PC

Alle Artikel mit dem Tag: PC

Abgestumpfter Shooter? Zur Verteidigung von Mass Effect 2

Gastautor

Vor drei Wochen erschien Mass Effect 3, das finale Kapitel in der Geschichte um Commander Shepards Kampf für das Fortbestehen allen Lebens in der Galaxie. Ich habe es selber nicht gekauft und der Shitstorm, der zur Zeit über das Spiel und insbesondere das Ende hinweg weht, ermutigt mich auch nicht sonderlich dazu. Anstatt also fleißig die Erde zu retten, sehe ich mir die Vorgänger noch einmal genauer an -- bevor es zu Fuß auf Reaperjagd geht und die Frage beantwortet wird, ob Mass Effect 3 nur noch auf das nach Action geifernde Publikum der Video Game Awards zugeschnitten wurde.

Was machte Teil Eins und Zwei so eindringlich, dass wir über massive schwarze Löcher im Plot hinweg sahen und nun nach dem Abschluss der Trilogie hungern?

Science Fiction ist im Idealfall seit jeher ein Medium für Autoren und Regisseure gewesen, menschliche und daher oft sehr komplexe Fragestellungen in einem vereinfachten Zusammenhang darzustellen und zu erforschen. Hierzu eine kleine, definitiv nicht vollständige Auswahl: H.G. Wells schrieb 1898 zum Beispiel seinen weltberühmten Krieg der Welten nieder, um der englischen Kolonialpolitik den Spiegel vor die Krone zu halten und die vermeintliche Rechtmäßigkeit der Versklavung von technologisch unterlegenen Kulturen in Frage zu stellen. Von vielen stets als albernes Gummimonster belächelt, versuchte Godzilla in seiner allerersten Kinoverwüstung 1954 das nationale, atomare Trauma von Hiroshima und Nagasaki zu verarbeiten, indem er dem nuklearen Schrecken eine greifbare Gestalt gab. Blade Runner von Ridley Scott fragte 1982, ob eine künstlich geschaffene Lebensform das Recht auf Freiheit und würdevolles Leben besitzt, und gerade erst 2011 beschäftigte sich Deus Ex: Human Revolution unter anderem mit Klassenunterschieden und den Grenzen der Technologisierung.

Den ganzen Beitrag lesen »

Große Enthüllungen bei Assassin’s Creed: Revelations

David

Das zumindest wurde uns versprochen. Die Handlungen von Desmond, Altaïr und Ezio sollten zu Ende gebracht, und dabei einiges über die drei Assassini enthüllt werden. Um herauszufinden, ob das Versprechen gehalten wurde, und um zu schauen, ob es sich lohnt, den mittlerweile vierten Teil der Assassin’s-Creed-Reihe ins Laufwerk zu legen, habe ich mich ins Istanbul -- sorry -- ins Konstantinopel des beginnenden 16. Jahrhunderts begeben.

1511 Anno Domini Nostri Iesu Christi. Ezio Auditore da Firenze ist gerade Anfang 50, von seinem Charme hat er jedoch nichts eingebüßt. Und von seiner Tödlichkeit schon gar nicht. Der alternde Assassine wandert auf den Spuren seines Vorfahren Altaïr und besucht Masyaf, wo alles seinen Anfang nahm. Allerdings nicht aus reiner Nostalgie, sondern um Altaïrs sagenumwobene Bibliothek zu finden, die unbeschreibliches Wissen beherbergen soll. Klar, dass die Templer davon auch schon Wind bekommen haben und Ezio zuvor kommen. Ezio findet zwar die Bibliothek, die Schlüssel zum Öffnen sind allerdings teils in Templerhand, teils in ganz Konstantinopel und näherer Umgebung verstreut.

Den ganzen Beitrag lesen »

Schrottwichteln: Bad Day L.A., oder: Ein schlechter Tag für Freddi

Freddi

Ich war gespannt, was auf mich wartete, als ich mein Schrottwichtelgeschenk in den Händen hielt. Mein Geschmack ist durchaus vielseitig und es gibt eigentlich, abgesehen von eintönigen und unlogischen Puzzlespielen, nicht wirklich etwas, das mich abschrecken könnte. Kristin hatte also das harte Los, mir ein passendes Spiel zukommen zu lassen, und was soll ich sagen? Sie hatte es geschafft, mir ein Spiel herauszusuchen, mit dem sie meinen Geschmack um genau 100% verfehlt.

Bad Day L.A. kannte ich bis dato nur vom Namen. Von American McGee, der unter anderem für die Versoftungen von Alice verantwortlich ist, entwickelt, hatte es vor gut sechs Jahren sehr durchschnittliche Wertungen erhalten. Diese Wertungen, gemischt mit einem für mich eher uninteressanten Szenario, haben mich immer davon abgehalten, es mir anzuschauen. Naja, nun war es so weit und ich stürzte mich in ein Spiel, dass von der Gamestar als Spiele-Ableger der Fernsehserie South Park bezeichnet wurde.

Ich legte das Spiel also ohne allzu große Erwartungen in mein Laufwerk und war gespannt, was da kommen würde. Abgedrehter Humor spricht mich durchaus an, allerdings sollte dieser intelligent sein, was mich daran hindert, Serien wie South Park oder Family Guy auch nur ansatzweise lustig zu finden. Bevor ich Bad Day L.A. jedoch starten konnte, gingen die Probleme schon los: Es ist nicht möglich das Spiel in seiner ursprünglichen Version zu starten. Einfach überhaupt gar nicht möglich. Erst die Suche in Foren sagte mir, dass ich die normale .exe-Datei mit der polnischen austauschen musste. Okay, solche Bugs machen nicht unbedingt ein schlechtes Spiel aus, aber es lässt an der Sorgfalt der Umsetzung doch arg zweifeln. Nun ja, los geht’s:

Den ganzen Beitrag lesen »

Skyrim: Erlebnisse eines Dovahkiins

Freddi

Die Spiele der Elder-Scrolls-Reihe spalten seit jeher die Gemüter. War Morrowind für viele damals zu schwer zugänglich, da man vom Spiel nach spätestens 5 Minuten komplett allein gelassen wurde, ging Oblivion plötzlich exakt ins andere Extrem und bot eine ziemlich austauschbare und glatte Fantasy-Erfahrung. SKYRIM soll nun alles anders machen und schafft es, einen gelungenen Spagat zwischen Komplexität und leichter Zugänglichkeit hinzulegen.

Als ich mir überlegt habe, wie ich einen Artikel zu diesem Spiel schreiben soll, wurde mir bewusst, dass eine klassische Review diesem Epos nicht gerecht wird. Natürlich könnte ich schreiben, dass die Grafik zwar nicht hervorragend ist, aber fantastisch die Atmosphäre des Spiels einfängt, dass die Quests schön ausgeglichen sind und auch die Hauptstory viele Fehler aus dem Vorgänger bereinigt, aber das wäre in diesem Fall einfach nicht angemessen und könnte zukünftige Spieler in die Irre führen. Nein, ich will vielmehr Beispiele dafür nennen, was seit Beginn an die größte Stärke der Elder-Scrolls-Spiele ist: die Individualität der Erlebnisse, die das Spiel zwangsläufig nach einiger Zeit entwickelt.

Den ganzen Beitrag lesen »

Edna Bricht Aus und kommt nie wieder

David

Zu sagen, Edna Bricht Aus sei damals an mir vorbei gegangen, würde vermutlich einen Aufschrei des Entsetzens in der werten Leserschaft hervorrufen -- und zum Glück stimmt das auch nicht ganz. Gehört hatte ich von Daedalics preisgekröntem Point-and-Click-Adventure natürlich, und zwar ausnahmslos Gutes; gespielt habe ich es aber erst jetzt, da mir der Nachfolger Harveys Neue Augen so viel Spaß bereitete und außerdem gerade die Sammler-Edition von Edna Bricht Aus erschien. Die beinhaltet neben dem Spiel im Pappschuber noch einen Sampler mit diversen Daedalic-Soundtracks und Entwicklerkommentare von Jan Müller-Michaelis aka. Poki.

Viele Worte muss man zum Spiel wohl nicht verlieren. Edna Bricht Aus ist ein handgezeichnetes Point-and-Click-Adventure, in dem ihr versucht, mit Edna aus der Irrenanstalt Dr. Marcels zu entkommen und am besten noch nebenbei herausfindet, warum ihr überhaupt in der Anstalt steckt. Irgendwie hat das alles mit eurem Vater und Alfred, dem Sohn des Anstaltsleiters zu tun, mit dem ihr als Kind gespielt und gemeinsam Privatunterricht hattet. In der Anstalt habt ihr aber definitiv nichts verloren, das bestätigt auch euer sprechender Plüschhase Harvey. Also nichts wie raus! Aus dem verschlossenen Zimmer zu fliehen ist für Edna, die gerne Schlösser mit abgebissenen Fußnägeln öffnet, ein leichtes. Aus dem Gebäude zu entkommen stellt sich allerdings als etwas schwieriger heraus -- und dann ist da noch die große Mauer um die Anstalt herum. Schwierig, aber nichts aussichtslos, denn zum Glück ist Edna auch nicht auf sich allein gestellt. König Adrian, der Mann im Bienenkostüm oder Alumann, alle helfen Edna, wenn auch nicht ganz selbstlos (ist ja schließlich ein Adventure). Trotz der Hilfe ist der Weg in die Freiheit lang und beschwerlich.

Den ganzen Beitrag lesen »

Adventskalender: Bunter Point-and-Click-Spaß von Daedalic

Kristin

Die Losfee war da und hat drei Gewinner mitgebracht. Folgende Teilnehmer dürfen sich der Reihe nach eines der Daedalic-Games (bzw. das Edna-Pack) aussuchen: Micha, Patrick und Marco. Der Bejeweled-3-Code (XBLA) für die meisten Tickets der Runde geht an Martin. Herzlichen Glückwunsch!

Weihnachten rückt immer näher (habt ihr überhaupt schon Geschenke für die Liebsten gekauft?), hier und da fällt schon der erste Schnee, die Kekse sind gebacken und die Adventskalender sind fast zur Hälfte geleert. Ein perfekter Anlass also, euch mal wieder etwas zu schenken. Unter allen Teilnehmern dieser Runde verlosen wir bunte Point-and-Click-Adventures von Daedalic. Dabei handelt es sich um das Edna-Paket mit Edna Bricht Aus -- Sammleredition und dem Nachfolger Harveys Neue Augen (Review), sowie um Sam & Max -- Im Theater des Teufels und Gemini Rue. Nach Abschluss der Runde zieht die Losfee drei Gewinner aus dem Ticket-Topf, die sich dann der Reihe nach aussuchen dürfen, welches Spiel sie gern gewinnen möchten.

Wenn ich an die deutsche Games-Branche denke, leuchtet in meinem inneren Auge immer der Name Daedalic auf. Die Hamburger beweisen mit ihren einzigartigen Ideen und abgedrehten Settings, dass Qualität nicht immer aus Übersee kommen muss. So räumte der blaue Hase Harvey mit Harveys Neue Augen vor wenigen Tagen erst in vier verschiedenen Kategorien (Bestes Adventure, Bestes Jugendspiel, Beste Story, Bestes Art-Design) des Deutschen Entwicklerpreises ab und bekam von sämtlichen Games-Portalen Höchstwertungen. Aber auch der zugleich düstere und bunte Vorgänger Edna Bricht Aus gilt als eines der besten deutschen Adventures. In der zu gewinnenden Sammleredition gibt es einen Entwicklerkommentar von Jan “Poki” Müller-Michaelis (auch bekannt als GEE-Kolumnist), den schönen Soundtrack und Achievements (Achievements!!!11 Your argument is invalid!).

Aber nicht nur das Edna-Paket hat was drauf. Auch das Polizisten-Duo Sam & Max ist durchaus charmant und mit einer besonderen Prise Humor unterwegs. In der Retail-Box, die wir verlosen, stecken über 40 Stunden Point-and-Click-Spaß und einiges an Bonusmaterial. (Psst, auch Psychokräfte, mit denen ihr Zeit, Raum und Verstand manipulieren könnt, sind im Paket enthalten.)

Als wenn es nicht eh schon viel zu schwierig wäre, sich für einen der Titel zu entscheiden, bringt Daedalic letzten August den Noir-Adventure-Thriller Gemini Rue auf den Markt, in dem der Spieler als Gesetzeshüter Azriel Odin auf ein Netz voll Verrat und Intrigen stößt. Das Cyberpunk-Abenteuer in Retro-Optik gewann auf dem Independent Games Festival 2010 den Student-Showcase-Award und wurde besonders für seinen Witz und die durchdachte, mysteriöse und mutige Story gelobt.

Wie kann ich zu den Gewinnern dieser Runde gehören?

Ein Kommentar unter diesem Artikel lässt euch schon am Gewinnspiel teilnehmen. Wer seine Chancen verbessern möchte, der kann sich via öffentlichem Facebook-Share, Tweet (Link + Hashtag #zwodaedalic) oder Blogpost weitere Tickets für die Verlosung sichern. Mehr Details dazu (und wie ihr den wöchentlichen Bejeweled-3-Code abgreifen könnt) findet ihr in unserem Adventskalender-Ankündigungsbeitrag. Teilnehmen könnt ihr bis zum Sonntag, den 18. Dezember um 12 Uhr Mittags. Im Anschluss entscheidet das Los über die Gewinner.

Den ganzen Beitrag lesen »

Adventskalender: 3x Fanpaket zu Anno 2070

Kristin

Das Gewinnspiel ist beendet und die Losfee hat entschieden: Martin und Jorl bekommen jeweils ein Fanpaket mit T-Shirt, Box und Kalender. Der Hauptpreis (Fanpaket mit Tasse und Spiel) geht an Christian aka N053BLEED. Knallfrosch87 hat außerdem die meisten Tickets für diese Runde gesammelt, weshalb der zweite XBLA-Code für Bejeweled 3 an sie geht. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

Unser erster Verlosungspreis ist gewonnen worden, und pünktlich zum 2. Advent öffnen wir ein neues Türchen: Zusammen mit Ubisoft möchten wir an diesem gemütlichen Sonntag drei Fanpakete zur Aufbau-Simulation Anno 2070 an den Mann bringen. Jedes der Fanpakete enthält eine schicke Fraktionen-Metallbox mit passendem T-Shirt und einer kleinen Überraschung sowie den Anno-2070-Fotokalender für das kommende Jahr. Der Name, der zuerst aus unserem Topf gezogen wird, darf sich zusätzlich noch über eine Tasse und 1x Anno 2070 für den PC freuen.

Wirkten frühere Teile der Anno-Serie auf den ersten Blick recht fad, so siedelt sich Anno 2070 (Pro-Tipp: die Jahreszahlen ergeben in der Quersumme immer 9!) diesmal in einer abwechslungsreichen Zukunft an, etwa 59 Jahre nach unserer heutigen Zeit. Das Zukunfts-Setting eröffnet ein neues Kapitel der Reihe und wirkt nicht nur frisch auf Genre-Fans, sondern kitzelt auch das Interesse vieler PC-Spieler ohne Anno-Hintergrund. Es macht schließlich einen gewissen Reiz aus, einer noch kommenden Gesellschaft Leben einzuhauchen. Und doch muss man sich die gleichen Fragen stellen wie heute: Welcher Weg ist der richtige Weg? Identifiziere ich mich mit den Tycoons, die ihren Fortschritt dem Ausbeuten der Natur verdanken oder eher mit den Ecos, deren Technologien auf regenerativen Energien basieren? Oder stehe ich doch auf der Seite der Techs, mit denen ich in der Unterwasserwelt neue und ungeahnte Möglichkeiten entdecken kann? Keine einfache, aber eine doch grundlegend wichtige Entscheidung, die man in Anno 2070 treffen muss.

Ph4t! Ich will ein Paket haben! Nur wie?

Schon durch einen kleinen Kommentar unter diesem Artikel könnt ihr an der Verlosung teilnehmen. Wer den Link twittern (Hashtag #zwoanno), den Artikel auf Facebook teilen oder einen Blog-Artikel verfassen möchte, kann sogar bis zu sechs Mal in unserer Auslosungsliste landen. Mehr Details dazu findet ihr in unserem Übersichtsartikel. Teilnehmen könnt ihr bis zum kommenden Sonntag, den 11. Dezember um 12 Uhr Mittags. Im Anschluss greift unsere Glücksfee wieder in den Topf voller Lose und zieht drei Gewinner.

Den ganzen Beitrag lesen »

Herbstgeballer 2011

Ralf

Mein Egoshooter-Herz hat diesen Herbst herbei gesehnt. Warum? Weil Electronic Arts Battlefield 3 in den Krieg gegen Activisions Call of Duty: Modern Warfare 3 schickt. Ein Fazit kann man bereits vorab ziehen: Für die Publisher sind beide Titel ein Bombengeschäft. Aber ein paar Tage davor kam auch das langersehnte Gears of War 3 für meine Lieblingskonsole auf den Markt. Und kurz danach hat Microsoft noch Halo: CE Anniversary auf den heiß umkämpften Markt geworfen. Gute Zeiten für Shooter-Fans! Aber der Reihe nach.

Den ganzen Beitrag lesen »

Review: Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn

David

Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn ist das Spiel zur gleichnamigen Spielberg/Jackson-Produktion, die aktuell in den Kinos läuft. Spiele zu Filmen sind ja eh immer schlecht, oder? Falsch!

Angefangen hat alles in Belgien: Obwohl Tintin aus Belgien kommt, habe ich den jungen Reporter im Land der Waffeln und Pommes unter seinem niederländischen Namen Kuifje kennen gelernt. Als Kind verbrachte ich zahlreiche Urlaube an der belgischen Küste und die Zeit vertrieb ich mir gerne mit Comics; entweder Asterix & Obelix oder eben Tim und Struppi. Belgien ist zwar ein zweisprachiges Land, für mich war es aber stets hauptsächlich Niederländisch bzw. Flämisch, das ich im Gegensatz zum Französischen auch von Klein auf recht gut verstand. Und deswegen musste man mir bei jedem Besuch im Supermarkt einen Comic kaufen, wenn man denn wollte, dass ich mitkam. So verbrachte ich meist meine Oster- und Herbstferien. Die Sommerferien hingegen verbrachte ich als blasses Nerdkind, das ich damals schon war, in der örtlichen Stadtbücherei, wo ich neben sämtlichen Bänden der Drei Fragezeichen auch alle Tim-und-Struppi-Comics aufholte. Passend zu Tims Styling, lief der kleine David zu dieser Zeit auch gerne mit hochgekrempelten Schlafanzughosen durch die Wohnung, auch wenn er den Namen für diesen modischen Ausrutscher (plus fours) erst viel später lernen sollte.

Viele Jahre später: Durch einen Zufall erfahre ich, dass sich Größen wie Peter Jackson, Steven Spielberg und Steven Moffat (!) zusammengetan haben, um einen Performance-Capture-3D-Film zu machen. Darüber freue ich mich natürlich riesig, habe zeitgleich aber auch ein bisschen Angst -- wie immer, wenn eine Vorlage verfilmt wird, die ich mag. Da ich mich nicht dran erinnern kann, was gerade an „Das Geheimnis der Einhorn“ so toll gewesen sein soll, wo doch jeder weiß, dass die drei Bücher um die Mondlandung die besten der Reihe sind, lese ich sämtliche Comics erneut, bevor ich den Film schaue und mir anschließend das Videogame vornehme. Die aufwändige Leserei hätte ich mir allerdings sparen können, nahm der Film es doch mit der Vorlage nicht wirklich genau. Das Game ist an den Film angelegt und somit noch weiter vom Original entfernt. Das ist in dem Fall aber weniger schlimm; es geht ja auch gar nicht anders, wenn man aus einem 3D-Animationsfilm einen 2.5D-Platformer machen will.

Den ganzen Beitrag lesen »

Warum Deus Ex: The Missing Link ein schlechter DLC, aber ein gutes Stand-Alone-Game ist

David

Der Hype vor dem vermeintlichen Spiel des Jahrzehnts war groß. Als Deus Ex: Human Revolution dann schließlich erschien, ebbte dieser Hype erstaunlich schnell wieder ab. Dann kam der DLC Deus Ex: The Missing Link und irgendwie interessierte es niemanden in meinem Umfeld. Ob das nur am Preis von sage und schreibe 1200 Microsoft Points/15 Euro liegt? Oder kauft überhaupt jemand Spiel-Erweiterungen für eine Summe, für die man zum Beispiel ein gesamtes Spiel wie Portal kaufen kann? Zugegriffen haben scheinbar nur wenige, sonst hätte man in der Blogosphäre mal was zu The Missing Link gelesen.

Deus Ex: The Missing Link

The Missing Link erzählt eine Geschichte, die eigentlich niemanden interessiert, denn das Hauptspiel Deus Ex: Human Revolution hatte keinerlei Story-Lücken und warf niemals die Frage auf, ob der Spieler irgendwo auch nur das kleinste bisschen Geschichte verpasst haben könnte. Simpel: Adam Jensen stieg an einer Stelle in eine Stasis-Kapsel und an einer anderen wieder aus. Fehlte irgendwas? Hat man als Spieler das dringende Bedürfnis, die Ereignisse der Tage dazwischen zu erfahren? Nö, denn die Story sagt, Jensen sei in Stase gewesen, habe geschlafen wie ein Murmeltier und sei glücklich wieder erwacht. Jetzt kommt der DLC daher und will uns erzählen, dass da doch ganz viel passiert sei -- was doof ist, denn so wirkt die Story, als sei sie mit dem Hammer irgendwo zwischen geklopft worden.

Und nicht nur die Story wirkt so: der DLC versucht gar nicht erst, sich ins restliche Spiel zu integrieren. Das fängt damit an, dass der DLC zwar einen Teil der Story erzählt, der kurz vor Schluss vorkommt, im Hauptspiel aber gar nicht spielbar ist. Wenn ich mir heute den DLC lade und morgen das Game von vorne beginne, kommt der DLC-Teil nicht im Spiel vor. Stattdessen wählt man ihn aus dem Menü und startet dort einen neuen Spielstand. Das ist besonders ungünstig bei einem Spiel wie Deus Ex, wo der Spieler das Gefühl haben soll, jede Entscheidung beeinflusse das Spiel. Beim DLC startet jeder mit dem gleichen Adam Jensen. Keine Augs, keine Waffen, alles weg. Factory Zero. Werkseinstellung.

Den ganzen Beitrag lesen »

Seite 1 von 1612345»...16
© 2009 - 2012 by 

Zockwork Orange - Videospiele, News, Trailer, Reviews & more


Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS)