Angespielt: R.U.S.E.
Ubisoft, du hast Mut! Ein Strategiespiel zu einer Zeit zu bringen, in der Civilization V gerade herausgebracht wird und StarCraft II auch noch nicht so alt ist, zeugt von einer gewissen Chuzpe. Das eigentlich interessante ist aber, dass es R.U.S.E. nicht nur für den PC gibt, sondern auch für Xbox 360 und PS3. Konsolenspieler werden ja nun nicht gerade mit Echtzeitstrategie verwöhnt, so dass R.U.S.E. schon allein deswegen punkten könnte. Aber will man sowas überhaupt auf der Konsole spielen? Ich habe mir die 360-Version mal angeschaut.
Von der Handlung her ist R.U.S.E. schonmal ziemlich bieder. Zweiter Weltkrieg. Gute Alliierte gegen böse Achsenmächte. Strategisch wichtige Städte wollen eingenommen und verteidigt werden, um den Gegner empfindlich zu treffen, la la la. Mir gibt sowas ja gar nix, aber Historiker könnten ihren Spaß haben: Wie realistisch die Szenarien sind, kann ich nicht beurteilen, aber zumindest gibt es die Orte von denen im Spiel die Rede ist (z.B. Schloss Colditz in der Nähe von Leipzig).
Spielerisch hat R.U.S.E. trotz der Echtzeitabläufe ein gewisses Tabletop-Spiel-Flair. Wenn man die Karte ganz heraus zoomt, sieht man einen Tisch, auf denen die Einheitengruppen wie Stapel von Pokerchips aussehen. Die Karte kann man dann drehen und stufenlos reinzoomen und dort das Mikromanagement mit einzelnen Einheiten betreiben. Diese wählt man an und gibt relativ grob die Zielrichtung vor.







