Reviews David, 13. Dezember 2010 um 16:16 Uhr
Rom wurde nicht an einem Tag erbaut -- und auch nicht von einem Assassin alleine in die Knie gezwungen. Mit ähnlichem Wortlaut beschreibt der Hüllentext Assassin’s Creed Brotherhood. Ezio, nach seinen Erlebnissen im zweiten Teil der Reihe erschöpft und erleichtert in Monterrigioni angekommen, glaubt, die wichtigen Kämpfe seines Lebens hinter sich gebracht zu haben. Doch die Borgia geben nicht so leicht auf und bringen die Schlacht bis zu ihm an seine Türschwelle. Das kann sich ein Meister-Assassine natürlich nicht einfach so gefallen lassen. Also schlägt Ezio mit gleichen Mitteln zurück und besucht wiederum Rom, um die Templer an ihrer Wurzel auszurotten.

Doch Rom ist groß und die Templer in der Überzahl. Zum Glück ist Ezio nicht alleine in seinem Kampf, ihm zur Seite stehen zwei alte Bekannte, nämlich La Volpe, der Anführer der Diebesgilde und Bestseller-Autor Niccolò Machiavelli. Unterstützung findet Signore Auditore da Firenze nicht nur in der Diebesgilde, auch die Mercenaries und die Kurtisanen unterstützen den Assassinen wo immer sie können. Später versorgt der Daniel Düsentrieb der Renaissance, Leonardo da Vinci, unseren italienischen Killer und Frauenhelden noch mit neuen Gadgets. So gerüstet kann eigentlich nichts mehr schief gehen, doch Ezio wird auch nicht jünger, auch wenn er sich das ungerne von anderen Leuten sagen lässt. Es wird langsam Zeit, sich um die nachfolgenden Generationen zu kümmern, schließlich gibt es zahllose Templer und nur eine Hand voll Assassinen. Kurzerhand rettet Ezio ein paar Bürger vor der Willkür der römischen Stadtwache und rekrutiert sie für seine Sache. Die bekommen auch direkt ein passendes Outfit, echte Assassinen werden sie aber erst nach vernünftigem Training. Dafür schickt Ezio seine Gefolgschaft auf Missionen in ganz Europa, bei Erfolg kommen die dann nach ein paar Minuten mit jeder Menge Erfahrung und Geld im Gepäck zurück.
Während seine Schützlinge unterwegs sind, streift Ezio ein bisschen durch Rom, befreit Gebiete durch das Zerstören von Borgia-Türmen, um daraufhin dort die Geschäfte zu renovieren und Wahrzeichen wie das Colosseum zu kaufen. Das bringt noch mehr Geld -- mehr als Ezio tragen oder ausgeben kann und mehr, als in die Bank passt -- und ansonsten leider nichts. Das Stadtbild verändert sich durch das Renovieren überhaupt nicht und das Aufkaufen der Triumphbögen und antiken Tempel erzeugt ebenfalls kein sichtbares Ergebnis.
Ezio hat seinen Spaziergang mittlerweile beendet und seine kleinen Killer sind wieder zurück und warten darauf, von ihm aufgelevelt und mit einer Zeremonie (jeder Assassin bekommt eine eigene) in den Rang des Assassinen gehoben zu werden. Spätestens ab da stellt sich Ezio so gut wie nichts mehr in den Weg, Horden von Gegnern fallen wie die Fliegen im “Arrow Storm” der versteckten Assassinen, die auf Pfiff -- ähnlich wie Ezios Pferd -- hinter der nächsten Ecke erscheinen oder aus einem Heuballen springen, um jeden abzumurksen, der sich ihnen in den Weg stellt. Das hört sich so an, als würde der BAM (Brotherhood Assistance Move) die Kämpfe viel zu leicht machen und das tut er in der Tat. Mich persönlich stört das nicht, ich fand die riesigen Kämpfe gegen 20 Gegner und mehr schon immer nervig und bin froh, wenn ich sie irgendwie umgehen kann. Besonders die gepanzerten Papstwachen sind normal fast unbezwingbar. Und da kommt einem so eine kleine Armee gerade recht.
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