gamescom 2015: Star Wars – Battlefront 0

gamescom 2015: Star Wars – Battlefront 0

Nicht nur in einer weit, weit entfernten Galaxie ist eine Art »Battlefield« im Star Wars-Universum ein Traumspiel. Das fantastische »Star Wars: Battlefront 2« ist nun 10 Jahre alt und die Online-Server wurden inzwischen leider abgeschafft, sodass es nun wirklich an der Zeit ist, einen passenden Nachfolger auf den Markt zu werfen. Mit »Star Wars: Battlefront« – Können wir zum Dienste der Übersichtlichkeit mal endlich aufhören, gleichnamige Reboots auf den Markt zu werfen? – machen EA und DICE exakt das und bedienen die Fanbase, die spätestens seit der Ankündigung der neuen Film-Trilogie Blut geleckt haben dürfte.
Angriff auf AT-AT
Auf der gamescom hatte ich die Möglichkeit sowohl den Standard-Multiplayer, als auch den neu angekündigten Spielmodus »Fighter Squadron« anzuspielen. Wie hat es sich angefühlt in die Rolle von Rebellen- oder Sturmtruppen, beziehungsweise X-Wing oder Tie-Fighter zu schlüpfen? Wirklich spaßig, wenn auch mit Einschränkungen, vor allem in »Fighter Squadron«. Aber zuerst ein paar Worte zum klassischen Multiplayer.

May the Sonderfähigkeit be with you

Als ich Hand an Tastatur und Maus legte, stellte ich mit Freuden fest, dass ich den Sturmtruppen zugeordnet war, denn mal Hand aufs Herz: Die Sturmtruppen waren schon immer cooler als diese Karnevalstruppen der Rebellen. Eine Charakter-Auswahl gab es nicht wirklich, allein zwischen einzelnen Waffen konnte man sich vom Rest der Masse unterscheiden, aber ich denke, hier wird noch mehr aufgelegt, denn schließlich sollte DICE wissen, wie wichtig die unterschiedlichen Klassen für diese großen Multiplayer-Gefechte sind. Anyways: Mit der blaster rifle ausgestattet werde ich also auf Hoth ausgesetzt und nun folgte die erste Verwirrung. Wo muss ich hin? Wann kommt der erste Kampf? Was bedeuten alle diese Sonderfähigkeiten, mit denen ich ausgestattet bin?
Hoth
Der erste Kampf folgte umgehend, und nachdem ich drei Truppen des Rebellenabschaums niedergestreckt hatte, biss ich selbst ins Eis und stellte erfreut fest, dass es Squads gibt, denn ich konnte direkt bei einem Kameraden und ohne richtige Pause spawnen. Die Zuteilung in die Squads erfolgte wohl zufällig, denn auswählen konnte ich in diese Richtung nichts. Also prompt im Kampf die erste Sonderfähigkeit ausgewählt und schon flog ich dank meines Jetpacks in die gegnerische Truppe, die mindestens genauso verwirrt war wie ich. Naja, nun wusste ich wenigstens, was eine der Fähigkeiten bedeutet.

Als zusätzliche Sonderfähigkeit gibt es auch an verschiedenen Stellen auf dem Schlachtfeld die Möglichkeit sich besondere Ereignisse zu ergattern. So hatte ich zwischenzeitlich kurz das Vergnügen in die Rolle des AT-ATs zu schlüpfen, dessen Fortkommen wir als Fußtruppen sichern mussten. Der Spaß hat für eine Minute angehalten und ich konnte mich durch meine überlegene Feuerkraft schnell an die Spitze des Leaderboards katapultieren. Coole Sache, auch wenn ich ein bisschen befürchte, dass das Ergattern dieser Ereignisse zu stark das Spiel dominieren könnte. Ein bisschen weniger davon, oder gar das Implementieren als Belohnung für die eigene Spielweise, und ich bin damit voll d’accord.

Das Gefecht dauert insgesamt ca. 20 Minuten und ich hatte währenddessen ziemlich viel Spaß. Die Atmosphäre des Star-Wars-Universums wirkt passend eingefangen und das Spiel funktioniert erstaunlich gut als eine Art Battlefield-Light. Ich hoffe, dass hier noch für mehr Content gesorgt wird, und das nicht nur in Form von Maps. Mehr Klassen, mehr unterschiedliche Aufgaben und weniger, dafür umso coolere Sonderereignisse und der normale Multiplayer-Modus wird ein echter Brecher!

May the fan-service be with you

Hinter verschlossenen Türen durfte ich dann auch noch den neuen Modus Fighter Squadron anspielen. In diesem gilt es, in der Rolle eines X-Wings oder Tie-Fighters die Gegenseite in Dogfights abzuschießen und hin und wieder mal Transporter vor dem feindlichen Beschuss zu retten, also im Endeffekt auch wieder Feinde abschießen. Damit hatte es sich letztendlich auch mit diesem Modus und nachdem ich zwei Runden jeweils ca. 10 Minuten meinen X-Wing durch die Luft befördert habe, war mir schnell klar, dass dieser Modus ein reines Bedienen von Fan-Gelüsten ist. Ich sehe im angespielten Stadium noch nicht wirklich, dass der Modus für längere Zeit Spaß macht, da es hier kaum Variation in den Maps geben dürfte und die Gefechte auch immer nach dem gleichen Schema ablaufen: ab ins Getümmel, pew pew pew, Ausweichmanöver, pew pew pew, tot.
X-Wing vs. Tie Fighter
Klar, das ist das Grundgerüst für jeden Shooter, aber jeder Shooter bietet durch sein Terrain die Möglichkeit Variation in den unterschiedlichen Gefechten herzustellen. Im normalen Multiplayer musste ich meine Spielweise anpassen, je nachdem, ob ich grad in das kleine unterirdische Lager eindringe, oder, ob ich im Schützengraben um mein Leben bange. Das bot mir der Kampf in der Luft leider nicht. Wäre dies kombiniert, also könnte ich im Laufe des Bodenkampfes in ein Raumschiff steigen, wie es im normalem Battlefield der Fall ist, so würde ich diesem Modus sehr viel mehr Bedeutung beimessen. Im aktuellen Zustand ist das alles aber nicht mehr als kurzlebiger Fan-Service. Sehr schade.


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Aufgrund des Spaßes, den ich aber im normalen Gefecht habe, denke ich allerdings, dass »Star Wars: Battlefront« ein wirklich gutes Spiel wird. Fighter Squadron wird leider schnell in der Bedeutungslosigkeit versinken, aber der normale Modus wird sicherlich für einige Zeit unterhalten. Da ich wegen des Umfangs skeptisch bin, will ich hier aber nicht zu umfangreiche Vorschusslorbeeren verteilen. Kaufen und suchten werde ich den Reboot aber sehr wahrscheinlich!

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Frederik Wagner (Redaktion) Job: Student im Master of Education für Geschichte und Englisch Auf ZwO Experte für: PC-Spiele aller Art, hauptsächlich aber Sachen aus den Bereichen RPG und Strategie, bevorzugt rundenstrategisch. Die herumstehende Xbox erweitert das Spektrum um reine Konsolentitel. Hier holt sich Freddi Gaming-News: PCGamer.com Mail: fw [at] zockworkorange [dot] com Twitter: Fredelsloh XBLA: - PSN: - Steam: Fredelsloh Erstes Game: Prince of Persia Liebste Games: Baldur’s Gate II, Planescape Torment, Arcanum, Civilization II, Europa Universalis 3 Liebste Persönlichkeit der Branche: Warren Spector Liebste Game-Figur: Minsk und Boo

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