Archiv nach Tags: World of Warcraft

Jetzt, da wir schon ein paar Wochen mit dem nicht mehr ganz so taufrischen neuen Jahr verbracht haben, geht auch der ZwOflash (mit leichter Verspätung) weiter! Es ist jede Menge passiert, also genug der Einleitung. Auf geht’s!

Aus der Industrie

ZwOflash 18 THQ Logo

- Ich breche gerade mal mit dem ZwOflash-Schema, nur News aus der vergangenen Woche zu behandeln: Der Kampf des Publishers THQ gegen den finanziellen Abgrund war eine der Topstories der letzten Ausgabe, in der ich (und zugegeben viele andere Beobachter der Industrie, einschließlich des THQ-Präsidenten Jason Rubin) durch die positiven Verkaufszahlen des Humble THQ Bundles noch ein kleines bisschen Hoffnung für den Konzern habe durchblicken lassen. Inzwischen, also durch den Jahreswechsel hindurch, wurde die Firmenauflösung in die Wege geleitet, die vorgestern (22.01.13) in einer Konkursauktion gegipfelt hat, in der THQ in einzelne Marken und Tochterstudios aufgeteilt und stückweise verkauft worden ist. Das Resultat sieht bislang folgendermaßen aus:

Relic -- gekauft von Sega für 26 Millionen US-Dollar
Volition -- gekauft von Koch Media/Deepsilver für 22.3 Millionen US-Dollar
Evolve (IP) -- gekauft von Take-Two für 11 Millionen US-Dollar
Metro (IP) -- gekauft von Koch Media/Deepsilver für 5.8 Millionen US-Dollar
South Park (IP) -- gekauft von Ubisoft für 3.2 Millionen US-Dollar
THQ Montreal -- gekauft von Ubisoft für 2.5 Millionen US-Dollar
Homefront (IP) -- gekauft von Crytek für 500,000 US-Dollar

Mit dem »Saint’s Row«-Entwickler Volition, der »Metro«-Reihe (!) und der »Homefront«-Marke gehen also gleich drei große Namen in deutsche Hände und Relic (Entwickler von »Dawn of War«) geht an den Total War-Publisher Sega. Alle Beteiligten sind übrigens zuversichtlich, dass die aktuellen Teams mehr oder minder beibehalten werden. Wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft für die oben genannten Studios und IPs bringt! Es gibt allerdings auch schlechte und traurige Nachrichten -- Alles was bisher nicht veräußert werden konnte, wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst, darunter auch Vigil, der Entwickler von »Darksiders«, einer meiner persönlichen Lieblingsserien der jüngeren Zeit. Gerade »Darksiders II«, das nicht nur von mir hier auf ZwO, sondern auch weltweit hervorragende Reviews eingefahren hat, blieb mit 1,4 Mio. verkauften Exemplaren hinter den angestrebten Zahlen zurück. Für Fans der Serie bleibt jetzt nur zu hoffen, dass Comiczeichner Joe Madueira erneut ein Team zusammentrommelt und mit seiner Schöpfung ebenfalls ein neues Zuhause findet, wie vor ein paar Jahren mit Vigil. Dass Serien und Marken bisher nämlich nicht veräußert werden konnten, heißt nämlich nicht, dass sich das in Zukunft nicht ändern könnte. Ansonsten hat sich Jason Rubin in einem abschließenden offenen Brief an die gesamte Belegschaft gewandt. Darin heißt es unter anderem:Genki

»The work that you all have done as part of the THQ family is imaginative, creative, artistic and highly valued by our loyal gamers. We are proud of what we have accomplished despite today’s outcome (…) It has been our privilege to work alongside the entire THQ team. While the company will cease to exist, we are heartened that the majority of our studios and games will continue under new ownership. «

THQ hatte als Publisher für Videospiele seinen Aufstieg während der 16-Bit-Ära in der Mitte der 90er Jahre erlebt und war mit seiner fast zwanzigjährigen Geschichte einer der traditionsreichsten Publisher in der Industrie und was da abgelaufen ist, ist extrem bedauerlich. Falls sich unter euch, die ihr das hier gerade lest, der eine oder andere ehemalige Mitarbeiter von THQ findet: Stellvertretend für die gesamte ZwO-Redaktion wünsche ich euch alles Gute für die Zukunft und danke euch für alles!

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Im letzten Teil (Link) unserer großen »Guild Wars 2«-Review ging es hauptsächlich um Grafik, Atmosphäre und Story. Jetzt wird’s ein bisschen komplexer, denn wir schauen uns mal die komplexeren Grundbegriffe des Spiels an… Und davon gibt es einige!

Acht-Klassen-Gesellschaft

Sehr häufig habe ich in Rollenspielen die Erfahrung gemacht, dass sich viele Klassen immer irgendwie identisch spielen. Gerade in MMOs! Der Schleicher schleicht, der Kämpfer kämpft, der Heiler heilt… Ihr wisst schon. Man weiß immer irgendwie woran man ist, wenn man sich einen neuen Charakter macht und erst recht, wenn man einem anderen Spieler auf dem Schlachtfeld gegenüber steht. Es gibt Konstanten und wo es Konstanten gibt, gibt es auch Schwachstellen, die sich ausnutzen lassen. In »Guild Wars 2« gibt es zwar auch gewisse Grundmuster, aber die Feinheiten können mitunter stark variieren. Jeder Klasse stehen an die dreißig Skills zur Verfügung, dazu kommen ab Level 10 noch Talentpunkte in multiplen Bereichen, die einem ebenfalls passive Boni verleihen. Und dann gibt es ab Level 30 noch Elite-Skills, die mitunter auch vom gewählten Volk des Charakters abhängen, wie z.B. die Verwandlungsfähigkeiten der Norn, die ich im ersten Teil dieser Review schon angesprochen habe. Phew… Das bedeutet jede Menge Kombinationen und Builts für jede der acht Klassen, mit denen man herum experimentieren kann. Wichtig ist, dass jede Klasse Skills aus allen Bereichen mit sich bringt. Zum Beispiel haben auch Krieger oder Diebe Heilungs- und Schutzfähigkeiten für sich selbst und andere Mitspieler. Keine Klasse lässt sich nur in ein einziges festes Schema pressen. Besondere Erwähnung sollten hierbei auch noch zwei Klassen finden, die mir so in der Art noch in keinem anderen MMO begegnet sind (Wohlgemerkt: Ich schreibe hier aus der eigenen Erfahrung. Wenn ihr Spiele kennt, die ihr als Gegenbeispiel anführen möchtet, könnt ihr die natürlich gerne in den Kommentaren äußern.); Der Ingenieur ist eine Steampunkklasse, die mit Musketen und Pistolen hantiert, Bomben legt und dem Gegner mit Flammenwerfern und Granaten zu Leibe rückt. Nahkampf ist nicht. Außerdem wäre da noch der Mesmer. Diese Mischung aus David Copperfield und Schwertmeister benutzt Illusionen, Gedankenkontrolle und Teleportation, um dem Gegner danach mit der Klinge die Hölle heiß zu machen. Beide haben mir sehr viel Spaß gemacht. Gerade der Mesmer ist ein angenehm frisches Konzept. Etwas, das neben der instanzierten Welt im Vergleich zu »Guild Wars 1« wegfällt, ist die doppelte Klassenbelegung. Damals war es noch möglich, zwei Klassen für seinen Charakter auszusuchen, woraus sich zwar durchaus interessante Kombinationen ergeben haben, aber dafür waren die einzelnen Klassen nicht so komplex wie jetzt.

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Ich habe es noch nie so ganz einfach gefunden, über MMOs zu schreiben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, ist jedes Spiel dieser Machart doch im Vergleich zu normalen Games sehr viel lebendiger. Organischer. Alles entwickelt sich ständig weiter, alles ist im Fluss, ist von der Community getrieben und was heute noch ein Kritikpunkt oder etwas ist, das man selbst für gut befindet, kann mit dem morgigen Contentpatch oder Bugfix schon wieder total obsolet sein. Bestes Beispiel ist diese Review hier, bei der ich einige Teile neu schreiben konnte, weil ich »Guild Wars 2« zwischendurch mal eine Zeit lang habe liegen lassen und Arena.net plötzlich zwei dicke Patches rausgehauen haben.

In Singleplayertiteln ist das einfacher. Klar, für »Skyrim« gibt es jede Menge Mods (also ist auch das irgendwo communitygetrieben, schätze ich) und für viele Spiele gibt es auch Contentpatches oder DLCs, aber trotzdem sind die Abläufe immer irgendwie die gleichen: Man hat eine fixe Kampagne, mit fixen Gegebenheiten, auch wenn es ein Sandboxspiel ist, und es gibt immer irgendein Ende der Story. Das Alleinstellungsmerkmal von MMOs ist, dass sie nicht wirklich ein Ende haben, abgesehen davon, dass man irgendwann jeden Charakter auf Maximallevel hochgezogen hat und bis zum nächsten Addon alles gesehen hat und das ist auch gleichzeitig der Grund dafür, dass ich bisher relativ wenige Spiele dieser Art gespielt habe, die mich auf längere Zeit fesseln konnten. Ausnahmen sind »World of Warcraft« (natürlich), »EvE Online« und das erste »Guild Wars«.

Overly Attached Nightelf

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Skepsis und Ablehnung sind die Wörter die mir einfallen, wenn ich an den Zeitpunkt zurück denke als Blizzard ankündigte, aus einem ehemaligen Aprilscherz tatsächlich reellen Inhalt für seine Milchkuh »World Of Warcraft« zu entwickeln. Kenner der Serie wissen: Schon 2002 wurden die Pandaren im Rahmen eines Aprilscherzes als fünfte Rasse für »Warcraft III« angekündigt und niemand im Entwicklerteam hätte gedacht, dass die knuffigen Kung Fu-Tierchen tatsächlich so viel positive Resonanz bekommen würden. Blizzards Concept Artists Samwise Didier kommentierte in einem BlizzCast (via Joystiq) aus 2008 diese Geschichte wie folgt:

Well, it started off, you know, a bunch of years back when I had a daughter, right. And, when she was born, for Christmas I usually draw a picture for my family. Like a personal one. And so I did, for that picture, for some reason, I decided to do like a panda guy because, actually, also like “Samwise,” “Panda” is my nickname because I’m kind of a big hairy bear dude, but I’m not very fearsome. So I got the nickname “Panda.” So I drew a picture of a panda with a little panda cub on the shoulder and that was the picture for Christmas, that I gave to all my family. And “Oh, it’s because he had a little kid. He’s getting soft!” You know? Whatever. It’s for the family. I had to do something that Grandma would like.

But so we put that up in there and everyone was like “Oh my God! A PANDA RACE? That’s kind of cool!” And I’m like “Are you kidding me, really? You want to see pandas in Warcraft III or whatever?” So, we made like a whole fake April Fools page with different units and all that and people, you know – we thought people would be like “NO WAY!” – and everyone actually liked it and when they found out it was an April Fools joke they were like “Aw, that sucks.” So we’ve kind of just dropped little bits of panda stuff. Like I do that all the time in my pictures. I’ll hide a picture of a panda face. Like it was on Illidan’s blades, back in the day, just put it on there. See if anyone noticed. And they did. Good job, guys. Two points. And ever since then it’s just been kind of a thing. We’re like “Oh, you’re the panda guy.”

Blizzards Entwickler fingen also doch an, die Pandaren nach und nach in die Geschichte ihres Universums einzubetten und ihnen eine Gastrollen in der Warcraft III-Erweiterung »The Frozen Throne« einzuräumen, doch so ganz konnten die gemütlichen Bierbrauer ihren Ruf als Scherzrasse nicht abschütteln. Die Spielerschaft war von Anfang an geteilter Meinung und schon seit Release von »World Of Warcarft«, wurde über ein mögliches Wiedersehen diskutiert, spekuliert und, ganz Internet-typisch, „gehated“. Ein interessantes und immer wieder auftretendes Gerücht war, dass die Pandaren auf Grund des chinesischen Gesetzes niemals ihren Einzug in WoW halten würden, da in China selbst Gewalt gegen anthropomorphe Pandas streng verboten sei. Dies entspricht natürlich nicht den Tatsachen, zeigt aber, dass der Wunsch eines Comebacks bei den Fans da war und zumindest viel darüber gesprochen wurden.

Zehn Jahre nach dem Aprilscherz…

…darf man sich in »Mists Of Pandaria« nun tatsächlich als Pandare oder Pandarin auf Streifzug durch Azeroth und den neuen Kontinent Pandaria begeben. Als alter »World Of Warcraft«-Hardcoresuchti trieb mich die Neugier dann doch dazu, meinen seit über einem Jahr eingestaubten Account zu reaktivieren und mich mit meinem zwergischen Jäger „Grimson“ auf zu neuen Abenteuern zu machen.
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ZwOflash #10: Make Love Not Warcraft

von in News
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Öde Vorlesung? Nichts zutun auf der Arbeit? YouPorn down? Bei was auch immer ihr kurze Zerstreuung braucht, ZwO schafft Abhilfe: Einmal die Woche sammeln wir interessante Neuigkeiten und lesenswerte Artikel aus der Gaming-Szene. Hier ist der ZwOflash für die 41. Kalenderwoche.

Wii U

Rayman Legends verschoben: Wer auf der gamescom war, kam eventuell schon in den Genuss »Rayman Legends«, das exklusiv für die »Wii U« erscheint, anzutesten. Wie jetzt bekannt wurde, wird der Platformer allerdings nicht zum Release der Konsole erscheinen, sondern wurde in das erste Quartel 2013 verschoben.

Gerücht -- GameCube Spiele im Wii U Store: Einem Bericht im UK-Magazin Retro Gamer zufolge, wird es im Shop auf der Wii U auch Gamecube-Spiele geben. Bisher ist dies nur ein Gerücht, aber da die Wii U nicht abwärts-kompatibel sein wird, ist dies doch recht wahrscheinlich.

Games

World Of Warcraft Death Hack: Am Wochenende haben es Hacker geschafft auf die Rechte der In Game Admins des MMORPGs zuzugreifen und konnten so mit einfachen Konsolenbefehlen beliebige Spieler einfach so töten. Fast wie damals in der berühmten South Park Folge.

Crazy Taxi kommt für iOS-Devices: Fans des Dreamcast Klassikers dürfen sich freuen, denn der Arcade-Titel erscheint demnächst™ für alle gängigen iOS-Geräte.

The Death Of Survival Horror: Lesenswerter Artikel von vg24/7s David Cook über das Survival Horror-Genre, das in letzter Zeit ja etwas in der Krise steckt:

Today it’s all about bombast, shouting soldiers and an endless barrage of gunfire that hurts my head just thinking about it. The original Resident Evil was more powerful for being muted and subtle, rather than the in-your-face attempts at horror I see on a yearly basis.

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