Review: Super Meat Boy
Dass Spiele mittlerweile nicht mehr dicke Publisher und AAA-Budgets benötigen, um breite Aufmerksamkeit zu erlangen, sollte nach Titeln wie Limbo oder Minecraft mittlerweile jedem klar sein. SUPER MEAT BOY ist der vermutlich letzte große Indie-Hype des Jahres 2010. Ob es sich den ganzen Wirbel verdient hat, wollte ich mir dann doch mal ansehen. Und so viel vorab: Selten weiß man wohl nach einer Demo so genau, ob man dieses Spiel abgrundtief hassen oder unsterblich lieben wird. Bei mir war es letzteres.
Super Meat Boy muss seine Freundin Bandage Girl aus den Klauen des bösen Dr. Fetus befreien, weshalb das Spiel nicht nur vom Namen her an Mario erinnert. Dazu muss der sympathische Fleischklumpen viele, ziemlich kurze Level im Platformer-Stil durchqueren, die richtig gemacht nur wenige Sekunden dauern. Bosskämpfe gibt es auch und belohnt wird der Spieler durch nette Zwischensequenzen im Stil von Happy Tree Friends. Soweit die Theorie. In der Praxis sind diese Level so unglaublich sackenschwer, dass einer von ihnen buchstäblich -zig Anläufe in Anspruch nehmen kann. Super Meat Boy wird zersäbelt, zermatscht, zerquetscht, zerschlabbert, zerwurstet, zerhäckselt, zersetzt und er fällt in Abgründe. Man muss ihn schon mit sehr feinen Daumen durch die Levels navigieren, die von den Bewegungspatterns der Hindernisse her übrigens perfekt choreographiert sind. Nichts für die frustanfälligeren Menschen in der ZwO-Redaktion unter uns. Schaut es euch einfach selbst an (und der Rest des Reviews geht hinter dem Link nach dem Video weiter):


