Spiel mir den Blues, Baby! – Fallout New Vegas: Old World Blues
Als Kurier im Jahre 2077 hat man es nicht leicht. Nach einem Kopfschuss, etlichen Kilometern in der Wüste, Literweise Nuka Cola und Sunset Sarsaparilla, sowie dem Sturz von Legion, RNK oder Mr. House, hätte sich der Held aus Fallout New Vegas definitiv die Frührente verdient. Trotzdem beschert Bethesda den Anhängern ihres Endzeit-Epos mehr Fallout-Vergnügen mit einem durchwachsenen Dead Money und einem sehr spannenden, aber kurzen Honest Hearts. Old World Blues ist nun die dritte Erweiterung im Bunde und behandelt nicht, wie man dem Namen vielleicht entnehmen könnte, eine Gitarrentour durch die alte Welt; Es geht vielmehr um die gewaltsame Verschleppung des Wüstenbummlers in das Big MT, eine absurde Teststation von verrückten Wissenschaftlern die den atomaren Angriff überlebt haben.
Bei der Einführung als Angeschossener zu Beginn von New Vegas hätte man glauben können, dass ein solch bittereres Erwachen kaum zu toppen ist. Weit gefehlt! Während man nichts ahnend einem Funkspruch folgt, um eine nächtliche Kinovorstellung zu betrachten, findet man sich ohne Rückgrat, Herz und Hirn in der Forschungsanlage wieder. Dass man nun zu den Lobotomiten zählt und ohne Eigeninitiative keinen Weg in die Heimat hat, erklären einem dort eine Hand voll sprechender Monitore, welche als Übergangkörper für die Gehirne der wahnsinnigen Wissenschaftlern herhalten. Die bewohnen den Komplex und haben die Landschaft, die an einen Mondkrater erinnert, nach ihren Vorstellungen gestaltet. Doch wie man es von Genies gewohnt ist, haben alle den Sinn zur Realität verloren und ganz klassisch hat sich einer aus ihren Reihen natürlich mit seinen kranken Ideologien gegen den Rest gestellt.

Im Juni diesen Jahres möchte uns SEGA endlich sein Spionage-RPG mit dem Namen ALPHA PROTOCOL präsentieren (der Titel hört sich für mich ein bisschen nach einem Thriller von Robert Ludlum an). Das erste Mal wurde ich durch den 