XBLA

Alle Artikel mit dem Tag: XBLA

Review: LIMBO

Maxx

Anm. d. Red. aka David: Letztens hatte ich ja ein paar Worte zu LIMBO verloren, obwohl ich nur die Demo gespielt hatte. Unser Gastautor Maxx hat sich nicht lumpen lassen, die Vollversion gekauft und diese natürlich auch gespielt und ein bisschen ausführlicher was dazu geschrieben.

Wer bei dem Wort Limbo zuerst an ein Web Content Management System oder seinen letzten Tansaniaurlaub denkt, ist bei dem ersten Spiel aus Microsofts diesjähriger Summer of Arcade-Reihe herzlich fehl am Platz. Auch wer über den Namen schon ein buntes Tanzspiel im Kopf sieht, muss sich seit letzter Woche auf dem Live Marketplace von etwas anderem überzeugen. Wirken Name und Konzept sehr putzig, haben wir eins der cleversten und schaurigsten 2D Spiele der letzten Jahre vor uns. Das Erstlingswerk der Entwickler von Playdead ist nämlich ein Wolf im Schafpelz.

Der Titel des Spiels lässt sich also eher vom theologischen begriff Limbus, der die Vorhölle in diversen alten Schriften benennt, ableiten. Zumindest würde dieses Sinnbild dem Spiel sehr viel gerecht werden. Als kleiner Junge begibt man sich auf der Suche nach seiner Schwester an dem dunklen und skurrilen Ort der LIMBO genannt wird. Da das ganze völlig ohne Sprache, Text oder sonstige Form von Cutscene auskommt, tappt man anfänglich sprichwörtlich im Dunkeln. Diese Redewendung beschreibt die ersten Minuten LIMBO eigentlich mehr als gut. Direkt von Beginn an befindet man sich in einer so tiefschwarzen Welt, dass es sich tatsächlich um einen Kreis aus Dantes Inferno handeln könnte. Verwirrung und Ahnungslosigkeit sind Teil des Spielprinzips. Den ganzen Beitrag lesen »

Schwarzweiß-Limbo durch die Unterwelt

David

Alle reden sie in letzter Zeit nur noch von einem Game: LIMBO. Wer jetzt an Futurama denkt: LIMBO hat nichts mit dem Tanz zu tun, in dem Hermes Weltmeister ist. (Auch nicht mit dem Buch von Aldous Huxley, aber das kennt ihr vermutlich eh nicht).
Limbo kommt von dem lateinischen Wort für “Rand” (Limbus) und bezeichnet in der katholischen Theologie einen Bereich der Hölle, in dem sich Seelen aufhalten, die zwar die “original sin” (also quasi die Erbschuld, mit der laut der Kirche jeder geboren wird) in sich tragen, aber sonst nichts Böses getan haben. Dämliches Konzept, ich weiß.
Der Protagonist in dem Spiel ist ein kleiner Junge auf der Suche nach seiner Schwester in einer feindlichen schwarzweiß-Welt, möglicherweise der Hölle?

LIMBO ist ein Puzzle-Platformer von PlayDead Studios und in den letzten Tagen spielt es so ziemlich jeder Blogger und jeder Twitterer, den ich kenne.
Ich nicht.
Warum? Weil LIMBO ein verdammt teures XBLA-Game ist. 1200 Points (ca. 15 Euro) sind einfach zu viel, besonders wenn man sich die kurze Spielzeit vor Augen hält. Die Demo habe ich gespielt und ich sehe, was alle so toll an dem Spiel finden. Es ist düster, es ist minimalistisch und ab und zu stirbt der kleine Kerl extrem brutal. Trotzdem ist mir die Suche des namenlosen Jungen nach seiner Schwester -- eben auch wegen der viel gepriesenen Schlichtheit -- keine 15 Euro wert.

Zwei Jahre Entwicklung soll in dem Spiel stecken, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Dafür gibt es zu viele Bugs und dafür ist auch die Steuerung viel zu holprig. Und das Spiel eben viel zu simpel. Möglicherweise wird es später ja noch interessanter, ich habe da aber eher Gegenteiliges gehört, also dass das Gruselige (was ich nicht gesehen habe) eher immer gleich bleibt. Den ganzen Beitrag lesen »

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

David

Scott Pilgrim ist kein klassischer Nerd, schließlich ist er nicht der hellste. Aber er spielt in einer Band, die Sex Bob-Omb heißt, wenn er pinkelt erscheint über ihm ein kleiner werdender Urin-Balken und für bravouröse Taten bekommt er EXP.
Im Leben ist ihm eigentlich alles irgendwie egal und “whatever” ist sein Lieblingswort (“I think we should break up or whatever.”), bis ihm Ramona Flowers über den Weg läuft. Doch um mit ihr zusammen sein zu können, muss er ihre 7 Evil Exes besiegen. Zum Glück für ihn, dass er viele Mangas liest und viele Games zockt (nicht am PC, von Computern hat er 0 Ahnung und auch sonst ist er ziemlich verpeilt) und deshalb weiß, wie man kämpft.

Scott: Hey, amazon.ca, that’s the online bookstore or whatever, right?
Wallace: Yep.
Scott: what’s the website for that?
Wallace: ……….
Wallace: … amazon dot ca?
Scott: Cool! Thanks.

Der Kampf gegen die 7 Evil Exes (der in den Comics gar keine so zentrale Rolle spielt) kommt bald (Januar 2011, Regie: Kevin Smith) unter dem Titel Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt in die deutschen Kinos, passend dazu gibt es das pixelige Game von Ubisoft, welches am 10. August für PSN, und etwas später auch für XBLA, erscheint.
Passend zur Optik des Spiels liefert die Chiptune Punkband Anamanaguchi den Soundtrack zum Game. Der Film wird von Beck, Plumtree, T-Rex, Brian LeBarton und den Rolling Stones (und vielen mehr) musikalisch untermalt. Den ganzen Beitrag lesen »

Alles muss raus

David

Ich hoffe, ihr habt genügend Microsoft Points bei euch rumliegen, denn vom 14. -- 20. Juni gibt es einen Haufen Spielekracher stark vergünstigt auf dem Marketplace.

In dem Zeitraum kosten Shadow Complex (Review), Trials HD, Marvel vs Capcom 2, TMNT Turtles in Time HD und Splosion Man für den halben Preis, also in dem Fall für 400-560 Points.
Aber das ist noch nicht alles. Am 15. Juni gibt es zwei Games on Demand, LEGO Batman: The Video Game und Mercenaries 2: World in Flames. Ebenfalls am 15. Juni erscheint das Mass Effect 2 Overlord Add-On (560 Points) und noch Avatar-Quatsch zu Mass Effect 2.

Dann gibt es noch einen riesigen Haufen Games für die Hälfte des normalen Preises (meistens jedenfalls), und zwar zwischen dem 16. und dem 22. Juni. Der Einfachheit halber schreibe ich hinter den Titel (Originalpreis/Aktionspreis). Den ganzen Beitrag lesen »

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The Impossible Game looks like a lot of fun…

David

…not!
Mal ganz unter uns, Videospieler haben doch eins gemeinsam: sie haben nicht viel Geduld und verlieren schnell die Nerven. Oder geht das nur mir so? Wenn es bei euch anders sein sollte, dann besorgt euch doch mal The Impossible Game für euer iPhone oder euren iPod Touch (vielleicht bald sogar auch für’s iPad?) und versucht, dieses recht kurze Game in einem Durchgang zu schaffen. Oder die Medaille für 500 Versuche zu erreichen. Zugegeben, die Musik ist cool (sicher nicht mehr, wenn man sie bei allen 500 Durchgängen hören muss) und das Spielprinzip doch irgendwie nett und interessant aber wer will schon stundenlang immer wieder das gleiche machen?


Und vor allem, wer will sowas auf dem iPhone spielen? Ein “Handheld”, bei dem die Taste der Screen selbst ist und man beim Drücken die Hindernisse verdeckt, ist gerade für so ein Spiel denkbar ungeeignet. Gut, Canabalt wurde auch gekauft, obwohl es meiner Meinung nach im Browser viel besser funktioniert.
Eins muss man The Impossible Game aber zu Gute halten: es kostet nur 99 Cent im iTunes Store. Und das Spiel ist auch für die Xbox 360 erhältlich, da kostet es auch gerade mal 80 Cent.
Na los, besorgt euch The Impossible Game! Ein Fan auf Facebook (der Entwickler selbst) kann sich doch nicht irren, oder?
(Man kann es auch im Browser spielen und ich habe es immerhin so weit geschafft, bis die Demo abbricht. Aber das reicht mir auch.)

Was machen eigentlich The Behemoth?

Kristin

Vor ziemlich genau einem Jahr enthüllten The Behemoth den ersten Trailer (siehe weiter unten) zu ihrem damals noch mit Game #3 betitelten Spiel. Wenn ich an damals zurück denke, weiß ich sogar noch exakt wie begeistert ich von den neuen Ideen der Castle Crashers-Erfinder war. Doch dann geriet der Titel bei mir irgendwie in Vergessenheit und auch die großen Videospielseiten hielten es nicht für nötig, die einzigartigen Künste von The Behemoth im Auge zu behalten.

Vor wenigen Tagen musste ich allerdings wieder an März 2009 zurückdenken und surfte auf dem Development-Blog der kalifornischen Jungs vorbei. Und siehe da: Game #3 trägt seit Anfang Februar den klangvollen Namen BattleBlock Theater und darf mittlerweile in einem zweiten Trailer (ebenfalls weiter unten) bestaunt werden.

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Review: The Misadventures of P.B. Winterbottom

David

The Misadventures of P.B. Winterbottom ist das erste Game der Entwickler mit dem coolen Namen (und mindestens genau so genialen Logo) The Odd Gentlemen. Der Held des Spiels ist mindestens ebenso odd, wenn auch weniger Gentleman, schließlich handelt es sich um einen gemeinen Kuchendieb. Ziel ist es in jedem Level also, die Kuchen einzusammeln, damit Winterbottom sich den Wanst vollschlagen kann. Doch das ist gar nicht so leicht, denn die Kuchen sind oft für den kleinen Mann mit Hut überhaupt nicht erreichbar. Zum Glück folgte Winterbottom einem großen Kuchen durch ein mysteriöses Portal und kann nun die Zeit manipulieren.

Time bending fun in a silent film world

Passend zu der Stummfilm-Optik kann man den Kuchendieb in jeder Situation auf Zelluloid bannen und das Aufgezeichnete in einer Schleife abspielen lassen. Man kann also von einem Klon einen Schalter auslösen lassen, um selbst an den Kuchen zu kommen. Hört sich leicht an, verursacht aber später einige Kopfschmerzen, denn die Herausforderungen ändern sich von Level zu Level. Mal ist das Gebäck nach einem Tritt auf einen Schalter nur kurz zu sehen und muss schnell aufgesammelt werden, in einer anderen Welt ist das Naschwerk nummeriert und erscheint immer nur dann (ebenfalls für kurze Zeit), wenn das vorherige aufgesammelt wurde, hier zählt also die Reihenfolge. Später gibt es noch Level, in denen sich Winterbottom zeitlich begrenzt nur in bestimmten Portalen klonen kann, ein anderes Mal sind die Klone böse und eine Berührung mit ihnen fatal. Bei 10-20 bösen Klonen auf dem Screen kann das ganz schön knifflig sein. Die gereimten Zwischentexte und Hinweise unter den Leveln helfen oft leider gar nicht bei den Rätseln.


Die Anzahl der Herausforderungen ist leider stark begrenzt und wenn einem direkt die Lösung einfiele, könnte man The Misadventures of P.B. Winterbottom in maximal zwei Stunden durchspielen, die Bonus-Challenges (Time-Challenge, was ich generell überhaupt nicht mag und Challenges mit Klon-Obergrenze) mal außen vor gelassen. Fast überall werden Vergleiche zu Braid und Portal gezogen, ersterem stimme ich voll und ganz zu, Portal passt nur bedingt, obwohl die Rätsel sicherlich gleich anspruchsvoll sein können.

The Misadventures of P.B. Winterbottom ist ein nettes Puzzlespiel für zwischendurch, für Menschen mit wenig Geduld vielleicht manchmal zu knifflig. Manchmal wollen die Klone nicht so richtig und verhalten sich anders als geplant, was an wenigen Stellen zum Scheitern führen kann. Die schöne Musik und die hübsche Grafik sorgen aber dafür, dass nie wirklich Frust aufkommt, selbst wenn man mehrere Versuche braucht.

The Misadventures of P.B. Winterbottom ist auf Xbox Live für 800 Points erhältlich.
Website zum Spiel.

Review: Shadow Complex

David

Schließt die Augen und denkt euch in einen James Bond-Film hinein, mit Superbösewicht, geheimer Station unter einem See und Weltzerstörungsplänen. Habt ihr das? Oben drauf noch einen Metroid-Anzug mit einigen Gadgets, Überschallstiefeln und Rocketpack. Das fasst in etwa Shadow Complex zusammen, ein geniales kleines Sidescroller-Game/Action-Adventure (auch bekannt als Metroidvania/Castleroid) für Xbox Live Arcade.

Jason Flemming wollte einfach nur mit seiner Freundin Claire in aller Ruhe bergsteigen, als er einen geheimen Stützpunkt entdeckt, in den vor seinen hilflosen Augen Claire reingezerrt wird. Er folgt ihr durch den Hochsicherheits-Komplex mit automatischen Schießanlagen, Robotern und jeder Menge bis an die Zähne bewaffneter Söldner. Mit einer Taschenlampe und einer Pistole bewaffnet kriecht er durch die Lüftungsschächte und kann Claire schnell befreien. Doch nachdem die beiden den Plan zum Angriff auf die USA entdeckt haben, können sie nicht einfach gehen. Irgendwer muss etwas unternehmen und es ist ganz sicher nicht die verletzte Claire. Jason erinnert sich an sein militärisches Training und erkundet alleine den Untergrundkomplex. Nach und nach findet er immer bessere Waffen und Erweiterungen, wie Missiles oder einen Enterhaken für sein Gewehr. Dazu sind noch Teile einer Rüstung überall versteckt, mit denen sich Jason zu einer wahren Kampfmaschine upgraden kann. Beim stärksten Gewehr fliegen die normalen Gegner von einem einzigen Schuss getroffen durch die Luft, wie Verkehrsdummies. Nach und nach erforscht Jason immer mehr von dem riesigen Komplex und deckt den ganzen Plan auf, bis er schließlich gegen Lucius, den mysteriösen Anführer der Restoration, antreten muss. Den ganzen Beitrag lesen »

Capsized sieht verdammt toll aus

Kristin

Indie-Games liegen mir ganz besonders am Herzen und die Vergangenheit hat gezeigt, dass es mittlerweile richtig ambitionierte Projekte gibt, die es zu Ruhm schaffen können. So lief das Spiel Braid (XBLA, PC) im letzten Jahr extrem gut und konnte sogar einige Preise einheimsen. Mein aktuelles Augenmerk liegt auf den hübschen Screenshots bzw dem Trailer von CAPSIZED.

capsized3


Alientrap entwickelt momentan diesen Platformer, der an eine Mischung aus dem frühen Metroid und leicht LSD-lastiger Alice im Wunderland-Optik erinnert. Gameplay gibt es im Trailer glücklicherweise recht viel zu sehen: Offensichtlich steuern wir einen kleinen Astronauten, verteidigen uns mit Laserwaffen und Flammenwerfern gegen einheimische, seltsam aussehende Wesen, benutzen unsere Taschenlampe um uns im Dunkeln zurechtzufinden und können uns mit dem Jetpack in ungeahnte Höhen befördern. Klingt einfallslos, sieht auf den Screenshots dank der Grafik aber richtig schön aus. CAPSIZED soll 2010 für Xbox 360 (XBLA) und PC (Steam) erscheinen. Wir werden weiterhin ein Auge auf den Titel halten und euch rechtzeitig über Neuigkeiten informieren.

Alientrap suchen derzeit CAPSIZED-Testspieler (PC). Wer den Titel interessant findet und sich bewerben möchte, folgt diesem Link.
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