Oh nein. Der Joe schreibt wieder ein Review. Direkt mal wegklicken. Und dann auch noch über »Tomb Raider«, einen Titel, der quasi eine unübersehbar große Steilvorlage für anzügliche Witzchen aller Couleurs bietet. Doch mag heute der denkwürdige Tag sein, an dem der Zar der Zweideutigkeit auf Zotengezimmere verzichtet und statt dessen ein objektives Review schreibt? Man darf gespannt sein.
Alles auf Anfang

Neue Lara – Neues Glück?
Es fängt alles ganz harmlos an. Lara Croft, eine junge Engländerin, liegt auf ihrer Koje (Seefahrerjargon, ho!) in einer Kajüte (Aye!) des Forschungsschiffes “Endurance” (Ich liebe diese Metapher). Es ist ihre erste Forschungsreise, Mademoiselle ist also ein unbeschriebenes Blatt was gefährliche Expeditionen und wilde Abenteuer im Dschungel angeht. Hach, das klang versaut. Allerdings – man ahnte es bereits – kommt alles anders als gedacht und der Forschungskahn kentert in einem gar fürchterlichen Sturm und die Besatzung findet sich als schiffbrüchig am Strand einer tropischen Insel wieder. Doch damit nicht genug: *PAFF!* Lara kriegt eine verpasst und erwacht als menschlicher Kokon in einer Art rituellen Folterhalle, kopfüber von der Decke baumelnd.
Nun ist klar: Die Kacke dampfet gar sehr und Laras erstes Abenteuer beginnt. Direkt von Anfang an stellt man fest: Mit Action wird nicht gegeizt. Alle naslang explodiert etwas, Lara wird herumgeschleudert oder ein Konstrukt, das bereits seit tausenden Jahren stabil den Gezeiten standhält, zerbirst urplötzlich in seine Einzelteile. Der Pulsschlag ist also konstant bei 250, was nicht alleine an der unglaublich hervorragenden Inszenierung liegt. Auch grafisch sieht das Reboot der Reihe einfach fantastisch aus und ist eines der hübschesten Spiele, die jemals über meinen heimischen Fernseher flimmerten. Ein Paradebeispiel dafür, was die aktuelle Konsolengeneration noch leisten kann.
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