Archiv nach Tags: Lionhead Studios

11 Tiere: Fable II

von in 52 Games
0

In manchen Videospielen sind die Protagonisten Tiere, in anderen Spielen sind es Menschen mit tierischen Begleitern oder sogar Tiere mit tierischen Begleitern. Ich habe mich bei diesem Thema für die realistischste Variante entschieden: Mensch mit tierischem Begleiter.

In Fable II geht ihr nirgendwo ohne euren treuen Hund hin. Er findet Schätze für euch, warnt vor Gegnern und sagt, wo ihr nach Kondomen und anderem lebenswichtigem Kram buddeln sollt. Er hilft bei den Kämpfen und steht eurer einsamen Spielfigur in der weiten Welt Albions zur Seite. Der Hund begleitet euch das ganze Spiel, beginnend mit eurer frühen Kindheit, in der ihr ihn auf der Straße findet.

Als Spieler könnt ihr die Fähigkeiten eures Hundes ausbauen und ihm Tricks beibringen, um die Sympathie der Bewohner Albions zu gewinnen. Ihr könnt ihm außerdem einen Namen geben und sein Aussehen verändern. Der Hund ist so stark mit dem Spieler verbunden, dass er sich den Veränderungen – je nachdem, ob man Gut oder Böse spielt – anpasst. Im Originalspiel konnte man die Rasse des Hundes noch nicht selbst anpassen, was jedoch mit dem Download-Inhalt “See The Future” möglich wurde. Die Rasse des Hundes änderte sich zuvor jedoch automatisch: bei gutmütigen Spielern wurde er zu einem Golden Retriever, böse Spieler bekamen einen schwarzen Labrador mit roten Augen. Die Bürger Albions reagieren entsprechend auf euren Begleiter. Der Golden Retriever darf sich also über Streicheleinheiten und Spielerei mit den Dorfbewohnern freuen, der böse Labrador hingegen musste einige Tritte einstecken.

Am Ende des Spiels wird eure Spielfigur, deren Hund bis dahin gestorben ist, vor eine Wahl gestellt, die über den Ausgang der Geschichte entscheidet. Ähnlich wie beim viel diskutierten Ende von Mass Effect 3 könnt ihr zwischen drei verschiedenen Enden wählen. Bei einer der Möglichkeiten bekommt ihr Geld, was bei Fable II ziemlich albern ist, da man durch das Vermietern von zuvor gekauften Häuschen eine Menge Moneten einnimmt. Die offensichtliche Wahl wäre, alle Opfer eures Gegenspielers wiederzubeleben. Hunderttausende retten und zahllose trauernde Witwen und Mütter glücklich machen, wer möchte das nicht? Ihr könnt die Toten aber auch tot sein lassen und stattdessen eure Familie und, ganz wichtig, euren Hund ins Leben zurückholen. Das mag ein bisschen egoistisch klingen, aber falls ihr im Anschluss noch weiterspielen möchtet, ist das gar keine so abwegige Wahl. Schließlich ist der Hund euer ältester und treuester Freund, ist mit euch durch dick und dünn gegangen und hat sich am Ende für euch geopfert. Ohne euren Hund hättet ihr Albion niemals retten können.

In Wirklichkeit mag ich Hunde gar nicht so gerne, aber bei Fable II musste ich dieses unschuldige Wesen einfach retten und wählte somit das dritte Ende. Die getöteten Menschen zu retten, hielt ich für Quatsch, da ich an ihrem Ableben keinerlei Schuld trug und niemandem davon jemals begegnet bin. Aber mein Hund war immer für mich da und gestorben ist er nur wegen mir. Fable II hat es geschafft, dass ich meinen tierischen Begleiter über alles Andere gestellt habe und er im Spiel mein bester Freund wurde.

Location-basierte Dienste wie foursquare oder gowalla sind mittlerweile auch in Deutschland stark auf dem Vormarsch, auch wenn die Nutzerzahl im Vergleich zu den USA lächerlich gering ist und es dementsprechend auch noch kaum Belohnungen für fleißige Nutzer gibt. Aber vielleicht gibt es eine Verbindung zwischen Nutzern mobiler Eincheck-Apps und der Gaming-Community? Zumindest konnte man auf foursquare während der gamescom leicht das Swarm-Badge bekommen, d.h. es waren mindestens 50 foursquare-Nutzer gleichzeitig am selben Ort. Mit Sicherheit waren darunter auch ein paar Fable-Fans, welche sich über die Fable-App freuen werden.

Mit der Fable III Kingmaker App kann man (mit dem iPhone und vermutlich auch auf Android-Handys) unterwegs Gebiete abstecken, sein Reich vergrößern und damit Geld verdienen, das man dann im Spiel ausgeben kann. In Fable II hatte man ab einem bestimmten Zeitpunkt mehr Geld als eine gewisse Ente im roten Gehrock aber vielleicht wurde das ja in Fable III geändert? Zumindest am Anfang war das Geld knapp und da könnte die App Abhilfe schaffen, erscheint sie doch schon am 4. Oktober, drei Wochen vor Release des Games. Dadurch hat man die Möglichkeit, das Spiel direkt mit einer netten Summe zu starten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Häuser aufkaufen diente in Fable II nur einem Zweck: Miete einnehmen. Gegen Ende des Spiels gehört einem jedes einzelne Haus, jede Farm und jeder Turm in Albion. Wie in solchen Spielen üblich benötigt man zu besagtem Zeitpunkt das Geld aber eigentlich gar nicht mehr. Neben dem Vermieten gab es noch die Möglichkeit, in Häuser einzuziehen und eine Familie zu gründen. Seinen Reichtum wollte man natürlich mit teuren Möbeln zeigen. Leider konnte man nur bestehende Möbel gegen bessere Modelle tauschen. Umdekorieren oder freies Platzieren der Möbelstücke wie z.B. bei Sims-Games war nicht möglich.

In Fable III wird man Häuser komplett nach dem eigenen Geschmack einrichten können. Vielleicht braucht euer Held vier Kleiderschränke? Oder hat gerne ein paar Folterinstrumente im Keller für… Verhöre? Selbst das Tapezieren der Wände ist nun möglich. Wollen Fable-Spieler das? Vielleicht ist der Sims-Effekt eine Antwort auf die ganzen Gamer, die behaupten, Fable II sei zu schnell vorbei gewesen? Einfach mal ein paar Häuser bauen, einrichten und sich mit den Mietern rumärgern. Ein Blick in meine Achievements sagt mir, dass ich für Fable II ganze drei Monate gebraucht habe, eine künstliche Verlängerung der Spielzeit brauche ich persönlich also echt nicht. Man kann sich von seinem Butler Jasper glücklicherweise aber auch einfach die Arbeit abnehmen lassen.

Fable III kommt schon nächsten Monat und ich freue mich wirklich drauf. Ob ich meine Häuser mehr einrichten möchte, als für die Achievements nötig ist (hier gibt es schon eine komplette Achievement-Liste zu Fable III) kann ich noch nicht sagen, mal abwarten, wie viel Spaß das machen wird. Was man in dem Video sonst von Fable gezeigt bekommt, sieht aber echt gut aus. Viel realistischere Bewegungen und Charaktere, die sogar wie Menschen aussehen. Sagte ich bereits, dass ich mich freue? Ich freue mich.