Reviews David, 11. November 2010 um 19:07 Uhr
Kaum haben sich der Professor und sein junger Schüler von ihrem letzten Abenteuer erholt, müssen sie sich direkt in das nächste stürzen. Luke und Professor Layton erhalten einen Hilferuf aus der Zukunft in Form eines Briefes, verfasst vom zukünftigen Luke. Layton und Luke können natürlich nicht anders, als den Anweisungen folge zu leisten und das London der Zukunft vor der mysteriösen Gefahr, über die Future-Luke so vage schreibt, zu retten. Denn eins ist klar: außer Professor Layton selbst ist niemand dazu in der Lage.

Da die beiden selbst erst kurz zuvor Zeuge eines Zeitreise-Experimentes wurden, bei dem Premierminister und Dr. Alain Stahngun, der Erfinder der Maschine, verschwanden, erscheint ihnen der Brief nicht allzu abwegig und das Duo befolgt die Anweisungen, um über ein mysteriöses Uhrengeschäft in ein London zu gelangen, dass den beiden gebürtigen Londonern gänzlich fremd ist. Schon bald, noch bevor sie auf den Verfasser des Briefes treffen, steht für sie fest: das muss das London der Zukunft sein. Doch warum sieht alles so anders aus? Warum sind überall böse dreinblickende Gangster zu sehen? Und warum scheinen sich alle vor Layton zu fürchten, ganz besonders vor seinem Hut?
Nach einem kurzen Abstecher in die Gegenwart machen sich die beiden auf, das Rätsel zu lösen und ihr geliebtes London vor der unbekannten Bedrohung zu retten. Dabei wird Layton mit seiner Vergangenheit konfrontiert, was Professor Layton und die verlorene Zukunft zu dem bisher emotionalstem Game der Reihe macht. Wer wissen möchte, warum der Professor sich nie von seinem Hut trennt und ob er schon immer der tadellose Gentleman war, der er heute ist, wird nicht um das Lösen vieler Rätsel umher kommen. Viele, die keine der Layton-Spiele gespielt haben, vermuten oft, es handele sich um ein reines Rätselspiel. Doch die Story ist der Hauptmotivator für das Lösen der Rätsel, und so absurd die Geschichten im Layton-Universum auch immer sein mögen, ohne sie würden sich die Spiele kaum von anderen Rätselgames unterscheiden. Bei Professor Layton sind die Rätsel, mal mehr mal weniger gut, in die Story eingebunden. Mal muss man ein Schieberätsel lösen, um den Weg vor sich begehbar zu machen, ein anderes Mal baut Layton sich aus einem Spielautomaten eine Waffe, mit der er Münzen auf die Gangster schießt. Zwischendurch gibt es leider auch immer wieder viele Rätsel, die mit dem bekannten “ach ja, dazu fällt mir ein Rätsel ein” oder “diese Statue erinnert mich an ein Rätsel” eingeleitet werden. Bei über 150 Rätseln kann man aber auch nicht verlangen, dass die alle noch perfekt in eine Story eingeflochten werden.
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