Archiv nach Tags: MMO

Defiance: Free-2-Play zum Vollpreis?

von in Reviews
2

Ich stehe ja total auf Geballer. Pewpewpew! Und ich stehe auf Science-Fiction-Kram. So mit Raumschiffen und allem drum und dran. Perfekte Voraussetzungen also, dass »Defiance«, der jüngste Spross auf dem Hause »Trion«, total auf meiner Wellenlänge liegt. Prinzipiell verfolgen die Macher hier auch eine überragende Idee: Parallel zum Release startet die gleichnamige Sci-Fi-Serie im Fernsehen, die Einfluss auf das Spiel nimmt. Und umgekehrt. Möglich ist dies durch die Natur des Spiels. »Defiance« ist nämlich ein MMO.

Mit dem Quad durch die Botanik

Mit dem Quad durch die Botanik

Aber zurück auf Anfang. Nach einer guten Stunde Installation und gefühlt ähnlich langem Patchvorgang (Xbox 360) darf ich endlich mit dem Spielen anfangen. Ein sehr begrenzter Charaktereditor lässt mich aus einer Hand voll Faktoren einen grob geschnitzten Recken erstellen. Was genau die Unterschiede zwischen den Klassen sind weiß ich nicht. Ich weiß nicht mal, für welche ich mich letztendlich entschieden habe. Ich vermute, dass das auch gar nicht wichtig ist. Nach einer kurzen Sequenz finde ich mich an Bord eines Raumschiffes wieder, das auch prompt abstürzt. Von nun an laufe ich in der Spielwelt herum und erfülle die MMO-typischen Sammel-, Jagd- und Boten-Quests. Was auffällt: Von Anfang an wird hierbei großen Wert darauf gelegt, dass die Quests auch wirklich überhaupt keinen Spaß machen. Wie am Fließband werde ich von A nach B geschickt und spare mir recht bald sogar das Überfliegen der Aufgabentexte. Ich fahre mit meinem Quad zur gewünschten Location, ballere gescriptet spawnende Dummgegner über den Haufen und hole mir meine mickrige Belohnung ab.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Im letzten Teil (Link) unserer großen »Guild Wars 2«-Review ging es hauptsächlich um Grafik, Atmosphäre und Story. Jetzt wird’s ein bisschen komplexer, denn wir schauen uns mal die komplexeren Grundbegriffe des Spiels an… Und davon gibt es einige!

Acht-Klassen-Gesellschaft

Sehr häufig habe ich in Rollenspielen die Erfahrung gemacht, dass sich viele Klassen immer irgendwie identisch spielen. Gerade in MMOs! Der Schleicher schleicht, der Kämpfer kämpft, der Heiler heilt… Ihr wisst schon. Man weiß immer irgendwie woran man ist, wenn man sich einen neuen Charakter macht und erst recht, wenn man einem anderen Spieler auf dem Schlachtfeld gegenüber steht. Es gibt Konstanten und wo es Konstanten gibt, gibt es auch Schwachstellen, die sich ausnutzen lassen. In »Guild Wars 2« gibt es zwar auch gewisse Grundmuster, aber die Feinheiten können mitunter stark variieren. Jeder Klasse stehen an die dreißig Skills zur Verfügung, dazu kommen ab Level 10 noch Talentpunkte in multiplen Bereichen, die einem ebenfalls passive Boni verleihen. Und dann gibt es ab Level 30 noch Elite-Skills, die mitunter auch vom gewählten Volk des Charakters abhängen, wie z.B. die Verwandlungsfähigkeiten der Norn, die ich im ersten Teil dieser Review schon angesprochen habe. Phew… Das bedeutet jede Menge Kombinationen und Builts für jede der acht Klassen, mit denen man herum experimentieren kann. Wichtig ist, dass jede Klasse Skills aus allen Bereichen mit sich bringt. Zum Beispiel haben auch Krieger oder Diebe Heilungs- und Schutzfähigkeiten für sich selbst und andere Mitspieler. Keine Klasse lässt sich nur in ein einziges festes Schema pressen. Besondere Erwähnung sollten hierbei auch noch zwei Klassen finden, die mir so in der Art noch in keinem anderen MMO begegnet sind (Wohlgemerkt: Ich schreibe hier aus der eigenen Erfahrung. Wenn ihr Spiele kennt, die ihr als Gegenbeispiel anführen möchtet, könnt ihr die natürlich gerne in den Kommentaren äußern.); Der Ingenieur ist eine Steampunkklasse, die mit Musketen und Pistolen hantiert, Bomben legt und dem Gegner mit Flammenwerfern und Granaten zu Leibe rückt. Nahkampf ist nicht. Außerdem wäre da noch der Mesmer. Diese Mischung aus David Copperfield und Schwertmeister benutzt Illusionen, Gedankenkontrolle und Teleportation, um dem Gegner danach mit der Klinge die Hölle heiß zu machen. Beide haben mir sehr viel Spaß gemacht. Gerade der Mesmer ist ein angenehm frisches Konzept. Etwas, das neben der instanzierten Welt im Vergleich zu »Guild Wars 1« wegfällt, ist die doppelte Klassenbelegung. Damals war es noch möglich, zwei Klassen für seinen Charakter auszusuchen, woraus sich zwar durchaus interessante Kombinationen ergeben haben, aber dafür waren die einzelnen Klassen nicht so komplex wie jetzt.

Diesen Beitrag weiterlesen »

gc2012: Wizardry

von in Previews
0

Fans von Fantasy-MMORPGs wurde der neue Teil der Wizardry-Serie vom Entwicklerstudio Gamepot vorgeführt. Das MMO bricht mit einer ehernen Regel der Rollenspielzunft.

Auch wenn die Präsentation ein wenig holprig verlief, da anscheinend noch nicht jeder den Windows Media Player bedienen kann, konnte ein guter Eindruck von »Wizardry« vermittelt werden. Die Entwickler stellten die verschiedenen Klassen, das Talentsystem und einige Features des neusten Teils der Serie vor. Alles in Allem kann man konstatieren, dass der Spieler hier ein mehr oder weniger ambitioniertes Rollenspiel vorgesetzt bekommt, welches sich in die lange Liste der Free-to-play-Rollenspiele im Mittelfeld einordnen wird. Die Klassen Krieger, Priester, Schurke und Mage werden jedem, der schon einmal Kontakt mit MMOs hatte, bekannt vorkommen, genauso wie die Rollenverteilung Tank-Damagedealer-Heiler. Diesen Beitrag weiterlesen »

BrowserQuest

von in Fundstücke
1

Als ich das erste Mal einen Link zu Mozillas BrowserQuest bei Twitter sah, scrollte ich nur gelangweilt weiter. Browsergame mit HTML5, und dann auch noch ein MMO? Gähn. Aber dann kam der Link nochmal per Mail und als Reply und irgendwann wurde ich schwach und klickte doch drauf. Folgendes Bild erhielt ich -- und ihr werdet sicher verstehen, dass ich direkt hin und weg war.

Wie bereits erwähnt: BrowserQuest ist ein MMO, umgesetzt mit HTML5/JavaScript/Websockets, und somit auf eigentlich jedem Gerät spielbar, sei es nun am PC oder auf dem iPad.

Die Welt von BrowserQuest ist in Quadrate aufgeteilt, ein Klick mit der Maus und die Spielfigur bewegt sich dort hin, nimmt das Item auf oder kämpft gegen das Monster in dem Quadrat. Nebenbei kann man mit seinen Mitspielern chatten oder Gegenstände finden. Und ja, selbstverständlich kann man auch Achievements abstauben.

Rumlaufen, Items finden, mit Mitspielern oder NPCs reden und Gegner töten; mehr scheint es noch nicht zu geben. Trotzdem gibt es in der kleinen Welt einiges zu entdecken, zum Beispiel haben die Entwickler zahlreiche Easter Eggs “versteckt”. Portale inklusive Cake, Matrix-Charaktere, die euch Nachhilfe im Verbiegen von Schwertern geben, Stadtwachen mit HTML5-Schildern, die Star Wars zitieren, die GitHub-Katze, die euch den Quellcode zeigen will, usw.

Sehr viel mehr kann man noch nicht machen, die Quest aus dem Titel fehlt noch. Ein richtiges Spiel ist BrowserQuest somit (noch) nicht, mehr ein HTML5-Experiment, aber als solches sehr gelungen. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt noch entwickelt und spiele bis dahin mit dem Code rum.

BrowserQuest spielen

Free-to-Play-MMOs gibt es wie Sand am Meer, aber kaum eines schafft es neben Grinding auch ansprechende und innovative Inhalte hervorzubringen und damit eine echte Bereicherung des Marktes darzustellen. Auch Nexon war bis dato mit Titeln wie MapleStory nicht sehr viel besser, hat aber nun mit VINDICTUS einen Titel in petto, der wirklich interessant zu sein verspricht.

Anlässlich der Closed Beta, die am 15.9.2011 beginnt, werde ich euch meine Eindrücke, die ich in einem halbstündigen Hands-On auf der gamescom gewinnen konnte, präsentieren. VINDICTUS betritt durchaus neue Pfade im MMO-Bereich und könnte eine spannende Bereicherung darstellen.

Diesen Beitrag weiterlesen »