den abwechslungsreichen Liveticker hat der Coach immer im Blick, was gerade in der Liga vor sich geht. Wie jedes gute Free-to-Play-Game lässt sich Matchday komplett kostenlos spielen. Ungeduldige Spieler können durch Bezahlung abkürzen und zum Beispiel Gebäude wie ein neues, größeres Stadion, schneller hochziehen, ohne sich allerdings spielerische Vorteile direkt erkaufen zu können. (Wobei ja auch im echten Fußball Geld mindestens gleich wichtig wie Talent ist). Fußballfans sollten »Matchday« mal ausprobieren, kostet ja schließlich nichts.

Der Release aller Games ist noch für dieses Jahr geplant, »HEX« und »Orcs Must Die!« sind beide schon in einer Closed Beta spielbar. Mehr Infos zu allen Spielen und Erscheinungsdaten, sobald sie feststehen, findet ihr direkt bei Gameforge.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

2 Comments

  1. Nein, hab ich nicht gespielt :) Und ja, Tutorial gibt es, aber es ging ja jetzt um meine Erfahrung auf der gamescom. Da wurden wir mit einem schon ausgebauten Character mitten ins Geschehen geschmissen.

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