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Ich bin kein fotogener Mensch. Ganz und gar nicht. Wenn mir mal ein Foto von mir selbst gefällt, dann ist das meist so ein bearbeitetes SRL-Foto, von irgendwem geschossen der das ein bisschen kann. Aber wisst ihr, was mindestens genauso angesagt ist wie SRL-Fotografie? So Indie-Games mit Robotern und Puzzles. Glaube ich zumindest, denn deren Stückzahl scheint dieser Tage recht üppig auszufallen. Kombiniert man jetzt einen dieser Indie-Roboter-Puzzleplatformer mit der oben angesprochenen Spiegelreflexkamera, transformiert sich dieser Klumpatsch™ entweder in einen Hipstermegazord oder – die langweiligere Option – in ein neues 2D-Indie-Roboter-Puzzleplatform-Spiel mit einer Kameramechanik: »Snapshot«!

Snapshot kommt von den Indie-Entwicklern »Retro Affect« und hatte in den letzten Jahren schon etwas Aufmerksamkeit bekommen. Darunter eine Nominierung im Jahr 2009 beim Independent Games Festival in der Kategorie „Excellence in Design“ und bei den Indie Game Magazine Awards 2011 als „Most Anticipated Indie Game 2012“. Für die Szene somit kein unbekannter Titel und nach vier Jahren in der Entwicklung – ja, die Indie-Mühlen mahlen langsam – erschien Snapshot, das eigentlich exklusiv für die PS Vita kommen sollte, am 30. August urplötzlich auf Steam.

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Hallo da draußen und Willkommen zur ersten Ausgabe des neuen ZwO-Newsflash, in dem wir ab jetzt jede Woche für euch wissenswerte, neue, kuriose oder vielleicht auch einfach nur bekloppte Dinge zusammentragen, die uns und die Welt der Video- und Computerspiele die Woche über bewegt haben. Das Motto dieser Ausgabe steht ja schon im Titel, weswegen wir also direkt loslegen können!

Die Top-Story

Die Entwickler der Indie-freundlichen Konsole »OUYA« haben am 19. Juli bekannt gegeben, dass es bereits jetzt einen ersten Exklusivtitel namens »Human Element« für ihre Plattform geben werde. Viel mehr Informationen gibt es dazu aber noch nicht, abgesehen von dem Umstand, dass es ein postapokalyptischer Zombietitel werden soll und für 2015 angekündigt ist.

Für alle von euch, die es noch nicht wissen: »OUYA« ist eine neue, von einem unabhängigen Team entwickelte Konsole, welche »Android« als Betriebssystem benutzt und dank eines eigenen Marketplace, sowie eigenen Entwicklungstools extrem benutzerfreundlich für Indies, aber auch große Entwickler von Spielen und Apps sein soll. Die Besonderheit: Die Konsole finanziert sich momentan durch Crowdfunding auf Kickstarter. Wie dort zu lesen ist, hat das Projekt bereits jetzt 41.746 Sponsoren im Rücken, die eine stattliche Summe von 5.337.435 US-Dollar zusammengetragen haben. Das ist etwa das fünfeinhalbfache des ursprünglichen Projektziels von 950.000 Dollar -- und das, obwohl das Projekt noch bis zum 09. August unterstützt werden kann.

Am Interessantesten dürften dabei besonders zwei Fragen für Entwickler, aber auch Spieler sein: Erstens, ob »OUYA«s Geschäftsmodell, nämlich das einer Open-Source-Konsole, die mit dem angestrebten Preisfaktor mehr als preiswert ist, sich überhaupt bewähren wird. Auf der Kickstarter-Seite heißt es dazu:

Let’s open this sucker up! It’s time we brought back innovation, experimentation, and creativity to the big screen. Let’s make the games less expensive to make, and less expensive to buy. With all our technological advancements, shouldn’t costs be going down? Gaming could be cheaper! We’re handing the reins over to the developer with only one condition: at least some gameplay has to be free. We borrowed the free-to-play model from games like »League of Legends«, »Team Fortress 2«, »Triple Town«, and many others. Developers can offer a free demo with a full-game upgrade, in-game items or powers, or ask you to subscribe.

Eine vollwertige Konsole für kleines Geld also? Oder eine Plattform, die ihre Spiele nur häppchenweise oder per Free-2-Play anbietet? Noch ist es verständlicherweise viel zu früh, um eine direkte Antwort auf diese Frage erwarten zu können, aber der Ansatz des Projekts ist bereits hochgradig interessant.  Die zweite wichtige Frage ist allerdings auch, wie die »Großen Drei«, also Sony, Microsoft und Nintendo, auf den Release der Konsole reagieren werden. Es ist zumindest davon auszugehen, dass sie ihre Vormachtsstellung im Konsolenmarkt mit allem verteidigen werden, was sie einem weiteren, großen Konkurrenten entgegenzusetzen haben. Ganz so unabhängig ist »OUYA« nämlich nicht: »Android« wird entwickelt von der »Open Handset Alliance«. Und die gehören schließlich zu Google.

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Das Humble Bundle ist ein solcher Erfolg in der Indiespiel-Welt geworden, dass mittlerweile gefühlt jeden Monat eine neue Mischung angeboten wird. Jedes bisherige Bundle, das ihr für einen Preis eurer Wahl kaufen konntet, hatte ein Line-Up aus lohnenswerten Spielen. Doch das aktuelle Bundle, Humble Bundle V, ist ein absolutes Ausnahme-Bundle, das ihr euch auf jeden Fall zulegen solltet.

Für einen Durchschnittspreis von momentan knapp $7 bekommt ihr neben Amnesia: The Dark Descent, Sword & Sworcery, Limbo und Psychonauts auch noch eines unserer Highlights aus dem letzten Jahr -- Bastion. Als ob das noch nicht reichen würde, beinhaltet das Humble Bundle V neben diesen fünf Top-Titeln auch die Soundtracks der Games. Und insbesondere der Soundtrack von Bastion ist so großartig, dass sich der Kauf des Bundles schon allein dafür lohnen würde.

Obwohl ich Limbo schon für den PC habe, Psychonauts und Bastion auf der Xbox 360 besitze und auch der Bastion-Soundtrack als CD (mit Autogramm von Komponist Darren Korb) in meinem Regal steht, habe ich mir das neue Humble Bundle sofort gekauft. Doppelt hält besser. Und außerdem geht das Geld einerseits an coole Entwickler, andererseits an unterstützenswerte Charity-Organisationen wie Child’s Play und EFF.

Also: kaufen!

Heute ist es endlich an der Zeit, mit einem Geständnis rauszurücken, einer Sache, für die ich mich schäme, die ich viel zu lange still mit mir herumtrage: Ich habe niemals Portal gespielt! Zumindest bis vergangene Woche nicht. Gut, ich habe letztes Jahr mal in die Orange Box auf der Xbox reingespielt, aber das zählt nicht. Den Cake habe ich zum ersten Mal letzte Woche gesehen und GLaDOS habe ich zum ersten Mal letzte Woche gesehen und singen gehört. Puh, fühlt sich gut an, das mal gesagt zu haben. Lange habe ich es geheim gehalten, habe mein The Cake is a lie-Shirt stolz durch die Gegend getragen, obwohl ich den Spruch, den ich nur aus diversen Webcomics und Internetmemes kannte, erstmal googlen musste, um überhaupt den Portal-Bezug herstellen zu können. The Cake is a lie -- den Spruch kennt jeder und wie ein Papagei habe ich den nachgeplappert, ohne wirklich zu verstehen, was er bedeutet.

Doch woher kam der plötzliche Sinneswandel, auf einmal Portal zu spielen? Auch noch dazu auf dem PC, wo doch jeder weiß, dass ich mit Tastatur+Maus-Steuerung gar nicht umgehen kann? Ich habe Portal vor einiger Zeit für 5 Euro bei Steam gekauft, hatte es aber nie installiert, weil ich es gar nicht spielen wollte und ich meine Festplatte nicht mit 5GB eines Spiels zumüllen wollte, das ich dann eh nicht spiele. Auslöser waren dann zum einen die Jungs von Die Welt Zockt, die mir einen Gratis-Code haben zukommen lassen (wie gesagt, eigentlich hatte ich das Game schon, aber mein Bruder hat sich darüber sehr gefreut) und auf der anderen Seite der zweite Portal-Noob des Teams, Maxx, der mit mir Portal 2 im Koop spielen wollte, weshalb ich Teil 1 doch mal gesehen haben wollte.

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Ich bin Fan der Ghostbusters seit dem ich denken kann. Schon bevor die Turtles, Transformers, Dino Riders, Power Rangers oder Pokémon mein Kinderzimmer unsicher machten, hatte ich die ersten Spielfiguren der Geisterjägern im Schrank liegen und Videokassetten der Zeichentrickserie liefen rauf und runter. Ich zähle auch die beiden Filme mit Bill Murray und Dan Aykroyd zu den Ersten die ich in mein Herz geschlossen habe. Natürlich bin ein klein bisschen in Euphorie geraten, als ich von diesem neuen Ghostbusters-Spiel mitbekommen habe, das sich jetzt als Download anbietet. Gewundert hat mich, dass ich vor dem Erscheinen nicht wie sonst durch Berichte auf Spieleseiten, Twitter, oder via Facebook Shout-Outs davon erfahren habe, sonder einfach über den Xbox Live Marktplatz. Vielleicht hätte ich das schon als Warnung sehen sollen. Abschrecken hätte mich aber der Packshot müssen. Ganz eindeutig wird hier schon der charakteristische Protonenstrahler falsch herum abgebildet. So viel Wert wird hier auf Liebe zum Detail gegeben. Nennt mich pingelig, nennt mich nerdig, aber ich hätte kotzen können.

Eigentlich sollte der Downloadtitel als eine Art geistiger Nachfolger des großartigen Ghostbusters-Spiels von 2009 sein. Das allein ist eine gute Prämisse, aber auch als hoch gelegte Messlatte. Denn wenn wir uns erinnern, hatte das großartige Ghostbusters vor zwei Jahren alles, was das Fan-Herz begehrt: Die Geschichte der Geisterjäger wurde von den original Schreibern fortgeführt, dank der richtigen Lizenz stimmte alles von Peter Wankmans Venkmans Haartolle bis zur Einrichtung des Hauptquartiers und um dem Ganzen noch eine Sahnekrone aufzusetzen, haben die Schauspieler aus den Hollywood Streifen ihren virtuellen Ichs die Stimmen geliehen. Eine der frischesten Spieleerfahrungen des Jahres und vielleicht das beste Lizenzspiel aus diesem Jahrzehnt. Diesen Beitrag weiterlesen »