Archiv nach Tags: Xbox 360

Blablabla

Ach du, ein Rockstar-Spiel. Das kann ja nix werden.

Der Joe ist schon so ein Verrückter. Ein echt lieber Kerl, knuffig wie alle sofabesetzenden Diddlmäuse in einer Staffel »Schwer verliebt« und dennoch ein manneskräftiger Bumsbock vor dem Herrn. Beneidenswert. Aber was Videospiele angeht: Komplette Geschmacksverirrung! Hinterließ doch schon sein völlig bodenloser Verriss von Assassin’s Creed 3 shock and awe in der restlichen Bloggerlandschaft, das #rindergate war auf Twitter geboren, Klagen, Händeringen, schreiende Mütter hielten ihren völlig verstörten Kindern die Augen zu und übergaben sie als unbezahlte Tagelöhner in Jörg Langers Spieletext-Sweatshop, auf dass sie es dort einmal besser haben. Alles, alles war erträglicher als dieses widerwärtige Hass-Pamphlet auf inhaltlich unterirdischstem Niveau. Und jetzt auch das noch: Schrottwichteln. Absender Joe, Empfänger Fabian, ach ach ach. Ein kleines Logikrätsel: Was verwichtelt jemand, der von Videospielen nicht den Hauch einer Ahnung hat und das schlechteste aussuchen soll, was er so finden kann? Antwort: Etwas völlig Zufälliges, was also möglicherweise auch richtig gut sein kann. Hallo, »Rockstar Games presents Table Tennis«.

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Manchmal hat der Würfel sogar recht.

Manchmal hat der Würfel sogar recht.

Da kehrt man abends in sein heimisches Domizil zurück, schaut die zahlreiche Fanpost sowie diverse Aufmerksamkeiten aus fernen Ländern durch (ihr kennt das..), nur um dann bei einem ganz besonders anmutenden Päckchen hängen zu bleiben. Daniel hat weder Kosten noch Mühen gescheut, mir ein kleines Präsent des großen Warenlieferdienstes zukommen zu lassen. Mit Geschenkpapier und allem, was dazugehört. „Netter Kerl!“, denke ich mir, während meine Griffel bereits die ersten Fetzen des roten Geschenkpapieres von dem mysteriösen Inhalt herunter reißen.
Kurz darauf ist mein Geschenk freigelegt und diese eine Ader auf der Stirn beginnt zu pochen. Schweiß durchdringt meine Poren und der eigene Gesichtsausdruck verformt sich zu einem zornigen etwas, welches ich an dieser Stelle nur mit dem Begriff Grumpy Human erklären kann.
Jetzt fällt es mir wieder ein: Wie schon im letzten Jahr haben wir uns bei Zockwork Orange wieder besonders lieb und schenken uns die allerschönsten Schrecklichkeiten, die man für relativ wenig Geld kaufen kann. Das Schrottwichteln hat begonnen!

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Review: XCOM – Enemy Unknown

von in Reviews
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Nachdem ich auf der gamescom für mich sehr überraschend gehyped wurde, war es nun am 12. Oktober endlich soweit: »XCOM – Enemy Unknown« erschien im Handel und ich konnte mich der Vereitelung einer Invasion durch Aliens nach altbekanntem Muster hingeben.


Damals hatte ich die Möglichkeit bekommen, mich eine Stunde mit dem Gameplay auseinanderzusetzen, was zwar gut war, um einen generellen Eindruck zu bekommen, aber gerade ein Spiel von den Ausmaßen XCOMs bedarf doch längerer Zeit, um Schwächen und Stärken genauer unter die Lupe zu nehmen. Hat sich also was an meiner damaligen Begeisterung geändert?
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ZwOflash #12: Süßes oder Saures

von in News
2

Es ist diese Zeit des Jahres: Wir wischen die dicke Staubschicht von den Type O Negative-CDs und Grabbeltisch-Horror-DVDs, mampfen diese lustigen Gummi-Fledermäuse mit diesen Lakritz-Flügeln und schwingen mit einem irren Grinsen das am wenigsten stumpfe Brotmesser, um einem arglosen Kürbis eine Fresse in selbige zu schnitzen und aus seinen Innereien ein schmackhaftes Süppchen zu kochen. Ja, Halloween naht in großen Schritten und was würde neben all dem anderen Gedöns das Spielerherz da nicht mehr erfreuen als ein knallhartes Horrorspiel? Man hört ja allerorten, dass das frisch erschienene Resident Evil 6 für alles mögliche geeignet ist, nur nicht zum Gruseln. Ich dagegen schwitze gerade Blut und Wasser angesichts vieler Aliens und wenig Spielgeld in XCOM: Enemy Unknown und bibbere Stoßgebete, dass mein Team den nächsten Einsatz überleben möge. So könnte man Survival Horror auch definieren.

Game Development

Im eher klassischen Sinn des Genrebegriffs geht es bei Outlast zur Sache. Der Trailer lässt einem den Atem gefrieren und nimmt einem das Blut und erinnert mich spontan an das gute alte Condemned. Das Entwicklungsteam Red Barrels Games liest sich wie eine Superband, haben die Jungs doch in ihrer bisherigen Karriere an Hochkarätern wie Prince of Persia: Sands of Time, Uncharted oder Splinter Cell gearbeitet. Wir sind also gespannt, bis Halloween wird es damit jedoch nix mehr, vielmehr soll das Grauen im Sommer 2013 via Steam losgehen.

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Wenn ich den letzten Teil der Mass-Effect-Serie Revue passieren lasse, fallen mir zwar ein paar Logikfehler auf, aber denke ich primär an ein Ende, das durch viele Facetten überzeugen konnte: die Musik passte perfekt und die Atmosphäre hatte mich komplett gepackt. Vor allem aber hat mich das Ende zum Nachdenken angeregt, und das finde ich immer besser als ein simples Ende, das alles erklärt und keine Fragen offen lässt. Wenn ich mich Wochen später noch dabei erwische, wie ich über irgendwelche Details nachdenke, dann haben die Autoren definitiv etwas richtig gemacht. Ein schlechtes Ende hingegen würde man verdrängen, so wie ich zum Beispiel das Ende der TV-Serie LOST erfolgreich verdrängt habe.

All of this has happened before, and it will all happen again

Die Idee der „Eternal Recurrence“ oder des „Eternal Return“ (dt. ewige Wiederkehr) spielt in vielen Religionen und Kulturen eine wichtige Rolle. Schon die Ägypter und die Mayas glaubten, Zeit sei nicht linear, sondern zyklisch, und in allen Religionen, die an Wiedergeburt glauben, ist das Konzept offensichtlich auch vorhanden. Aber es gibt auch viele popkulturelle Beispiele für ewige Wiederkehr: Peter Pan, Die unendliche Geschichte, Battlestar Galactica oder Matrix.

Bei Mass Effect erwähnt zuerst der letzte Protheaner Javik, dass das Universum zyklisch abläuft. Das wissen wir bereits, alle 50.000 Jahre kommen die Reaper, töten höher entwickeltes organisches Leben und verschwinden wieder. Doch wir wissen nicht, ob sie die Ursache des Zyklus sind oder selbst einer höheren Macht unterliegen. Wer sich am religiösen Part des Endes stört, hat hier vermutlich nicht zugehört. In jedem Zyklus bauen die hoch entwickelten Bewohner der Galaxie eine Waffe gegen die Reaper, die aber nie rechtzeitig fertig gestellt werden kann. Die Pläne werden dann an die nächste Generation weitergegeben, die mit der Planung ein Stück weiter kommt. Die Protheaner waren einst die erste Rasse, die kurz vor der Vollendung des Crucible stand, der Waffe, mit der die Reaper vernichtet werden sollen, jedoch kann dies erst im aktuellen Zyklus zum ersten Mal vollbracht werden. Beim Hinweis, der zur Vollendung des Crucible fehlende Catalyst sei die Citadel (Crucible, Catalyst, Citadel, Cerberus, Cycle, Collectors… hmm… I see what you did there), sollte man stutzig werden: Der fehlende Teil für die Waffe gegen die Reaper ist das Ding, das die Reaper selbst gebaut haben? Und wer hat überhaupt die Reaper gebaut? Und warum zum Teufel rotten sie einige Lebewesen aus, aber nie alle?

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