Die gamescom bietet ja nicht nur die aktuellsten Spiele namhafter Hersteller zum Ansehen und Ausprobieren an, versteckt in kleineren Hallen finden sich auch Bereiche, die man vielleicht gerne in der Hektik und dem Hype übersieht. Die Retrogames sind hier ein echter Geheimtipp, den man sich unbedingt einmal vornehmen sollte.
Auf Empfehlung von André von den Videospielgeschichten habe ich mir deshalb die Retro-Ecke in Halle 10.2 heute angesehen.
Liebevoll gepflegt und in Szene gesetzt ließen sich hier jede Menge Commodores, Amigas, Segas und viele weitere in die Jahre gekommene Modelle bewundern und natürlich auch ausprobieren.
Das Ganze hatte den Flair eines lebenden Museums und ich fühlte mich gleich wieder in die Zeit zurückversetzt, in der ich noch Listings aus Zeitschriften in meinen C64 eingetippt habe, im danach kleine Gestalten über den Bildschirm huschen zu sehen. Der rege Tauschhandel mit Disketten voller Spiele ist mir ebenfalls noch gut in Erinnerung.
Beim Betrachten der kleinen Raritäten kommen wirklich nostalgische Gefühle auf und wenn noch Väter und Mütter mit ihren Kindern vor dem Bildschirm sitzen und mit der gleichen Begeisterung wie vor fast 30 Jahren alten Spiele spielen, dann haben die Entwickler damals wohl alles richtig gemacht.
Neben dieser Computergeschichte zum Anfassen und ausprobieren, finden sich hier auch kleine, liebevoll zusammengestellte Sammlungen von Handhelds oder anderen Raritäten.
Wer sich also mal dem Trubel entziehen und in Nostalgie schwelgen möchte, dem kann ich die Retro-Ecke in Halle 10.2 nur wärmstens ans Herz legen. Und Plätze zum Spielen sind immer frei.
Persönlich finde ich auch, dass Retro-Games genauso behandelt gehören wie die großen TripleA-Titel. Wunderbar, dass Retro auch ein Platz eingeräumt wird! :)