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Sich nicht von kleinen Dingen aufregen lassen… Wie zum Beispiel, dass euch der ZwOflash diesmal mit einer winzig kleinen Verspätung erreicht. Oder dem Umstand, dass es vor einem Großereignis wie der gamescom, die ja bekanntlich schon in einer Woche an unsere Türen klopft, im Vergleich zu sonst nicht vor riesigen Stories wimmelt, befinden sich die meisten Publisher doch immernoch in der Nachbearbeitung der E3 oder aber sind in den letzten Zügen mit der Planung der Messe in Köln beschäftigt. Trotzdem: Auch kleinere Neuigkeiten können manchmal sehr hohe Wellen schlagen und derer gibt es diesmal einige. Legen wir los!

Top-Story

Nicht wirklich News im eigentlichen Sinne, sind diese Woche mehrere sehr schöne Artikel erschienen, die sich mit dem Leben und Wirken von Indie-Entwicklern auseinander setzen. Wie wir alle wissen, ist die Indieszene für Games als Medium das, was der Besiedlung des Westens für die USA war (die unschöne Sache mit den Reservaten für Ureinwohner mal nicht mitgezählt): Ein Aufbruch ins Ungewisse, das Abenteuer, sich selbst etwas aufzubauen und wirklich etwas denkwürdiges zu vollbringen, oder aber beklagenswert zu scheitern und vor den Scherben der eigenen Träume zu stehen. »Living the Dream: Arcen Games and the Indie Recipe«, erschienen hier, ist zum Beispiel einer der Artikel, der sich mit der Odyssee des Entwicklers von »AI War: Fleet Command« auseinander setzt und in dem Designer Chris Park die Leser an seiner Philosophie teilhaben lässt:

“The key thing is not to be designing from a position of fear. That leads to very conservative, derivative games. You must start from the assumption that “if I can make something that I feel is fine and good and that I love, at least some others will also love it.”

Ich finde den Artikel deswegen so interessant, weil er zwei Dinge aus erster Hand veranschaulicht:
1. Es wird für Indieentwickler immer schwieriger, sich durch neue, vor allem auch mit bescheidenen Mitteln durchführbare Ideen, von der Masse abzuheben. 2. Der Konkurrenzdruck in der Indieszene steigt, je weiter sie wächst und das Risiko des Scheiterns wird größer. Viele Spieler, aber auch viele zukünftige Entwickler, machen den Fehler zu glauben, dass es einfach sei mit einem Indietitel einen Profit zu erzielen, wenn es nur halbwegs erfolgreich ist. Was die bloßen Entwicklungskosten angeht, ist das sicherlich auch richtig, aber nicht, wenn man die Zeit mit einrechnet, die man mit der Entwicklung verbringt. Man muss ja unterdessen schließlich auch von irgendetwas leben. Jeder von euch, der den Gedanken in sich trägt, eventuell sein eigenes Spiel zu entwickeln, und »Indie Game: The Movie« noch nicht gesehen hat, sollte sich den Text unbedingt zu Gemüte führen, wenn er wissen möchte, was für Herausforderungen auf ihn oder sie warten.

Quelle: gameinformer.com

Aus dem Text wird auch klar, dass digitale Vertriebswege, insbesondere »Steam«, aus Sicht der Entwickler immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das findet im Übrigen auch Jason Rubin (siehe Bild), der amtierende Präsident von THQ, der in diesem Interview mit gameinformer.com unter anderem auch auf den Umstand eingeht, dass digitale Vertriebswege für ein ebenes Spielfeld sorgen, in denen auch kleinere Titel den größeren das Wasser abgraben können. Rubin dazu:

As time progresses, the entire industry will move closer to what we see in the PC model emerging now, which is a lot of different-sized games and different types of games that all get a place in the sun because you can buy things that aren’t $60 boxed goods. If you look at something like Portal, an excellent game that clearly is not a Call of Duty or Grand Theft Auto, bingo. If you look at World of Tanks or League of Legends, there’s any number of these games that are not competing on a graphic level.

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Hallo da draußen und Willkommen zur ersten Ausgabe des neuen ZwO-Newsflash, in dem wir ab jetzt jede Woche für euch wissenswerte, neue, kuriose oder vielleicht auch einfach nur bekloppte Dinge zusammentragen, die uns und die Welt der Video- und Computerspiele die Woche über bewegt haben. Das Motto dieser Ausgabe steht ja schon im Titel, weswegen wir also direkt loslegen können!

Die Top-Story

Die Entwickler der Indie-freundlichen Konsole »OUYA« haben am 19. Juli bekannt gegeben, dass es bereits jetzt einen ersten Exklusivtitel namens »Human Element« für ihre Plattform geben werde. Viel mehr Informationen gibt es dazu aber noch nicht, abgesehen von dem Umstand, dass es ein postapokalyptischer Zombietitel werden soll und für 2015 angekündigt ist.

Für alle von euch, die es noch nicht wissen: »OUYA« ist eine neue, von einem unabhängigen Team entwickelte Konsole, welche »Android« als Betriebssystem benutzt und dank eines eigenen Marketplace, sowie eigenen Entwicklungstools extrem benutzerfreundlich für Indies, aber auch große Entwickler von Spielen und Apps sein soll. Die Besonderheit: Die Konsole finanziert sich momentan durch Crowdfunding auf Kickstarter. Wie dort zu lesen ist, hat das Projekt bereits jetzt 41.746 Sponsoren im Rücken, die eine stattliche Summe von 5.337.435 US-Dollar zusammengetragen haben. Das ist etwa das fünfeinhalbfache des ursprünglichen Projektziels von 950.000 Dollar -- und das, obwohl das Projekt noch bis zum 09. August unterstützt werden kann.

Am Interessantesten dürften dabei besonders zwei Fragen für Entwickler, aber auch Spieler sein: Erstens, ob »OUYA«s Geschäftsmodell, nämlich das einer Open-Source-Konsole, die mit dem angestrebten Preisfaktor mehr als preiswert ist, sich überhaupt bewähren wird. Auf der Kickstarter-Seite heißt es dazu:

Let’s open this sucker up! It’s time we brought back innovation, experimentation, and creativity to the big screen. Let’s make the games less expensive to make, and less expensive to buy. With all our technological advancements, shouldn’t costs be going down? Gaming could be cheaper! We’re handing the reins over to the developer with only one condition: at least some gameplay has to be free. We borrowed the free-to-play model from games like »League of Legends«, »Team Fortress 2«, »Triple Town«, and many others. Developers can offer a free demo with a full-game upgrade, in-game items or powers, or ask you to subscribe.

Eine vollwertige Konsole für kleines Geld also? Oder eine Plattform, die ihre Spiele nur häppchenweise oder per Free-2-Play anbietet? Noch ist es verständlicherweise viel zu früh, um eine direkte Antwort auf diese Frage erwarten zu können, aber der Ansatz des Projekts ist bereits hochgradig interessant.  Die zweite wichtige Frage ist allerdings auch, wie die »Großen Drei«, also Sony, Microsoft und Nintendo, auf den Release der Konsole reagieren werden. Es ist zumindest davon auszugehen, dass sie ihre Vormachtsstellung im Konsolenmarkt mit allem verteidigen werden, was sie einem weiteren, großen Konkurrenten entgegenzusetzen haben. Ganz so unabhängig ist »OUYA« nämlich nicht: »Android« wird entwickelt von der »Open Handset Alliance«. Und die gehören schließlich zu Google.

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Das Humble Bundle ist ein solcher Erfolg in der Indiespiel-Welt geworden, dass mittlerweile gefühlt jeden Monat eine neue Mischung angeboten wird. Jedes bisherige Bundle, das ihr für einen Preis eurer Wahl kaufen konntet, hatte ein Line-Up aus lohnenswerten Spielen. Doch das aktuelle Bundle, Humble Bundle V, ist ein absolutes Ausnahme-Bundle, das ihr euch auf jeden Fall zulegen solltet.

Für einen Durchschnittspreis von momentan knapp $7 bekommt ihr neben Amnesia: The Dark Descent, Sword & Sworcery, Limbo und Psychonauts auch noch eines unserer Highlights aus dem letzten Jahr -- Bastion. Als ob das noch nicht reichen würde, beinhaltet das Humble Bundle V neben diesen fünf Top-Titeln auch die Soundtracks der Games. Und insbesondere der Soundtrack von Bastion ist so großartig, dass sich der Kauf des Bundles schon allein dafür lohnen würde.

Obwohl ich Limbo schon für den PC habe, Psychonauts und Bastion auf der Xbox 360 besitze und auch der Bastion-Soundtrack als CD (mit Autogramm von Komponist Darren Korb) in meinem Regal steht, habe ich mir das neue Humble Bundle sofort gekauft. Doppelt hält besser. Und außerdem geht das Geld einerseits an coole Entwickler, andererseits an unterstützenswerte Charity-Organisationen wie Child’s Play und EFF.

Also: kaufen!