Nicht nur Weltklasse-DJ Deadmau5 kann immer wieder beweisen, dass Nerd-Unterhaltung als guter Einfluss auf Musik dienen kann. Diesmal ist es DJ Shiftee, zweifacher DMC World Champion und bekanntes Testimonial für Digital-Vinyl-Software, der den Nerd raushängen lässt und zwischen Dub-Step Beats und Hip-Hop Breaks auch Platz für den Tetris-Klassiker findet. So wurde sein Set am 15.März beim Music Tech MashUp auf der SWSX durch die Type A-Musik bereichert.
Pünktlich zum 1. April hat sich der Synthesizer-Hersteller Moog einen kleinen Scherz erlaubt und ein ziemlich überzeugendes Teaser-Video zum ersten polyphonen Theremin ins Internet gestellt. Das gute Stück sollte rund 2000 Euro pro Einheit kosten, entpuppt sich aber, wie die seltsame Zusammenstellung des Films vermuten lässt, als Aprilscherz. Womit wahrscheinlich keiner gerechnet hat ist, dass zeitgleich der Musiker und Erfinder Tim Thompson ein echtes, funktionierendes Multitouch-Theremin gebaut hat und seinen Prototypen ebenfalls mit dem Internet teilt. Natürlich zieht der Musikus, welcher schon mit Touchanwendungen gearbeitet hat bevor Apple und Korg das cool fanden, mit technischer Unterstützung von Kinect ins Rennen.
Microsofts Eingabegerät Kinect erweist sich so einmal mehr als Grundlage für experimentelle Musikinstrumente und erstaunt hier mit bestechender Präzision. Am Ende soll die Musikinstallation dann auf Events wie dem Burning Man rumreisen und MultiMultiTouchTouch heißen. Dabei ist der besondere Clou, dass beim MultiMultiTouchTouch mehr als eine Person musizieren kann, denn laut Thompson haben Kinect-Anwendungen mehr kreatives Potenzial, wenn man nicht alleine dabei ist. Vielleicht hätte man das den Bastlern sagen sollen, die uns schon von Woche zu Woche mit neuen Ideen rund um die Verknüpfung aus Körper, Midi und Musik vergnügen. Immerhin haben die eine sinnvolle Möglichkeit gefunden, die Kamera zu nutzen während sie auf gute Spiele dafür warten.
Diesmal eine lokale News für Nerds in Düsseldorf und Umgebung. Das Projekt Junge Tonhalle organisiert immer wieder Aufführungen der jungen Düsseldorfer Symphoniker, aber auch elektronische Partys in klassischem Ambiente direkt in der Tonhalle in der Düsseldorfer Altstadt. Dabei besticht das Ensemble immer wieder durch moderne und untypischen Konzepten. So durfte man dort passend zur WM letztes Jahr Fußball-Hymnen hören und sollte sich nicht wundern, wenn neben Harfe und Flügel auch Turntables aufgebaut sind. Nächsten Monat geht die Reise für die coolen Klassiker dann thematisch Richtung Land der aufgehenden Sonne und hier kommt das Geekige ins Spiel. Was würde sich bei diesem Motto besser eignen, als ein paar japanische Videospielsoundtracks aufzuführen. Mit diesem Gedanken werden am 31.05 dann in der Tonhalle neben Beethovens 9ter auch die Soundtracks zu Zelda und Pikmin aufgeführt. We like!
Wem das noch nicht genug ist, der bekommt als Vorprogramm ein japanisches Taiko-Konzert geboten und Koto-Künstlern, die ihre Kunst auf der japanischen Zither vorführen. Da ich weiß, dass einige Leser aus der Region kommen, möchte ich auch gerne ein kleines Zockwork-Treffen anregen. Bei Interesse schreibt einfach in die Kommentare und wir organisieren einen Absacker danach oder so. Ich lasse mir diesen kulturellen Hochgenuss auf jeden Fall nicht entgehen. Mehr Infos auf Facebook.
Bei meinen unendlichen Streifzügen durch das Internet bin ich wieder über einen lieblichen Musik-Hack gestolpert, der die Welt der digitalen Musik mit Zockerleidenschaft verbindet. Anders als bei den Kinect Modifikationen, welche wir auf der Seite vorgestellt haben (link + link), wird diesmal nicht Musiksoftware durch einen Bewegungssensor gesteuert, sondern eine Groovebox von Native Instruments dazu missbraucht als Eingabegerät für Rock Band zu dienen. Das Ganze ist in Bewegbild festgehalten und sollte angeschaut werden:
Das Video fällt sofort zwischen den anderen Videos des Youtubers Discchord (link) auf. Normalerweise hält er sich bei diesen nämlich vor APC 40 und Kaoss Pad zur elektronischer Tanzmusik auf und nicht mit aufgebahrter Maschine vor einer riesigen Mattscheibe. Dazu erklärt Dischhord stolz wie Oskar, auf welche Art er den Controller zur Ausgabe der richtigen MIDI Signale bekommen hat. In seinen weiteren Beschreibungen findet man außerdem einen kleinen Walkthrough durch das Set-Up. Benötigt wird ein USB-Midi Adapter, ein Madcatz MIDI Pro-Adapter, ein PC zum Zwischenschalten und natürlich der Maschine Controller an sich. DIY par excellence! Wer wie euer treuer Autor Maxx so ein Schätzchen Zuhause rumstehen hat und sich nicht vor den technischen Hürden scheut, findet die notwendige Freeware auf der Midi-OX Webseite und das eine passenden Konfigurationsdateien für die Maschine hier. Ob diese Verknüpfung wirklich notwendig ist, wag ich zu bezweifeln. Vor allem ist jegliches Peripheriegerät für Rock Band wesentlich günstiger als dieser 500 Euro teure Controller und das Ausprobieren wird wahrscheinlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, als das Spielen damit eigentlich Spaß macht. Ein cooles Statement ist es aber alle mal.
Dass die DJ Berufung, Partytreiber in Clubs zu sein, nicht davon abhalten muss auch geekische Einflüsse auszuleben, konntet ihr im Artikel über die Midi-Fighter von Ean Golden schon erfahren. Doch ist das nur die Ausnahme zu einer Regel gewesen? Ein Auftritt des Elektro-Acts Deadmau5 kann bestimmt locker mithalten. Da sieht man schon mal ein trashiges Super Mario Demake oder hört zum Ende die klassische Game Over-Melodie. Alles drin was das Mushroom Kingdom zu bieten hat und zwischendurch gibt es gelegentlich eine Unterbrechung mit passender Windows-Fehlermeldung. Doch verbirgt sich hinter der Mausmaske vielleicht noch mehr Herz für digitale Spielekultur?
Der Kanadische Produzent und DJ Joel Zimmerman, besser bekannt unter dem Pseudonym Deadmau5, ist im Moment ganz heißer Scheiß in der Musikszene. Mit Songs wie Ghost’n'Stuff oder I Remember ist er spätestens seit letztem Jahr Standard in allen Clubs. Erst im Dezember hat er sein neustes Studioalbum 4x4=12 veröffentlicht und war gerade auf ausgiebiger UK Tour. Doch was hat der neue beste Freund von Tommy Lee Jones hinter der Mausmaske noch zu bieten? Ein paar Quellen im Internet belegen, dass nicht nur ein dicker grüner Space Invader seinen Hals ziert, sondern auch auf seinem Unterarm Spuren der Legende von Zelda zu finden sind. Ein bisschen Emo mit fehlendem Herz.
Tattoos mögen zwar ein guter Anfang sein, aber da gibt es natürlich noch mehr und auch in bewegten Bildern. Daher gibt es hier die drei besten Beweise für die Fusion, ganz warm aus den Untiefen von Youtube:
Während seiner Herbst-Tour in den Vereinigten Staaten letztes Jahr wurde Deadmau5 nicht nur vom Dub-Stepper Skrillex unterstützt. Beim Stopp in Seattle kam das Windows Live Messenger-Männchen zu Besuch und hat sich nicht nur mit dem Mauserich vor Kinect gestellt, sondern auch sein Konzert besucht. Das Ende finden die beiden Maskierten dann im Tanz auf der Bühne. Vielleicht nicht der coolste Auftritt, aber wann haben Nerds den schon mal?
Für den Meowingtons Hax greift Deadmau5 wieder auf Nintendos Klempner zurück und leiht sich direkt die komplette Spielewelt. Angefangen hat es mit einer simplen Sample-Spielerei, die der Musiker mit Stutter-Video auf seinem Youtube Channel veröffentlicht hatte. Featuring Meowingtons, seiner Katze, welche immer wieder Teil seiner Projekte wird. Kurz darauf folgte ein etwas aufwändigeres Video in dem die Katze versucht, das erste Level aus Super Mario Land zu meistern, schlägt dabei aber fatale Wege ein. Den ganzen Beitrag lesen »
Der Modwahn an Microsofts Kinect scheint noch lange nicht vorüber zu sein. Sehr erstaunt habe ich erst vor kurzem hier über das Luftscratchen berichtet und mir die Frage gestellt in welche Richtung dieses Reise wohl noch gehen kann. Jetzt geht die Motion-Musik in die nächste Runde und Angriffsstelle ist diesmal die Verbindung des Midi-Signals mit der Sequenzer Software Ableton Live. So werden dynamisch bewegbare Soundeinheiten einfach mit der Hand gesteuert.
Ableton Live ist also neben dem Produzieren von clubreifen Hymnen und der Erstellung von putzigen Retrobildern auch als Empfänger von Midi-Signalen via Kinect zu gebrauchen? Das hat zumindest Adriano Clemente, seines Zeichens auch zertifizierter Trainer für Ableton Live, versucht zu beweisen und das Ergebnis ist ziemlich beeindruckend. Nicht nur nimmt er als Unterstützung zusätzlich eine Wii-Mote in die Hand, im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger kann sich das Stück auch hören lassen und dient so nicht nur als Beispiel eines möglichen Features.
Ableton Live ist eines der angesagtesten DJ-Programme für Live- und Studiogebrauch, das im Moment auf dem Markt erhältlich ist. Bekannte Elektro-Künstler wie Paul Kalkbrenner, Mogwai oder Daft Punkt haben ihre Klangbretter mit der Software des Berliner Herstellers zusammengebastelt. Doch dass man mit ein bisschen Kreativität mehr Kunst aus dem Tool schöpfen kann, als ein paar schöne Melodien, hat der 25-jährige Santiago Luini bewiesen. Auch wenn der selbsternannte DJ Zanthos ein 600 Euro teures Programm dabei auf Paint-Funktionen runter schraubt.
Der Clou bei Ableton Live ist, dass man eine Stepsequenzer-Matrix nutzt, um Loops zu erstellen und in beliebiger Reihenfolge und Geschwindigkeit abzuspielen. Dabei haben die Felder verschiedene Färbungen für z.B. Instrumente, Drums oder Filter. Diese Hilfsfunktion der Software hat der DJ aus Bueno Aires für seine Bilderchen missbraucht und wahrlich nette Versionen von Videospielhelden damit erstellt. Mit von der Partie sind zum Beispiel Mario, Yoshi, der Mega Man; aber auch Popikonen wie Darth Vader fehlen in seiner Sammlung nicht.
Heute haben wir eine Nummer aus der Kategorie: Schlechte Musik, aber coole Idee. Der Modder Dustin O´Connor hat gestern ein Video auf seinem Vimeo-Kanal veröffentlicht, in dem er zeigt, wie er mit Hilfe einer Kinect-Kamera und der DJ-Software Traktor Pro seine Hand zur scratchenden Vinylscheibe werden lässt. Die Musikwahl, die er trifft, muss auf keinen Fall befürwortet werden, aber das Video zeigt dafür sehr schön die Möglichkeiten, aber auch die Schwächen des Air Scratchings.
Einen Arcade Stick wie er bevorzugt zum Spielen von Prügelklassikern à la Street Fighter oder Tekken benutzt wird, hat wohl nicht jeder Zocker unbedingt zuhause liegen, die schönen Vorzüge dieser überteuerten Controller kennt aber fast jeder Spieler. Nicht nur das Gefühl von abgenutzten Spielautomaten und das nostalgische Klicken der Buttons, auch die präzise Ausführung von Moves und Combos ist eine Offenbarung. Vielleicht genau aus diesem Grund sind die runden Knöpfe inzwischen immer beliebter bei DJs und Musikern geworden. Warum funktioniert das und wie hat der Mann namens Ean Golden ihnen trotzdem ihren ursprünglichen Nutzen wiedergegeben? Versprochen, die Antwort kommt ganz ohne Gescratche aus.
Dass das Ansteuern von Effekten über eine Wii Remote möglich ist, wird langsam zum alten Hut. (Beispiel auf YouTube). Zudem lässt sich über den praktischen Nutzen davon mehr als streiten. Jedoch sieht gegenüber der Wireless-Fernbedienung das Bestücken einer VCI-100 mit Spielhallenbuttons durchaus altmodisch aus. Trotzdem hat es DJs mit Retroherz auf dem ganzen Globus das Herz höher schlagen lassen, als sich die Möglichkeit dazu geboten hat.
Materia ist ein Rapper aus Berlin (eigentlich aus Rostock aber er lebt jetzt in Berlin), der bei den Fantas (FOUR Music) unter Vertrag steht. Materia (eigentlich Marten Laciny) hat in seinem Leben schon viel erlebt, war Fußballer, Model in New York und hat dann versucht, Schauspieler zu werden. Der passionierte Gamer erzählt sein Leben in dem Song Endboss und springt dabei von Level zu Level, jedes davon repräsentiert einen seiner Lebensabschnitte.
Im Video zeigt Marteria, dass man auch ohne CGI jede Menge Videospiel-Referenzen einbauen kann. Sieht alles sehr selbstgebastelt aus, hat ein bisschen was vom Charme der Super Mario Brother Super Show.