Archiv nach Tags: Square Enix

Aprilscherze habe ich dieses Jahr so gut wie keine mitbekommen, meistens sind die ja eh kacke und total plump. Richtig Mühe gibt sich ja kaum noch jemand. Dennoch -- ohne irgendwelche anderen “Scherze” gestern gesehen zu haben -- küre ich den von Eidos einfach mal zum Besten des Jahres 2013. Setzt man die Glaubwürdigkeit eines Aprilscherzes als Maß der Witzigkeit ein -- je überzeugender, desto gelungener -- versagt leider auch dieser Aprilscherz. Niemand nimmt den beiden Typen (Game Director & Art Director von Deus Ex: Human Revolution) im Video auch nur für eine Sekunde ab, dass es tatsächlich ein 8-Bit-Deus-Ex geben wird. Aber für die Mühe gebe ich zwei augmentierte Daumen nach oben.

Wobei: spielen würde ich es wohl auch, dürfen die ruhig richtig umsetzen. Oder wahlweise ein richtiges Deus Ex rausbringen -- mir egal.

Oh nein. Der Joe schreibt wieder ein Review. Direkt mal wegklicken. Und dann auch noch über »Tomb Raider«, einen Titel, der quasi eine unübersehbar große Steilvorlage für anzügliche Witzchen aller Couleurs bietet. Doch mag heute der denkwürdige Tag sein, an dem der Zar der Zweideutigkeit auf Zotengezimmere verzichtet und statt dessen ein objektives Review schreibt? Man darf gespannt sein.

Alles auf Anfang

Käufer der deutschen Fassung werden ebenfalls die Augenbraue heben. Keine (!) englische Tonspur, nicht mal als Download, steht den Konsolenspielern zur Verfügung. Statt dessen müssen wir mit Nora Tschirner (ja, genau...) leben, die ihre Texte (subjektiv!) mehr schlecht als recht ins Mikrofon quiekt. Für mich, als kein allzu großer Fan von deutschen Filmen und Schauspielern eine ziemliche Tortur.

Neue Lara – Neues Glück?

Es fängt alles ganz harmlos an. Lara Croft, eine junge Engländerin, liegt auf ihrer Koje (Seefahrerjargon, ho!) in einer Kajüte (Aye!) des Forschungsschiffes “Endurance” (Ich liebe diese Metapher). Es ist ihre erste Forschungsreise, Mademoiselle ist also ein unbeschriebenes Blatt was gefährliche Expeditionen und wilde Abenteuer im Dschungel angeht. Hach, das klang versaut. Allerdings – man ahnte es bereits – kommt alles anders als gedacht und der Forschungskahn kentert in einem gar fürchterlichen Sturm und die Besatzung findet sich als schiffbrüchig am Strand einer tropischen Insel wieder. Doch damit nicht genug: *PAFF!* Lara kriegt eine verpasst und erwacht als menschlicher Kokon in einer Art rituellen Folterhalle, kopfüber von der Decke baumelnd.

Nun ist klar: Die Kacke dampfet gar sehr und Laras erstes Abenteuer beginnt. Direkt von Anfang an stellt man fest: Mit Action wird nicht gegeizt. Alle naslang explodiert etwas, Lara wird herumgeschleudert oder ein Konstrukt, das bereits seit tausenden Jahren stabil den Gezeiten standhält, zerbirst urplötzlich in seine Einzelteile. Der Pulsschlag ist also konstant bei 250, was nicht alleine an der unglaublich hervorragenden Inszenierung liegt. Auch grafisch sieht das Reboot der Reihe einfach fantastisch aus und ist eines der hübschesten Spiele, die jemals über meinen heimischen Fernseher flimmerten. Ein Paradebeispiel dafür, was die aktuelle Konsolengeneration noch leisten kann.

Diesen Beitrag weiterlesen »

ZwOflash #17: Alte Innovation

von in News
1

Der Winter bringt anscheinend alles zum Erliegen! Züge fallen aus, bleiben ohne Heizung auf der Strecke liegen (ist mir letzten Freitag passiert), Verkehrschaos und der ZwOflash setzt eine Woche aus. Jetzt geht’s allerdings weiter und darum gibt es ohne Umschweife den ZwOflash für die letzten beiden Wochen!

Aus der Industrie

Das THQ Humble Bundle, das letzten Monat im Zuge einer Sales-Aktion erschienen ist, war ein voller Erfolg für den angeschlagenen Traditionspublisher. Die Aktion hat mit insgesamt 576.117 verkauften Exemplaren rund 3.000.000 US-Dollar eingebracht.

Ubisoft-CEO Yves Guillemot hat mit polygon.com über seine Hoffnung gesprochen, dass die nächste Konsolen-/Hardwaregeneration nicht so lange dauert wie die jetzige. Während ich persönlich nicht wirklich scharf darauf bin, mir alle zwei, drei Jahre eine neue Konsole kaufen zu dürfen (obwohl man ja einiges gewöhnt ist, wenn man hauptsächlich auf dem PC zockt), bin ich doch bereit, den Sinngehalt seiner Äußerungen zu erkennen: Am Ende jedes Konsolenzyklus findet eine leichte Marktübersättigung statt und der Spielraum für Innovation wird kleiner. Klar, denn schließlich sind die technischen Möglichkeiten einer Konsole auch irgendwann mal ausgereizt. Innovation kann aber nicht nur auf der Hardwareebene stattfinden, liebe Publisher. Das zeigen die Indies, deren Titel hardwaremäßig per se eher bescheiden sind, schon seit Jahren. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Kontroverse, die damals im Jahre 2000 um Hitman entstanden ist. Hätte meine Mutter gewusst, dass ich als Auftragskiller Menschen auf diverse Arten und Weisen um die Ecke bringen muss und Prostituierte dank Ragdoll-Engine in obszönen Posen liegen lasse, so hätte sie mir meinen PC wahrscheinlich schneller weggenommen, als ich in 9 von 10 Fällen bei meinen Missionen gescheitert bin. Hitman stand aber hinter der Brutalität und der kontroversen moralischen Komponente immer für intelligentes Gamedesign, welches gefordert und selten frustriert hat. Nachdem die Serie nun 6 Jahre auf Eis lag, kam nun am 20. November der fünfte Teil in den Handel: »Hitman: Absolution«.

Mit Absolution soll ein neuer Abschnitt beginnen, sowohl story- als auch spieltechnisch. Was mir im Vorfeld Angst machte -- erste Trailer ließen einen 08/15-Third-Person-Shooter vermuten -- konnte mich auf der diesjährigen gamescom aber überzeugen: Gespannt war ich auf den Reboot des modernen Klassikers.
Diesen Beitrag weiterlesen »

Aufs Maul in Hong Kong: Sleeping Dogs

von in Reviews
0

Wei Shen war nie ein Mann der vielen Worte; In schwierigen Situationen ließ er immer lieber die Fäuste sprechen, was ihm auch stets eine Menge Ärger einbrachte. Gerade hier in Hong Kong kann das ganz schön gefährlich werden. Korrupte Bullen sind hier das kleinste Problem, denn so richtig böse sind die Triaden, die chinesische Mafia, wenn man so will. Wer sich hier querstellt, wird einen Kopf kürzer gemacht. Keine Untertreibung.

Wei saß viel Zeit im Knast ab, wahrscheinlich das Schicksal vieler Gangmitglieder. Irgendwann verschwand er dann spurlos. Einige munkelten, es hätte ihn endlich erwischt. Ich glaube aber, dass er sich mit den falschen Leute angelegt hat und deshalb untertauchen musste. Amerika, nehme ich an. Ich könnte auch schwören, dass ich ihn neulich im Bam-Bam-Club hier um die Ecke gesehen habe. Hat ziemlich übel ein paar von Bennys Männer aufgemischt. Ja, kämpfen konnte der Junge schon immer. Ein Martial-Arts-Experte wie man ihn sonst nur aus Filmen kennt – dabei hat er damals in der Kampfschule nie besonders gut aufgepasst. Immer den Kopf in den Wolken, hat bestimmt gehofft, endlich hier raus zu kommen. Scheint fast, als hätte er es nicht geschafft. Wer sich mit Benny und Popstar anlegt hat echte Probleme, ehrlich. Diesen Beitrag weiterlesen »