Reviews Gastautor, 17. Mai 2011 um 14:23 Uhr
Kaum jemand wird bestreiten, dass das Mass Effect-Universum eines der ausgefeiltesten ist, die ein Videospiel bzw. eine Videospielreihe je hervorgebracht hat. Kein Wunder also, dass es zusätzlich zu den Spielen (Review zu Mass Effect 2) und einer Romanreihe (meine Meinung zum ersten Band “Die Offenbarung”) auch Comics gibt, die die Geschichte weiter vertiefen. Als Fan der Reihe konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mal einen Blick zu riskieren und habe mir den ersten Comic mit dem Titel Erlösung geschnappt.
Inhalt
Angesiedelt ist die Story zwischen den Ereignissen des ersten und zweiten Teils des Spiels: Nachdem die Normandy zerstört wurde, wird Commander Shepard für tot erklärt. Aber die Asari Liara T’Soni (Begleitcharakter in Mass Effect 1 mit einer Nebenrolle in Teil 2) glaubt nicht, dass das stimmt und vermutet, das mehr dahintersteckt. Also beginnt sie, Nachforschungen anzustellen und gelangt zur Raumstation Omega. Dort stellt sie jedoch fest, dass sie nicht allein auf der Suche nach Shepard ist.
Der Comic ist sehr eng verwoben mit der Geschichte des DLCs Versteck des Shadow Broker, in dem Liara, die in der Hauptstory von Mass Effect 2 eine viel zu unbedeutende Rolle eingenommen hat, vorkommt. Zwar funktionieren sowohl der DLC als auch der Comic durch die Verknüpfung im Hauptspiel auch einzeln für sich, doch erst gemeinsam vollenden sie die Geschichte um Shepards Rettung und den dubiosen Informationshänder, den Shadow Broker.
Ein bisschen aufgesetzt, aber irgendwie auch witzig fand ich, wie die Geschlechterproblematik gelöst wurde. Der Comic kann also gelesen werden, egal, ob man in den Spielen Shepard als Frau oder Mann gespielt hat. Man bekommt keinen festgelegten Shepard aufgetischt.
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