Ich stehe ja total auf Geballer. Pewpewpew! Und ich stehe auf Science-Fiction-Kram. So mit Raumschiffen und allem drum und dran. Perfekte Voraussetzungen also, dass »Defiance«, der jüngste Spross auf dem Hause »Trion«, total auf meiner Wellenlänge liegt. Prinzipiell verfolgen die Macher hier auch eine überragende Idee: Parallel zum Release startet die gleichnamige Sci-Fi-Serie im Fernsehen, die Einfluss auf das Spiel nimmt. Und umgekehrt. Möglich ist dies durch die Natur des Spiels. »Defiance« ist nämlich ein MMO.
Aber zurück auf Anfang. Nach einer guten Stunde Installation und gefühlt ähnlich langem Patchvorgang (Xbox 360) darf ich endlich mit dem Spielen anfangen. Ein sehr begrenzter Charaktereditor lässt mich aus einer Hand voll Faktoren einen grob geschnitzten Recken erstellen. Was genau die Unterschiede zwischen den Klassen sind weiß ich nicht. Ich weiß nicht mal, für welche ich mich letztendlich entschieden habe. Ich vermute, dass das auch gar nicht wichtig ist. Nach einer kurzen Sequenz finde ich mich an Bord eines Raumschiffes wieder, das auch prompt abstürzt. Von nun an laufe ich in der Spielwelt herum und erfülle die MMO-typischen Sammel-, Jagd- und Boten-Quests. Was auffällt: Von Anfang an wird hierbei großen Wert darauf gelegt, dass die Quests auch wirklich überhaupt keinen Spaß machen. Wie am Fließband werde ich von A nach B geschickt und spare mir recht bald sogar das Überfliegen der Aufgabentexte. Ich fahre mit meinem Quad zur gewünschten Location, ballere gescriptet spawnende Dummgegner über den Haufen und hole mir meine mickrige Belohnung ab.





