Das Spiel zum Sonntag: Gray 2

Das Spiel zum Sonntag: Gray 2

Wer kennt es nicht: Es ist schon wieder Sonntag, die Blogs sind ruhig, beim Mittagessen mit der Familie gab es auch keine spannenden Neuigkeiten und die Freunde brauchen den Tag zum entspannen. Doch ZwO schafft eine kleine Abhilfe. In der Reihe Das Spiel zum Sonntag werde ich euch ab sofort jeden Sonntag ein kostenfreies (Browser)Game vorstellen, das euch die Langeweile an dem ruhigsten Tag in der Woche nehmen soll.

Gray ist ein sehr eigenwilliges Spiel und eigentlich eher ein kleines Kunstwerk, das zum Nachdenken anregen soll.

Aber zuerst einmal zum Spielprinzip: Ihr steuert eine einsame Figur, die nahezu von einer riesigen Masse an protestierenden Menschen überrannt wird. Mit Hilfe der Pfeiltasten und der Leertaste versucht ihr in dem Chaos nun Menschen anzuhalten und von eurer Meinung zu überzeugen. Dies geschieht, in dem ihr durch Betätigen der Leertaste Amplituden in Richtung der anderen Figur schickt. Bei Erfolg nimmt sie eure Farbe an und teilt somit auch eure Meinung. Doch irgendwann habt ihr so viele Leute überzeugt, dass alle Figuren die gleiche Farbe tragen und ihr wieder mit dem Strom schwimmt. Dann geht das ganze von vorne los und ihr bahnt euch wieder einen Weg durch die Masse – aber diesmal natürlich in die andere Richtung.

Gray stellt Fragen an die menschliche Individualität und an die Möglichkeit, dass ein einzelner Mensch die Geschichte verändern kann. Mehr erklärt das folgende Zitat von Joe Bergeron, der zum Entwicklerteam von Intuition Games gehört:

For those of you who don’t understand the point of it, […] it’s not really about a single debate in politics, but the very being of politics itself, which is deciding what’s right, and it’s polar ends. You can see some people running with crosses and some people running with signs in the game, showing how people feel so much how their point is right. When you convince a person that the opposite is right (I said convince, not prove) they in turn convince others, and the whole tide of which is correct and which side isn’t is turned. The sides keep turning, and you keep changing your mind until you can see the middle. As before, you try to convince others to see the middle, but your points don’t match, as people don’t want to their opponent to have any sort of win, including a compromise, so you endlessly try to make others see to the middle, until there are no others.

Hier könnt ihr Gray spielen.

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Kristin Knillmann (Projektleitung, Gast-Redaktion) Job: High5-Mädchen, Redakteurin GameStar/GamePro

2 Comments

  1. (Muha! “ die Blogs sind ruhig.-> Nee ey, das kenn ich wirklich nich‘)

    …mal abgesehen von dem philosophisch/politischem Aspekt…wie geil ist denn der Sound bitte!?

    …könnt ich stundenlang hören, das Geräusch. Ehrlich.

  2. Pingback: Gray | Superlevel

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