dtp lädt zum Gamers Day mit The Cursed Crusade, Awesomenauts, Haunted & Memento Mori 2 7

dtp lädt zum Gamers Day mit The Cursed Crusade, Awesomenauts, Haunted & Memento Mori 2 7

Am 19. Juli lud dtp entertainment zum Gamers Day in ihren Hamburger Büroräumen ein. Es gab The Cursed Crusade, den Arcade-Titel Awesomenauts und die Point-and-Clicks Haunted sowie Memento Mori 2 zu sehen. Dazu gab es noch ein paar leckere Kekse – und hungrige Games-Blogger die wir sind, konnten wir natürlich nicht widerstehen. Im Folgenden nun meine kurzen Eindrücke zu den vier Games, die ich angespielt habe:

The Cursed Crusade

Das mittelalterliche Action-Adventure rund um Templer, Kreuzzüge und Flüche war für mich der Hauptgrund (neben dem Essen natürlich!), mich in das schöne dtp-Büro direkt am Goldbekkanal in Hamburg zu begeben. In The Cursed Crusade befinden wir in der Epoche kurz vor dem vierten Kreuzzug, einige Jahre nach dem dritten Kreuzzug mit Richard Löwenherz, berühmt durch Robin Hood. Bevor ich mich jetzt aber noch mehr mit falschem Geschichtshalbwissen blamiere, erzähle ich euch lieber mehr zum Spiel.

The Cursed Crusade ist ein sehr kampflastiges Mittelalter-Adventure aus dem Hause Kylotonn, die mir bisher überhaupt kein Begriff waren. Mit unzähligen unterschiedlichen Waffen kämpft ihr euch als Denz de Bayle und Esteban Noviembre durch die Horden Ungläubiger und aller anderen, die euch im Weg stehen, stets auf der Suche nach Denz‘ Vater und der Erlösung von dem Fluch, mit dem die beiden belegt wurden. Dieser mysteriöse Fluch bietet einerseits unvorstellbare Macht, aus welcher die beiden jederzeit schöpfen können, um sich lästige Gegner vom Hals zu halten oder Tore zu zerstören, verspricht allerdings auch ewige Verdammnis, was für im Namen Gottes mordende Ritter natürlich ein unschöner Nebeneffekt ist. Die Idee, sich in zwei Welten gleichzeitig bewegen zu können, kam mir irgendwie bekannt vor, kann aber nicht 100% mit dem Finger drauf zeigen.

Wie oben schon nebenbei angemerkt ist The Cursed Crusade in erster Linie ein Coop-Game. Man metzelt sich zu zweit im Split-Screen durch Horden von Gegnern und führt dabei Kombo-Attacken aus, um immer effektivere Finishing Moves ausführen zu können. Zwischendurch gibt es auch Szenen, in denen die beiden Charaktere zusammenarbeiten müssen, um z.B. schwere Verteidigungschilde durch einen Pfeil-Hagel zu schieben um sich zu schützen. Im Single-Player-Modus kann man nur Denz steuern, Esteban wird dann von der KI übernommen.

Eine weitere Besonderheit bei The Cursed Crusade: sämtliche der über 130 Waffen und Schilde lassen sich miteinander kombinieren und haben verschiedene Vor- oder Nachteile. So kann man auch mit einem Morgenstern in der Rechten und einem Langschwert in der Linken auf den Endgegner zustürmen. Es sind natürlich auch sinnvollere Kombinationen aus Schild, Speer, Axt und Schwert möglich.

The Cursed Crusade wird noch 2011 für PC, PS3 und Xbox 360 erscheinen. Ob die USK 18-Bewertung gerechtfertigt ist, werden wir vielleicht auf der gamescom sehen, in der jetzt gespielten Version konnte ich keine übermäßige bzw. realistische Gewalt feststellen. Es gab zwar viel Blut, aber die Waffen rutschten durch die Gegner durch, ohne Verletzungen zu hinterlassen. Insgesamt sieht das Game vielversprechend aus, auch wenn es mir persönlich etwas zu kampflastig ist.

Awesomenauts

Der Arcade-Titel Awesomenauts aus dem Hause Ronimo Games (Swords & Soldiers, de Blob) war der heimliche Star des Tages. Awesomenauts ist ein MOBA, das man lokal zu dritt oder online mit bis zu sechs Leuten spielen kann. Moment… MOBA? Das muss ich erstmal nachschlagen… Wikipedia to the rescue! MOBA steht für „Multiplayer Online Battle Arena“ – und der Artikel leitet auf DotA weiter… da gab es doch damals diesen Song von Basshunter?! Quatsch, DotA kenne ich natürlich, aber der Begriff MOBA war mir bisher vollkommen unbekannt. Das Prinzip ist aber schnell erklärt: 2 Parteien, eine links, eine rechts. Dazu Turrets auf beiden Seiten und Bots, welche diese unterstützen. Das Ziel: die generischen Barrieren durchbrechen und dabei den eigenen Bereich schützen. Wer als erstes im feindlichen Camp ankommt, gewinnt.

Awesomenauts versetzt den Spieler ins Jahr 3587, es herrscht Krieg im Universum und während die Roboterarmeen gegeneinander kämpfen und keiner auch nur ein kleines Stück Land gewinnen kann, sollen die Awesomenauts – eine Gruppe von Söldnern – den Konflikt entscheiden. Jeder Gruppe stehen sechs Charaktere zur Verfügung, jeder davon mit speziellen Fähigkeiten und Upgrades. Der Kampfroboter kann machtvolle Raketen schießen, ist aber sehr behäbig. Der nach Lemmy aussehende Cowboy ist flink und hat Granaten. Der genmanipulierte Affe kann fliegen und benutzt Laser-Kanonen… – die Mischung macht’s. Zusammen mit der tollen Comic-Grafik und der fantastischen Musik ist Awesomenauts ein hervorragender Arcade-Titel, der gegen echte Menschen vermutlich noch awesomer ist als gegen die KI.

Obwohl Awesomenauts augenscheinlich komplett fertig war, wird es leider erst Ende des Jahres für XBLA und PSN erscheinen, einen genauen Termin gibt es noch nicht.

Das Intro wird übrigens die Herzen aller Kinder der 80er und 90er höher schlagen lassen. Die anwesenden Journalisten beim dtp Gamers Day waren allesamt schärfer auf einen entsprechenden Klingelton als auf das Game selbst:


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Haunted

Haunted ist ein Point-and-Click des deutschen Studios DECK13 (Ankh, Jack Keane, Venetica), das ursprünglich von HMH Interactive vertrieben werden sollte, die aber zwischenzeitlich Insolvenz anmeldeten. Nun hat dtp entertainment sich des gruseligen Adventures für das etwas jüngere Publikum angenommen und wird es am 19. August für PC veröffentlichen.

Ihr spielt Mary im viktorianischen London und habt eure Schwester bei einem Zugunglück verloren. Träume und Visionen lassen euch glauben, eure Schwester sei noch in irgendeiner Form bei euch – also macht ihr euch auf die Suche. Tatsächlich ist eure Schwester ein Geist und zusammen mit einer Reihe anderer Geister, die ihr in bester Adventure-Manier rekrutieren müsst („Klar komme ich mit Dir mit und helfe Dir. Aber erst, wenn du eine Aufgabe für mich erledigst.“) und von denen jeder eine nützliche Fähigkeit beisteuert. Unter anderem begleitet euch ein Krieger aus den schottischen Highlands, ein kleiner Pirat, Konfuzius und – etwas makaber – der Papst. (Also ein Papst. Um welchen Papst es sich dabei handelt, weiß ich nicht.) Zusammen mit dieser Truppe besucht ihr einige schön gestaltete Gegenden, bis ihr schließlich eure Schwester gefunden habt. Aber ob es ausreicht, sie nur zu finden? Schließlich ist sie ja auch noch ein Geist.

Haunted ist ein Adventure für die jüngere Generation. Ein bisschen düster zwar, aber nicht übermäßig gruselig oder erschreckend. Dafür ist Haunted umso lustiger und bringt witzige Charaktere und ebenso spaßige Dialoge mit.

Memento Mori 2

Memento Mori 2 habe ich mir nur ganz kurz angeschaut, weshalb mein Eindruck ebenso kurz ausfällt. Das Spiel schien allerdings auch noch sehr unfertig: keine Sprachausgabe, keine Cut-Scenes…

Lara und Max, die beiden Protagonisten aus Teil 1 des Adventures befinden sich gerade in den Flitterwochen, als sie von Interpol beauftragt werden, einen Kunstraub im Museum von Kapstadt aufzuklären. Bei der Verfolgung des Täters kommt es jedoch zu einem Unfall, bei dem Lara und Max samt Auto von einer Brücke in einen tiefen Fluss fallen. Der vermeintliche Kunst-Dieb ist tot – aber von Max fehlt jede Spur. Lara will die Hoffnung nicht aufgeben, dass der Mann, den sie gerade erst geheiratet hat, noch am Leben ist. Und tatsächlich findet sie, als sie ihren Job bei Interpol wieder aufnimmt, immer wieder Hinweise, die sie an Max‘ Tod zweifeln lassen.

Memento Mori 2 spielt sich dank neuer Engine von Centauri Productions sehr flüssig. Was ich von den rund 50 Schauplätzen gesehen habe, konnte durchaus überzeugen. Die Umgebung und vor allem auch die Gesichter sind so realistisch, wie ich es bei einem Point-and-Click bisher nicht gesehen habe. Die Atmosphäre, vor allem bedingt durch das Licht, ist einzigartig. Darüber hinaus kann ich leider noch nichts sagen, außer dass die Entwickler auf jeden Fall noch einiges zu tun haben bis Memento Mori 2 im „vierten Quartal 2011“ erscheint.

Hinweis: die Screenshots sind nicht alle 100%ig repräsentativ. Besonders The Cursed Crusade sieht schon jetzt ein bisschen anders aus und wird sich bis zum Release bestimmt noch entwickeln. Bei Haunted habe ich auch nicht den Eindruck, der Screenshot stimme komplett mit dem Game überein.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

7 Comments

  1. Awesomenauts errinnert mich jetzt mal sehr stark an „Monday night kombat“, kann man das damit vergleichen? und warum kommt das nicht für den pc? schweinerei. ich wollte meinen MOBA horizont auch gerne mal erweitern, der umfasst bis jetzt nur League of Legends…aber das Kreuzzugs geschnetzl scheint mich wohl zu interessieren.

  2. Monday Night Combat sagt mir leider überhaupt nichts. Hast du dir den Trailer angeschaut? Der zeigt das Spiel ja schon sehr gut, viel mehr gibt es da eigentlich nicht zu sehen. Kommt ja vielleicht irgendwann auch auf dem PC, bis jetzt ist es nur für Xbox und PS3 geplant.

    Das Kreuzzugsgeschnetzel ist schon sehr schnetzelig, man kämpft quasi pausenlos und muss sich lange Tasten-Kombinationen merken. Nicht unbedingt das perfekte Game für mich, auch wenn mich das Setting und die Story schon ein bisschen anmacht :)

  3. ja stimmt, laut trailer ist es monday night kombat nur in comic. nagut…dann brauch ichs vielleicht doch nicht^^

    aber wie du wieder von der Schnetzelei berichtest, erinnert mich das an „knights of the temple“, ein recht altes PC spiel. Kreuzzugssetting lange Kombos und viel gekloppe. Bei Haunted und Memento Mori 2 suche ich lieber nicht noch nach Sachen die schon dagewesen sind, ich will ja hier keinen Skandal lostreten…

  4. Hallo Marcel,

    das sind beides ganz ausgezeichnete Fragen :)
    The Cursed Crusade ist offiziell noch für „Sommer 2011“ angekündigt, es gibt allerdings noch keinen festen Termin. Vielleicht gibt es zur gamescom ja einen Release-Termin.

    Das mit der Twitter-ID geschieht über ein WordPress-Plugin namens „TwitterLink Comments“ (Link. Im Grunde ist das aber sehr simpel und könnte auch von Hand selbst eingebaut werden.

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