Wird Apples iPad das Gamingverhalten ändern? 4

Wird Apples iPad das Gamingverhalten ändern? 4

Apple hat letztens ihren übergroßen iPod touch vorgestellt und erwartet, damit nicht nur das Leseverhalten, sondern auch die Spielgewohnheiten von uns zu ändern. Wir lesen nur noch eBooks auf dem iPad und machen uns in der Straßenbahn zum Affen, indem wir das Tablet wild hin- und herkippen, um bei Need for Speed vor den Anderen ins Ziel zu kommen.

Ist das realistisch? Der iPod touch und auch das iPhone sprechen Gelegenheitsgamer an, die mal kurz an der Haltestelle, in der Schlange oder wenn sie auf den Kollegen warten, um gemeinsam Halo zu zocken, ein paar Minuten Canabalt oder Bejeweled spielen.

Zielgruppe des iPads

Wer ist also die Zielgruppe des iPads, insbesondere als Gamingplattform? Zielgruppe des iPads generell sind natürlich Apple Fanboys und alle die glauben, Apple hätte gerade den Tablet PC erfunden. Und die werden dann auch darauf spielen. Wenn man sich alleine die Zahlen eines Doodle Jump anguckt… diese kleinen Games haben ein riesiges Publikum. Aber wie sieht es mit richtigen Spielen aus? Kann das iPad das überhaupt? Hat ja von der Leistung her nicht sonderlich viel unter der Haube. Es ist zu groß, um ein Handheld ersetzen zu können, zu klein und zu schwach, um Konsole oder PC überflüssig zu machen. Nichts halbes und nicht ganzes oder doch das neue Zwischending, quasi die neue Generation des Videospielens?
Meiner Meinung nach ist das iPad – zumindest in der ersten Generation – wenig mehr als eine Spielerei und taugt höchstens als Mediastation (obwohl da der geringe Speicherplatz und das Fehlen von USB- oder Speicherkartenanschlüssen ein großes Manko ist), im Büro für Präsentationen oder eben zum Lesen von E-Books.
Was haltet ihr von dem iPad? Werdet ihr euch das Ding gönnen? Ralf hat auf jeden Fall schon angekündigt, hier auf Zockwork die Berichterstattung zu Games und Apps auf dem iPad übernehmen zu wollen, ihr erfahrt also vermutlich rechtzeitig, ob sich die Anschaffung lohnt.

Image Courtesy of Apple.

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Mit-Gründer von Zockwork Orange, Casual Gamer, Assassin's-Creed-Fanboy, Hyrule-Retter. Beendet Spiele oft nicht, schreibt trotzdem drüber.

4 Comments

  1. Ich hab mich auf meinem Blog ja auch schon damit auseinander gesetzt, welche Zielgruppe das iPad denn wirklich erreichen soll. Dem Ding fehlt in meinen Augen in jeder Disziplin an wichtigen Details, die es zu etwas wirklich tollem machen könnten.

    Mit Games hab ich mich da gar nicht so befasst, aber da gebe ich dir recht – das iPad ist vorerst nichts halbes und nichts ganzes. Theoretisch könnte man es als kleine Konkurrenz zur Wii ansehen, was die Leistung und ungewöhnliche Bedienkonzepte angeht. Aber allein die Tatsache, dass man die Spiele wohl nur als Download auf den begrenzten Speicher wird laden können, verurteilt das Gerät in der Hinsicht zum Scheitern. Ich weiß auch nicht, ob ich auf Dauer den Monitor, auf dem das Spielgeschehen abläuft, die ganze Zeit wild herumschwenken wollen würde, um ein Spiel zu steuern…

  2. Ich glaube, wir werden uns noch wundern, wie dieses „in jeder Hinsicht zum Scheitern verurteilte“ Gerät den Markt umkrempeln wird. Möglicherweise gehört man gar nicht selbst zur Zielgruppe? Oder man weiss es vielleicht noch nicht!

    Ich schaue derzeit eher mit meiner beruflichen Brille auf das iPad, und da tun sich enorme Möglichkeiten auf. Olli hat mal nur zwei Möglichkeiten aufgezeigt.

    Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass uns in sehr kurzer Zeit pfiffige Spieleentwickler neue Games präsentieren werden, bei denen wir uns fragen müssen, wieso zum Teufel habe ich noch kein eigenes iPad zuhause?!!

  3. @David: Mich wundert sowieso, warum Mehrspieler-Games auf dem iPhone so vernachlässigt werden. Da gäb’s doch auch schon tonnenweise Möglichkeiten. Man denke nur an ein Lichtschwert-Duell!

    @Ralf: Ich denke auch, dass das Ding zum Erfolg wird, glaube aber nicht an die Revolution, sondern eher die Abdeckung des Casual-Markts. Die Möglichkeit, kommerziell solche Geräte zu nutzen (wie von Oliver mit Ikea und BMW vorgeschlagen), kommt ja nicht erst mit dem iPad auf sondern ist schon seit vielen Jahren im Gespräch – allerdings da mit spezialisierten Geräten, mit denen man nicht nebenbei Spiele spielt etc. Durchgesetzt hat sich sowas bisher noch nicht.

    Das iPad selbst in seiner jetzigen Form halte ich auch eher für ungeeignet. Erstmal müsste Apple selbst diese Richtung anvisieren, denn bei einem so geschlossenen System sind die Entwickler auf Apples Unterstützung angewiesen. Außerdem müsste das Interesse der potentiellen Kunden da sein. Aber vielleicht kommt Apple – oder einer der Mitbewerber – ja auf die Idee, ein speziell auf Industrie und Handel ausgelegtes, robusteres Gerät rauszubringen. Dann kann ich mir sowas vorstellen!

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