Review: The Misadventures of P.B. Winterbottom

David

The Misadventures of P.B. Winterbottom ist das erste Game der Entwickler mit dem coolen Namen (und mindestens genau so genialen Logo) The Odd Gentlemen. Der Held des Spiels ist mindestens ebenso odd, wenn auch weniger Gentleman, schließlich handelt es sich um einen gemeinen Kuchendieb. Ziel ist es in jedem Level also, die Kuchen einzusammeln, damit Winterbottom sich den Wanst vollschlagen kann. Doch das ist gar nicht so leicht, denn die Kuchen sind oft für den kleinen Mann mit Hut überhaupt nicht erreichbar. Zum Glück folgte Winterbottom einem großen Kuchen durch ein mysteriöses Portal und kann nun die Zeit manipulieren.

Time bending fun in a silent film world

Passend zu der Stummfilm-Optik kann man den Kuchendieb in jeder Situation auf Zelluloid bannen und das Aufgezeichnete in einer Schleife abspielen lassen. Man kann also von einem Klon einen Schalter auslösen lassen, um selbst an den Kuchen zu kommen. Hört sich leicht an, verursacht aber später einige Kopfschmerzen, denn die Herausforderungen ändern sich von Level zu Level. Mal ist das Gebäck nach einem Tritt auf einen Schalter nur kurz zu sehen und muss schnell aufgesammelt werden, in einer anderen Welt ist das Naschwerk nummeriert und erscheint immer nur dann (ebenfalls für kurze Zeit), wenn das vorherige aufgesammelt wurde, hier zählt also die Reihenfolge. Später gibt es noch Level, in denen sich Winterbottom zeitlich begrenzt nur in bestimmten Portalen klonen kann, ein anderes Mal sind die Klone böse und eine Berührung mit ihnen fatal. Bei 10-20 bösen Klonen auf dem Screen kann das ganz schön knifflig sein. Die gereimten Zwischentexte und Hinweise unter den Leveln helfen oft leider gar nicht bei den Rätseln.


Die Anzahl der Herausforderungen ist leider stark begrenzt und wenn einem direkt die Lösung einfiele, könnte man The Misadventures of P.B. Winterbottom in maximal zwei Stunden durchspielen, die Bonus-Challenges (Time-Challenge, was ich generell überhaupt nicht mag und Challenges mit Klon-Obergrenze) mal außen vor gelassen. Fast überall werden Vergleiche zu Braid und Portal gezogen, ersterem stimme ich voll und ganz zu, Portal passt nur bedingt, obwohl die Rätsel sicherlich gleich anspruchsvoll sein können.

The Misadventures of P.B. Winterbottom ist ein nettes Puzzlespiel für zwischendurch, für Menschen mit wenig Geduld vielleicht manchmal zu knifflig. Manchmal wollen die Klone nicht so richtig und verhalten sich anders als geplant, was an wenigen Stellen zum Scheitern führen kann. Die schöne Musik und die hübsche Grafik sorgen aber dafür, dass nie wirklich Frust aufkommt, selbst wenn man mehrere Versuche braucht.

The Misadventures of P.B. Winterbottom ist auf Xbox Live für 800 Points erhältlich.
Website zum Spiel.

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Review: Shadow Complex

David

Schließt die Augen und denkt euch in einen James Bond-Film hinein, mit Superbösewicht, geheimer Station unter einem See und Weltzerstörungsplänen. Habt ihr das? Oben drauf noch einen Metroid-Anzug mit einigen Gadgets, Überschallstiefeln und Rocketpack. Das fasst in etwa Shadow Complex zusammen, ein geniales kleines Sidescroller-Game/Action-Adventure (auch bekannt als Metroidvania/Castleroid) für Xbox Live Arcade.

Jason Flemming wollte einfach nur mit seiner Freundin Claire in aller Ruhe bergsteigen, als er einen geheimen Stützpunkt entdeckt, in den vor seinen hilflosen Augen Claire reingezerrt wird. Er folgt ihr durch den Hochsicherheits-Komplex mit automatischen Schießanlagen, Robotern und jeder Menge bis an die Zähne bewaffneter Söldner. Mit einer Taschenlampe und einer Pistole bewaffnet kriecht er durch die Lüftungsschächte und kann Claire schnell befreien. Doch nachdem die beiden den Plan zum Angriff auf die USA entdeckt haben, können sie nicht einfach gehen. Irgendwer muss etwas unternehmen und es ist ganz sicher nicht die verletzte Claire. Jason erinnert sich an sein militärisches Training und erkundet alleine den Untergrundkomplex. Nach und nach findet er immer bessere Waffen und Erweiterungen, wie Missiles oder einen Enterhaken für sein Gewehr. Dazu sind noch Teile einer Rüstung überall versteckt, mit denen sich Jason zu einer wahren Kampfmaschine upgraden kann. Beim stärksten Gewehr fliegen die normalen Gegner von einem einzigen Schuss getroffen durch die Luft, wie Verkehrsdummies. Nach und nach erforscht Jason immer mehr von dem riesigen Komplex und deckt den ganzen Plan auf, bis er schließlich gegen Lucius, den mysteriösen Anführer der Restoration, antreten muss. Den ganzen Beitrag lesen »

3 Kommentare

Capsized sieht verdammt toll aus

Kristin

Indie-Games liegen mir ganz besonders am Herzen und die Vergangenheit hat gezeigt, dass es mittlerweile richtig ambitionierte Projekte gibt, die es zu Ruhm schaffen können. So lief das Spiel Braid (XBLA, PC) im letzten Jahr extrem gut und konnte sogar einige Preise einheimsen. Mein aktuelles Augenmerk liegt auf den hübschen Screenshots bzw dem Trailer von CAPSIZED.

capsized3


Alientrap entwickelt momentan diesen Platformer, der an eine Mischung aus dem frühen Metroid und leicht LSD-lastiger Alice im Wunderland-Optik erinnert. Gameplay gibt es im Trailer glücklicherweise recht viel zu sehen: Offensichtlich steuern wir einen kleinen Astronauten, verteidigen uns mit Laserwaffen und Flammenwerfern gegen einheimische, seltsam aussehende Wesen, benutzen unsere Taschenlampe um uns im Dunkeln zurechtzufinden und können uns mit dem Jetpack in ungeahnte Höhen befördern. Klingt einfallslos, sieht auf den Screenshots dank der Grafik aber richtig schön aus. CAPSIZED soll 2010 für Xbox 360 (XBLA) und PC (Steam) erscheinen. Wir werden weiterhin ein Auge auf den Titel halten und euch rechtzeitig über Neuigkeiten informieren.

Alientrap suchen derzeit CAPSIZED-Testspieler (PC). Wer den Titel interessant findet und sich bewerben möchte, folgt diesem Link.
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